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Aarons erste erfolgreiche Nachsuche

Aarons erste erfolgreiche Nachsuche

Aarons erste erfolgreiche Nachsuche

Es war vor etwa 3 Wochen an einem Sonntagmorgen um kurz nach 7 als mein Jagdkollege Heinz anrief und mir aufgeregt schilderte, das er soeben einen Bock beschossen habe, der ohne zu Zeichnen abgegangen war. Er schilderte mir kurz den Verlauf und meinte das er evtl. auch gefehlt haben könne, da der Bock im hohen Gras beschossen wurde. Lange Rede kurzer Sinn - nach einer halben Stunde war ich mit Aaron, meinem zweijährigen Kleinen Münsterländer Rüden vor Ort und liess mir das Ganze nochmal vom Unglücksschützen erklären. Nach akribischem Absuchen war kein Anschuß zu finden. Heinz deutete an das er eventuell gefehlt habe könne.
Um auf Nummer sicher zu gehen, und seinem Gewissen zu erleichtern, suchte ich mit Aaron in etwa die Fluchtrichtung ab in die der Bock nach dem Schuß gewechselt war. Sofort zeigte Aaron am langen Riemen Interesse und nahm mit tiefer Nase Fahrt auf. Es sah so aus als ob er er die Wundfährte gefunden hatte. 150 m etwa ging es zielstrebig bis zum Grenzbach Marka. Dieser trennt unser Revier vom Nachbarrevier Vrees. Er stockte kurz und es ging durch den etwa 2 m breiten und knietiefen Bach ins Nachbarrevier. Das Wasser schien für ihn kein Hindernis darzustellen, eher für mich, der jetzt mit nassen Füßen folgen musste. Hier ging es dann etwa 200 m durch ein kleines Wäldchen. Er lag stramm im Riemen - verwies aber immer noch keinen Schweiss. Ich musste mich also blind auf meinen Aaron verlassen. Nach etwa 200 weiteren Metern faselte er kurz und wollte unbedingt in ein Maisfeld. Ich schnallte ihn und er verschwand im Maisdschungel, wo nach kurzer Zeit eindeutig sein Standlaut zu vernehmen war. Er mußte am Stück sein. Durch seinen ständigen Laut konnten wir den genauen Standort im Mais genau lokalisieren. Am Stück angekommen, sahen wir dass er dieses immer wieder von hinten attackierte und band. Der Bock hatte vorne links einen hohen Laufschuss davongetragen. So war es ein Leichtes für mich den Bock mit meinem Jagdmesser abzunicken und ihn von seinen Leiden zu erlösen. Nach dieser Aktion sah man zwei überglückliche Waidmänner. Heinz, dessen Bock soeben zur Strecke gekommen war, und natürlich ich, der auf seinen noch jungen Jagdhund stolz wie Bolle war. Für einen jungen Hund gibt es nichts Besseres als eine Nachsuche mit Erfolg zu krönen. Auch hier gilt wie im wahren Leben LEARNING BY DOING - je öfter umso besser

Mittlerweile hat er auch eine zweite Nachsuche gemeistert. Diese war allerdings nicht so spektakulär wie die oben beschriebene. (siehe Foto)
Rackelhahn | 26.07.2018 | gefällt das
Toll erzählt Wilfried und super für den Hund das er den Bock gefunden hat. Das wird sicherlich ein Schlüsselerlebnis in seinem hoffentlich langen Hundeleben werden.
LG Thorsten

Tenebrosus | 26.07.2018 | gefällt das
Dem kann ich mich nur anschließen.
HoRüdHo und Waidmannsheil zur erfolgreichen Nachsuche

7x65R | 27.07.2018 | gefällt das
Waidmanns- und Suchenheil.
Da habt ihr euch aber kein einfaches Gesellenstück ausgesucht.

Ente | 27.07.2018 | gefällt das
Waidmannsheil dem Schützen und dir und deinem Hund Suchenheil.

Grüße aus dem Süden Kurt

Thon | 27.07.2018 | gefällt das
Auch auf die Gefahr hin mich jetzt unbeliebt zu machen.
Du hast einfach nur Glück gehabt was es bisweilen auch braucht.
Du hast einen jungen Hund ohne jegliche Nachsuchenerfahrung.
Am Anschuss kein Schweiss, kein Schweiss in der Fluchtrichtung, d.h. keinerlei Bestätigung. Woher weisst Du dass der Hund zu diesem Zeitpunkt auf der richtigen Fährte war? Dann geht es noch ins Nachbarrevier und der Hund fasselt und möchte in ein Mausfeld. Schweiss oder irgendeine Bestätigung nicht vorhanden. Der Hund wird geschnallt. Warum? Woher weisst Du dass Dein Hund geschnallt werden will wenn es seine erste Nachsuche überhaupt ist. Mann kann auch im Mais mit Riemen nachsuchen. Zum Glück war er wohl auf der richtigen Fährte und hat den Bock gefunden. Ein KLM musss doch den Bock niederziehen. Er fasst aber wohl nur von hinten zu. Dann wird der Bock heroisch abgefangen.
Nimm es bitte nicht zu persönlich aber Du hattest mehr Glück als Verstand.
Einen so unerfahrenen Hund für eine solche Nachsuche zu nehmen ist aus meiner Sicht fahrlässig.
Wenn es dann so gut ausgeht, was mich natürlich freut, dann fühlen sich alle großartig.
Was aber wenn der Hund, der keine Erfahrung haben kann, nicht das Glück hat den Bock zu finden. Er hetzt irgendetwas und der kranke Bock ist wo ganz anders? Dann sagen alle der hat nix. Kein Schweiss am Anschuss nix auf der Fährte und der Hund hat auch bei der Hetze nix bekommen. So geht es nämlich meistens aus.
Bitte hole beim nächsten mal für eine solche Nachsuche ein anerkanntes Nachsuchengespann.
Mach mit Deinen jungen Hund sichere Suche zu Beginn und wenn er mal 30 Totsuchen hinter sich hat, kennst Du ihn und sein Verhalten ein bisschen. Er weiss dann auch so grob worum es geht und dann hoffst Du einfach, dass er nochmal bei der nächsten Hetze so viel Glück hat.
Es lesen ja auch viele vielleicht nicht so erfahrene Jäger hier mit. Für die ist es wichtig zu wissen, dass es für solche Fälle Nachsuchengespanne gibt, die gerne kommen.
Trotz meiner Kritik, die Du hoffentlich nicht zu perönlich nimmst WMH und viel Spass mit Deinen Hund
Gruß
Thon

Isegrim | 27.07.2018 | gefällt das
Thon schrieb:
Auch auf die Gefahr hin mich jetzt unbeliebt zu machen.
Du hast einfach nur Glück gehabt was es bisweilen auch braucht.
Du hast einen jungen Hund ohne jegliche Nachsuchenerfahrung.
Am Anschuss kein Schweiss, kein Schweiss in der Fluchtrichtung, d.h. keinerlei Bestätigung. Woher weisst Du dass der Hund zu diesem Zeitpunkt auf der richtigen Fährte war? Dann geht es noch ins Nachbarrevier und der Hund fasselt und möchte in ein Mausfeld. Schweiss oder irgendeine Bestätigung nicht vorhanden. Der Hund wird geschnallt. Warum? Woher weisst Du dass Dein Hund geschnallt werden will wenn es seine erste Nachsuche überhaupt ist. Mann kann auch im Mais mit Riemen nachsuchen. Zum Glück war er wohl auf der richtigen Fährte und hat den Bock gefunden. Ein KLM musss doch den Bock niederziehen. Er fasst aber wohl nur von hinten zu. Dann wird der Bock heroisch abgefangen.
Nimm es bitte nicht zu persönlich aber Du hattest mehr Glück als Verstand.
Einen so unerfahrenen Hund für eine solche Nachsuche zu nehmen ist aus meiner Sicht fahrlässig.
Wenn es dann so gut ausgeht, was mich natürlich freut, dann fühlen sich alle großartig.
Was aber wenn der Hund, der keine Erfahrung haben kann, nicht das Glück hat den Bock zu finden. Er hetzt irgendetwas und der kranke Bock ist wo ganz anders? Dann sagen alle der hat nix. Kein Schweiss am Anschuss nix auf der Fährte und der Hund hat auch bei der Hetze nix bekommen. So geht es nämlich meistens aus.
Bitte hole beim nächsten mal für eine solche Nachsuche ein anerkanntes Nachsuchengespann.
Mach mit Deinen jungen Hund sichere Suche zu Beginn und wenn er mal 30 Totsuchen hinter sich hat, kennst Du ihn und sein Verhalten ein bisschen. Er weiss dann auch so grob worum es geht und dann hoffst Du einfach, dass er nochmal bei der nächsten Hetze so viel Glück hat.
Es lesen ja auch viele vielleicht nicht so erfahrene Jäger hier mit. Für die ist es wichtig zu wissen, dass es für solche Fälle Nachsuchengespanne gibt, die gerne kommen.
Trotz meiner Kritik, die Du hoffentlich nicht zu perönlich nimmst WMH und viel Spass mit Deinen Hund
Gruß
Thon



Mein lieber Thon
Mir ist bewusst das ich keinen Spezialisten für die Nachsuchenarbeit am Strick habe - dennoch muss ich meinen Hund loben das er so akribisch der Wundfährte gefolgt ist.
Seine Brauchbarkeit hat er u.a. auch beim Thema Schweiss eindrucksvoll bewiesen. Weiterhin habe ich um die 25 Kunstfährten gelegt die er immer sauber gearbeitet hat
Wir hier in der Region leben in erster Linie vom Niederwild d.h. wir müssen uns selber helfen wenn es um erschwerte Nachsuchen geht. Der nächste Schweisshundführer ist 65 km von hier entfernt. Somit kann ich Deine Kritik nicht gelten lassen.
Nochmal - wir sind keine Profis - wir versuchen aus der jeweiligen Situation das Beste zu machen - nicht mehr und nicht weniger. Wenn es dann noch mit einer erfolgreichen Nachsuche eines Junghundes passt dann ist es für uns ok.

Unsere Hunde werden auf Niederwildjagden, bei Wasserjagden und auch auswärts auf Drückjagden eingesetzt. Das Aaron eine gesunde Wildschärfe besitzt hat er erst vor 3 Wochen im Saugatter Trautenstein (Harz) unter Beweis gestellt

Mein Hund muss das Reh aber nicht abtun - es reicht wenn er es verbellt und am Platz bannt. Den Rest erledige ich.

In diesem Sinne HoRüdHo und Waidmannsheil

ISEGRIM

Grauefote | 27.07.2018 | gefällt das
Waidmanns- und Suchenheil

braver Hund gefällt mir