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Forum: Jagdhunde Allgemein

Hunde mit und ohne Papiere
Harras13.03.19 @ gipflzipfla #
Stimmt, früher wären unfallverpaarungen nicht abgegeben sondern getötet worden. Heute werden die den am o.P. verkauft
Harras13.03.19 @ Volker13 #
Das ist meist nur ein Problem der Hunde o.p. sprich schwarz gezüchtet. Ein GP oder VGP Hund ist in jedem Bundesland brauchbar! Ansonsten ist es auch kein problem wenn man sich an der schwersten Brauchbarkeit richten lässt.
mcmilan13.03.19 @ Harras #
Harras schrieb:

Das ist meist nur ein Problem der Hunde o.p. sprich schwarz gezüchtet. Ein GP oder VGP Hund ist in jedem Bundesland brauchbar! Ansonsten ist es auch kein problem wenn man sich an der schwersten Brauchbarkeit richten lässt.


Der Hund mit Papieren und BP, aber ohne Verbandsprüfung wäre dann im Zweifel auch nicht brauchbar. Genau diese Sonderstellung eines einzelnen Zuchtverbandes halte ich für fragwürdig.
esau13.03.19 @ mcmilan #
mcmilan schrieb:

Der Hund mit Papieren und BP, aber ohne Verbandsprüfung wäre dann im Zweifel auch nicht brauchbar. Genau diese Sonderstellung eines einzelnen Zuchtverbandes halte ich für fragwürdig.

Ich weiß ja nicht, was bei euch die Anforderungen bei der BP sind.
Hier in MV werden nicht automatisch alle Vereinsprüfungen für die BP des Landes anerkannt.
Für Schweiß bedarf es z.B. auch wirklich der 600m Übernachtfährte gespritzt ,getupft oder getreten.
Zumindes hab ich das von der letzten so in Erinnerung.
Bei der Anerkennung der Brauchbarkeit (auch anderer Länder) wird diese mit den hiesigen Anforderungen abgeglichen.
Das kostet natürlich Gebüren.
katja13.03.19 #
Die Brauchbarkeit eines Hundes auf der Jagd erweist sich im Echtbetrieb und nicht auf einer lächerlichen 400 m Übernachtfährte mit zwei rechten Winkeln im losen Kiefernbestand!
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 13.03.19 um 08:21 Uhr.)
Heide_Unterfranken schrieb:

Siehst. Ich verwette meinen Hintern, dass es vor hundert und selbst vor fünfzig Jahren keinen Jäger gegeben hätte, dessen Hund tolle Prüfungen abgelegt und super Formbewertungen eingeheimst hat und der deswegen gerade nicht zur Jagd eingesetzt wurde, da "zu wertvoll".

Das sind alles unzweifelhaft Entwicklungen der jüngeren Geschichte, die zeigen, wo die Reise hingeht. Und das ist nicht gut.

Hinzu kommen die bei so ziemlich allen Rassen vermehrt auftretenden Probleme mit mangelnder Schärfe, die irgendwie trotz aller technischen Möglichkeiten hinsichtlich Röntgen und Gentests und was weiß ich nicht wirklich zurückgehenden Probleme mit HD, ED, OCD, Kieferanomalien, Epilepsie und weiß der Teufel was für Gebrechen. Da fragt man sich halt irgendwann, ob das alles so richtig sein kann.

Diesem ganzen Zirkus kritisch gegenüberzustehen tut meines Erachtens not. Es ist in keiner Weise gleichbedeutend mit einem grundsätzlichen Verdammen geregelter Hundezucht.

Ehrliche Hundezucht erfordert aber eine Ehrlichkeit, die oftmals wirklich wehtut, und die allerwenigsten sind dazu in der Lage. Menschliches Problem, rein menschliches Problem.


Heide wenn wir das heute noch machen würden was wir "früher" gemacht haben, würden wir den Jagdschein verlieren.
Es war üblich da zunächst nicht mehr Welpen "zugelassen wurden" wie die Hündin Zitzen hatte.
Es wurde die Eigenschaften und Fähigkeiten der Hunde "geprüft" und wer "nichts taugte" hatte ausgehaucht.
Wer nicht "schaffen" konnte für den war das Futter zu schade.
Dann kamen Hunde "in Mode" und es entstand für bestimmte Hunderassen eine Nachfrage die mit sich brachte das jetzt jeder Welpe hochgepäppelt wurde. Ich war in den 80iger Jahren bei einem Kollegen der einen Wurf mit 13 Welpen liegen hatte. Da hat die ganze Familie sich um den Wurf gekümmert. Es gab ja für jeden Welpen 800DM. (x13)
Das konnte ich mir bis dahin nicht vorstellen.
Dann unterscheide ich zwischen gewollter/geplanter sog. Schwarzzucht und sog. Unfallverpaarungen.
Geplante Schwarzzuchten finden nach meinem Dafürhalten nicht aus Qualitätgesichtspunkten statt, sondern aus kommerziellen Gründen. Das ist dann der Punkt wo ich beginne dies abzulehnen.


mcmilan13.03.19 @ esau #
esau schrieb:

Ich weiß ja nicht, was bei euch die Anforderungen bei der BP sind.
Hier in MV werden nicht automatisch alle Vereinsprüfungen für die BP des Landes anerkannt.
Für Schweiß bedarf es z.B. auch wirklich der 600m Übernachtfährte gespritzt ,getupft oder getreten.
Zumindes hab ich das von der letzten so in Erinnerung.
Bei der Anerkennung der Brauchbarkeit (auch anderer Länder) wird diese mit den hiesigen Anforderungen abgeglichen.
Das kostet natürlich Gebüren.


Für Hunde, die auf Brauchbarkeit nur zur Nachsuche auf Schalenwild geprüft werden, muß in Bayern die Rotfährte über Nacht stehen, mindestens drei Haken aufweisen und 400m lang sein. Wäre demnach nicht ausreichend für MV. Ich verstehe nicht warum man den Föderalismus an dieser Stelle nicht hintenan stellen kann. Beim Jagdschein funktioniert das doch auch, obwohl die Prüfungsanforderungen nicht identisch sind.
gipflzipfla13.03.19 #
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 13.03.19 um 08:35 Uhr.)



...die grundelegende ursprünliche Zucht zu heutigen Jagdhundrassen hat ausschießlich auf dem Prinzip Versuch und Irrtum basiert
.

Wenn man so will, gewollte Unfallverpaarung.

Es gab doch vor Jahrzehnten absolut keine Möglichkeiten zur Überprüfung der jeweiligen Basishunde, vulgo Elterntiere.
Man hat hergenommen, was man als aus der Praxis bewährt gekannt hat.

Bis zum Erfolg hat es lange gedauert... der neuzeitliche Misserfolg, das Fehlen gebrauchter Eigenschaften im gleichzeitigen Einklang der Ungebrauchten, hat sich schneller eingestellt
Ursache: fehlende Zuchtbasis bis schon fast zur Innzucht

Die Welpen seinerzeit wurden in Folge jagdlich geführt und was gut war, hat sein Leben jagdlich gelebt.
Der Rest? Keine Ahnung... hat vielleicht auch seine nicht jagdlich tätigen Besitzer gefunden.
Diese mussten es sich aber auch leisten können, denn damals war Hundefutter mit Sicherheit teurer als heute das Kilo Schnitzel im Supermarkt.

Jenseits der Dekadenz ist es eben heute noch so und kein Mensch macht sich tiefere Gedanken, Tierschutzgedanke... was ist das?, darum.

Heute muss der Jagdhund am Besten schon kontrollierbar stubenrein und obendrein sozialverträglich gewölft werden, damit er nicht vor der Eisdiele auf den Gehweg kackt und sein Frauchen beisst....

Der Markt fordert, der Markt wird bedient!

Das ist allerdiungs nur mein rein persönlicher Blick auf die Realität.

Luchs3413.03.19 @ katja #
katja schrieb:

Wünschenswert ist, dass mehr die drüber reden, die sich tatsächlich mit dem Unterschied zwischen Schwarzzucht und züchten innerhalb eines nicht vom JGHV anerkannten Vereins auseinandersetzen würden, vielleicht käme dann die Einsicht, dass es nicht alleine der VHS/KBGS ist, der brauchbare Hunde und -führer hervorbringt!

Was seinerzeit dazu führte, dass ein gewisser Verein vom JGHV nicht anerkannt wurde, dürfte ja wohl hinlänglich bekannt sein. Ich konnte noch nicht feststellen, dass Engagement brauchbarer Hundeführer im VH/KBGS torpediert worden wäre.
Harras13.03.19 @ katja #
Ein argument das immer wieder kommt, gerade aus Der Ecke der schwarzzucht, allerdings zwingt die "Prüfung" zumindest mal die "Hubdeführer" was mit den Hubden zu tun! Sonst würden noch mehr mit har nicht eingearbeiteten Hunden wild gesund geredet!
Ich habe das leider nicht nur einmal erlebt und die bestätigten SHF können ein Lied davon singen!
Jagd und Hundeführung ist charaktersache allerdings haben wir, zeigt sich hier ja auch wieder, ziemlich viele Charakterbaracken.

Warum redet man denn immer die BRAUCHBARKEIT klein und stellt sie als unnötig da? Bei den meisten doch weil sie es schauen diese mindestanforderung anzugehen! Da wird ein Hund gekauft und man glaubt weil er jagdhundeähnlich aussieht wird er das schon machen