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landlive.de

Forum: Auslandsjagd

Wenn "Naturfreunde" überschnapppen
R93Hunter07.03.19 @ Teckelschreck #
Teckelschreck schrieb:

Ich bejage nur was ich auch verwerten kann. Habe nix dagegen wenn andere Elefanten schießen möchten aber für mich kommt es nicht in Frage. Habe aber generell kein Interesse in Afrika zu jagen.






Das ist aber eine ganz andere "Baustelle".
Teckelschreck07.03.19 @ esau #
Ich gebe dir bedingt recht... ich denke aber ein generelles Verbot mit Elfenbein zu handeln wäre sinnvoll. Die Zertifiezierungen sind wieder nur in der Theorie gut. Die werden schon gefälscht bevor die Viecher tot sind. Das würde dann nichts bewirken.
Zu große Populationen müssen bejagt werden und wenn die Abschüsse gut bezahlt werden ist allen geholfen.
In Afrika funktioniert der Staat aber nicht so wie bei uns... schlechte Bildung und Korruption sind nur zwei Stichworte.
Hinterher weiß niemand wo die Kohle geblieben ist und die Bevölkerung hungert immer noch.
Wir werden das nicht lösen...leider.




esau schrieb:

Wer ,wenn nicht er sollte denn Kontakt zu den Leuten vor Ort haben?
Man kann auch Alles mies reden.
Das Verbot von Elfenbeinhandel bewirkt rein gar nichts.
Ein geregelter Handel mit Zertifiziereung würde den Ursprungsländern einen Grund und die Mittel zum Arterhalt geben.
So sind die Biester nichts wert und machen nur Schaden für die Einheimischen, die dann zum Packtieren mit dern Wilderern gezwungen sind.
Na prima!
Darum nenne ich das Naturschutzkolonialismus.
Weil niemand der blöd nach Verboten blökenden Bequemmenschen sich um die Einheimischen, die eigentlich die Hoheit über ihr Land und Alles was dort passiert haben, auch nur einen Dreck schert.
...O-Ton : "Wir müssen den Negern richig Bescheid geben. Die sind ja selbst zu unterentwickelt/dumm! Aber die kleinen Negerkinder sind ja so süß!"
Ich könnte kotzen.

esau07.03.19 @ Teckelschreck #
Teckelschreck schrieb:

Ich gebe dir bedingt recht... ich denke aber ein generelles Verbot mit Elfenbein zu handeln wäre sinnvoll. Die Zertifiezierungen sind wieder nur in der Theorie gut. Die werden schon gefälscht bevor die Viecher tot sind. Das würde dann nichts bewirken.
Zu große Populationen müssen bejagt werden und wenn die Abschüsse gut bezahlt werden ist allen geholfen.
In Afrika funktioniert der Staat aber nicht so wie bei uns... schlechte Bildung und Korruption sind nur zwei Stichworte.
Hinterher weiß niemand wo die Kohle geblieben ist und die Bevölkerung hungert immer noch.
Wir werden das nicht lösen...leider.





Das Verbot ist auch nur in der Theorie gut. Praktisch nicht durchsetzbar/wird weitergehandelt.
Die von mir aufgezählten Nachteile kommen aber noch dazu.
Schau dir die Wildbestände in Kenia nach Jagdverbot an.
Und dann schau ,wo Jagdfarmen betreiben werden.
Dann vergleiche, wieviele Einheimische von den Fotosafaris leben können. Und dann schau, Wieviele von Jagdbetrieben leben. Und dann schau ,wie sie davon leben.
Wer wird den Wildbestand wohl besser schützen?
Hier gibt es Leute , die sind zum Thema deutlich besser beschlagen.
Ich hab da nur beschränkte Kentnisse aus zweiter Hand und einwenig von dem , was man Hausverstand nennt.
esau07.03.19 @ Teckelschreck #
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 07.03.19 um 21:22 Uhr.)
Teckelschreck schrieb:

......In Afrika funktioniert der Staat aber nicht so wie bei uns... schlechte Bildung und Korruption sind nur zwei Stichworte.
Hinterher weiß niemand wo die Kohle geblieben ist und die Bevölkerung hungert immer noch.
Wir werden das nicht lösen...leider.





Und wir haben das Recht, sie zu bevormunden?
"Am deutschen Wesen soll die Welt genesen?"
Wenn die Länder arm bleiben/ um ihre potenziellen Einnahmen gebracht werden, wird sich daran nichts ändern.
Ich verstehe dich ja und stimme deinem letzten Satz durchaus zu.
(Sicher überblicke ich auch nicht alle Probleme. So schlau bin ich auch nicht.)
Aber nicht ganz.
Teckelschreck07.03.19 #
Wir haben sicher nicht das recht die dort lebenden Menschen zu bevormunden. Trotzdem darf man skeptisch hinsehen und versuchen es zu verbessern. Unsere Bildung und die Zugänglichkeit zu vielen Medien gibt uns die Möglichkeit einen ganz anderen Blickwinkel zu bekommen.

Ich war bereits in Africa...
Selbst in Südafrika wo ja eigentlich Milch und Honig fließt ist Bildung fast ein Fremdwort.

Auch Ich habe nicht den Überblick und das Wissen von der Jagd und den Wildbeständen in Afrika. Noch viel weniger bin ich überzeugt von unserer deutschen Bürokratie und der oft übertriebenen Einstellung.
Ich bin aber sicher das wir dort mit Zertifikaten dort nicht weit kommen. Was das Verbot angeht hast du wahrscheinlich trotzdem recht...es wird nicht verhindern sein das mit Elfenbein gehandelt wird.
Wie du siehst habe auch ich keine Lösungen.

Schön, dass es mal bei einer sachlichen Disskussion bleibt. Danke dafür...
esau07.03.19 @ Teckelschreck #
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 08.03.19 um 10:57 Uhr.)
Teckelschreck schrieb:

Wir haben sicher nicht das recht die dort lebenden Menschen zu bevormunden. Trotzdem darf man skeptisch hinsehen und versuchen es zu verbessern. Unsere Bildung und die Zugänglichkeit zu vielen Medien gibt uns die Möglichkeit einen ganz anderen Blickwinkel zu bekommen.

Ich war bereits in Africa...
Selbst in Südafrika wo ja eigentlich Milch und Honig fließt ist Bildung fast ein Fremdwort.

Auch Ich habe nicht den Überblick und das Wissen von der Jagd und den Wildbeständen in Afrika. Noch viel weniger bin ich überzeugt von unserer deutschen Bürokratie und der oft übertriebenen Einstellung.
Ich bin aber sicher das wir dort mit Zertifikaten dort nicht weit kommen. Was das Verbot angeht hast du wahrscheinlich trotzdem recht...es wird nicht verhindern sein das mit Elfenbein gehandelt wird.
Wie du siehst habe auch ich keine Lösungen.

Schön, dass es mal bei einer sachlichen Disskussion bleibt. Danke dafür...

Mein gedanklicher Ansatz bezüglich Artenschutz bei jagdtbaren Arten ist der angelsächsiche: "use it, ore loose it", der sich mehr als oft (z.B. beim Tropenholz) bewahrheitet hat.
Dass Versuche zum georndeten Handel immer auch mal unterlaufen werden, ist klar.
Ich halte das aber für das kleinere Übel.
Wo mit dem Holz kein Geld verdient wurde , wurde es zu Holzkohle gemacht und verbrannt, um Rinderfarmen und Sojaplantagen zu errichten.
Biobauer07.03.19 @ Teckelschreck #
Teckelschreck schrieb:


Ich war bereits in Africa...
Selbst in Südafrika wo ja eigentlich Milch und Honig fließt ist Bildung fast ein Fremdwort.

A


biste mal aus den touristen lodges rausgekommen auch??
Biobauer07.03.19 @ esau #
esau schrieb:

Mein gedanklicher Ansatz bezüglich Artenschutz bei jagdtbaren Arten ist der angelsächsiche: "use it, ore lose it", der sich mehr als oft (z.B. beim Tropenholz) bewahrheitet hat.
Das Versuche zum georndeten Handel immer auch mal unterlaufen werden, ist klar.
Ich halte das aber für das kleinere Übel.
Wo mit dem Holz kein Geld verdient wurde , wurde es zu Holzkohle gemacht und verbrannt um Rinderfarmen und Sojaplantagen zu errichten.



dazu brauchste nicht so weit weg zu gehen. ich wurde mal gefragt, von ein paar sehr engagierten , idealistischen naturschützern, ob ich bereit wäre eine schafrasse, die wirklich nur noch fragmentarisch vorhanden war, in ein weideprojekt einzubinden. hätte ich gemacht, ich sagte dann nur, die weiblichen die zur zucht tauglich sind werden natürlich aufgestellt , der rest wird verwertet. wude abgelehnt....

laut letzten infos besteht die "rasse" noch aus 4 böcken und 6 Auen.......
Teckelschreck07.03.19 @ Biobauer #
Allerdings...genau genommen war ich nie dort. Bin auf eigene Faust mit dem Rad unterwegs gewesen. Habe so mehrere Länder besucht. Auf diese Art und Weise lernt man die Einheimischen kennen und ist in einem sehr angenehmen Tempo unterwegs...



Biobauer schrieb:

biste mal aus den touristen lodges rausgekommen auch??

vierfuessler08.03.19 #
Einfach mal die gedankliche Gegenprobe machen!
Vorstellen wie es wäre wenn aus dem reichen Afrika die Jagd in Deutschland massiv beeinflusst wird, weil die Tierschützer aus Afrika nicht verstehen können warum in Deutschland Wildschweine bejagt werden und dies demnach verbieten wollen. Die Schäden bleiben ja in einem anderen Land und die Wildschweine kommen in Afrika nicht vor und zerstören dort auch keine Ernten. Spannt den Bogen weiter zum Reh...