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landlive.de

Forum: (Jagd)Recht

ein Waldbesitzer (angeblich) zu Thema Rewild...
Hulzfux23.04.19 @ tschortwosmij #
tschortwosmij schrieb:

Kommt auf die Baumart und den Standort an. Auf mächtigen Rohhumusauflagen reißt da kaum was ab. Betrifft aber dann halt kaum Mineralbodenwurzler wie Buche und Eiche, eher Fichte und Tanne.


Die Tanne macht ne Pfahlwurzel! Die ist im ersten Jahr schon länger, als das Bäumchen hoch ist.
WastelDW23.04.19 @ pudlichII #
pudlichII schrieb:

Eine der Baumschulen, die mich belieferte, war im Bereich der Lehme ansässig, eine zweite auf deutlich ärmeren Standorten.
Nach ein paar Jahren fiel mir auf, daß die Pflanzen, die sich standörtlich "verschlechtert" hatten, deutlich stärker verbissen wurden als die von dem ärmeren Standort. Ich habe das mit Einwilligung der jeweiligen Waldbesitzer verifiziert und auf mehreren Flächen die "Herkünfte" (Herkünfte nicht im forstlichen Sinne) gemischt. sodaß teilweise unmittelbar nebeneinander liegende Verjüngungsflächen mit Pflanzen aus beiden Baumschulen verjüngt wurden.
Dabei fand ich meine Vermutung bestätigt:
Wenn ich Pflanzen aus der "Lehm" - Baumschule auf den Sand bringe, wachsen die zunächst besser an, werden aber stärker bis massiv verbissen.
Bringe ich Pflanzen aus der "Sand" - Baumschule auf den Lehrm, ist der Verbiss völlig zu vernachlässigen, allerdings ist die Anzahl der vorwüchsigen Bäumchen (mit allen negativen Begleiterscheinungen, besonders bei Traubeneichen) deutlich höher.


Sehr interessant. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass die verschiedenen Vorwuchsstandorte evtl. auch zu einer unterschiedlichen Stickstoffanreicherung geführt haben, was den unterschiedlichen Verbiss erklären würde aber auch das unterschiedliche Anwachsen.
Bei uns im Nationalpark läuft eine Studie zum Verbiss an krautigen Pflanzen. Hier zeigt sich auch, dass der Verbiss an verschiedenen Standorten mit leicht verschiedener Geologie auch unterschiedlich stark ausgeprägt ist.





pudlichII23.04.19 @ WastelDW #
Meine Güte...
Dafür brauchen die `ne Untersuchung?

Die Weiohenstephaner haben schon Ende der 80èr den Zusammenhang zwischen Stickstoffeinträgen an unterschiedlich stark befahrenen Strassen und der Anzahl der Wildunfälle nachgewiesen....
WastelDW23.04.19 @ pudlichII #
Hier gehts doch um viel mehr, "Prozesse und Dynamik"

tschortwosmij24.04.19 @ Hulzfux #
Hulzfux schrieb:

Die Tanne macht ne Pfahlwurzel! Die ist im ersten Jahr schon länger, als das Bäumchen hoch ist.

Nur in Mineralboden. In Rohhumus nicht.