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landlive.de

Forum: (Jagd)Recht

ein Waldbesitzer (angeblich) zu Thema Rewild...
vierfuessler16.04.19 @ murmelbaer #
murmelbaer schrieb:

Ist es nicht eher umgekehrt?

PS: Was macht Afrika? Sitzt sie immer noch im Hefn?

Nein, auch wenn in Deinem Talmud etwas anderes steht!

Ja!
pudlichII16.04.19 #
Na, das ist ja wieder der forstpolitische Klassiker.
Die Lösung zeigt die Privatwaldbetreuung wie sie in Niedersachsen üblich ist.

Wenn die Waldbesitzer nicht völlig beratungsresistent sind und nicht grundsätzlich keinen Blick nach links und rechts haben, sondern sich vom Förster beraten lassen, dann wird der sich aus forstschutztechnischen, wildwirtschaftlichen und logistischen Gründen bemühen, singuläre, kleinflächige Verjüngungshiebe zu vermeiden und mehrere Waldbesitzer "ins Verjüngungsboot" holen. Das ergebnis ist im günstigsten Fall ein Mosaik von Verjüngungsflächen, auf die sich der Verbiß verteilt.
Das Ganze nennt sich zeitliche und räumliche Ordnung und wurde früher mal an Unis und FHs gelehrt.

Wenn gepflanzt werden muß und der Förster besonders gut ist, achtet er bei der Auswahl der liefernden Baumschule darauf, dass deren Standorte möglichst denen der Verjüngungsflächen entsprechen und keine "aufgedüngten" Pflanzen von fetten Böden auf die ärmeren Standorte kommen. Die wirken logischerweise wie Magneten.

Und wenn Waldbesitzer und Förster dann auch noch so freundlich sind, den Harvesterfahrer so Stücker 20 8 - Meter lange Stangen für den Hochsitzbau aufarbeiten zu lassen, dann klappts auch mit der (Natur-)Verjüngung.

Carcano16.04.19 #
Beraten und damit gut betreut werden kann halt nur, wer selbst beratungsfähig und -willig ist...
pudlichII16.04.19 @ Carcano #
Carcano schrieb:

Beraten und damit gut betreut werden kann halt nur, wer selbst beratungsfähig und -willig ist...



Du verblüffst mich!
Von dir hätte ich diese Erkenntnis zuletzt erwartet.

Danke, you made my day.
Carcano16.04.19 #
Ach, hier sieht man meistens sofort schon optisch den Unterschied zwischen Staatswald und Kleinprivatwald...
2309udo16.04.19 @ Carcano #
Carcano schrieb:

Ach, hier sieht man meistens sofort schon optisch den Unterschied zwischen Staatswald und Kleinprivatwald...

ich lach mich tot
ein Blinder referiert über Farbe
Carcano16.04.19 #
Auch nicht schwerer, als braun und blau zu trennen.
2309udo16.04.19 @ Carcano #
Carcano schrieb:

Auch nicht schwerer, als braun und blau zu trennen.

blau kennst du ja zur Genüge
vierfuessler16.04.19 @ pudlichII #
pudlichII schrieb:

Na, das ist ja wieder der forstpolitische Klassiker.
Die Lösung zeigt die Privatwaldbetreuung wie sie in Niedersachsen üblich ist.

Wenn die Waldbesitzer nicht völlig beratungsresistent sind und nicht grundsätzlich keinen Blick nach links und rechts haben, sondern sich vom Förster beraten lassen, dann wird der sich aus forstschutztechnischen, wildwirtschaftlichen und logistischen Gründen bemühen, singuläre, kleinflächige Verjüngungshiebe zu vermeiden und mehrere Waldbesitzer "ins Verjüngungsboot" holen. Das ergebnis ist im günstigsten Fall ein Mosaik von Verjüngungsflächen, auf die sich der Verbiß verteilt.
Das Ganze nennt sich zeitliche und räumliche Ordnung und wurde früher mal an Unis und FHs gelehrt.

Wenn gepflanzt werden muß und der Förster besonders gut ist, achtet er bei der Auswahl der liefernden Baumschule darauf, dass deren Standorte möglichst denen der Verjüngungsflächen entsprechen und keine "aufgedüngten" Pflanzen von fetten Böden auf die ärmeren Standorte kommen. Die wirken logischerweise wie Magneten.

Und wenn Waldbesitzer und Förster dann auch noch so freundlich sind, den Harvesterfahrer so Stücker 20 8 - Meter lange Stangen für den Hochsitzbau aufarbeiten zu lassen, dann klappts auch mit der (Natur-)Verjüngung.

Damit hast Du wohl Recht, wenn es so ist!
Wenn aber der beratende Forstangestellte Schaum vor dem Mund bekommt sobald er nur das Wort Reh hört, unbedingt Edellaubhölzer pflanzen will die für arme Kalkkarstböden weniger geeignet sind , jeden Jagdgenossen aufwiegeln will indem er sagt: Du brauchst Dir nur jedes verbissene Bäumchen vom Jagdpächter ersetzen lassen, in 5 Jahren auf 80% der Waldfläche den Harvester wüten lässt, die vom Harvestereinschlag geschädigten Tannen dem grösstem JGen (Gemeinderat) als Rehwildschälschäden verkaufen will, bei der Jagdgenossenschaftsversammlung tönt : "Wenn ihr mir die Jagd verpachtet garantiere ich euch, daß kein Baum mehr verbissen wird!" und nachdem er den Zuschlag nicht bekommen hat im Wald nicht mehr gesehen ward,
dann ist mein Glaube an den Forst nicht sehr gefestigt!
2309udo16.04.19 @ vierfuessler #
vierfuessler schrieb:
Jagdgenossenschaftsversammlung tönt : "Wenn ihr mir die Jagd verpachtet garantiere ich euch, daß kein Baum mehr verbissen wird!" und nachdem er den Zuschlag nicht bekommen hat im Wald nicht mehr gesehen ward,
dann ist mein Glaube an den Forst nicht sehr gefestigt!

So einen Vogel hatten wir auch mal. Der hat bei einem Waldbegang die 30.06 Patrone aus der Tasche gezogen und gesagt: man kann auch im Mai, 3 Rehe mit einem Schuß erlegen.
Plötzlich stand er alleine im Wald