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Forum: Ausbildung & Jungjäger

Umfrage zum Thema Jungjäger
gipflzipfla02.01.19 @ Gesch #
servus

Gesch schrieb:

die vier oben beschriebenen Jungjäger haben wir momentan GLEICHZEITIG, es ist auch Sache der beiden Pächter, daß das so geht. In der Zeit, als ich das Revier geleitet habe, ging sowas nicht!
....


Aber die Zwischenrufer haben schon Recht, ist bei älteren Jägern inzwischen nicht besser, wir haben neben den 4 Jungjägern momentan 12 Begehungsscheine ausgegeben (plus die beiden Pächter), die Arbeit machen extrem wenige, jagen tun nicht viel mehr... - irgendwie hab ich das Gefühl, daß das Revier etwas "gammelig" wird, überall angefange Baustellen, weil für nix Zeit bleibt, keine gute Zukunft auf fast 1000ha...


der Jagdgelegenheitgeber gibt vor!

Insgesamt aber eine wirklich unbefriedigende Situation, kann ich mir vorstellen.... Jedenfalls für Dich, weil Du es auch anders kennst
vonfleming02.01.19 #
Ich hab auf etwas über 700 ha 3 Begeher. Einer davon im gesetzten Alter und wohnt auch nicht ganz vor Ort. Letzterer jagt schon solange wie ich und wir haben die gleiche Einstellung zu Natur und Jagd. Die 2 Anderen sind jüngeren Kalibers. Einer kann beruflich nicht ständig,der Zweite ist ein absoluter Beutefreak und Kenner der jagdl. Materie,was bezüglich Sauenbejagung aber richtig einschlägt. Da drückt man dann schon mal ein Auge zu.Die Besetzung reicht völlig aus.
Gangloff02.01.19 @ DerRusahirsch #
Die bestandene Jägerprüfung berechtigt nur zum Empfang der grünen Pappe. Jäger wird man erst danach.
Es hängt von jeden selbst ab wie er sich einbringt und die eigentliche Lehre durchläuft.
Deshalb ist es sehr wichtig den Jungjäger entsprechend "an der Hand zu nehmen" und an die Jagd im jeweiligen Revier heran zu führen. Vielfach sind einige sehr übermotiviert und andere lassen, aus den unterschiedlichsten Gründen, es an Einsatzbereitschaft bzw. Interesse vermissen.
Jagd ist eben auch nicht gleich Jagd. Bei uns können alle, die wollen, auch gleichberechtigt jagen.
napoleon02.01.19 @ Gesch #
Gesch schrieb:

na ja, bei uns dürften die Jungjäger im Prinzip alles, wird aber kaum wahrgenommen.

*einer, der tut was er kann, macht auch mal unmögliches möglich, aber hat eine Frau, die auch voll arbeitet, zwei kleine Klinder (1/2 + 3), und arbeitet selber 50-60 Stunden pro Woche - viel bleibt nicht für die Jagd, aber was er macht, ist hochklassig!
*einer der meldet sich mal alle 6-8 Wochen, verspricht das Gelbe vom Ei und kommt mit seiner Zeit nicht hinterher. Neben der Jagd ist er recht zeitintensiv bei der Feuerwehr, spielt Fußball, hat Schafe, Hasen, Hühner und vier kleine Kinder in Kindergarten und Grundschule.
*einer aus der Finanzbranche, hat ständig die aktuellste Ausrüstung, tönt rum, als ob er das Revier alleine schmeißen würde, kommt 5-6x pro Jahr zum Ansitzen, bei Arbeiten sieht man ihn nie. Der sitzt bei uns seine drei Jahre ab und pachtet dann selber...
*eine junge Frau mit drei kleinen Kindern, denen sie hinterher helikoptert, verspricht viel, hält nix - seit 1.4.2017 war sie höchstens 2-3x im Revier.

So gewinnt man jeden "Krieg" - ich bin immer wieder maßlos begeistert!

moin
gut zu lesen , da muss ich mir keinen kopf machen, wenn es mir genau so geht. ich behaupte seit jahren das es keine jäger mehr gibt nur noch jagdscheininhaber welche neben anderen aktivitäten mal eben wenn noch zeit ist etwas erlegen wollen. übrigens kleine kinder gab es auch früher schon und frauen auch nur wollten sich diese nicht unbedingt verwirklichen, die Männer nahmen sich die zeit in die jagd .
aber diese zeiten gehören der vergangenheit an und ich bin und bleibe ein "matcho" und das ist gut so denn ich jage für mein leben gern. und nun feuer frei, ich kann es ab!!!
napoleon schrieb:

moin
und nun feuer frei, ich kann es ab!!!


lohnt nicht
Gangloff02.01.19 @ vonfleming #
Einem guten und erfolgreichen Jäger kann man manches verzeihen. Wir hatten einen JJ, welcher nach bestandener Jägerprüfung im Mai, 44 Sauen im verbliebenen Jagdjahr erlegte. Große Freude bei allen.
Im nächsten Jahr kam dann die Ehescheidung. Wer die Jagd nicht richtig in sein Leben einordnen kann, fällt irgendwann durchs Sieb. Zuerst kommt bei mir die Familie, dann Haus und Hof und dann noch der Gelderwerb.
Wer mich kennt, weiß von meiner jagdlichen Passion aber die steht immer hinten an und trotzdem komme ich nicht zu kurz..
Manalore02.01.19 @ Gangloff #
Absolut meine Zustimmung! Warum sollte jemand, bei dem die Jagd erst an dritter (oder wie bei Dir an vierter) Stelle steht, nur als "Jagdscheininhaber" gelten?!

Glücklich, wer seine Leidenschaft zum Beruf machen kann!
ConnyK02.01.19 #
also ich muss auch sagen das Familie Frau Kinder und Beruf oberste Priorität haben.





Solange die Jagd nicht darunter leidet kann ich damit leben.
Als Pächter mit 100% Wildschaden kann ich mir keine Sentimentalitäten leisten, ich muß mich täglich um mein Revier kümmern. Hab es nicht gepachtet um einen Kirrdödel für die Arbeit zu beschäftigen.
Meine Familie Wuste auf was sie sich einlässt von daher sind alle in die Jagd mit integriert.
Meine Jungjäger Jagen nach ihren Möglichkeiten ich erwarte nix biete aber alles ohne jede Erwartung, denn das würde nur schief gehen. So Jagen wir alle entspannt mit einander und haben Freude jeder so wie er kann.
fuchsjaegerin02.01.19 @ napoleon #
solche Machos braucht niemand.
ConnyK02.01.19 @ fuchsjaegerin #
fuchsjaegerin schrieb:

solche Machos braucht niemand.

aber ohne sie währe das leben doch auch langweilig, von daher werden sie auch gebraucht