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Forum: Erdhunde

Zukunft des DJT: Schoßhündchen?
tschortwosmij12.11.17 @ MlK #
(Dieser Beitrag wurde vom Thema "Hund läuft sich wund" abgetrennt: neues Thema)
MlK schrieb:
..... wie weit sind Hundehalter mittlerweile von der Natur und dem was da draußen vor sich geht weg, selbst wenn sie Jagdscheininhaber sind?

....so weit, wie jeder durchschnittliche heutige Mitteleuropäer. Verdammt weit.
Mich schockt ja mittlerweile nur noch wenig in der Richtung, aber grade in Bezug auf DJT hab ich in den letzten Wochen zwei Dinge erlebt, die mich auch zweifeln lassen. Die Vorstellungen von Schärfe und Härte sind inzwischen schon sehr - verwunderlich.
Valsorey12.11.17 @ tschortwosmij #
tschortwosmij schrieb:

....so weit, wie jeder durchschnittliche heutige Mitteleuropäer. Verdammt weit.
Mich schockt ja mittlerweile nur noch wenig in der Richtung, aber grade in Bezug auf DJT hab ich in den letzten Wochen zwei Dinge erlebt, die mich auch zweifeln lassen. Die Vorstellungen von Schärfe und Härte sind inzwischen schon sehr - verwunderlich.

wie der Herr so das Gescherr - und wenn jagdliche Brauchbarkeit im Vordergrund stehen würde und nicht der Kommerz wäre vieles besser..
tschortwosmij13.11.17 @ Valsorey #
Valsorey schrieb:

wie der Herr so das Gescherr - und wenn jagdliche Brauchbarkeit im Vordergrund stehen würde und nicht der Kommerz wäre vieles besser..

Das hat wenig mit Kommerz zu tun. Und viel mit Dekadenz.
MlK13.11.17 @ tschortwosmij #
tschortwosmij schrieb:

....so weit, wie jeder durchschnittliche heutige Mitteleuropäer. Verdammt weit.
Mich schockt ja mittlerweile nur noch wenig in der Richtung, aber grade in Bezug auf DJT hab ich in den letzten Wochen zwei Dinge erlebt, die mich auch zweifeln lassen. Die Vorstellungen von Schärfe und Härte sind inzwischen schon sehr - verwunderlich.

... nun, in der Regel kann der Hund an sich nix dazu, wie er geprägt und was aus ihm gemacht wird, auch ein DJT muss lernen an was er jagen soll ...
tschortwosmij13.11.17 @ MlK #
MlK schrieb:

... nun, in der Regel kann der Hund an sich nix dazu, wie er geprägt und was aus ihm gemacht wird, auch ein DJT muss lernen an was er jagen soll ...


Das mein ich nicht. Da ging's einmal um das Wesen bei nem jungen Hund (objektiv ein seeeeehr schüchterner junger DJT) und zum andern um die Erwartungshaltung des Menschen gegenüber einem völlig normal veranlagten jungen DJT, imho keineswegs eine "Beißmaschine".

Die Zucht produziert, was gefragt ist. Das hat erstmal gar nix mit Geld zu tun. Man will als Züchter ja nicht Hunde produzieren, an denen nur rumgemeckert wird.

Und wenn die allgemeine Haltung so ist, daß ein völlig normaler DJT als Beißmaschine gilt, muß man sich nicht wundern, wenn sehr schüchterne DJT dabei rauskommen.
MlK13.11.17 #
... ich habe in einem DJT noch nie eine "Beißmaschine" gesehen und ich habe immer normale Hunde gehabt.
famos8814.11.17 #
Der DJT hat leider den Ruf des Psychopathen. Ich selbst führe keinen und kenne sie nur von sporadischen Beobachtungen, deswegen korrigiert mich wenn ich falsch liege. Vorneweg möchte ich aber sagen das mein Herz für die kleinen Kämpfern schlägt, ich aber Respekt vor ihrer Energie habe!

Auf Jagd habe ich Hunde gesehen die super gearbeitet haben und das absolute Highlight war ein DJT der ein Reh hochmachte, sichtig verfolgte und an einer Straße abbremste und zum Stand desbHF zurück kehrte, da dieser ihm beibrachte Straßen zu meiden! Leider gab es aber auch Mal eine Jagd bei der ein HF 5 oder 6 DJT mitbrachte und diese immer nur den anderen Hunden bellend hinterher rannten sobald diese sich bewegten. Das war beim Sammelplatz zu Beginn und auch am Streckenplatz genau das gleiche. Aggressiv waren sie dabei aber nicht. Der HF war der Meinung das die Hunde keine Einarbeitung brauchen und von Geburt an "fertig" sind.

Ein flüchtiger Bekannter führt seit Jahren DJT, er ist ein ruhiger Zeitgenosse, sehr besonnen als Durchgeher. Sein Hund ist das absolute Spiegelbild, ohne erkennbare Aggressionen (außer ein fremder geht an sein Futter), aber passioniert bei der Jagd, ohne tagelang oder kopflos unterwegs zu sein.

Ein anderer Bekannter hatte ca 6 Monate einen DJT, wollte ihn möglichst scharf haben und dementsprechend mit ihm "gearbeitet". Nach besagten 6 Monaten ging der Zwerg auf alles und jeden los und an einen Meuteführer abgegeben! Dort ist er seit knapp zwei Jahren und bereits nach den ersten 14 Tagen war er komplett anders. Ruhiger, verträglicher und angenehmer als vorher, natürlich immer noch vorbelastet aber eben besser. Inzwischen ist er wie ausgewechselt!

Hat die Erziehung allein so viel Einfluss oder habe ich da nur zufällig Extreme kennen gelernt? Ein ruhiger Terrier würde mir echt gut gefallen, ich schrecke aber auch immer vor denen zurück die zu scharf sind. Ziel ist ja immer den Hund am Ende des Tages mit nach Hause zu nehmen!

tschortwosmij14.11.17 @ MlK #
MlK schrieb:

... ich habe in einem DJT noch nie eine "Beißmaschine" gesehen und ich habe immer normale Hunde gehabt.


Sagen wir mal so: wenn man andere Rassen gewöhnt ist, gibt es da schon eine gewisse Fallhöhe.

Von einem altgedienten Jäger würde ich aber erwarten, daß er sich dessen bewußt ist. Vor allem, wenn er genügend DJT im Umfeld kennt. Ich hatte nach dieser Aussage mit einem völlig durchgeknallten Exemplar gerechnet, tatsächlich war der sogar eher ruhig. Und da fängt man dann schon an, sich zu fragen....
tschortwosmij14.11.17 @ famos88 #
famos88 schrieb:

Hat die Erziehung allein so viel Einfluss oder habe ich da nur zufällig Extreme kennen gelernt? Ein ruhiger Terrier würde mir echt gut gefallen, ich schrecke aber auch immer vor denen zurück die zu scharf sind. Ziel ist ja immer den Hund am Ende des Tages mit nach Hause zu nehmen!


Es gibt kaum eine Rasse, wo der allgemeine Eindruck so sehr von der Führung abhängt, wie beim DJT. Vllt noch bei Bracken, mit umgekehrten Vorzeichen.

Es sind beides keine Rassen für jedermann, man muß als Führer für die Anforderungen gebaut sein, die sie stellen, sonst ist man schnell überfordert. Man kann aber in gewissem Rahmen auch daran wachsen, wenn man bereit ist, seine Vorstellungen von Hundeführung zu hinterfragen.
vonfleming14.11.17 @ famos88 #
Ich wage aber trotzdem die Prognose ,welche Rasse unserer Jagdgebrauchshunde am meisten %entual zur vorhandenen Anzahl eines unnatürlichen Totes sterben und tippe da mal so locker ,aus mehreren Jahrzehnten jagdlicher Erfahrung auf den edlen DJT !