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landlive.de

Forum: Gruppe der Jagdteckelführer

Teckel führen ohne Baujagd - geht das?
dehunt07.02.16 @ Bautz #
Bautz schrieb:

Ja natürlich geht das - und sogar sehr gut

.


Danke für Deine Antwort. Hab mir demletzt ein Buch über Dackel durchgelesen (und war ja echt über die vierte Art überrascht ). Tolle Hunde und meine Frau kann sich auch solangsam mit ihnen anfreunden
dikay107.02.16 @ Bautz #
das war mal eine schöne informative ,nicht polarisirende oder primitive antwort. -
Glückwunsch hätte ich nicht mehr in diesem Forum erwartet..
das spricht für die selbsicherheit der teckelführer ... hier keine Werbung für seine Welpen machen zu müssen..-
Hochachtung.
Meffi07.02.16 @ dikay1 #
dikay1 schrieb:

das war mal eine schöne informative ,nicht polarisirende oder primitive antwort. -
Glückwunsch hätte ich nicht mehr in diesem Forum erwartet..
das spricht für die selbsicherheit der teckelführer ... hier keine Werbung für seine Welpen machen zu müssen..-
Hochachtung.


Liegt vllt. daran, dass Teckelführer und -züchter (mehrheitlich) wissen was sie "haben" und einfach mit gutem "Material" (blödes Wort, aber mir fällt nix besseres ein) still aber erfolgreich arbeiten und jagen ohne sich bemüßigt zu fühlen sich immer wieder laut nach außen "beweisen" zu müssen ... eben, weil sie häufig nicht beachtet, sprich unterschätzt oder nicht für voll genommen werden ... das ändert sich aber oft und häufig, wenn man sie arbeiten sieht

Ich persönlich kann damit gut leben ...
dikay107.02.16 @ Meffi #
danke für deine worte besser hätte ich es nicht ausdrücken können ... obwohl ich selbst kein teckelführer bin..
Meffi07.02.16 @ dikay1 #
dikay1 schrieb:

danke für deine worte besser hätte ich es nicht ausdrücken können ... obwohl ich selbst kein teckelführer bin..


... ein Teckel eignet sich, schon auf Grund seiner Größe, nicht für prahlerische "Schwanzlängenvergleiche" wie man sie auch (oder gerade?!?) unter "Hundeführern" häufig erlebt ...

... zu dem Anderen: was bei Dir noch nicht ist, kann ja noch werden ...
dikay107.02.16 @ Meffi #
bravo sehr gut.. bei mir sind schon 2 Teckel im revier die ausgelastet werden wollen...deshalb kann ich alles blanko unterschreiben... was ihr schreibt.. wenn es mir vergönnt wäre mal wieder einen eigenen Hund zu führen...
JaWiSco29.03.16 #
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 29.03.16 um 18:25 Uhr.)
Der Dackel ist klein und vielseitig. Er gehört allerdings zu den Erdhunden, darin ist er Spezialist.
ABER natürlich kann man einen Erdhund auch außerhalb der Baujagd führen und auslasten.

Der Dackel stöbert hervorragend, er kann nachsuchen, ist Jagdbegleitung ist natürlich ebenso ein toller Familienhund. Man darf ihn nicht unterschätzen, dennoch kann er von allem immer nur ein wenig, nie ganz, da sind ihm aufgrund seiner Größe einfach Grenzen gesetzt.

Ich führe meine Dackel auf ca. 20 Drückjagden pro Jahr. Ich schnalle sie bei jeder Gelegenheit, es sind Kurz- und Weitjäger. Sie haben einen tollen Spurlaut, sind sicher in dem was sie tuen und haben eine angenehme Härte und Schärfe, so wie es sein soll. Sie bringen das Wild auf die Läufe, verfolgen es lauthals, ehe sie auf der Spur meist wieder zurückkehren - allerdings nicht immer pünktlich zum Jagdende ...

Weiter führe ich meine Hunde auf Schweiß. Zwei davon gehören der hiesigen Nachsuchenstation an. Trotzdem nicht vergessen: ein Dackel ist für ein Halten, Niederziehen etc. nicht geeignet, das kann er auch aufgrund seiner Größe nicht. Er ist und bleibt ein Erdhund und wird kein Spezialist auf der Rotfährte, dafür gibt es HS/BGS... aber dennoch ist er sehr wohl in der Lage, nachzusuchen.

Als Jagdbegleitung ist der Teckel selbstverständlich auch gerne dabei.

Ich führe meine Hunde auch im Hochgebirge und im heimischen Gebirge. Auch hier sind sie voll einsetzbar zur Nachsuche sowie zur Pirschbegleitung auf Gams oder Murmel. In Murmelbaue lasse ich sie aber nicht.

Kurz zusammen gefasst:
Der Dackel ist dennoch immer nur so gut, wie er gefordert und/oder gefördert wird. Von alleine kann er genau so wenig, wie andere Hunde(rassen) auch. Einfach kläffend durch den Wald rennen, kann schließlich jeder
Aber natürlich ist es möglich, einen Teckel auch ohne Baujagd auszulasten. Einen richtigen Jagdteckel muss man sowieso beschäftigen, eben wie andere Hunde, egal ob groß oder klein, auch. Sie brauchen Abwechslung, ansonsten machen sich die Racker oft gerne selbständig ..
Ein kleiner Jagdhund im Erscheinungsbild, aber in Wirklichkeit ist er ein großer starker Hund mit enormen Willen und Passion.
Leider wird diese Rasse oft verkennt und landet bei irgendwelchen Leuten auf dem Sofa. Ohne Beschäftigung neigen sie gerne zu Kläffern, Wadenbeißern oder einfach unsozialisierten Hunden. Beschäftigung und Müdigkeit ist oft ein ganz einfaches Geheimnis - aber das nicht nur bei der Rasse des Dackels.
Einen guten, jagdlich veranlagten Zwinger muss man suchen, die meisten züchten für "Liebhaber".

Ich persönlich bin neben der jagdlichen Arbeit auch auf dem Hundeplatz unterwegs. Dort in der Unterordnung, wir bereiten uns auf die BGH2 vor. Auch dazu ist der Dackel fähig. Er ist ein aufmerksamer Geselle, will arbeiten und manchmal mit ein wenig Geduld, kommt man sehr weit

Ich will meine Daggels nicht mehr missen, jagdlich sowie privat

Dir alles Gute



duk30.03.16 #
DJT ohne Baujagd geht ja auch, man sollte sie halt nie einschlieffen lassen oder wenn notwendig wegen Zuchtprüfung, eben hinterher wieder abgewöhnen.
kammerjaeger schrieb:

Hallo allerseits - eine Frage an die erfahrenen Teckelführer: Ist es zur Zufriedenheit aller Beteiligten möglich, einen Teckel zu führen mit folgenden jagdlichen Aufgaben: 1) Schweiß (ganz überwiegend Rehwild) 2) stöbern bei gelegentlichen Treib- und Drückjagden 3) Apport (oder zumindest Finden) von Ente, Krähe? Ansonsten wären wesentliche Tätigkeitsfelder noch Familienhund, Schnarchen unter meinem Schreibtisch und Sitz wärmen im Außendienstfahrzeug.

Ich selbst habe eine Cockerdame im besten Alter (heuer sind es schon 8 Jahre ), die für mich diese Aufgaben mehr oder weniger übernimmt und werde mir akut keinen weiteren Hund anschaffen. Aber man macht sich natürlich Gedanken für die Zukunft. Die Taschenwölfe haben es mir irgendwie angetan und ein kleiner Hund ist insgesamt für mich gut zu handhaben. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, daß das so ganz das richtige Anforderungsprofil für den Dackel ist und habe auch ein bißchen Vorbehalte, was die Sache mit dem Apport von Niederwild angeht. Was die Schweißarbeit angeht, sollen sie ja gut sein. Wie sieht es mit der Schärfe aus, binden die auch ein krankes Reh, so daß ich es abfangen kann. Diese Situation hat man zum Glück selten genug, wenn man dann das Stück aber nicht erlösen kann, weil es der Hund nicht hält, ist das die unangenehmste aller jagdlichen Situationen.

Bauarbeit möchte ich nicht machen, hier sind die Füchse flächendeckend mit Fuchsbandwurm durchseucht, da graust es mir davor, außerdem haben wir kleine Kinder, die sollen nicht mit dem Erreger in Kontakt kommen, wenn es sich vermeiden läßt.
Du Beschreibst genau den Jagdlichen Einsatz meines Zwergdackels und wir können sehr gut damit leben. in den Bau lasse ich meinen nicht bin mir nicht sicher ob der wieder rauskommt und mit dem Spaten im auto im Revier ginge Aber ich hab bei der Revier fahrt doch lieber mein Drilling im Auto. Weidmannsheil und viel Freude mit deinem Teckel.
brackeline30.03.16 #
Servus,

Dackel ohne Baujagd geht.
Aber nie, nie einen Fuchs vor dem Hund schießen, nie an einen erlegten heran lassen und von vorne herein nur an Schalenwild lassen und dort ausgiebig loben.
Schalenwild vor dem Teckel schießen klappt super.
Letztes Jahr kam ein Fuchs vor Drückjagbeginn 10m am Teckel vorbei, dieser sah ihn und rastete kurz aus.
5 Minuten später beim Schnallen ist der Hund über die frische Fährte und sofort konsequent Sauen und Rehe jagen gegangnen und diese am Stand vorbei gebracht. Aber wie gesagt, man beachte den oberen Absatz.

Wall Hall
die brackeline, die auch einen Teckel hat