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Forum: Erdhunde

Respektiert mich der DJT meines Partners?
BBFbalke schrieb:

Ich versteh das Problem nicht.
Warum sollte joggen und Radfahren mit einem unangeleinten Jagdhund nicht funktionieren?
Ich führe ein Bracke und ich bestimme wann sie Jagd und wann nicht.
Also entfernt sie sich bei radfahren und joggen maximal 100m von mir. Man sollte nur aufpassen und den Hund abpfeifen, wenn man glaubt er könnte eine Fährte aufnehmen.

Joggen und radfahren sind mittlerweile ganz entspannt der Hund muss nur wissen das ihr sagt wann er jagen darf und das ist bloßer gehorsam.


Mirili02.02.17 #
Also wir haben Django nie an der Leine, wenn das Gelände es erlaubt. Wie schon BBFalke geschrieben hat, man muss nur schneller sein im Abrufen als er im Abhauen. Da ich gerne jogge und Django gerne mitkommt, sehe ich nicht ein, das nicht zu kombinieren Zudem weiss ich, dass er freundlich zu allen Menschen und Hunden ist (wenn auch bei Hunden zeitweise aufdringlich) und er jagt weder Autos noch Fahrräder und ist selbst von einer Katze weg abrufbar sofern sie nicht im gestrecktem Galopp flieht. Also kein Problem mit von der Leine lassen.
TeckelLiebe02.02.17 @ BBFbalke #
Hat man aber mal eben nicht aufgepasst, dann ist es meistens schon zu spät.
Ich glaub in deinem Kommentar steckt ein leichter Widerspruch
BBFbalke02.02.17 @ TeckelLiebe #
Ich sehe da keinen Widerspruch.
Wenn der Hund gut im Gehorsam steht dann rufst du ihn ab wenn er eine Fährte annimmt.

Und irgendwann weiß er wenn Herrchen laufsachen anhat oder mit dem Fahrrad fährt dann bringt ihm noch nichtmal der Versuch zu jagen etwas.

Meiner weiß mittlerweile ganz genau wann welches Verhalten gewünscht ist.

Und auf seinen Hund zu achten auch wenn man Sport macht ist kein Widerspruch.
Mirili30.10.17 #
An alle die sich fragten, ob wir denn auch Prüfungen machen mit dem Hund: Mein Freund und Django haben gestern die 500m-Schweissprüfung ohne Abruf in 20 Minuten erfolgreich abgelegt!
Ich wünsche allen einen schönen Herbst mit viel Jagderfolg!
SirHenry30.10.17 #
Ohne jetzt alles gelesen zu haben, wurden viele geduldige Antworten auf die z.T. unjagdlichen Fragen gegeben.
Möglicherweise schon angesprochen:
Man kann mit Welpen nicht früh genug anfangen.
Welpenkurse sind da sehr zu empfehlen.
Beim ersten Hund lässt sich das meiste falsch machen und das festigt sich, bis zum Ende des Regenbogens.
FÜÜÜR Hundehalter ausgebildete Hunde enttäuschen oft deshalb, weil Ausbilder und späterer Führer zu weit auseinander liegen.
Ein Hund kann durchaus mit zwei Führern klarkommen.
Geht am besten wenn schon mal die Regularien geklärt sind.
Auf Prüfungen reagierten fremde Hunde auf mich als Prüfer besser als auf ihre Führer.
Ähnliches mit Hunden verschiedener Rassen erlebt.
Mit fremden Hunden schon gejagt, die sehr auf ihren Herrn geprägt waren.
Mein Hund, den ich abgeführt hatte und 7 Jahre führte, ging aufgrund besonderer Gründe an neuen Besitzer, der ihm jagdlich noch mehr bieten und auch fordern konnte als ich. Er gewöhnte sich an die neue Umwelt, wenngleich nicht völlig unbekannten neuen Herrn und mit dessen 3 Kindern und Dackel gab es keinerlei Probleme für weitere 7 Jahre.
Konsequenz ist wichtig. Im Rudel geht es nicht anders. Im Menschen-Rudel ist der Hund der "geringste", aber nicht der Prügelknabe wie im (Wolfs-) Rudel. Schwingt er sich zum Kopfhund auf, gibt es Probleme.
"Kopfhunde" bestimmen allenfalls auf der Schweißfährte wo es lang geht. Ansonsten bestimmt der Führer.
Man kann einem Hund viel beibringen, auch einem Terrier.
In der Regel bestimmt oder limitiert nur die Körpergröße die Leistungsfähigkeit.
Hunde machen erst die Jagd zur Jagd. Ich vermisse einen Hund, muss halt selber Laut geben.

Mirili30.10.17 @ SirHenry #
Lieber Sir Henry

Es ist durchaus nicht nötig, jeden Beitrag zu lesen. Sich einen Überblick verschaffen, wäre aber vielleicht nicht ganz falsch. Die Eingangsfrage stellt sich schon lange nicht mehr. Wir haben den Hund längst angsechafft, gefühlte 1000 Stunden Arbeit in ihn gesteckt und jetzt einen sehr angenehmen, folgsamen und verschmusten 17 Monate alten Terrier zuhause
Herzlich, Mirili
SirHenry30.10.17 @ Mirili #
Mirili schrieb:

Lieber Sir Henry

Es ist durchaus nicht nötig, jeden Beitrag zu lesen. Sich einen Überblick verschaffen, wäre aber vielleicht nicht ganz falsch. Die Eingangsfrage stellt sich schon lange nicht mehr. Wir haben den Hund längst angsechafft, gefühlte 1000 Stunden Arbeit in ihn gesteckt und jetzt einen sehr angenehmen, folgsamen und verschmusten 17 Monate alten Terrier zuhause
Herzlich, Mirili


Liebe Mirili
es freut mich natürlich, wie sich die Geschichte entwickelt hat, die von möglichst vielen Jahren ergänzt sein möge. Die letzten Posts habe ich natürlich gelesen, deshalb haben sich auf die Welpenzeit nur 3 oder 4 Zeilen bezogen.
Außer euch glücklichem Terrier-Besitzerpaar werden sich noch viele Jäger und Nichtjäger Hunde anschaffen und vielleicht lassen sich aus deinen Beiträgen sowie von anderen und von mir Anregungen für den "Ernstfall" holen.
Mirili08.01.19 #
Erfolgreiche Nachsuche Winterwanderung Im Wald
Hallo zusammen

Wieder mal ein update: Django hat mittlerweile auch die 1000-Meter-Schweissprüfung als Prüfungssieger bestanden und durfte sein Können u. A. auf einer 1.5 Stunden dauernden Nachsuche erfolgreich beweisen.
Die Gebrauchsprüfung hat er ebenfalls bestanden, allerdings nicht mit Bestnote, da mein Freund das "ziehen aus dem Bau" absichtlich ausgelassen hat (Garantie hat man nie. Aber nach Möglichkeit möchten wir ihn nicht in einem Bau verlieren und haben ihn entsprechend nicht auf Fuchs trainiert.)
Letzte Saison war er auf Drückjagden noch nicht so praktikabel. Wenn er einmal auf einer Spur war, gab er nicht auf und war häufig auch weit nach Jagdschluss noch unterwegs. Diese Saison verhielt er sich wunschgemäss, jagte gut und kam jeweils rasch zurück.
Die Unterordnung funktioniert einwandfrei und macht ihm (uns uns) Freude. Das Einzige, was nicht ganz klappt, ist der Abruf, wenn ein Reh direkt vor ihm über den Weg wechselt. Da gilt es, den Hund zu lesen. Man sieht ihm recht gut an, ob er in Jagdlaune ist - da muss er an die Leine, oder ob er mit entsprechendem Aufwand und Aufmerksamkeit unsererseits, dem Abruf Folge leistet. Er ist in jeder Situation alltagstauglich (Auto, ÖV, andere Hunde, grosse Menschenmengen, lange Wartezeiten, Restaurants) und immer happy, wenn er mitdarf.
Um die Eingangsfrage zu beantworten. Ja, er respektiert mich, aber ich muss mehr dafür tun als mein Freund, der mehr natürliche Autorität ausstrahlt als ich und kompromisslos konsequent ist. Keiner meiner Ängste hat sich bewahrheitet. Auch wenn ich mich nach wie vor nicht für diese Rasse entscheiden würde, wenn die Hauptausbildungsverantwortung bei mir liegen würde. Er merkt viel zu schnell, wenn man in der Aufmerksamkeit und der Konsequenz zu nachsichtig (oder faul) wird und nützt es gnadenlos aus.
Ich wünsche euch nachträglich einen guten Start ins 2019!