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landlive.de

Forum: Club der KLM Freunde

Kurz jagende Hunde auf Drückjagden sind die Zukunft. (?)
esau16.12.14 @ Nimrod123 #
Nimrod123 schrieb:

Ein Nachsuchenführer, der das über 30 Jahre bei einer Nachsuchenstation macht, hat sich neulich über die Wildschärfe des KLM beschwert. Die KLM wären verpüppisiert und würden keine Rehe mehr niederziehen.

Stimmt das ?

Zum Thema:

Die Skandinavier stellen hier ja fast täglich Fotos ein die beweisen das der langjagende Hund im Wolfsrevier ausgedient hat. Deren Experimente mit stromführenden Schlagschutzwesten finde ich interessant. Beißt der Wolf in die Weste, kriegt er einen Schlag. Eigentlich keine echte Schlagschutzweste.

Irgendwo gibt es hierzu im Forum einen Link den ich nicht mehr finde.

Dann hab ich letztens einen "Verpüppisierten "erlebt.
...Prädikat: zum Stöbern völlig untauglich. ....Augenzuhaltundmitdemkopfschüttel
Woran es lag, hab ich keine Info. ....nur dass der Hund das schon immer so macht und er eigentlich nur Nachsuchen solle.......aha.
Wotan16.12.14 @ Wberg #
Wberg schrieb:
Alles eine Frage der Ausbildung wenn die Anlagen dazu vorhanden sind. Beim Hund sind die meist vorhanden.

Wärst du denn bereit deinen Hund mal vorzuführen?
Wenn möglich in einem Revier in dem es noch (Reh)wild gibt.
Ich gehe mal davon aus das du deine Rehhupe frühestens nach 10 Stunden irgendwo abholen kannst.
Gilt`s einen Kasten Augustiner oder tut`s dem OEJV geschuldet auch ein Oettinger? Billig einfach
Cobra16.12.14 #
Auch kurz jagenden Hunden kann ein Hundeführer bei einem Wolfsangriff nur sehr bedingt oder nicht helfen. In Schweden kommt es öfters vor, dass Hunde in unter 100 Metern Entfernung von ihrem Hundeführer weggenascht werden. Entweder bekommt der das gar nicht mit oder bis er da ist ist es zu spät.
Ich habe mich in Schweden mit einem Jäger unterhalten können, dessen Hund vor seinen Augen in seinem Garten von Wölfen umgebracht wurde. Sehr bekümmernde Schilderung und Fotos...
Ich sehe die einzige Chance, die Hunde zu schützen (außer sie nicht mehr jagen zu lassen oder finale Lösungen der Wolfsfrage anzustreben), in der Weiterentwicklung der aktuellen Wolfsschutzwesten-Prototypen. In Schweden experimentiert man mit verschiedenen Systemen, die Stromvariante wurde ja schon verlinkt. Andere Systeme arbeiten mit Reizgas.
Rottaljaga16.12.14 @ Isegrim #
Welcher Hund springt zuerst dem Wolf an die Kehle, bevor er die Sau vor die Bixn bringt??
Oder anders gefragt, könnte man den Hund auch am lebenden Wolf ausbilden?



Isegrim schrieb:

Am vergangenen Samstag war ich mit meiner Gruppe auf einer Drückjagd in der Mark Brandenburg eingeladen.

Bei der Ansprache war ich verwundert das keine Hunde zum Einsatz kommen sollten. Man jage im Wolfsgebiet und da
wäre ein Hundeeinsatz von Stöberhunden zu gefährlich.

Da Wölfe sich weiterhin vermehren, muss die Frage erlaubt sein ob weit jagende Stöberhunde noch eine Zukunft haben ?

Sicherlich ist diese Fragestellung ein wenig überspitzt aber mal ganz ehrlich -- wie können wir effizient jagen wenn keine Hunde mit dabei sind ?

Eine Möglichkeit wäre der vermehrte Einsatz von kurz jagenden Hunden wie z.B. Kleine Münsterländer etc. -- hier könnte der Hundeführer gegebenenfalls seinem Hund zur Hilfe eilen sobald sich ein Wolf nähert.

Stöberhunde sind vollkommen auf sich alleine gestellt -- da wäre ein Eingreifen kaum möglich

pudlichII16.12.14 @ Wotan #
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 16.12.14 um 22:57 Uhr.)
Wotan schrieb:

Wärst du denn bereit deinen Hund mal vorzuführen?
Wenn möglich in einem Revier in dem es noch (Reh)wild gibt.
Ich gehe mal davon aus das du deine Rehhupe frühestens nach 10 Stunden irgendwo abholen kannst.
Gilt`s einen Kasten Augustiner oder tut`s dem OEJV geschuldet auch ein Oettinger? Billig einfach



Das größte Problem unserer Vielseitigen ist, dass die meisten Züchter, Führer, Richter überhaupt keine Ahnung haben, wozu diese Hunde unter optimalen Bedingungen im Stande sind.
Ich habe diese optimalen Jahre erleben dürfen und kann mich aus dieser Zeit an keinen DD,DK,PP, GM oder KlM erinnern, der z.B. NICHT an Rehwild jederzeit ins Down zu trillern war. Allerdings kamen diese Hunde frühestens im 3. eher erst im 4.oder 5. Feld an Schalenwild und hatten bis dahin einige tausend erfolgreiche Apportierarbeiten zu Wasser und an Land an Niederwild abgeliefert, einige hundert Stunden bombenfest vorgestanden, dutzende von Frei-Verloren-Suchen erfolgreich absolviert. Diese Hunde standen hundertprozentig im Appell und hatten einen unglaublichen Jagdverstand entwickelt.

Wir schossen in den 70er Jahren in der Eifel mit unseren DD`s jährlich zwischen 5 und 25 Sauen, allerdings indem wir kreisten und dann kleinflächig abstellten. Das heißt, auch dabei waren die Hunde quasi "unter der Flinte" und waren von Beginn an zuverlässig bogenrein.

Vor etwa 20 Jahren erlebte mein Alter Herr, der viele Jahre DD gezüchtet und gerichtet hat, erstmals bei mir in der Heide eine revierübergreifende Drückjagd. Sein Fazit: Mach Spaß, aber damit versaut man jeden Hund.

Wberg hat Recht, wenn er behauptet, daß Hunde so arbeiten können wie er es beschrieben hat. Ich habe selber ca. 10 bis 15 Jahre mit solchen Hunden gejagt und kanns somit bestätigen.


Die kurzjagenden Hunde werden, nicht zuletzt unter dem Druck verlorenen/gerissener Hunde eine Renaissance erleben, da bin ich mir sicher.







Hawlitschek16.12.14 #
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 16.12.14 um 23:09 Uhr.)
Ich denke, die Zukunft der Hundejagd in Wolfsgebieten gehört Durchgehern mit Packermeuten aus Hard Core Hog Dogs in Büffelleder-Westen. Da hat dann auch Wolfi ausgekichert...
Mit anderen Worten: Mit dem Wolf werden auch wieder die historischen Jagdhunderassen modern werden, mit denen trotz Wolf (und auch auf Wolf) gejagt wurde. Hart - aber ist ist so. Eine Meute eingejagter Dogo Argentinos dreht auch einen Wolf auf links.
[www.youtube.com] - bei Minute 1:28
pudlichII16.12.14 @ Hawlitschek #
Da tierschutzrelevant, vermutlich eher im Bereich der Fabel verbleibend. Und das ist auch gut so; nicht immer heiligt der Zweck die Mittel.
Hawlitschek16.12.14 @ pudlichII #
pudlichII schrieb:
Da tierschutzrelevant, vermutlich eher im Bereich der Fabel verbleibend. Und das ist auch gut so; nicht immer heiligt der Zweck die Mittel.

Oder im Bereich der Verschwiegenheit.
Wotan16.12.14 @ pudlichII #
pudlichII schrieb:
Wberg hat Recht, wenn er behauptet, daß Hunde so arbeiten können wie er es beschrieben hat


Wberg hätte Recht wenn er geschrieben hätte das seine Hunde so arbeiten könnten wenn er sie dementsprechen ausgebildet hätte. Die Priorität bei OEJV Hunden liegt aber ganz woanders.
Gruß
Wotan
P.S. Ich lade den Herren Wberg gerne einmal ein um seinen Hund in einem gut bestückten Rehwildrevier vom Riemen zu lassen.
Pritt117.12.14 @ Hawlitschek #
morsche

sieht mir eher nach cojote aus ( größenvergleich zwischen den Hunden und dem "wolf" )

mein nachbar züchtet bullmastiff`s - die alte schwere form - sein zuchrüde hat knapp 80 kg. sein vorheriger ist vor ein paar jahren beim gassigehen im wald an sauen gekommen

um es kurz zu machen er hat es nicht überlebt !!!

diese rassen sind also - mal vom Tierschutz abgesehen - auch keine lösung

wmh