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landlive.de

Forum: Munition und Wiederladen

Mit Schrot auf Rehe?
hemingway6011.07.18 #
Kollege! Der Treed geht jetzt schon 60 Seiten lang und ich denke in Deutschland berechtigte Jagdausübende wären hier wohl nach kurzer Zeit und wenigen Seiten fertig mit dem Thema! Was da wieder alles hinein Interpretiert wurde ist für den Wahren Jäger zum Haare raufen! Die Rehwildstrecke ist in der Brd. beachtlich und wird den Kugel schützen auch in Zukunft bei allem gebradell vorbehalten sein!!!!! So ist es und so wird's hoffentlich bleiben.
Menthos11.07.18 @ Harras #
Harras schrieb:

In RLP zugelassen in BW auch. Die Wirkung von Schrot als Fangschuss ist sehr gut, schrieb ich weiter vorne schon. Auch auf gesunde Rehe in der Schweiz mit 3,7mm 36g Vorlage geht das gut bis 30m. Der Schuss sollte aber im vorderen Drittel liegen, dann bekommt idR auvh der Träger was mit und die Stücke liegen, schlägeln aber noch lange.


Aus EIGENER (Auslands) Erfahrung (vor längerer Zeit). Auf gesundes Rehwild.

Es spring(t)en mehr Rehe weg als umfallen. Auch bei guten Treffern.
(Auch bei Treffern deutlich kürzer als 30m!)

Nachsuche SEHR SEHR schwierig...meist ohne Erfolg ( und ich hab (hatte) keine schlechten oder langsamen Hunde!) Das Schrot hat kaum Tiefenwirkung, das meiste hängt knapp unter der Haut in der Muskulatur. Beschädigung lebenswichtiger Organe eher selten. Schweiß nur am Anschuss...dann über Kilometer nur noch weniges TRopfen bis garnix!

Am Boden liegende schlegelnde Rehe mussten schnellstmöglich abfangen werden...sonst erholen sie sich und stehen blitzartig auf und weg!

Am besten ist ein schneller Wildscharfer Hund direkt beim Schützen.
Wenn der erste Schrotschuss nicht tödlich ist...hilft der zweite schnelle Schuss (auch bei gutem Treffer) nix...das Schockmoment ist verloren.

Ich lehne Schrotschuss auf gesundes Schalenwild kategorisch ab...nicht aus ideologischen Gesichtspunkten...sondern aus erlebter Erfahrung!


Fangschüsse...mit Schrot
...wen man nix anderes dabeihat..klar.....allerdings ziemliche Sauerei im Wildbret.
murmelbaer11.07.18 @ Schurly #
Schurly schrieb:

Für mich käme das sowieso nicht infrage weil ich kaum Rehwild auf Schrotschußentfernung vor habe. Mich würden aber Untersuchungen interessieren, die die Tötungswirkung (im Vordergrund steht der Tierschutz) bestätigen. Das Thema geistert immer wieder mal durch die jagdlichen Kanäle. Aber nirgendswo werden Belege geliefert, dass das auch bei einem starken Stück Rehwild funktioniert. Prinzipiell leuchtet mir das Prinzip der Schockwirkung ein, aber ich hätte es gerne mit Brief und Siegel.


Ein Student der Fachhochschule für Forstwirtschaft in Weihenstephan hat irgendwann Ende der !98o er Jahre (ich weiß es nicht mehr genau, den Namen des Studenten auch nimmer, ich hab lediglich die Dissertation für die Vervielfältigung aufbereitet) seine Abschlußarbeit genau über dieses Thema gemacht. Es ist da auch die Wirkung und das Tötungsverhalten von Schroten auf Rehwild behandelt worden. Die entsprechenden Daten kamen aus Schweden und der Schweiz.
Ich bin sicher, das läßt sich erfahren.
maguhl11.07.18 #
Ja so ne Studie von anno dazumal sollte man schon auf jeden Fall zu Rate ziehen.
Was die Praktik dann zeigt,schrieb ich oder andere hier schon mehrfach.
Aber gut...wenn es an der praktischen Anwendung und Umsetzung fehlt,reicht wohl ne Studie aus Malmö auch aus um mit zu erzählen.
murmelbaer11.07.18 @ maguhl #
maguhl schrieb:

Ja so ne Studie von anno dazumal sollte man schon auf jeden Fall zu Rate ziehen.
Was die Praktik dann zeigt,schrieb ich oder andere hier schon mehrfach.
Aber gut...wenn es an der praktischen Anwendung und Umsetzung fehlt,reicht wohl ne Studie aus Malmö auch aus um mit zu erzählen.


Dann, du Schlaubi, erzähl doch mal, was sich in den letzten 30 Jahren so gravierend geändert haben soll am Schrotschuß!
Es gibt, ausser dass es halt nicht erlaubt ist in Deutschland, kein einziges Argument gegen den Schrotschuß auch auf Rehwild. Er ist tierschutzgerecht schnell tötend, verursacht schlecht ausgeführt nicht mehr Leid als ein schlechter Kugelschuß und jeder Hund findet das "angebleite" Stück sicher. Einzig mit dem apportieren bei der frei Verlorensuche tut sich Hunderl schwer.
Wir brauchen uns aber nicht die Köpfe zerbrechen, weil, wie eingangs gesagt, es hier nicht gesetzeskonform ist. Wer aber unterschwellig mit dem "Sauerei" Argument auftischt, dem sei attestiert, dass er weder vom Schrotschuß noch vom Kugelschuß und deren Wirkung wirklich Ahnung hat.
Carcano11.07.18 @ murmelbaer #
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 11.07.18 um 09:40 Uhr.)
murmelbaer schrieb:

Ein Student der Fachhochschule für Forstwirtschaft in Weihenstephan hat irgendwann Ende der !98o er Jahre (ich weiß es nicht mehr genau, den Namen des Studenten auch nimmer, ich hab lediglich die Dissertation für die Vervielfältigung aufbereitet) seine Abschlußarbeit genau über dieses Thema gemacht. Es ist da auch die Wirkung und das Tötungsverhalten von Schroten auf Rehwild behandelt worden. Die entsprechenden Daten kamen aus Schweden und der Schweiz.
Ich bin sicher, das läßt sich erfahren.

Gemeint ist vermutlich die Diplomarbeit von Renso Eck (manchmal falsch "Renzo" geschrieben) aus dem Jahre 1990.
Eine Kurzzusammenfassung hat der Verfasser - möglicherweise unterstützt von Murmelbaer? - in dem interessanten Sammelband "Die Jagd braucht ein neues Leitbild" [1. Aufl. 1995, 2. Aufl. 2003] veröffentlicht, dort auf S. 92-101.
Diese kann man hier nachlesen:
[www.google.com]

Carcano
maguhl11.07.18 @ murmelbaer #
murmelbaer schrieb:

Dann, du Schlaubi, erzähl doch mal, was sich in den letzten 30 Jahren so gravierend geändert haben soll am Schrotschuß!
Es gibt, ausser dass es halt nicht erlaubt ist in Deutschland, kein einziges Argument gegen den Schrotschuß auch auf Rehwild. Er ist tierschutzgerecht schnell tötend, verursacht schlecht ausgeführt nicht mehr Leid als ein schlechter Kugelschuß und jeder Hund findet das "angebleite" Stück sicher. Einzig mit dem apportieren bei der frei Verlorensuche tut sich Hunderl schwer.
Wir brauchen uns aber nicht die Köpfe zerbrechen, weil, wie eingangs gesagt, es hier nicht gesetzeskonform ist. Wer aber unterschwellig mit dem "Sauerei" Argument auftischt, dem sei attestiert, dass er weder vom Schrotschuß noch vom Kugelschuß und deren Wirkung wirklich Ahnung hat.


Du kannst mich nennen wie du willst.Du kannst mich Dingen bezichtigen,von den du keine Ahnung hast.Alles nicht dramatisch.
Es ändert aber nichts an der Tatsache, das du von der Praxis keinen Dunst hast.Punkt
murmelbaer11.07.18 @ Carcano #
Carcano schrieb:

Gemeint ist vermutlich die Diplomarbeit von Renso Eck (manchmal falsch "Renzo" geschrieben) aus dem Jahre 1990.
Eine Kurzzusammenfassung hat der Verfasser - möglicherweise unterstützt von Murmelbaer? - in dem interessanten Sammelband "Die Jagd braucht ein neues Leitbild" [1. Aufl. 1995, 2. Aufl. 2003] veröffentlicht, dort auf S. 92-101.
Diese kann man hier nachlesen:
[www.google.com]

Carcano


Genau jenen meine ich.
Menthos11.07.18 @ murmelbaer #
murmelbaer schrieb:
Dann, du Schlaubi, erzähl doch mal, was sich in den letzten 30 Jahren so gravierend geändert haben soll am Schrotschuß!

Ich kenne die Diplomarbeit von Renso Eck....(ich hab sie mal vor~20-25 Jahren gelesen).
Meines Wissens ist sie im Dunstkreise und Hoffierung des ÖJV's entstanden.
Ich hab das darin gelesene mal geglaubt...bis ich meine EIGENEN ERFAHRUNGEN mit der Materie machte.
Was da vor 30 Jahren geschrieben wurde...ist heute nach 30 Jahren nicht richtiger!


Es gibt, ausser dass es halt nicht erlaubt ist in Deutschland, kein einziges Argument gegen den Schrotschuß auch auf Rehwild.
Er ist tierschutzgerecht schnell tötend, verursacht schlecht ausgeführt nicht mehr Leid als ein schlechter Kugelschuß und jeder Hund findet das "angebleite" Stück sicher. Einzig mit dem apportieren bei der frei Verlorensuche tut sich Hunderl schwer.

Ich hab dazu bereits etwas geschrieben...Argumente hab ich genug aufgezählt...
dass Du sie nicht bewerten kannst/willst iliegt an Deiner indoktriniertheit!


Wir brauchen uns aber nicht die Köpfe zerbrechen, weil, wie eingangs gesagt, es hier nicht gesetzeskonform ist.

GOTT-SEI-DANK!


Wer aber unterschwellig mit dem "Sauerei" Argument auftischt, dem sei attestiert, dass er weder vom Schrotschuß noch vom Kugelschuß und deren Wirkung wirklich Ahnung hat.

Wer hier keine "Ahnung" hat...hast Du gerade ausführlich dargelegt!

murmelbaer11.07.18 @ Menthos #
Menthos schrieb:

Aus EIGENER (Auslands) Erfahrung (vor längerer Zeit). Auf gesundes Rehwild.

Es spring(t)en mehr Rehe weg als umfallen. Auch bei guten Treffern.
(Auch bei Treffern deutlich kürzer als 30m!)

Nachsuche SEHR SEHR schwierig...meist ohne Erfolg ( und ich hab (hatte) keine schlechten oder langsamen Hunde!) Das Schrot hat kaum Tiefenwirkung, das meiste hängt knapp unter der Haut in der Muskulatur. Beschädigung lebenswichtiger Organe eher selten. Schweiß nur am Anschuss...dann über Kilometer nur noch weniges TRopfen bis garnix!

Am Boden liegende schlegelnde Rehe mussten schnellstmöglich abfangen werden...sonst erholen sie sich und stehen blitzartig auf und weg!

Am besten ist ein schneller Wildscharfer Hund direkt beim Schützen.
Wenn der erste Schrotschuss nicht tödlich ist...hilft der zweite schnelle Schuss (auch bei gutem Treffer) nix...das Schockmoment ist verloren.

Ich lehne Schrotschuss auf gesundes Schalenwild kategorisch ab...nicht aus ideologischen Gesichtspunkten...sondern aus erlebter Erfahrung!


Fangschüsse...mit Schrot
...wen man nix anderes dabeihat..klar.....allerdings ziemliche Sauerei im Wildbret.


Fasst man deine "Erfahrungen" zusammen, dann dürfte kein Hase, kein Fasan, keine Ente auf den Schrotschuß hin "liegenbleiben".
Keines der oben genannten Stücke würde jemals mit auch dem besten Hund gefunden werden.
Jeder Hase müßte sofort nach dem Schuß (mit Schroten) zusätzlich mit der kalten Waffe abgefangen werden.
Kein Stück Niederwild ist demnach - nach deiner geschilderten Erfahrung, vernünftig verwertbar - wegen großer Sauerrei im Wildbret.
Deine Erfahrung mag für einen Einzelfall sicher zutreffen - genau übrigens wie bei einem Kugelschuß auch, in der Masse aber treffen sie, deine Erfahrungen nicht zu.