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Ausbildung & Jungjäger
524 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Ausbildung & Jungjäger

Fuchsjagd abschafffen!?

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madonna schrieb:
Rechnet man die jeden Jagdopa, der zwar noch gepachtet hat, aber schon lange nicht mehr auf einem Sitz gesessen hat, mit? Und viele meiner "jagdenden" Freundinnen, die seitdem sie Kinder haben, keinen Schuss mehr abgegeben haben, aber trotzdem Pächter sind, um das Revier für die Familie zu erhalten...??? Das ist jetzt kein Witz, sondern ich kenne genug davon. Und dann noch die Herren vom Forst, die eh keine Füchse schießen.


Jagdscheininhaber ist Jagdscheininhaber - was kann man da mißverstehen????

Hat Opa einen gelöst, ist er Jagdscheininhaber!
Hat Mutti einen gelöst, ist sie auch Jagdscheininhaberin!
Hat der Förster einen gelöst (soll meist der Fall sein), ist auch er Jagdscheininhaber!
Quelle für die statistischen Angaben: DJV!
Mit Weidmannsheil
Ruedemann
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Ruedemann schrieb:

Genau solche "Jäger" wollte ich ansprechen....


Hallo Rüdemann,

wir haben ja auch ein Hochwildrevier und dafür fahre ich noch 40 Km hin, allerding nicht, um einen Fuchs zu schießen, wenn ich auf Hochwild jage.
Und wenn ich rausfahre, dann um Hirsch und Sau zu jagen, da ist ein Fuchs in keinster Weise entscheidend.
In einem Niederwildrevier sieht das wieder ganz anders aus, da steht auch eine gewisse Notwendigkeit dahinter.
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Strecke mit Fuchs
Kampfkeiler schrieb:
...Wir haben ja auch ein Hochwildrevier und dafür fahre ich noch 40 Km hin, allerding nicht, um einen Fuchs zu schießen, wenn ich auf Hochwild jage.
Und wenn ich rausfahre, dann um Hirsch und Sau zu jagen, da ist ein Fuchs in keinster Weise entscheidend.


Hallo Kampfkeiler,

auch wenn wir oft einer Meinung sind, diese Einstellung kann ich nicht gelten lassen.

Auch im Hochwildrevier kann man Jungfüchse am Bau bejagen (die Jungfuchsfalle fängt sogar völlig lautlos). Wenn man das ernsthaft macht, bedarf es im Übrigen im Wald keiner großen, weiteren Aktivitäten. Darüber hinaus kann man aber auch Gesellschaftsjagden nutzen, um den Fuchs zu bejagen. Auch die Baujagd ab Mitte Januar tut dem Hochwild nichts.

Die angrenzenden Feldreviere können sich den Ar... aufreißen, werden aber nichts erreichen, wenn Ihr nicht mitzieht...

Wir Jäger haben einen gemeinsamen Auftrag, der u.a. von § 1 (2) BJG als Inhalt der Hege umrissen wird:

"Die Hege hat zum Ziel, die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepaßten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen; ..."

In seiner "Standortbestimmung "Jagd" - verabschiedet am 9.10.98 - formuliert der DJV ausdrücklich:

"Der Jäger hat folgende Aufgaben:
...
- Nachhaltige Nutzung und Regulierung von Wildbeständen einschließlich Prädatoren, wenn diese andere Tierarten in ihrem Bestand bedrohen oder deren nachhaltige Nutzung beeinträchtigen. ..."


Aber abgesehen vom Buchstaben des Gesetzes oder irgendwelcher Standortbestimmungen von Organisationen, die der ein oder andere ohnehin in Frage stellt , so könnte ich noch seitenweise praktische Gründe anführen, warum die Einstellung falsch ist, dass der Fuchs "in keinster Weise entscheidend" sei.

Schade, dass wir hier auf keinen Nenner kommen....

Mit Weidmannsheil
Ruedemann
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Ruedemann schrieb:

Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
Im Jagdjahr 2005/2006 haben 349.000 Jagdscheininhaber es man gerade geschafft 604.500 Füchse zu strecken - bundesweit!

Das entspricht einem Schnitt von nicht einmal 2 Füchsen pro Jagdscheininhaber im Jahr oder 1,7 Füchse/qkm!
... und dann heißt es immer "Jagd ist angewandter Naturschutz!".

Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein! Damit kann man es auch gleich ganz lassen und den Rotrock schonen! Auf die wenigen kommt es dann wohl auch nicht mehr an, oder?


Die jagdlichen Schwerpunkte haben sich verschoben, Rüdemann !
Wenn ich mir die Schwarzwildstrecken in Bayern anschaue, so lagen sie im Jahr 1984 bei rund 6000 Stück. Im Jahr 2004 waren es 57000 !!!!!!!!
Vor zwanzig Jahren hat man im Winter auf Füchse angesessen und beiläufig Schwarzwild geschossen, heute ist es umgekehrt.
Hinzu kommt die Tatsache das der Fuchs zunehmend zum Kulturfolger geworden ist und sich Nahrungsquellen erschlossen hat die den Luderplatz weniger attraktiv machen. Der Rote lutscht nun lieber achtlos weggeworfene Mc Donaldsschachteln aus und frisst Schulbrote aus dem Mülleimer.
Mit Flinte und Büchse allein kommt man ihm nicht mehr bei. Diesbezüglich habe ich jetzt noch einen Artikel in der WuH gelesen. Darin wurde beschrieben das deine genannte Fuchsstrecke verdreifacht werden müsste um erfolgversprechend zu sein. Nun haben wir noch gar nicht Steinmarder und die Neozoen wie Enok und Waschbär auf dem Plan. Selbst Wissenschaftler sind sich unschlüssig wie die Prädation der Prädatoren vor sich gehen sollte.
Mir muss man nicht mit der Reduktion von Jungfüchsen kommen ! Bei Ritz und Frischling bin ich weniger zimperlich aber Jungfüchse kann ich nicht verwerten. Was ich nicht verwerten kann, schieße ich nicht ! Ich bin Jägerin und keine Kammerjägerin !
Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962)
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frings60 schrieb:

Die jagdlichen Schwerpunkte haben sich verschoben, Rüdemann !
Wenn ich mir die Schwarzwildstrecken in Bayern anschaue, so lagen sie im Jahr 1984 bei rund 6000 Stück. Im Jahr 2004 waren es 57000 !!!!!!!!
Vor zwanzig Jahren hat man im Winter auf Füchse angesessen und beiläufig Schwarzwild geschossen, heute ist es umgekehrt.
Hinzu kommt die Tatsache das der Fuchs zunehmend zum Kulturfolger geworden ist und sich Nahrungsquellen erschlossen hat die den Luderplatz weniger attraktiv machen. Der Rote lutscht nun lieber achtlos weggeworfene Mc Donaldsschachteln aus und frisst Schulbrote aus dem Mülleimer.
Mit Flinte und Büchse allein kommt man ihm nicht mehr bei. Diesbezüglich habe ich jetzt noch einen Artikel in der WuH gelesen. Darin wurde beschrieben das deine genannte Fuchsstrecke verdreifacht werden müsste um erfolgversprechend zu sein. Nun haben wir noch gar nicht Steinmarder und die Neozoen wie Enok und Waschbär auf dem Plan. Selbst Wissenschaftler sind sich unschlüssig wie die Prädation der Prädatoren vor sich gehen sollte.
Mir muss man nicht mit der Reduktion von Jungfüchsen kommen ! Bei Ritz und Frischling bin ich weniger zimperlich aber Jungfüchse kann ich nicht verwerten. Was ich nicht verwerten kann, schieße ich nicht ! Ich bin Jägerin und keine Kammerjägerin !


Du kannst mir glauben, die Verscheibung in den Jagdstrecken ist mir nicht entgangen. Dennoch ist das kein Grund, dem Fuchs nicht trotzdem bei jeder Gelegenheit nachzustellen - waidgerecht, versteht sich!

Was zu zum Nahrungsopportunisten "Fuchs" schreibst ist nicht verkehrt, nur ziehst Du die falschen Schlüsse. Er hat so zugenommen und drängt in die Städte und Ortschaften, weil er nicht mehr ausreichend dezimiert wird. Dort fühlt er sich wohl und ernährt sich vom Zivilisationsmüll. Das soll uns doch aber nicht hindern, ihm u.a. dort, wo diese Nahrungsquellen noch nicht so üppig vorhanden sind, auch mittels des Luderplatzes, der Mäuseburg, der Lockjagd o.ä. zu bejagen.

Das Probelm liegt eher bei allzu bequemen Sofa.

Wenn der heutzutage zugegebenermaßen sehr geforderte Sauenjäger sagt, er müsse schließlich auch mal schlafen, so verstehe ich das. Wenn man aber heute nicht mal einen Jungjäger für die Fuchsjagd begeistern kann, stimmt mich das sehr nachdenklich. Wenn's um Böcke geht, dann schreien sie alle "hier".

Was die Jungfüchse anbetrifft, so finde ich es heuchlerisch, den Abschuß von Kitz und Frischling zu akzeptieren und den von Jungfüchsen mit dem Hinweis auf die Verwertbarkeit abzulehen. Abgesehen davon, dass ich nicht erkennen kann, was Anfang September an einem möglicherweise mit großer Kugel geschossenen 5-6 kg-Kitz verwertbar sein soll. Auch den Abschuß eines Frischlings von gleichem Gewicht wird man wohl ernsthaft nur damit begründen können, dass man sonst nicht hinterherkommt (sonst würde man ihm ja noch ein paar Kilo mehr gönnen).

Bei Deiner Einstellung muß man ja vermuten, dass Du auch keine Krähen schießt und keine Elstern, dass Du die wildernde Katze schonst (wenn Du nicht gerade ein Nierenfell benötigst), dass Du - auch bei Gesellschaftsjagden - von November bis Dezember grundsätzlich die männlichen Stücke passieren läßt....

Ich denke, die Jungfuchsbejagung dient einem vernünftigen Zweck, den sie aber nur erfüllen kann, wenn er ernsthaft und nicht halbherzig verfolgt wird.

Für mich ist es unbefriedigend, dass beim Fuchs durch die zurückgehende Bejagung und das Fehlen der Tollwut als natürlichem Regulativ

- wieder Seuchenzüge, Krankeiten und Parasiten auf dem Vormarsch sind (Räude, Fuchsbandwurm, Aujezkische Krankheit, gelegentliches Aufflackern der Tollwut)
- der Fuchs dem Menschen immer näher auf die "Pelle" rückt und heutzutage am hellichten Tag die Hühner und Kaninchen dem Stall oder die Essensreste vom Balkon holt
- Wildkaninchenbesätze sich nach der Chinaseuche nicht mehr erholen können
- in Vogel- und Naturschutzgebieten durch den Prädatorendruck das Schutzziel gefährdet ist.

Unbefriedigend deshalb, weil ich der Meinung bin, es ginge auch anders!

Wer soll uns denn glauben, dass wir - was fast in jeder Jagdzeitung beteuert wird - die Sauen in den Griff bekommen...



Mit Weidmannsheil
Ruedemann
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[Danke, Rüdenmann! Madonna
I mugnai di Dio macinano lentamente ma in modo costante
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Ruedemann schrieb:



Was zu zum Nahrungsopportunisten "Fuchs" schreibst ist nicht verkehrt, nur ziehst Du die falschen Schlüsse. Er hat so zugenommen und drängt in die Städte und Ortschaften, weil er nicht mehr ausreichend dezimiert wird. Dort fühlt er sich wohl und ernährt sich vom Zivilisationsmüll. Das soll uns doch aber nicht hindern, ihm u.a. dort, wo diese Nahrungsquellen noch nicht so üppig vorhanden sind, auch mittels des Luderplatzes, der Mäuseburg, der Lockjagd o.ä. zu bejagen.

Das Probelm liegt eher bei allzu bequemen Sofa.

Wenn der heutzutage zugegebenermaßen sehr geforderte Sauenjäger sagt, er müsse schließlich auch mal schlafen, so verstehe ich das. Wenn man aber heute nicht mal einen Jungjäger für die Fuchsjagd begeistern kann, stimmt mich das sehr nachdenklich. Wenn's um Böcke geht, dann schreien sie alle "hier".

Was die Jungfüchse anbetrifft, so finde ich es heuchlerisch, den Abschuß von Kitz und Frischling zu akzeptieren und den von Jungfüchsen mit dem Hinweis auf die Verwertbarkeit abzulehen. Abgesehen davon, dass ich nicht erkennen kann, was Anfang September an einem möglicherweise mit großer Kugel geschossenen 5-6 kg-Kitz verwertbar sein soll. Auch den Abschuß eines Frischlings von gleichem Gewicht wird man wohl ernsthaft nur damit begründen können, dass man sonst nicht hinterherkommt (sonst würde man ihm ja noch ein paar Kilo mehr gönnen).

Bei Deiner Einstellung muß man ja vermuten, dass Du auch keine Krähen schießt und keine Elstern, dass Du die wildernde Katze schonst (wenn Du nicht gerade ein Nierenfell benötigst), dass Du - auch bei Gesellschaftsjagden - von November bis Dezember grundsätzlich die männlichen Stücke passieren läßt....

Ich denke, die Jungfuchsbejagung dient einem vernünftigen Zweck, den sie aber nur erfüllen kann, wenn er ernsthaft und nicht halbherzig verfolgt wird.

Für mich ist es unbefriedigend, dass beim Fuchs durch die zurückgehende Bejagung und das Fehlen der Tollwut als natürlichem Regulativ

- wieder Seuchenzüge, Krankeiten und Parasiten auf dem Vormarsch sind (Räude, Fuchsbandwurm, Aujezkische Krankheit, gelegentliches Aufflackern der Tollwut)
- der Fuchs dem Menschen immer näher auf die "Pelle" rückt und heutzutage am hellichten Tag die Hühner und Kaninchen dem Stall oder die Essensreste vom Balkon holt
- Wildkaninchenbesätze sich nach der Chinaseuche nicht mehr erholen können
- in Vogel- und Naturschutzgebieten durch den Prädatorendruck das Schutzziel gefährdet ist.

Unbefriedigend deshalb, weil ich der Meinung bin, es ginge auch anders!

Wer soll uns denn glauben, dass wir - was fast in jeder Jagdzeitung beteuert wird - die Sauen in den Griff bekommen...


Neee, Rüdemann-

der Fuchs zieht in urbane Räume weil diese Gebiete eine zehnfach höhere Fuchsdichte als im ländlichen Raum erlauben. Seltsamerweise spielt die Territorialität in Stadtnähe eine untergeordnete Rolle. Dazu habe ich mal die Diplomarbeit eines Wildbiologen gelesen der Stadtfüchse mit Telemetriesendern ausgestattet hat. Seltsamerweise mögen sich Stadtfuchse dichter auf dem Balg leiden, ohne das die Menge an Frass eine Rolle spielt. Ich habe über dieses Ergebnis auch gestaunt.

Was die Bejagung mit Flinte und Büchse angeht, beziehe ich mich auf den Bildbiologen und PrädatorenPrädator Prof. Müller. Der sagt, dass man ohne Fallenjagd und Anlage von Kunstbauten nicht auf die Verdreifachung der jährlichen Fuchsstrecke kommt. Der Baujagd weist er eher eine untergeordnete Rolle zu.
Dies muss aber revierübergreifend geschehen. Wenn ich nun viel Geld und Zeit in solche Anlagen investiere, dann müssen es meine Nachbarn auch tun sonst bin ich jedes Jahr im Oktober nach Abwanderung der Jungfüchse beim Vorjahrestand.

Was die Scheinheiligkeit in Bezug auf Kitz,Frischling, einem dickeren Kaliber und die Verwertbarkeit angeht, so habe ich gute Erfahrungen mit dem Jaktmatch von Norma in der 30-06 gemacht. Das habe ich den Norwegern bei der Auerwildjagd abgeschaut. Der Vogel fällt nicht in einer Federwolke vom Ast und bleibt verwertbar. Ich habe die Methode auf unsere jagdlichen Verhältnisse übertragen.

Es stimmt aber das ich mit der frühen Bejagung der Frischlinge den Jagddruck aus dem letzten Viertel des Jahres nehmen möchte so das nach Weihnachten Ruhe herrscht. Je mehr ich auf den Zuwachs von Gewicht bei Frilis achte, desto mehr störe ich das übrige Schalenwild durch Jagddruck im Winter, das dringend Ruhe statt Futter vom Menschen braucht. Ich bin jetzt schon mit meinem Schwarzwild "fertig". Drückjagden dürften nach Erfüllung der Abschusspläne nicht mehr nötig sein. So hat das Wild im Winter seine Ruhe.
Kontraproduktiv wäre nun hier mit der Balgreife der Raubsäuger wieder im Winter herumzuknallen. Nötig ist aber eine Reduktion der Räuber. Wie man es aber am besten macht, kommt der Quadratur des Kreises gleich....Wie ich bereits beschrieben habe wissen selbst Wissenschaftler, die seit vielen Jahrzehnten Experten für heimische Räuber sind, nicht recht wie es geschehen könnte. Sie setzten auf die Reduktion der Jungfüchse was ich aber ablehne. Denkbar wäre eine deutliche Trennung in Schalenwildjäger und Raubwildjäger. In Personalunion wird es beide Typen nicht mehr geben.
Die Raubwildjagd müsste vermehrt von JuJä übernommen werden. Während sie auf den Fuchs ansitzen könnten sie ansprechen üben und brauchten später weniger Ponys zu schießen....
Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962)
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frings60 schrieb:
Die Raubwildjagd müsste vermehrt von JuJä übernommen werden. Während sie auf den Fuchs ansitzen könnten sie ansprechen üben und brauchten später weniger Ponys zu schießen....


Wenigstens beim Schlußsatz sind wir uns uneingeschränkt einig....
Mit Weidmannsheil
Ruedemann
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Ruedemann schrieb:

...
Das entspricht einem Schnitt von nicht einmal 2 Füchsen pro Jagdscheininhaber im Jahr oder 1,7 Füchse/qkm!...
...Damit kann man es auch gleich ganz lassen und den Rotrock schonen! Auf die wenigen kommt es dann wohl auch nicht mehr an, oder?



Na dann hab ich ja schon jetzt mein Soll doppelt erfuellt mit 4 Fuechsen dieses Jagdjahr. Und das bleiben nicht die einzigen, die Kollegen sind auch sehr erfolgreich. So stimmts fuer unsere Reviere also schon mal nicht. Und ob jeder Fux, der in der lokalen Strecke auftaucht, auch wirklich bis zum Redaktionsschluss der Bundesstrecke dort ankommt, ist auch so ne Frage.

Aber die Logik, dass manche Jaeger, die ihre Fuxbejagung schleifen lassen, nun der Grund fuer ein Fuxjagdverbot sein sollen...aehem??
Was soll das. Reicht es nciht, wenn spinnerte Sektierer die Raubwildjagd verbieten wollen, muessen wir da noch solche Absurditaeten mitmachen?

Fuxjagd ist nicht nur notwendig sondern macht mir ehrlich gesagt auch noch massig Spass und gehoert zu den spannenden Momenten der Jagd.
Und es ist notwendig, bei Nichtbejagung haben wir schnell Raeude und Co, die die Bestaende dann dezimieren, aber auf eine weit qualvollere Weise, als die Jaeger.

Achja, neulich, der abend, als gleich zwei Jungfuechse lagen, kam ein paar Minuten nach den Schuessen das erste Reh raus..und es blieb nicht das einzige an diesem Abend. Die Maer, dass man Wild damit vergraemt, trifft fuer das normale Odenwaldreh einfach nicht zu.
Auch umgekehrt, ein Kumpel erlegte vor ein paar Wochen erst einen Einstangenbock und danach drei Fuechse, die ihn anschneiden wollten.
Der vierte ueberlebte, weil er keine Mun mehr dabeihatte.
Es geht also, man muss es nur wollen.
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frings60 schrieb:

...

1. Sie setzten auf die Reduktion der Jungfüchse was ich aber ablehne.

2. Denkbar wäre eine deutliche Trennung in Schalenwildjäger und Raubwildjäger. In Personalunion wird es beide Typen nicht mehr geben.


3. Die Raubwildjagd müsste vermehrt von JuJä übernommen werden. Während sie auf den Fuchs ansitzen könnten sie ansprechen üben und brauchten später weniger Ponys zu schießen....


Zu 1: Naja, es ist halt keine hohe Jagd aber noetig, wenn man einen Effekt erreichen will.

zu 2.: Hoffentlich nicht. Es waere weder sinnvoll noch wuenschenswert. Ein Jaeger sollte eben mehr sein als wahlweise Varminter oder Schalenwildmanager. Es soll das ganze im Auge behalten, nicht nur einen winzigen Ausschnitt der Jagd. Er soll ebenso den Fux und ie Kraehe bejagen, wie den Huerschen.
Weil Niederwild und Singvoegel, weil Gefluegelzuechter und Bauern ebenso Rechte haben, wie Knospen und (zumeist staatliche) Waldbauern.

zu 3.: Warum nicht? Sicher gibts bei Dir in der Gegend genug Jungjaeger ohne Anschluss, die man mal einladen koennte, wenn im Mai-Juni die ersten Jungfuechse kommen.


So, nun muss ich noch ein wenig schaffen und dann schau ich mal, ob der noch offene Bock kommt, bzw was kleineres in Rot oder schwarz

Nachdem mir letzt ein Dachs zweimal durch die Lappen ging (einmal kein Kugelfang und einmal so in den Stoppeln, dass der Schuss ein Lotteriespiel gewesen waere), waers ja mal wieder Zeit.
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