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Wo sind die Muffellämmer?

@ 7x65R #
Ich kenne die Königshainer Berge und ihren einstigen Muffelwildbestand. Als ich nun schon vor einigen Jahren unseren alten Forstprofesser traf, der dort ein Revier hatte und ihn fragte was denn sein Muffelwild macht, sagte er mir :"Ich hatte einmal Muffelwild".
Dr. Holger Piegert, der wohl anerkannteste Muffelwildkenner Deutschlands berichtete jüngst, dass im Harz
etwa 3.000 Stücken Muffelwild vom Großraubwild (Wolf und Luchs) gerissen wurden.
Die von mir gesehenen Großrudel gehören uns nicht. Nur das kein falscher Eindruck entsteht. Sie stammen aus der Schorfheide und halten sich auf unseren Äckern und Weiden auf. Das ist ihre Überlebensstrategie. Sie ziehen ständig hin und her und ruhen oft unmittelbar zwischen dem Weidevieh.
Auf den 500 ha, die ich bejage, wurden seit dem Spätherbst, bereits 5 Kälber aus den Milchkuhherden gerissen.
Beim Nachbar nochmals 2 Kälber.
Vom Muffelwild habe ich mich hier bei uns, in der Streusandbüchse, mit auch teilweise sumpfigen Böden längst verabschiedet. Wer die an Moderhinke erkrankten Stücke in freier Wildbahn gesehen hat, wird mir zustimmen.
Muffelwild gehört ins Gebirge und nicht auf unsere Böden.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.06.19 um 13:11 Uhr.
@ FarmFritz #
FarmFritz schrieb:

Wollte hier keinen Austausch über diesen "Verein" starten!
Vor kurzem gab's hier 'ne Stellungnahme vom hiesigen Forstamt, die Mufflon-Rudel sind zu groß (geschätzte Population 300 Tiere) und sorgen für enorme Schäden in den landwirtschaftlichen Wiesen.
Das Forstamt fordert eine konsequente Bejagung. Der NaBu... wie oben schon erwähnt.

Den hiesigen(also deutschen) Muffel solte man als Genreserve sehen, da er in seiner nacheiszeitlich übriggebliebenen Heimat(zuvor war er in Europa durchaus weiter verbreitet) recht selten und sein Genpool dort wohl recht klein ist (...wenn ich nicht völlig falsch informiert bin).
" Ich fürchte , die Menschheit gehört ausgestorben . Doch ich hoffe immernoch, dass ich mich irre!"
"Wir sind Teil der Nahrungskette ...
wir fressen und werden letzendlich gefressen!"
"Der Mensch hat den Verstand bekommen. Nur scheint er mit der Benutzung desselben komplett überfordert zu sein!"
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@ Gangloff #
Gangloff schrieb:
............
Vom Muffelwild habe ich mich hier bei uns, in der Streusandbüchse, mit auch teilweise sumpfigen Böden längst verabschiedet. Wer die an Moderhinke erkrankten Stücke in freier Wildbahn gesehen hat, wird mir zustimmen.
Muffelwild gehört ins Gebirge und nicht auf unsere Böden.

Das sehe ich auch so.
Die Bewirtschaftung des hiesigen Restbestandes wurde sinvollerweise schon aufgegeben, als ich das Jagen begann.
" Ich fürchte , die Menschheit gehört ausgestorben . Doch ich hoffe immernoch, dass ich mich irre!"
"Wir sind Teil der Nahrungskette ...
wir fressen und werden letzendlich gefressen!"
"Der Mensch hat den Verstand bekommen. Nur scheint er mit der Benutzung desselben komplett überfordert zu sein!"
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Ich kannte auch 2 gute ecken stehts welche waren aber 1 davon sind keine mehr vorhanden grund der graue und das andere keine ahnung war lange nicht mehr da wobei da könnten noch paar sein
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Beitrag vom Moderationsteam gesperrt am 01.06.19 um 23:53: Netiquette
@ Gangloff #
Das sieht man auch bei den Rotwildbeständen mehr und mehr das Kälber fehlen/ nicht dabei sind.

Wenn allerdings folgendes JJ Spießer wieder erfüllt werden, muss es auch andere Gründe haben.

Ich finde es Schade und zum Nachteil der Natur, dass bei den Neozoen mit 2. Maßstäben gemessen wird.
"Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen."
H. Schmidt, Kanzler a.D.
1
 
@ Gangloff #
Hallo Gangloff,
auch die Muffelwildpopulation in der Göhrde ist innerhalb von nur drei Jahren von Wölfen ausgerottet worden. Die letzten Exemplare der 1903 ausgesetzten Wildschafe wurden im Herbst 2017 gesehen, nur noch ganz vereinzelt werden versprengte Wildschafe gesichtet. Damit gilt das älteste deutsche Muffelwildvorkommen als erloschen.
2
 
@ Heino #
Dr. H. Piegert, der wohl beste Kenner des Muffelwildes, schätzt ein, dass in den letzten 10 Jahren etwa 3.000 Stücken Muffelwild im Harz gerissen wurden. Zwischen Selke und Bode, wo das Hauptvorkommen war, ist das Muffelwild ist fast verschwunden. Es hat lange gedauert aber jetzt hat der Wolf auch den Harz besiedelt.
Es bleibt abzuwarten wie Wolf und Luchs sich vertragen und die Reviere aufteilen werden.
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@ Gangloff #
Gangloff schrieb:

Dr. H. Piegert, der wohl beste Kenner des Muffelwildes, schätzt ein, dass in den letzten 10 Jahren etwa 3.000 Stücken Muffelwild im Harz gerissen wurden. Zwischen Selke und Bode, wo das Hauptvorkommen war, ist das Muffelwild ist fast verschwunden. Es hat lange gedauert aber jetzt hat der Wolf auch den Harz besiedelt.
Es bleibt abzuwarten wie Wolf und Luchs sich vertragen und die Reviere aufteilen werden.

Ich denke, dass der Luchs auch verschwindet
www.RS-Waffen.de
ÖJV - nein Danke

Manche Menschen sind der lebende Beweis dafür, dass Gehirnversagen nicht zwangsläufig zum Tod führt
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@ 2309udo #
Ich denke auch dass es dem alten Schleicher zu ungemütlich wird.
Wie Du weisst war ich schon mehrmals in Estland und dort kommen beide Räuber in den Revieren vor. Der Luchs
aber sehr zurück gezogen. Hätte ich von beiden die Wahl, würde ich den Luchs bevorzugen. Obwohl er auch ein großer Reißzahn sein kann. Bei uns hat ein aus einem Gehege entwichener Luchs nachts 10 Schafe auf der Koppel gerissen. Am nächsten Tag saß er aber schon in der Falle und kam zurück ins Gehege.
Ein Rudel Grauhunde verändert die gesamte Situation im Revier. Du siehst kaum noch Wild und dennoch gibt es ernst zu nehmende Leute in Politik und Wissenschaft, die behaupten wir hätten noch nie so viel Wild gehabt wie jetzt und der Wildverbiss wäre unverantwortlich hoch. Blos so eine richtige Bewertung der Höhe des Wildverbisses
können die Wenigsten vornehmen.
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