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Wolf
287 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Wolf
Die Fülle der Threads zum Thema erforderten ein eigenes Forum neben dem Forum "Raubwild und Beutegreifer"

Wolf- grünes Licht für Jagd?

@ duk #
duk schrieb:

Warum bezeichnest du Andersdenkende als Wahnsinnige? Macht man das so in euren Kreisen?

Fühle Dich doch nicht immer gleich so angegriffen. (Aber das macht man wohl so in Euren Kreisen...)

Wir leben nun einmal in der EU und eine solche Entscheidung würde somit auch unser nationales Recht betreffen. Damit würde man sich leichter tun, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, womit man sich bislang ja recht schwer tut.
Die Aufnahme ins Jagdrecht bedeutet ja nicht gleichzeitig, daß er tatsächlich bejagt wird oder gar erneut ausgerottet wird. Der Vorteil wäre jedoch, daß es für Behörden leichter wäre, "Problemwölfe" der Wildbahn entnehmen zu lassen ebenso wie evtl. die Möglichkeit, verunfallte Wölfe straffrei von ihrem Leiden zu erlösen.
Letzteres wird momentan vor allem durch die FFH Richtlinie (ebenfalls der EU) erschwert, da der Wolf den höchsten Schutzstatus hat. Da sich die Population bei uns jedoch (im Sinne des Schutzzieles der "Erhaltung bzw. Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands prioritärer Arten") sehr gut entwickelt, denke ich, daß man früher oder später auch diesen Status korrigieren wird. Nicht zuletzt wird der Druck durch Tierhalter und die Öffentlichkeit (hier vor allem gestresste Erholungssuchende, Gassigeher und Jogger) stetig steigen.

Grüße,
Gerhard
Es ist äußerst unwahrscheinlich, daß das Universum anderswo intelligentes Leben hervorgebracht hat.
Hier hat es ja auch nicht geklappt!
4
 
@ WastelDW #
WastelDW schrieb:

Ich stelle nur fest, dass das Forst Ministerium in British Colombia, Kanada seit Jahren und aktuell die Bejagung des Wolfs dort befürwortet und durchführen lässt.
Das alles gut begründet mit der Rückendeckung führender Wildtierökologen wie zB. Scott Mcnay
( [www.researchgate.net] )

Und da die UBC eine der weltweit forderen Forstunis ist, unterstelle ich mal, dass die dort nicht doof sind.

[www.cbc.ca]

Und da ich hoffe dass sich Intelligenz langfristig durchsetzt, wird es bei uns auch so kommen, zumal wir noch viel weniger Wildnis haben. Und was deren Nationaltier ist, ist bei uns der Röhrende auf dem Wohnzimmerbild


Unserem Damwild wird es genauso ergehen wie dem Nationaltier der Kanadier. Nur stehen wir noch am Anfang und nur Wenige informieren sich richtig. Die Meisten können sich nicht vorstellen was auf uns zu kommt.

13
 
#
Jaja, der Himmel stürzt ein.
"Was man in Foren liest, stammt leider zu oft von Leuten, die besser Fragen stellen sollten, als Antworten zu geben" (Stoeberjaeger)
2
 
@ Carcano #
Carcano schrieb:

Jaja, der Himmel stürzt ein.


Für Schreibtischhelden sicher nicht.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 21.05.19 um 18:32 Uhr.
@ heinzelchen #
heinzelchen schrieb:

Fühle Dich doch nicht immer gleich so angegriffen. (Aber das macht man wohl so in Euren Kreisen...)

Wir leben nun einmal in der EU und eine solche Entscheidung würde somit auch unser nationales Recht betreffen. Damit würde man sich leichter tun, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, womit man sich bislang ja recht schwer tut.
Die Aufnahme ins Jagdrecht bedeutet ja nicht gleichzeitig, daß er tatsächlich bejagt wird oder gar erneut ausgerottet wird. Der Vorteil wäre jedoch, daß es für Behörden leichter wäre, "Problemwölfe" der Wildbahn entnehmen zu lassen ebenso wie evtl. die Möglichkeit, verunfallte Wölfe straffrei von ihrem Leiden zu erlösen.
Letzteres wird momentan vor allem durch die FFH Richtlinie (ebenfalls der EU) erschwert, da der Wolf den höchsten Schutzstatus hat. Da sich die Population bei uns jedoch (im Sinne des Schutzzieles der "Erhaltung bzw. Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands prioritärer Arten") sehr gut entwickelt, denke ich, daß man früher oder später auch diesen Status korrigieren wird. Nicht zuletzt wird der Druck durch Tierhalter und die Öffentlichkeit (hier vor allem gestresste Erholungssuchende, Gassigeher und Jogger) stetig steigen.

Grüße,
Gerhard


Für mich als Jagdpächter gibt es nur PROBLEMWÖLFE!

Heute am 21.05.gegen 11:00 erneute Wolfssichtung auf einem Waldweg, durch meinen Mitjäger!
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@ Dackelfan #
Das sehe ich genauso. Unsere dicht besiedelte Kulturlandschaft braucht keine Wölfe (und ich als Jäger keinen Konkurrenten). Für die Stabilität unseres Ökosystems sind sie jedenfalls nicht mehr nötig. Sie wurden hier dereinst ausgerottet. Das ist natürlich traurig, das trifft aber auch für viele andere Arten zu.
Diese mit Gewalt zurückzuholen, in einen Lebensraum, in dem sich seitdem so viele Dinge verändert haben, macht wenig Sinn. Sonst könnnen wir auch anfangen, Mammuts zu züchten, die Gentechnik wird's bestimmt irgendwann ermöglichen.
Wenn es eine kleine kontrollierte Population in einem sehr dünn besiedelten Nationalpark gibt und die Bevölkerung (vor allem Nutztierhalter) entsprechend unterstützt wird, dann meinetwegen. Dann von mir aus auch Mammuts. Aber dann auch nur dort.
Grüße,
Gerhard
(Das alles ist meine eigene unwissenschaftliche Meinung)
Es ist äußerst unwahrscheinlich, daß das Universum anderswo intelligentes Leben hervorgebracht hat.
Hier hat es ja auch nicht geklappt!
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 16.05.19 um 13:52 Uhr.
#
Hallo Gerhard, ich stimme Dir weder in dem einen noch in dem anderen Posting zu. Beide Argumente oder Überlegungen sind tatsächlich nicht stimmig.

Zum ersten: die Erlegung ("entnehmen" tue ich Kleenex aus der Spenderpackung, lassen wir uns als Jäger diesen verlogenen NGO-Slang nicht aufdrücken; wenn ich im Haus der Abgeordneten bin, rede ich auch im Klartext von Erlegung und kein/e Grüne/r zuckt zusammen oder wirft auf ) ist sowohl unter Naturschutzrecht wie unter Landesjagdrecht denkbar und möglich, das eine ist nicht einfacher als das andere. Denn mitbeteiligt werden muss der Natur-und Artenschutz in jedem Fall, so oder so.

Es ist ferner nicht allein die FFH-Richtlinie, sonder auch die Berner Konvention (nicht der EU, sondern des Europarats). Ich bin in der Tat hier für eine Änderung, und die wird ja auch vorbereitet und angestrebt. Leider hatte die Schweiz im letzten Jahr ihren diesbezüglich gestellten Antrag auf der Sitzung dann wieder zurückgeziogen. Aber die aktuelle Nationalratsdebatte zeigt ja, wie die politische Stimmung dort (geworden) ist, man darf also auf einen besser vorbereitete Neuantragstellung in diesem Jahr hoffen, zumal nach der erwartbaren Entscheidung des EuGH im Fall "Finnland II".

Zum zweiten: wir "brauchen" auch keine Großtrappe und keinen Alpensalamander und keine blauflügelige Ödlandschrecke. Brauchen tun wir ziemlich wenig; dass ist auch überhaupt nicht das Kriterium. Der Wolf ist wieder da, er ist zurückgekommen und hat sich ohne menschliches Zutun selbst wieder angesiedelt. Niemand hat ihn zurückgeholt. Das ist das Faktum.

Die Frage, die gestellt werden darf, ist, ob der Wolf überall, wo er sich ansiedelt, auch tragbar ist (durchziehende Einzelwölfe sind nicht das Problem; sie bleiben nicht lange, und wenn sie irgendwo schwere Schäden anrichten, dürfen sie auch jetzt schon erlegt werden).
Diese Frage wird in dem jetzigen Aktionsplan des DJV (etiketteschwindelnd sogenanntes "Aktionsbündnis", wo aber zu 100 % Jagdverband drinsteckt, was ja auch okay ist) mit "nein" beantwortet, und politische Parteien, z.B. die Grünen in BW, antworten ebenso mit "nein".
Er ist nicht überall tragbar, und das ist eine menschliche Wertentscheidung, keine der Biologie. Um die genaue Definition der Wolfsausschlussgebiete, wo man keine residenten Rudel dulden will - unser Forist OFVS hat hierfür den vielleicht keck anmutenden, aber eigentlich sehr stimmigen Vergleich zu Rotwild gezogen - wird es sicherlich noch ein Ringen geben. Das ist auch legitim und erforderlich (also der Streit um die sinnvollste Lösung).

Weidmannsheil und Gruß,
Carcano
"Was man in Foren liest, stammt leider zu oft von Leuten, die besser Fragen stellen sollten, als Antworten zu geben" (Stoeberjaeger)
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@ Carcano #
Hallo Carcano,

Zum euphemistischen "entnehmen" gebe ich Dir natürlich recht. Sowas nutze ich normalerweise auch nicht - ich wollte auch einmal Behördensprech machen

Zum zweiten Punkt: Es ist richtig, daß der Wolf einwandert und dies nicht (wie bei den Luchsen, gegen die ich nix habe) durch Menschenhand geschieht. Aber es wird gewünscht, daß er das auch tut. Sonst hätte man ihn nicht zu einer "prioritären Art" erklären sollen. (Wenn ich da sehe, wie im Entwurf zur Waffengesetzänderung versucht wird, jede theoretisch mögliche Gefahr per Paragraph zu bannen und dann andererseits Wölfe priorisiert werden, die zumindest große Nutztiere töten...)

Ansonsten stimme ich Deinen Ausführungen gerne zu und danke für die Korrektur und Klarstellung mit der Berner Konvention. Ich bin da Laie.

Grüße,
Gerhard




Es ist äußerst unwahrscheinlich, daß das Universum anderswo intelligentes Leben hervorgebracht hat.
Hier hat es ja auch nicht geklappt!
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Interessant ist auch die parallele Behauptung der BILD-Zeitung:
Das Gesetz soll bereits am Mittwoch ins Kabinett und noch vor der Sommerpause ins Parlament.
"Was man in Foren liest, stammt leider zu oft von Leuten, die besser Fragen stellen sollten, als Antworten zu geben" (Stoeberjaeger)
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