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Brandbrief an Hessenforst

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Brandbrief an Hessenforst
Wenn durch menschliches Verschulden ein Geschöpf geriet in Not. Ein qualvoll Leiden einem wunden Wilde droht! Wenn des Geistes hohe Stufe und des Menschen Kunst nicht reicht, folgte der Hund dem bangen Rufe, seine Nase schaffte es leicht.

Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner.

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das Schreiben von Hessenforst scheint dieses zu sein:
[ljv-hessen.de]

wo da Wildtiere in "hochwertig und geringwertig" eingeteilt werden, muss ich überlesen haben
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Stimmt davon steht da nichts.

Ich bezweifle aber auch immer wieder ob irgendjemand feststellen kann ob nun ein kleines Rehlein oder ein gewaltiger kapitaler Hirsch die frischen Setzlinge abgenagt hat :) Aber sie werden schon unterschiedlich behandelt.

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Beitrag vom Autor bearbeitet am 17.04.19 um 10:19 Uhr.
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Im Erlass (2.3) wird eine maximale Neuschäle an Buche von 0,5% p.a., bei Fichte von 1,0 % p.a. angestrebt.
Das stratifizierte Schälaufnahmeverfahren von Hessenforst sowie die jährliche Kontrolle de raufnahmen gemeinsam mit den Jägern ist vorbildlich und wird nirgends in Frage gestellt.
1,0% Neuschäle bei Fi bedeutet am Ende des Tages: Fast die Hälfte der Bäume sind gegen Ende des schälfähigen Alters betroffen.
Bei der Buche schält das Rotwild gerne auch an der Überwallung alter Schälschäden, es wird dann also "Schälschaden alt und frisch" erhoben, obwohl der Baum schon hin ist. Trotzdem bedeutet diese Schwelle: zum Ende des Schälfähigen Alters kann 1/3 des Bestandes kaputt sein.
Ein Schaden, den kein privater oder kommunaler Waldbesitzer verkraften würde und der auch im Staatswald, der ja nun mal unser aller Waldeigentum zu erhalten hat, eigentlich nicht akzeptabel ist.

Die Illusion des "Rotwildes in geringer Dichte über das ganze Land" könnte nur mit tierschutzwidrigen Methoden und permanentem Jagddruck und Zerschlagung von Rudeln und Lebensraumtraditionen realisiert werden. Das Rotwild ist kein Waldtier. Wo es im Wald vegetieren muß (überall in D) macht es erheblich Schäden. Das Rotwild ist eine sozial organisierte Art, daher werden selbst bei geringsten Dichten immer Massierungen mit entsprechenden Schäden auftreten.
Obwohl es mir anders besser gefallen würde, kommen wir um die Beibehaltung von Rotwildgebieten, in denen der Wald halt geschädigt wird, nicht herum. Flächiges Rotwildvorkommen ist nicht machbar, solange die Art in den Wald gesperrt wird. Die Pläne für Rotwildgebiete im Offenland (z.B. ehemaliger Truppenplatz schwäbische Alb/Münsingen unterstütze ich ausdrücklich. Dort hätte das Rotwild artgerechten und geeigneten Lebensraum; statt Schäden zu verursachen würde dort das Rotwild zur erwünschten Flächenoffenhaltung und Biotopgestaltung kostenlos beitragen.

Zum "Brandbrief": Es erscheint seltsam, daß Herr Bertram den Verein zur Rettung des Auerwildes als Absender wählt und sich nicht mit seiner persönlichen Reputation als Absender begnügt.
Zudem hat der sperrige Vereinsnamen ein logisches Problem, da das Auerhuhn bereits im Rau(h)fußhuhn enthalten ist und das faktische aussterben z.B. des Haselhuhns durch die im Brief so hoch gelobten wildfreundlichen "Alten" Revierleiter und deren Waldbewirtschaftung verursacht ode rzumindest nicht verhindert wurde.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 17.04.19 um 11:51 Uhr.
@ Biberist #
Das ist alles richtig und da bin ich auch vollkommen bei Dir.

Es wird aber immer über das Schälen geredet und zwar SO als wäre das Rotwild von Natur aus geprägt von Baumrinde zu leben.
Es beschäftigt sich keiner in den Reihen der hier Vorgaben Gebenden damit,
a) die Ursachen für das Schälen in den Blick zu nehmen oder gar gewillt zu sein dies zu erfahren.
b) geeignete Maßnahmen zu ergreifen schälefördernde, oder schäleauslösende Umstände zumindest weitestgehend zu beseitigen oder auszuräumen.
Dem Wild gegenüber werden keinerlei Konzessionen gemacht.
Im Gegenteil - um das Problem zu lösen fällt nur der Abschuß ein - ohne Rücksicht auf Alles und Jedes was zum Erhalt der Art notwendig und richtig ist.
Jeder Irre der mit dem MTB oder dem Ski bis in den letzten Winkel vordringt hat mehr Rechte als das Wild.
Jedes Eichhörnchen und jeder Bussard genießt mehr Schutz und Schutzraum als das Rotwild.
Hier regiert das einäugige Sehen von Laien und solchen Zeitgenossen die einen qualifizierten Abschluß in Nichtwissen haben.

Das wäre mein, nicht in allen Teilen unemotionaler, Anstoss in das Thema

Wenn durch menschliches Verschulden ein Geschöpf geriet in Not. Ein qualvoll Leiden einem wunden Wilde droht! Wenn des Geistes hohe Stufe und des Menschen Kunst nicht reicht, folgte der Hund dem bangen Rufe, seine Nase schaffte es leicht.

Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 17.04.19 um 11:50 Uhr.
@ Birkenschock #
Birkenschock schrieb:

Stimmt davon steht da nichts.

Ich bezweifle aber auch immer wieder ob irgendjemand feststellen kann ob nun ein kleines Rehlein oder ein gewaltiger kapitaler Hirsch die frischen Setzlinge abgenagt hat :) Aber sie werden schon unterschiedlich behandelt.

Rehwild schält nachgewiesener Maßen nicht.
Wenn durch menschliches Verschulden ein Geschöpf geriet in Not. Ein qualvoll Leiden einem wunden Wilde droht! Wenn des Geistes hohe Stufe und des Menschen Kunst nicht reicht, folgte der Hund dem bangen Rufe, seine Nase schaffte es leicht.

Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner.
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@ Biberist #

Obwohl es mir anders besser gefallen würde, kommen wir um die Beibehaltung von Rotwildgebieten, in denen der Wald halt geschädigt wird, nicht herum. Flächiges Rotwildvorkommen ist nicht machbar, solange die Art in den Wald gesperrt wird. Die Pläne für Rotwildgebiete im Offenland (z.B. ehemaliger Truppenplatz schwäbische Alb/Münsingen unterstütze ich ausdrücklich. Dort hätte das Rotwild artgerechten und geeigneten Lebensraum; statt Schäden zu verursachen würde dort das Rotwild zur erwünschten Flächenoffenhaltung und Biotopgestaltung kostenlos beitragen.


Mit Verlaub: Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt zeigen, dass Rotwild auch in der Fläche möglich ist. Wenn ich lese, dass es im Stadtstaat Hamburg mehr Rotwild gibt als in BW (bezogen auf die Fläche), zweifle ich ernsthaft an den Rotwildgebieten. Sie sollen und können getrost aufgehoben werden.

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speziell das Rotwild leidet unter einem mittlerweile ausgeprägtem und schon populistischen Verfolgungszwang der Staatsforsten unter dem Deckmantel es müsse das Eigentum der Bürger geschützt werden. Vergangene forstliche Ziele haben zu Schäden geführt mit deren Summe das Rotwild locker die nächsten 500 Jahre hätte durchgefüttert werden können. Dem Rehwild ergeht es in den Pirschbezirken auch nicht viel besser, Vorgaben wie 3 weibliche erlegt / 1 Bock frei verfehlen die angesetzte Zielrichtung nicht. Ich kenne Pirschbezirke in denen trotz intensiver Bejagung auf 100ha keine 2 Rehe/Jahr mehr zur Strecke kommen. Keine Bejagung nach sozialer Struktur, Bum und um ist die Marschrichtung.
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Ich seh in der Anweisung der Forsten nicht wirklich den Untergang des jagdlichen Abendlandes. Die steckt ganz allgemeine Ziele eines Waldeigentümers ab. Da steht nix von Wildvernichtung, Abschusszahlen usw.

Dem Verantwortlichen vor Ort bleibt es belassen, wie er diese Ziele erreicht.

Wenn sich der Steuerzahler dazu bereit erklärt, den von den Jägern anscheinend gewünschten Staatswald voller Wild zu leisten, dann kann man das auch machen. Scheint aber nicht so zu sein.
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@ Hulzfux #
Der Steuerzahler bürdet der Allgemeinheit auch die zunehmenden Wolfsschäden auf. Wo ist der Unterschied?
Dass gewisse Dinge nicht gesagt werden sollten, gehört zu den Dingen, die nicht gesagt werden sollten.
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