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Waldkindergarten soll entstehen

@ esau #
esau schrieb:

Das steht u.U.drin ab welchem Flächerverlust im Verlauf der Pachtperiode der Pächter Pachtminderung verlangen kann.
Stell dich nicht blöd.


Du schreibst doch nur einen Schmarrn. Wenn eine Fläche befriedet wird, wird sie automatisch bei der nächsten Pachtzahlung herraus genommen.
Da muß nicht erst ein bestimmter Flächenverlust da sein.
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@ Natur43 #
Natur43 schrieb:

Bei uns im Revier hat ein Jagdgenosse einer Nachbargemeinde ein Waldgrundstück für einen Waldkindergarten angeboten. Was Ich anfangs bisschen belächelt habe,nimmt jetzt immer mehr konkrettere Formen an.Es steht demnächst ein Gespräch mit der Bürgermeisterin der Nachbargemeinde an. Hier meine Fragen. Hat ein Jäger oder eine Jagdgenossenschaft schon damit Erfahrung und welche?
Kann der Jagdpächter oder die Jagdgenossenschaft einen Waldkindergarten verhindern? Kann der Jagdpächter eine Jagdpacht Minderung verlangen? Kann die Jagdgenossenschaft für eine eventuelle Jagdpachtminderung von der Gemeinde die Minderung verlangen?


Da davon auszugehen ist,
dass die Teilnahme der Kinder etwas kostet,
handelt es sich um eine gewerbliche Ansiedlung im Außenbezirk
- d.h. es muss im Bebauungsplan ausgewiesen sein -
Sicherheit beim Schießen [jagderleben.landlive.de] - darf 1:1 kopiert und frei verteilt werden -

2
 
@ Natur43 #
Natur43 schrieb:

Ich bin der Vorstand de Jagdgenossenschaft


Für "Waldkindergärten" gibt es sehr unterschiedliche Vorstellungen. Das was ich bisher dazu kenne ist, dass die sich in einem konkreten Waldstück mit dem Thema beschäftigen. Das ist zunächst mal genehmigungsfrei zulässig, kann aber je nach Nutzungsintensität und Landesrecht auch schon mal genehmigungspflichtig (durch die Forstbehörde, da Sondernutzung) sein. Je fester die sich da machen wollen, desto schneller kommen sie in irgendeine Genehmigungspflicht. Nur: ich sehe da zunächst mal nicht, dass der JAB oder die Jagdgenossenschaft da grundsätzlich ein Mitspracherecht haben...
im früheren LL-Leben als anser unterwegs...
4
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 21.03.19 um 19:59 Uhr.
@ Natur43 #
Natur43 schrieb:

Du schreibst doch nur einen Schmarrn. Wenn eine Fläche befriedet wird, wird sie automatisch bei der nächsten Pachtzahlung herraus genommen.
Da muß nicht erst ein bestimmter Flächenverlust da sein.

Warum fragst Du, wenn Du Alles weißt?
" Ich fürchte , die Menschheit gehört ausgestorben . Doch ich hoffe immernoch, dass ich mich irre!"
"Wir sind Teil der Nahrungskette ...
wir fressen und werden letzendlich gefressen!"
"Der Mensch hat den Verstand bekommen. Nur scheint er mit der Benutzung desselben komplett überfordert zu sein!"
3
 
@ Natur43 #
Natur43 schrieb:

Du schreibst doch nur einen Schmarrn. Wenn eine Fläche befriedet wird, wird sie automatisch bei der nächsten Pachtzahlung herraus genommen.
Da muß nicht erst ein bestimmter Flächenverlust da sein.


Nicht nur durch den Flächenverlust tritt eine jagdliche Beeinträchtigung ein,
sondern es ist auch eine ev Gefährdung des Kindergartens durch die Jagdausübung zu beachten
Sicherheit beim Schießen [jagderleben.landlive.de] - darf 1:1 kopiert und frei verteilt werden -

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@ Natur43 #
Natur43 schrieb:

Du schreibst doch nur einen Schmarrn. Wenn eine Fläche befriedet wird, wird sie automatisch bei der nächsten Pachtzahlung herraus genommen.
Da muß nicht erst ein bestimmter Flächenverlust da sein.



wie weiter oben schon geschrieben, da wird in der regel nix gebaut, wer soll das auch bezahlen, allein die erschliessung wäre unbezahlbar.
befriedet wird daher da auch nix, und spaziern gehn können sie soviel wie sie wollen.
aber super idee, als jagdgenossenschaft gleich mal front gegen den kindergarten zu machen, so sammelt man richtig pluspunkte. und dann jammern die bauern wieder rum, das alle gegen sie sind......


Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.
15
 
@ Biobauer #
Biobauer schrieb:

wie weiter oben schon geschrieben, da wird in der regel nix gebaut, wer soll das auch bezahlen, allein die erschliessung wäre unbezahlbar.
befriedet wird daher da auch nix, und spaziern gehn können sie soviel wie sie wollen.
aber super idee, als jagdgenossenschaft gleich mal front gegen den kindergarten zu machen, so sammelt man richtig pluspunkte. und dann jammern die bauern wieder rum, das alle gegen sie sind......


Zu einer solchen Einrichtung - über deren Umfang Du nur spekulieren kannst -
gehören - entsprechend Vorschriften - sanitäre Einrichtungen
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#
Es handelt sich hier um eine Änderung der Nutzungsart von Wald im Sinne des Waldgesetzes hin zu einem bebauten Gebiet.
Das bedeutet, es muss zwingend ein Bebauungsplan erstellt werden, bei dem u.a. auch die Vorschriften des regionalen Raumordnungsprogramms beachtet werden müssen.

Im Regelfall, zumindest hier in Niedersachsen, ist in solchen Fällen ein Sicherheitsabstand von 30 Metern zum Wirtschaftswald einzuhalten.
Grenzt innerhalb dieser 30 Meter ein Nachbargrundstück an, muss dessen Eigentümer zu der Baumaßnahme zumindest gehört werden, im Normalfall muss er damit einverstanden sein, da er ja alleine schion durch das Vorhandensein des Kindergartens in der Nutzung seiner Fläche beeinträchtigt wird (Brandgefahr, Fällrichtung usw.....)

Eine Pachtminderung ist üblich, da sowohl auf der eigentlichen Fläche des Waldkindergartens wie auch in einem gewissen Umfang die Jagd nicht mehr in vollem Umfang ausgeübt werden kann.

Ich habe in den vergangenen Jahren 2 Waldkindergärten durch die Genehmigungsverfahren begleitet. In einem der beiden Fälle wurde eine angrenzende kleine Eigenjagd fast vollständig entwertet, da sie über die gesamte Länge durch einen öffentlichen Weg geteilt wurde, auf dem morgens die Kinder angeliefert und mittags um 12:00 oder nachmittags um 17:00 abgeholt wurden. Isgesamt gab es zwei Gruppen a ca. 20 Kinder, was 2 x täglich zwischen 20 und 30 KFZ bedeutete.
Der EJB - Eigentümer hat versucht, die Maßnahme zu verhindern, hat das aber wegen der öffentlichen Kritik sehr schnell aufgegeben.

Inwieweit eine Beeinträchtigung in der Realität gegeben ist, richtet sich natürlich auch nach der Lage. Bleibt der KiGa ortsnah, gibt es normalerweise keine vermehrte Unruhe. Im anderen Fall - s.o.
Gruß vom Pudlich
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 21.03.19 um 20:23 Uhr.
@ Watzmann #
Watzmann schrieb:

Erst mal nachforschen was da überhaupt gebaut werden soll.
Manchmal wird für so ein Waldkindergarten auch nur ein Bauwagen,
eine Jurte oder ein Indianer-Tipi in die Gegend gestellt.
Da ist dann nichts mit großartig "bauen".


Dieses oben beschriebene " Ensemble " ist direkt an meiner Reviergrenze mal vom Staatsforst als Waldspielplatz eingerichtet worden.
Bin kein Freund von dieser Art der Kinderfreizeitbeschäftigung.
Anscheinend ist aber die hohe Zeit der Benutzung vorbei, der Bauwagen steht offen, ist innen durch Laub und liegengelassen Abfälle völlig verdreckt.
Die Wigwams und Tipis aus Fichtenstangen mit darüber geworfene LKW Planen sehen entsprechend aus.
Zu dieser Einrichtung führt ein ca. 2 km langer " Kinderweg ", mit allem was so ein Ausführweg von Kindern beinhaltet, durch mein Revier!
So löblich dieser Gedanke bei der Einrichtung ist, in der Realität überwiegen für mich als jagdlicher Nachbar die offentsichtlichen Nachteile. Um es klar zu sagen, vieles an Verpackungsmüll von Bonbons, Kaugummi usw. ist beidseits des Weges zu finden.

Wenn der Waldkindergarten nach Abschluß eines Jagdpachtvertrages eingerichtet wurde, dann nachweislich auf Grund von Störungen die Ausübung der Jagd erschwert und der Abschuß zurückgeht, ist m.E. der Grund vorhanden über Modalitäten des Jagdpachtvertrages mit der JG zu reden!
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@ pudlichII #
eine Rodung liegt auch nach nds. WaldG nur vor, wenn der Wechsel der Nutzungsart mit einer Beseitigung des Waldes einhergeht

§ 8 Abs. 1 NWaldG: 1 Wald darf nur mit Genehmigung der Waldbehörde in Flächen mit anderer Nutzungsart umgewandelt werden. 2 Die Genehmigung muss vorliegen, bevor mit dem Fällen, dem Roden oder der sonstigen Beseitigung begonnen wird.

genauso ist es in Bayern

Art. 9 Abs 2 BayWaldG: (2) 1Die Beseitigung von Wald zugunsten einer anderen Bodennutzungsart (Rodung) bedarf der Erlaubnis.


Das ist aber doch nun gar nicht bei jedem Waldkindergarten der Fall.

Das wichtigste scheint mir zu sein, wie man die Verkehrssicherungspflicht regelt; es dürfte klar sein, dass hier die Anforderungen durch das Betreiben eines Waldkindergartens erheblich steigen. Was allerdings dem Jagdpächter völlig egal sein kann.

Ich seh's wie biobauer: Hauptsache erstmal dagegen, wäre ja noch schöner ...

pudlichII schrieb:

Es handelt sich hier um eine Änderung der Nutzungsart von Wald im Sinne des Waldgesetzes hin zu einem bebauten Gebiet.
Das bedeutet, es muss zwingend ein Bebauungsplan erstellt werden, bei dem u.a. auch die Vorschriften des regionalen Raumordnungsprogramms beachtet werden müssen.

Im Regelfall, zumindest hier in Niedersachsen, ist in solchen Fällen ein Sicherheitsabstand von 30 Metern zum Wirtschaftswald einzuhalten.
Grenzt innerhalb dieser 30 Meter ein Nachbargrundstück an, muss dessen Eigentümer zu der Baumaßnahme zumindest gehört werden, im Normalfall muss er damit einverstanden sein, da er ja alleine schion durch das Vorhandensein des Kindergartens in der Nutzung seiner Fläche beeinträchtigt wird (Brandgefahr, Fällrichtung usw.....)

Eine Pachtminderung ist üblich, da sowohl auf der eigentlichen Fläche des Waldkindergartens wie auch in einem gewissen Umfang die Jagd nicht mehr in vollem Umfang ausgeübt werden kann.

Ich habe in den vergangenen Jahren 2 Waldkindergärten durch die Genehmigungsverfahren begleitet. In einem der beiden Fälle wurde eine angrenzende kleine Eigenjagd fast vollständig entwertet, da sie über die gesamte Länge durch einen öffentlichen Weg geteilt wurde, auf dem morgens die Kinder angeliefert und mittags um 12:00 oder nachmittags um 17:00 abgeholt wurden. Isgesamt gab es zwei Gruppen a ca. 20 Kinder, was 2 x täglich zwischen 20 und 30 KFZ bedeutete.
Der EJB - Eigentümer hat versucht, die Maßnahme zu verhindern, hat das aber wegen der öffentlichen Kritik sehr schnell aufgegeben.

Inwieweit eine Beeinträchtigung in der Realität gegeben ist, richtet sich natürlich auch nach der Lage. Bleibt der KiGa ortsnah, gibt es normalerweise keine vermehrte Unruhe. Im anderen Fall - s.o.

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