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2019 sollte der Schwarzwald eine tote Steppe sein laut Ökologen in 1984

Beitrag vom Autor bearbeitet am 20.03.19 um 18:49 Uhr.
@ Biberist #
Biberist schrieb:

In den 1980ern war die Situation in exponierten Lagen und besonders auf den Böden des sauren Grundgesteins mehr als dramatisch.
Beeindruckende Bilder (die die Situation gut darstellen gibt es in dem Buch von Wolf Hockenjos "Tännlefriedhof: Bilder einer Verwandlung" im Gerhard Schillinger Verlag.
[www.zvab.com]

Die Ursache für dieses reale Waldsterben waren Immissionen, vorne dran Schwefel.
Die Prognosen, daß der Wald stürbe, wenn man nichts ändert, stehen heute noch. Die Erholung des Waldes korreliert mit dem durch Massnahmen erreichten reduzierten Schwefeleinträgen.

Wenn durch den Sonntagsjäger jetzt der Jagdkritiker Reichholf als unfehlbarer Zeuge angerufen wird, sollte man nicht vergessen, daß die einzige Parallele zwischen historischer "Waldsterbenspanik" und der aktuellen "Wolfspanik" in der Verbreitung von Untergangsszenarien liegt. Das dürfte allerdings nicht die Intention des Users Sonntagsjäger sein, oder doch?

Das ist sicher was dran.
Aber ganz so heiß ist die Suppe zum Essen dann vielleicht doch nicht, was aber für die Grundfeststellung nicht relevant ist.
Die Parallelen gibt es aber in der Tat.
Panikschürende Parolen machen Forschungsgelder frei, ganz unabhängig vom dann wirklich zutreffenden Wahrheitsgehalt.
Und wenn die Prophezeiungen dann nicht eintreffen, ist das natürlich dank der Prophezeienden noch mal gut gegangen.
Darum mache ich mir so meine Gedanken und nehme Vieles unter Vorbehalt zur Kenntnis.
Unsere derzeitige Klimahysterie stößt mehr C02 aus, als wären wir mit den alten Methoden nur etwas sparsamer.
Der "klimabewusste" Bildungbürger mit Vollwärmeschutz und E-auto ist mit Recourcenverschwendung und Co2-Gesamtausstoß der Schlimmere gegenüber dem Kleinen, der sich den ganzen Schmonz nicht leisten kann.
Dafür gibt es eindrucksvolle Untersuchungen.
Zu nächsten Eiszeit(wann ist die eigentlich?) wünschen wir uns vielleicht eine Klimaerwärmung, die die letzten zehn Jahre schon nicht mehr stattfindet.
Aber es sind reichlich Forschungsgelder geflossen.
Die Sterbeurkunden der Feinstaubtoten habe ich (und auch mein Hausarzt) noch nicht gesehen.
Wir hätten alle das halbe Jahr Urlaub , würden diese Leute arbeiten.
(Achtung kann Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten)
" Ich fürchte , die Menschheit gehört ausgestorben . Doch ich hoffe immernoch, dass ich mich irre!"
"Wir sind Teil der Nahrungskette ...
wir fressen und werden letzendlich gefressen!"
"Der Mensch hat den Verstand bekommen. Nur scheint er mit der Benutzung desselben komplett überfordert zu sein!"
3
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 20.03.19 um 17:57 Uhr.
@ Biberist #

Ob der gute Herr Reichholf ein Jagdgegner ist, oder nicht spielt doch hier keine Rolle.
Wir hatten nach der Wende ein Waldsterben großen Ausmaßes z.Bsp. im Erzgebirge und im Harz.
Ausgelöst durch die Emissionen der Kohlekraftwerke in Deutschland und in CZ.(Rauchschäden)
Es fehlten entsprechende Filter. Anfang der 90er wurde in Deutschland + CZ entsprechende Filter verbaut.
In CZ nicht für alle Kraftwerke - die nicht mit filtern versehenen Werke wurden abgeschaltet
Aber nach wenigen Monaten wurden wieder entsprechende Emissionen in die Luft gelassen.
Es ging eine große Ursachenforschung los. Weit später kam dann in Salamitaktik heraus, dass bei CZ eine sehr große Nachfrage nach Strom zu verzeichnen war. (hauptsächlich aus Deutschland - so hieß es) Die CZ gaben dann kleinlaut zu - naja was sollten wir machen, die Nachfrage war da und die Anlagen mit Filter haben nicht ausgereicht um diese Nachfrage zu bedienen.
Da blieb uns nichts anderes übrig als die Werke ohne Filter wieder ans Netz zu nehmen.
Die Wälder am Erzgebirgskamm wurden über Jahre gekalkt. Hauptsächlich mit dafür ausgerüsteten Flugzeugen.
Das man sich damals zu weit aus dem Fenster gehängt hat, sehe ich jetzt nicht. Es ist ja nicht so das man nichts unternommen hätte. Hinterher ist man immer schlauer!

Wenn durch menschliches Verschulden ein Geschöpf geriet in Not. Ein qualvoll Leiden einem wunden Wilde droht! Wenn des Geistes hohe Stufe und des Menschen Kunst nicht reicht, folgte der Hund dem bangen Rufe, seine Nase schaffte es leicht.
Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner.
7
 
@ Cherokee #
Cherokee schrieb:

1984 lag der Wald tatsächlich im Sterben und es ist nur den seit dem eingeführten Luftreinigungsmaßnahmen im Straßenverkehr und der Industrie zu verdanken, dass er nochmal die Kurve gekrazt hat.
Zum Glück seit ihr Verschwörungstheoretiker in der Minderzahl, sonst würde es um unsere Erde wesentlich schlechter stehen wie es eh schon der Fall ist.



Danke für die treffende Formulierung!
2
 
@ Traditionsjaeger #
Ein gorßes Waldsterben gibt es wirklich, aber nicht in Deutschland sondern auf jeden Fall in Südostasien.
Und das auch, weil wir bei uns versuchen den Klimawandel zu verhindern (mit Biotreibstoffen zB.)

Weder pure Rationalität noch Emotionalität retten die Jagd, sondern nur radikale Ehrlichkeit !
7
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 20.03.19 um 19:42 Uhr.
@ Valsorey #
Valsorey schrieb:
Die Wälder am Erzgebirgskamm wurden über Jahre gekalkt.

Wird bei uns im Schwarzwald noch immer all paar Jahre gemacht.
Saurer Boden macht es nötig.
Anderseits gab es schon immer Waldsterben in Deutschland und Europa
Seit dem Mittelalter und der frühen Neuzeit mischt der Mensch selbst ganz kräftig da mit.
[de.wikipedia.org]
Den Wald, wie wir ihn heute kennen, ist eigentlich eine noch recht junge "Erfindung".
0
 
@ Valsorey #
Auch hier im preußischen wurde gekalkt.
In meinem alten PB gibt es am Brunftplatz eine Kanzel, die nennt sich " Am Kalkhaufen ".
Dieser alte Kalkhaufen ist am Wegrand noch zu sehen, allerdings sehr zugewachsen.
Ehrlichkeit währt am längsten!
1
 
@ KeilerHeinrich #
Ich muss unsere Wildäcker heute noch Kalken. Ohne Kalken wären sie sauer

Wildfleisch : Mehr BIO geht nicht !
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@ Tobi_Nambur #
Tobi_Nambur schrieb:

Ich muss unsere Wildäcker heute noch Kalken. Ohne Kalken wären sie sauer


nunja, das wird aber eher was mit den boden an sich zu tun haben, als mit den sauren regen.

aus sicht eines landwirts , zur damaligen zeit war schwefelmangel kein thema, heute ist der saure regen so effizient gereinigt, das allenthalben schwefelmangel herrscht und schon wieder gedüngt wird, hauptsächlich im ackerfutter/leguminosen


Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.
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@ Biobauer #
Unsere Waldböden wurden in der Vergangenheit alle 10 Jahre gekalkt. Die Forstl. Versuchsanstalt empfiehlt inzwischen ein Kalkungsintervall von 8 Jahren, da wir uns inzwischen ziemlich schnell dem Bereich der Aluminiumpufferung nähern, was mittelfristig unausweichlich zu toxischem Trinkwasser führen würde.

Ansonsten halte ich den thread für absolut zutreffend - "German Angst" ist das Mittel der Wahl, um das tumbe Wahlvolk zu manipulieren. Und on top obendrauf dann nicht wenigstens mit dem Ziel, etwas Positives zu bewirken, sondern nur, um die eigene Ideologie durch zu drücken.
Funktioniert schon seit ein paar tausend Jahren.....
Gruß vom Pudlich
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