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es wird immer verrückter

@ molch #
molch schrieb:

einerseits wird gegen die abholzung des regenwaldes demonstriert und hier wird mit dem holz geaast.



Noch was: die Abholzung von Regenwald zerstört den Wald unwiederbringlich. Da kommen dann meinetwegen Palmölplantagen hin oder Weideflächen oder what ever. Der Regenwald ist damit jedenfalls futsch, und Regenwald lässt sich auch nicht ohne weiteres durch Aufforstung wiederherstellen.

Nachhaltige Nutzung des Rohstoffes Holz in Deutschland damit zu vergleichen oder auch nur in die Nähe zu rücken ist schon ziemlich gewagt. Hierzulande werden keine Waldflächen aufgrund der Nutzung unwiederbringlich zerstört. Es wird genutzt, was nachwächst (meist sogar weniger).

Insofern ist die Formulierung "Rumaasen" für eine geordnete Nutzung eines nachwachsenden Rohstoffs nur noch daneben, sorry.
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@ Heide_Unterfranken #
Heide_Unterfranken schrieb:

Noch was: die Abholzung von Regenwald zerstört den Wald unwiederbringlich. Da kommen dann meinetwegen Palmölplantagen hin oder Weideflächen oder what ever. Der Regenwald ist damit jedenfalls futsch, und Regenwald lässt sich auch nicht ohne weiteres durch Aufforstung wiederherstellen.

Nachhaltige Nutzung des Rohstoffes Holz in Deutschland damit zu vergleichen oder auch nur in die Nähe zu rücken ist schon ziemlich gewagt. Hierzulande werden keine Waldflächen aufgrund der Nutzung unwiederbringlich zerstört. Es wird genutzt, was nachwächst (meist sogar weniger).

Insofern ist die Formulierung "Rumaasen" für eine geordnete Nutzung eines nachwachsenden Rohstoffs nur noch daneben, sorry.



Regenwald und unser Wald, da gibt es auch gewaltige Unterschiede, wenn man hier Wald abholzt und das Gelände dann sich selbst überlässt, wird fast immer wieder Wald daraus.
Holzt man Regenwald ab und überlässt das Gelände sich selbst, erodiert durch die ganz anderen Niederschläge als hier erst mal der gesamte Oberboden weg und günstigstenfalls wird Gras- oder Buschland daraus.
Der Boden dort ist nicht gerade Nährstoffreich, der Regenwald lebt aus sich selbst heraus. Isser weg, kann er so nicht mehr neu entstehen.
Unser Wald lebt aus dem Boden heraus, unser Boden hat sogenannte "nachschaffende Kraft" heißt, es werden immer wieder neu Nährstoffe freigesetzt, und neue Bäume können wachsen.
Im Regenwald werden Nährstoffe, so sie denn freigesetzt werden, sofort weggespült. Da braucht es die Überschirmung durch die Baumkronen und viel mehr als hier den Humus, den es dort viel schneller umsetzt als hier.

Aber "rumgeaast " wird mit Holz dennoch hierzulande. Schalungen, Paletten und dergleichen, was da alles weggeschmissen wird, das betrifft aber nicht nur Holz dasselbe beobachtet man ja auch mit Lebensmitteln.

Mancher tut sich als Jäger kund,
als Weidmann unverdrossen,
doch gleicht der Gute ohne Hund
der Leiter ohne Sprossen!

--------------------------------------------------------------------------------------------


Ein Maulwurf sitzt in seinem Loch
und hört ein Lerchenlied erklingen
Er spricht: "Wie sinnlos ist es doch,
zu fliegen und zu singen!"

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Beitrag vom Autor bearbeitet am 18.03.19 um 13:53 Uhr.
@ jagatom #
jagatom schrieb:

Schon erstaunlich, dass Holz auf der I-seite "Bund deutscher Zimmerermeister" gut wegkommt.

Ich bin "Holzkopf"/aus der Branche .
Holz ist mit Abstand das vergänglichste Baumaterial nach Reet auf dem Dach und braucht im Wetterbereich intensive Pflege.

Das geht vom "Vergiften" bis zum Thermobehandeln, was dann doch wieder erheblich Energie verbraucht.
Oder es muss bei Dach und Fassadenflächen (Holzschindel) regelmässig vom Algenbefall (mit Zinkchloridlösung) gesäubert werden, da sonst schnell Flechten da sind und das Holz in kurzer Zeit durch Pilz und Insekten zerstört wird.
Schindeldächer brauchen sonnige luftige Standorte. Da können sie auch alt werden.
Holz im Rahmenbau/Trockenbau geht.
Nur ist die Materialdurchmischung(Folien Kabel ,energieintensive Mineralwolle,Gips mit Papier und Fasern bei diesen Bauweisen eine Katastrophe.
Die Meisten verwendeten Materialien sind beim Abriss Sondermüll.
Und auch Bauholz wird als solcher behandelt, ausser man weist (teuer) nach, dass es unbehandelt ist.
Holz als nachwachsender Baustoff ist gut , wenn man ihn richtig einsetzt, und nicht unsinnig umherfährt, energieintensiv behandelt(technische Trocknung/Tempern/Druckimprägnieren).
Alles daraus machen zu wollen, ist Bullshit aber im Interesse der Holzverarbeiter und Anbieter.
Dank der zunehmend vielen Buchen den zurückgeschraubten Nadelholzbeständen in D, wird es hier zudem immer weniger als heimisches Bauholz zur Verfügung stehen, was schnell die Bilanz versaut.
Der Energieverbrauch bei Verarbeitung und Transport wurde schon erwähnt.
Ständerwerk/Fachwerk mit Lehm, guter Wetterschale und ausladendem Ziegeldach ist dagegen sicher recht ökologisch,weil auch dauerhaft.
Die häufig zu sehenden Wegschmeißbretterbuden, die alle fünf Jahre neu gestrichen werden müssen, sind es gewiss nicht.
" Ich fürchte , die Menschheit gehört ausgestorben . Doch ich hoffe immernoch, dass ich mich irre!"
"Wir sind Teil der Nahrungskette ...
wir fressen und werden letzendlich gefressen!"
"Der Mensch hat den Verstand bekommen. Nur scheint er mit der Benutzung desselben komplett überfordert zu sein!"
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@ Wachtelhund #
Wachtelhund schrieb:

Regenwald und unser Wald, da gibt es auch gewaltige Unterschiede, wenn man hier Wald abholzt und das Gelände dann sich selbst überlässt, wird fast immer wieder Wald daraus.
Holzt man Regenwald ab und überlässt das Gelände sich selbst, erodiert durch die ganz anderen Niederschläge als hier erst mal der gesamte Oberboden weg und günstigstenfalls wird Gras- oder Buschland daraus.
Der Boden dort ist nicht gerade Nährstoffreich, der Regenwald lebt aus sich selbst heraus. Isser weg, kann er so nicht mehr neu entstehen.
Unser Wald lebt aus dem Boden heraus, unser Boden hat sogenannte "nachschaffende Kraft" heißt, es werden immer wieder neu Nährstoffe freigesetzt, und neue Bäume können wachsen.
Im Regenwald werden Nährstoffe, so sie denn freigesetzt werden, sofort weggespült. Da braucht es die Überschirmung durch die Baumkronen und viel mehr als hier den Humus, den es dort viel schneller umsetzt als hier.

Aber "rumgeaast " wird mit Holz dennoch hierzulande. Schalungen, Paletten und dergleichen, was da alles weggeschmissen wird, das betrifft aber nicht nur Holz dasselbe beobachtet man ja auch mit Lebensmitteln.

" Ich fürchte , die Menschheit gehört ausgestorben . Doch ich hoffe immernoch, dass ich mich irre!"
"Wir sind Teil der Nahrungskette ...
wir fressen und werden letzendlich gefressen!"
"Der Mensch hat den Verstand bekommen. Nur scheint er mit der Benutzung desselben komplett überfordert zu sein!"
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@ esau #
esau schrieb:

Ich bin "Holzkopf"/aus der Branche .
Holz ist mit Abstand das vergänglichste Baumaterial nach Reet auf dem Dach und braucht im Wetterbereich intensive Pflege.

Das geht vom "Vergiften" bis zum Thermobehandeln, was dann doch wieder erheblich Energie verbraucht.
Oder es muss bei Dach und Fassadenflächen (Holzschindel) regelmässig vom Algenbefall (mit Zinkchloridlösung) gesäubert werden ,da sonst schnell Flechten da sind und das Holz in kurzer Zeit zerstören.
Schindeldächer brauchen sonnige luftige Standorte. Da können sie auch alt werden.
Holz im Rahmenbau/Trockenbau geht.
Nur ist die Materialdurchmischung(Folien Kabel ,Energie intensive Mineralwolle, bei diesen Bauweisen eine Katastrophe.
Die Meisten verwendeten Materialien sind beim Abriss Sondermüll.
Und auch Bauholz wird als solcher behandelt,ausser man weist (teuer) nach, dass es unbehandelt ist.
Holz als nachwachsender Baustoff ist gut , wenn man ihn richtig einsetzt, und nicht unsinnig umherfährt, energieintensiv behandelt(technische Trocknung/Tempern/Druckimprägnieren).
Alles daraus machen zu wollen, ist Bullshit aber im Interesse der Holzverarbeiter und Anbieter.
Dank der zunehmend vielen Buchen den zurückgeschraubten Nadelholzbeständen in D, wird es hier zudem immer weniger als heimisches Bauholz zur Verfügung stehen, was schnell die Bilanz versaut.
Der Energieverbrauch bei Verarbeitung und Transport wurde schon erwähnt.
Ständerwerk/Fachwerk mit Lehm, guter Wetterschale und ausladendem Ziegeldach ist dagegen sicher recht ökologisch,weil auch dauerhaft.
Die häufig zu sehenden Wegschmeißbretterbuden, die alle fünf Jahre neu gestrichen werden müssen, sind es gewiss nicht.

..und seit Jahren diese Balkon und Terassenbeläge. Alles Tropenholz, natürlich nachhaltig , steht ja FSC drauf
www.RS-Waffen.de
ÖJV - nein Danke

Manche Menschen sind der lebende Beweis dafür, dass Gehirnversagen nicht zwangsläufig zum Tod führt
5
 
@ obermainsbach #
obermainsbach schrieb:

zumindest wächst Holz nach
was bei Sand, Kies und Zement nur sehr begrenzt möglich ist
das z.B. Sand schon langsam in manchen Regionen Knapp wird


Bei uns im Fuldatal ist der Kies so knapp, da wird sogar im Landschaftsschutzgebiet Kies abgebaut.
Wir regen uns in D über das Abholzen von Tropenwälder auf, wir sind keinen Deut besser!
3
 
@ esau #
Es kommt beim Baustoff Holz auch sehr darauf an, welche Hölzer man verwendet und wofür. Die beliebte Fichte verwittert natürlich extrem schnell, wenn sie dem Wetter direkt ausgesetzt ist und benötigt dann sehr viel zum Teil giftige Holzschutzmittel. Im inneren als Balken verbaut ist sie mit einmaliger Behandlung aber recht dauerhaft. Im Außenbereicht macht sich Lärche extrem gut, da von Natur aus schon recht verwitterungsfest. Nicht umsonst auch gerne zum Bau von Hochsitzen genommen, da sie auch ohne giftige Holzschutzmittel einige Jahre halten kann und nach Ende der Nutzungszeit dann klein gemacht vor Ort verotten kann statt aufwendig entsorgt werden zu müssen, wie alles wo Holzschutzmittel zum Ensatz kam.
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@ Heide_Unterfranken #
Heide_Unterfranken schrieb:

wenn Du damit sagen willst, dass das in Deutschland geerntete Holz nicht ausreicht, damit jeder Haushalt mit Holz geheizt werden kann, und auch nicht, um jedes Haus aus Holz zu bauen: hast Du zweifelsohne Recht

trotzdem ist die klimafreundlichste Nutzung langfristiges Verbauen, dann idealerweise Kaskadennutzung, das heißt, sollte die langfristige Nutzung beendet sein, kann man das Holz zumindest teilweise weiterhin stofflich nutzen, bis es am Ende dann irgendwann thermisch genutzt wird


Was die thermische Nutzung angeht, hier dreht sich momentan der Wind.
Nach neuesten wissentschaftlichen Untersuchungen sind Abgase der Holzfeuerungen auch nach GRÜNER Meinung Feinstaub, gefährlicher als alle anderen Abgase aus thermischen Prozessen.
Die Partikelchen aus dem Holzfeuerrauch sind überhaupt die Feinsten und werden bist tief in die Lunge abgeatmet.
Ich halte jede Wette, in 10 Jahren ist es mit dem Holzfeuerchen im offen Kamin, Stahlofen usw. VORBEI!
Einzig der gemauerte Grundofen hat Bestandsschutz!
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@ Volker13 #
Volker13 schrieb:

Es kommt beim Baustoff Holz auch sehr darauf an, welche Hölzer man verwendet und wofür. Die beliebte Fichte verwittert natürlich extrem schnell, wenn sie dem Wetter direkt ausgesetzt ist und benötigt dann sehr viel zum Teil giftige Holzschutzmittel. Im inneren als Balken verbaut ist sie mit einmaliger Behandlung aber recht dauerhaft. Im Außenbereicht macht sich Lärche extrem gut, da von Natur aus schon recht verwitterungsfest. Nicht umsonst auch gerne zum Bau von Hochsitzen genommen, da sie auch ohne giftige Holzschutzmittel einige Jahre halten kann und nach Ende der Nutzungszeit dann klein gemacht vor Ort verotten kann statt aufwendig entsorgt werden zu müssen, wie alles wo Holzschutzmittel zum Ensatz kam.


Sanfter Widerspruch in einzelnen Bereichen, Nadelholz nach alter Tradition im Alpenraum zur rechten Zeit geschlagen, hält Jahrhundert ohne Holzschutzmittel.
Auch dieses Wissen wird im laufe der Zeit in Vergessenheit geraten!
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 18.03.19 um 13:50 Uhr.
@ Dackelfan #
Dackelfan schrieb:

Sanfter Widerspruch in einzelnen Bereichen, Nadelholz nach alter Tradition im Alpenraum zur rechten Zeit geschlagen, hält Jahrhundert ohne Holzschutzmittel.
Auch dieses Wissen wird im laufe der Zeit in Vergessenheit geraten!

...nur halb richtig.
Denn nur nach entsprechender Pflege.
Das Holz im Aussenbereich bei Blockhäusern wurde regelmässig abgescheuert.
Und auch Schindelflächen hielten nicht einfach so, sondern nur mit ständiger Pflege und Ausbesserung.
Zudem kam nur Holz aus bestimmten Höhenlagen, welches entsprechend feinringig (seeeehr langsam ) gewachsen ist.
Das können heute nur die Wenigsten bezahlen. Und er Vorrat davon ist sehr begrenzt.
Das war auch damals so. Darum haben sich die Häuser der Armen eben nicht bis heute erhalten, sondern nur die derer, die sich das gute Material leisten konnten. Die nimmt man dann gerne her, um von der guten alten Zeit/dem alten Wissen zu fabulieren, was aber nicht wirklich ganz korrekt ist.
Das mit dem vergessenen Wissen ist nicht selten/meistens Legende.

Das mit dem Reinigen kannst Du an einer Bank auf dem Hof nachprüfen.
Meine, aus Douglasie, wird jedes Frühjahr intensiv mit der Scheuerbürste abgeschrubbt, und ist dadurch silbergrau aber nicht angefault.
Die Füsse wurden mit Holzteer getränkt und stehen trocken auf Steinen mit einer Drainageschicht(Bautenschutzmattenstücke aus Gummigranulat).
" Ich fürchte , die Menschheit gehört ausgestorben . Doch ich hoffe immernoch, dass ich mich irre!"
"Wir sind Teil der Nahrungskette ...
wir fressen und werden letzendlich gefressen!"
"Der Mensch hat den Verstand bekommen. Nur scheint er mit der Benutzung desselben komplett überfordert zu sein!"
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