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Jagdkonzepte + Jagd allgemein
473 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Jagdkonzepte + Jagd allgemein

Hilfe bei Erstellung eines Pachtjagdkonzeptes gesucht!

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Hilfe bei Erstellung eines Pachtjagdkonzeptes gesucht!
Hallo zusammen,

ich habe jetzt einige Jahre Erfahrung als Begehungscheininhaber sammeln können.

Gehe jetzt stark auf die 50 zu, und möchte ein Revier pachten. Interessante Reviere habe ich derzeit
beim Staatsforst gesehen. Diese wünschen jedoch zur Entscheidungsfindung die Vorlage eines aussagekräftigen
Pachtkonzeptes. Möchte nichts falsches schreiben, kann da jemand Hilfestellung geben, oder hat einer ein Muster
als Gerüst zur eigenen Interpretation für mich.

Für Hilfe wäre ich sehr dankbar.

P.S.: So z.B. sieht die Fragestellung aus.
Inhalt des Pachtjagdkonzeptes
Der Bieter soll in diesem individuellen Pachtjagdkonzept kurz (rd. eine Seite DIN A 4; siehe folgen-de Seite), schriftlich auf folgende Fragestellungen in Bezug auf seine Person, seine jagdlichen Er-fahrungen sowie seine jagdbetriebliche Strategie eingehen:
 Alter; Anzahl der Jahresjagdscheine
 Wohnort; Entfernung zum Revier
 Jagderfahrung (u. a.: bereits Jagdpächter o. ä. gewesen, Erfahrungen mit Schalenwild) so-wie entsprechende Referenzen
 Hundeführer (u. a.: Hunderasse und Arbeitsbereich; Funktionsträger)
 Organisation des Jagdbetriebes zur Erreichung der am Zustand der Waldvegetation ausge-richteten, ggf. hohen Abschusszahlen bei allen wiederkäuenden Schalenwildarten (u. a.: Anzahl Mitjäger, zeitliche Verteilung der Jagdausübung, Einzel- und/oder ggf. übergreifen-de Gemeinschaftsjagd, Anzahl und Art der Ansitzeinrichtungen, Nachsuchen, Jagdaufsicht)
 Beschränkung der tatsächlichen Jagdzeiten auf möglichst kurze Zeiträume (u. a.: Intervall-jagd, Nachtjagd)
 Fütterung (ggf. Aussagen zur Kirrung, sofern im Pachtvertrag nicht generell untersagt)
 Nutzung vorhandener Dauergrünlandflächen (Wildäsung).

Wmh
Andreas

Schlagwörter dieses Themas: jagdkonzept, jagdpacht, pachtkonzept, hinzufügen »

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Welche Wildarten sind vorhanden?

Ansonsten stehen da für mich schon zu viele Einschränkungen die ich mir nicht geben möchte
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@ Jungjaeger3006 #
So einen Fragebogen hatte ich noch nicht in der Hand.
Du möchtest "nix falsch machen" --- dann antworte einfach ehrlich. Wenn du da Sachen reinschreibst, die du später nicht halten kannst oder willst, gibt es nur Gemaule und Stress. Dann wäre es doch besser, weiter zu suchen nach Leuten, mit denen man zumindest in hohem Maße überein stimmt. Und wer weiß: Vlt gefällt dein "eigenes" Konzept ja auch.
drei mal drei ist sechs
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 10.01.19 um 12:39 Uhr.
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Oha! Da will aber jemand seinen Pächter an der ganz kurzen Leine halten! (Nur um den Begriff "Gängelung" zu vermeiden.)
Außerdem kann m.E. für ein Revier, welches man noch nicht kennen kann, ein Jagdkonzept im Vorfeld gar nicht und schriftlich schon gleich zehnmal nicht abgegeben werden!
Die Qualität einer Idee hängt von ihrem Einfallswinkel ab.

Erst wenn der letzte Hase geschlagen, das letzte Rebhuhn gefressen, das letzte Reh gerissen ist, werdet ihr erkennen, dass man Prädatoren keinesfalls schützen kann.“

Eins bist Du dem Leben schuldig:
Kämpfe oder duld in Ruh,
bist Du Amboss - sei geduldig,
bist Du Hammer - schlage zu!

μολών λαβέ
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@ Jungjaeger3006 #
Lass dir erst mal vom Verpächter eine Übersichtskarte des Revieres , die Anzahl und Grösse der Verjüngungsflächen ,den getätigten Abschuss der letzten Pachtperiode , den Waldzustand/Höhe des Verbisses und die vom Verpächter erwarteten Zahlen geben .
Fakten,Fakten,Fakten und immer an die Leser Denken.

Zuchtwart [wollflugnachsuchbauhundeverein.de.tl]
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Typisch Forst. Viel Geld,viel Beschränkungen.Wenn ich was PACHTE,dann will ich dort jagen und mir nicht sagen lassen,wann ich mein Wild zu schießen habe .
Frauen lügen nie.Sie erfinden höchstens die Wahrheit,die sie gerade brauchen (Yves Montant)
Das Geld ist am schnellsten beim Teufel,wenn man einen Engel kennenlernt !(Robert Lemke)
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Wo stehen da Beschränkungen in der Liste? Ich seh keine!
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Horrido

Ich an deiner Stelle würde folgende Dinge reinschreiben:

Alter: Dein Alter

Wohnort: Deinen Wohnort und die realistische Fahrzeit ins Revier

Jagderfahrung:
Jedes Jagdrevier in dem du gejagt hast, untergliedert in Reviere mit der Angabe ob Gastjäger, Begehungsschein ja/nein, jagdliche Struktur der einzelnen Reviere
Die Höhe und Art der bisherigen Strecke würde ich hier ebenfalls angeben

Hundeführer: Hast du einen Hund? Wenn ja was für einen. Hast du schon Totsuchen/Nachsuchen für andere durchgeführt? Wie sind die verlaufen? Hast du andere Hunde (mit-)ausgebildet? Welche Hunde, welche Prüfungen haben diese erhalten? Bist du Mitglied im einem Hundeverein? (Eventuell steigert ein Beitritt zu so einem Verein deine Chance... )

Organisation des Jagdbetriebs:
Frage dich oder den zuständigen jagdlichen Ansprechpartner deines regionalen Forstamtes danach wie die Jagd idealerweise läuft damit er keine Beschrwerden erhält.
imho ideal:
Intervalljagd orientiert am Bejagungskalender des RFA(kurz und intensiv am Anfang Mai unter Beteiligung von Gästen) bis maximal Ende Mai dann vollständige Ruhe, danach intensive Jagd ab Mitte Juli
Den Rehabschuss möchtest du vielleicht bis Weihnachten erfüllt haben, danach Konzentration auf Sauen, Rehe nur noch als Beifang.
Kirrung:
Mais mit dem Spaten in Spalten im Boden eingebracht, die Kirrung grossflächig angelegt und der Bereich fortlaufen wandernd, du möchtest vielleicht die Sauen als "gratis Waldarbeiter" systematisch in Bereichen einsezten die mehr Verjüngung vertragen können.
Nachsuche: Mit deinem Hund, du möchtest den Förster mit BGS/HS eher nicht zusätzlich belasten.
Fütterung nur zur Notzeit, der Wald ist genug Futter.
Füchse solltest du eher nicht bejagen wollen, die sind im Wald nützlich, du kannst dir aber vorbehalten für die eigene Garderobe den Fuchs im Winterbalg zu strecken (Mütze, Jacke und co.) Damit wird kein Revierleiter ein Problem haben. Schreibe lieber nichts von Baujagd rein!
Erwähne deine Unterstützung der waldbaulischen Zielsetzungen und deine Bereitschaft zur Anwesenheit bei Inventur und forstlichen Gutachten, alleine schon um was zu lernen

Mit obigen Ausführungen dürftest du die Erwartungshaltung der meisten Revierleiter erfüllen....

WmH und viel Erfolg mit deiner Bewerbung

P.S.: Schick mir doch bitte mal eine private Nachricht um welches Revier es geht.


“Gesetze die das Tragen von Waffen verbieten… entwaffnen nur jene die weder geneigt noch gewillt sind, Verbrechen zu begehen….solche Gesetze machen Dinge schlimmer für die Angegriffenen und besser für die Angreifer; sie dienen eher dazu, Morde zu fördern als sie zu verhindern; denn ein unbewaffneter Mann kann mit größerem Erfolg angegriffen werden als ein bewaffneter Mann.”
Thomas Jefferson, Commonplace Book, 1774-1776
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 10.01.19 um 16:00 Uhr.
@ Jungjaeger3006 #
So wird das nix.

Stell doch mal deine Interpretation der Fragen ein und dann kriegst Feedback, ob das mißverständlich oder im Sinne des Verpächters negativ ist.

Jetzt zu fragen, kann mir das jemand schreiben deutet auf einen Mangel an Eignung und jagdlicher Erfahrung hin.

Lass es, nur weil du 50 wirst brauchst du nicht jetzt unbedingt ein Pachtrevier, es sei denn du hast den Jagschein aus einer Mid-life-crisis heraus gemacht, wolltest mit den Kollegen und Geschäftspartnern mithalten oder brauchst einen Zeitvertreib, weil du sonst nur bei der Frau zu Hause hockst. Dann, aber nur dann ist es unbedingt essentiell, dass du dich auch als Pächter hervortun kannst
Ob man vorbeigeschossen hat, entscheidet der Hund, nicht der Schütze.

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Hatte einen in der Krone: Betrunkener Holzfäller bemerkt Umweltaktivisten nicht.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 17.01.19 um 10:24 Uhr.
@ TerrierScotch #
TerrierScotch schrieb:


Mit obigen Ausführungen dürftest du die Erwartungshaltung der meisten Revierleiter erfüllen....



Was für ein unreflektierter xxx.
Es geht nicht darum, die ersponnenen und fiktiven angeblichen Erwartungshaltungen der "meisten" Revierleiter zu erfüllen, zumal die Revierleiter bei Verpachtungen als allerletzte gefragt werden (wenn überhaupt).
Dieser Fragebogen dient dazu, daß sich der Bewerber schon mal im Vorlauf darüber klar werden kann, ob er überhaupt ein Konzept hat und ob der angestrebte Vertragspartner der Richtige für ihn ist.
Dann dient der Fragebogen dazu, daß sich der Inhaber des Jagdrechts(!) ein Bild machen kann, wer da evtl. in den nächsten x Jahren auf seinem Grund und Boden sein Jagdrecht ausüben darf. Abgesehen davon, daß die von Dir hingerotzten Plattitüden in keinster Weise ein Konzept darstellen, werden sie auch vom Unbedarftesten Leser als schlecht imitierte Gebrauchtwagenverkäufertricks erkannt.

Mein Rat an den Pachtinteressenten:
Schreib ehrlich, was du kannst und was du in dem Pachtrevier erreichen willst und mache Dir eingehend Gedanken darüber, mit welchen Mitteln du diese Ziele erreichen willst.
Dieser Fragebogen schützt, ehrlich und selbe rausgefüllt, BEIDE SEITEN des Pachtvertrags.
Wenn Du dich außerstande siehst, einen harmlosen Fragebogen ohne Hilfe zu bewältigen, wie möchtest Du dann als Alleinverantwortlicher Pächter ein Revier über viele Jahre leiten?
Überlege Dir die Ziele im Revier und schreib Deinen Plan zusammen. Das mußte sowieso irgendwann für Dich selber machen.
Entweder es kommt etwas Tragfähiges dabei raus, dann haste auch gute Karten bei der Vergabe oder es kommt eben nichts Brauchbares zustande, dann kannste froh sein, daß der Krug an Dir vorübergeht.
Übrigens: Wer als Inhaber des Jagdrechts eine solche Vorabprüfung einbaut, sieht es sicher nicht als Belästigung an, wenn der Pachtinteressent Kontakt aufnimmt und sich umfassend über das Revier und die Ziele des Jagdrechtsinhabers informiert.

Ein gedeihliches Miteinander zwischen Inhaber des Jagdrechts und Jagdpächter kann nur dann gelingen, wenn es übereinstimmende Zielformulierungen gibt! Es ist jeder gut beraten, nicht zu (ver-)pachten, wenn diese Übereinstimmung nicht gegeben ist.

Anmerkung Mod: xxx (Netiquette)
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