Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Jagdkonzepte + Jagd allgemein
475 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Jagdkonzepte + Jagd allgemein

Schuß aufs Haupt

@ oetzi #
oetzi schrieb:

Wenn es der kann? Was spricht dagegen?

Vorbehaltlich ohne zu wissen wer er ist, wie er ist und was er sonst macht.

Ein gewsisses Risiko besteht bei sowas immer, genauso wie im restlichen Leben.


Jedesmal, wenn man den Abzug zieht, besteht das Risiko, dass etwas schiefgeht. Damit müssen wir leben. Wenn wir verantwortungsbewusst jagen, holen wir in dem Fall einen Hund bzw. einen spezialisierten NSF und bügeln den Fehler aus, so gut es geht. Schießt jemand aufs Haupt, nimmt er vorsätzlich und völlig ohne Not ein erheblich erhöhtes Risiko in Kauf, dem beschossenen Stück vermeidbare, höllische Leiden zu bereiten. Es steht wohl außer Frage, dass bei einem Schuss auf die Kammer die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, selbst wenn sonstwas schiefgeht noch einen tödlichen Treffer zu landen oder zumindest eine Verletzung, die eine erfolgreiche Nachsuche verspricht, während bei verunglückten Schüssen aufs Haupt Nachsuchen immer extrem schwierig, langwierig und oft auch nicht erfolgreich sind.

Das spricht dagegen. Reicht das?
21
 
@ Heide_Unterfranken #
Also ich hab in den über 40 Jahren die ich mit Jagd zu tun hab schon mehr und sehr unschöne Sachen bei verunglückten Kammerschüssen gesehen . Nach der Logik sollte man dem der dann nicht mal im Stande ist die Kammer zu treffen sofort von seiner Verantwortung entbinden.
Fakten,Fakten,Fakten und immer an die Leser Denken.

Zuchtwart [wollflugnachsuchbauhundeverein.de.tl]
6
 
Dieser Beitrag wurde am 06.01.19 um 23:21 vom Autor gelöscht.
Beitrag vom Autor bearbeitet am 06.01.19 um 23:26 Uhr.
@ Pille #
Pille schrieb:

Also ich hab in den über 40 Jahren die ich mit Jagd zu tun hab schon mehr und sehr unschöne Sachen bei verunglückten Kammerschüssen gesehen . Nach der Logik sollte man dem der dann nicht mal im Stande ist die Kammer zu treffen sofort von seiner Verantwortung entbinden.


Du teilst also die Ansicht, man könne ruhig aufs Haupt zielen, weil die Wahrscheinlichkeit, zu fehlen und dem Stück somit kein Haar zu krümmen, bei diesem kleinen Ziel größer ist als bei einem Schuss auf die Kammer?

Kann man so sehen. Muss man aber nicht.

Diese "Entbindung von der Verantwortung" wird genau dadurch unmöglich gemacht, dass es zum Ethos der NSF gehört, ihre Kunden eben nicht "durch die Kacke" zu ziehen, weil sie dann nämlich niemand mehr rufen würde. Das ist also Ergebnis von genau dem Verhalten, das Du Menthos abgesprochen hast, indem Du ihm vorwarfst, seinen Kunden durch die Kacke zu ziehen.

Somit werden auch Jäger, die wiederholt den übelsten Mist produzieren, weil sie sich ständig selbst überschätzen, bei miesesten Lichtbedingungen auf zu große Entfernungen flacken und schlicht nichts aus ihren Fehlern lernen, eben geschützt. Im Sinne des Tierschutzes und künftiger Nachsuchen, damit diese überhaupt stattfinden.

Kann man gut finden. Muss man aber nicht.

3
 
@ Pille #
Ich glaube Du treibst es hier etwas auf die Spitze. 😉

Eigentlich ging es im Faden um die Wirkung eines bleifreien Geschosses. Dieses Geschoss wirkt nach der Aussage vieler hier recht brutal auf Rehwild bei kürzeren Entfernungen.

Wenn ich nun weiß, dass ich auf eher kürzere Entfernung zum Schuss kommen werde habe ich zwei Möglichkeiten:

A) anderes Geschoss wählen und auf die Kammer halten
B) das Geschoss wider besseren Wissens verwenden und um Wildbretentwertung zu vermeiden das Stück anreuspern und einen Kopfschuss mit allen Risiken antragen.

Ich halte die Variante B) für nicht erstrebenswert. Das kann gutgehen; die Bilder von Menthos zeigen aber wie es aussieht wenn es schief geht. Das brauche ich nicht.

Und ja, die Kammer ist groß und trotzdem trifft man mal nicht perfekt. Ich habe das bis zu meinem ersten verrissenen Schuss nicht geglaubt. Seit dem bin ich etwas demütiger und war dankbar, das das NSG das (verendete) Stück noch gefunden hat.

3
 
@ Heide_Unterfranken #
Heide_Unterfranken schrieb:

Du teilst also die Ansicht, man könne ruhig aufs Haupt zielen, weil die Wahrscheinlichkeit, zu fehlen und dem Stück somit kein Haar zu krümmen, bei diesem kleinen Ziel größer ist als bei einem Schuss auf die Kammer?

Kann man so sehen. Muss man aber nicht.

Diese "Entbindung von der Verantwortung" wird genau dadurch unmöglich gemacht, dass es zum Ethos der NSF gehört, ihre Kunden eben nicht "durch die Kacke" zu ziehen, weil sie dann nämlich niemand mehr rufen würde. Das ist also Ergebnis von genau dem Verhalten, das Du Menthos abgesprochen hast, indem Du ihm vorwarfst, seinen Kunden durch die Kacke zu ziehen.

Somit werden auch Jäger, die wiederholt den übelsten Mist produzieren, weil sie sich ständig selbst überschätzen, bei miesesten Lichtbedingungen auf zu große Entfernungen flacken und schlicht nichts aus ihren Fehlern lernen, eben geschützt. Im Sinne des Tierschutzes und künftiger Nachsuchen, damit diese überhaupt stattfinden.

Kann man gut finden. Muss man aber nicht.

Ich teile die Meinung "man" könne aufs Haupt schiessen nicht . Aber wenn die Meinung das es zu riskant ist aufs Haupt zu schiessen und sicherer eine Kammerschuss zu setzen ist , dann wäre jeder der an selbigem scheitert meiner Meinung nach eben unfähig überhaupt die Verantwortung zum töten von Tieren zu tragen.
Fakten,Fakten,Fakten und immer an die Leser Denken.

Zuchtwart [wollflugnachsuchbauhundeverein.de.tl]
0
 
@ Ulrich4678 #
Wenn Du Variante B als Möglichkeit in Erwägung ziehen würdest , dann hättest in meinem Einflussgebiet keine Rehe frei .
Fakten,Fakten,Fakten und immer an die Leser Denken.

Zuchtwart [wollflugnachsuchbauhundeverein.de.tl]
5
 
@ Pille #
Pille schrieb:

Wenn Du Variante B als Möglichkeit in Erwägung ziehen würdest , dann hättest in meinem Einflussgebiet keine Rehe frei .


So hätte ich Dich auch eingeschätzt. Insofern verstehe ich den Gang unserer Diskussion kein bisschen.

Gute Nacht.
1
 
@ Heide_Unterfranken #
Heide_Unterfranken schrieb:

Jedesmal, wenn man den Abzug zieht, besteht das Risiko, dass etwas schiefgeht. Damit müssen wir leben. Wenn wir verantwortungsbewusst jagen, holen wir in dem Fall einen Hund bzw. einen spezialisierten NSF und bügeln den Fehler aus, so gut es geht. Schießt jemand aufs Haupt, nimmt er vorsätzlich und völlig ohne Not ein erheblich erhöhtes Risiko in Kauf, dem beschossenen Stück vermeidbare, höllische Leiden zu bereiten. Es steht wohl außer Frage, dass bei einem Schuss auf die Kammer die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, selbst wenn sonstwas schiefgeht noch einen tödlichen Treffer zu landen oder zumindest eine Verletzung, die eine erfolgreiche Nachsuche verspricht, während bei verunglückten Schüssen aufs Haupt Nachsuchen immer extrem schwierig, langwierig und oft auch nicht erfolgreich sind.

Das spricht dagegen. Reicht das?


Nochmal, wenn es der kann, wieso nicht?
Wie hoch ist das Risiko bzw. die Wahrscheinlichkeit?

Was steht ausser Frage wenn ein eher durschnittlicher "Jäger" den "Bierdeckel" (also 20cm auf 100m) hält auf die Kammer oder ein Jäger auf ein Stück wild schießt (z.B. Haupt (5x5cm auf 50m) und das dann auch trifft?

Die Unschärfen bleiben in die ein oder die andere Richtung. Ob gekrellt oder Lauf abgeschossen(da natürlich immer aufs "Blatt" "abgekommen" wird). Genauso ob einer der "unwaidgerechten Schüsse" zwischen die Lauscher, daneben, oder eben wie in dem oben beschriebenen Fall von Menthos "gekrellt" werden.

Und ich will hier Menthos sicher nicht zu nahe treten, bin mir aber ziemlich sicher, dass auch er schon den Schuss auf Träger/Haupt angetragen hat.

Gruß.

PS: Zu Geco Zero kann ich nichts sagen, da andere bleifreie Geschoße genutzt werden.
3
 
Werde Mitglied der Community Jagd, um an dieser Diskussion teilzunehmen!
Zum Seitenanfang