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Jagdkonzepte + Jagd allgemein
469 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Jagdkonzepte + Jagd allgemein

Ausweichkirrgut

Beitrag vom Autor bearbeitet am 29.12.18 um 16:15 Uhr.
#
@WastelDW seine persönliche Meinung dazu :
und ich die meine

Rehwildbejagung ist keine Raketenwissenschaft.
Warum und für wen werden dann die Rehwildbücher geschrieben? Ich habe noch keines gelesen und daher nicht danach gejagt und das seit über 60 Jahren.

Wer dazu Lockfutter braucht, mit dem ist jagdlich nicht viel los.
Das ist deine persönliche Meinung die dir belassen bleiben soll

Man muss nur wissen :
Achtung - Jetzt geht es los:

- es gibt Wetterlagen, da wechselt das Wild viel umher und ist dann auch sichtbar
Ja was du nicht sagst

- es gibt klassische Standorte wo die Betten sind und von da gibt es beständig angenomme Ab- und Anwechsel
Muss es ja wohl

- Böcke zeigen sichtbar an wo ihr Revier / Standort ist
aber nur solange sie fegen und das ist jetzt ziemlich vorbei, Geißen plätzen auch und machen sich Betten. Aktuell werden (meist) kein Böcke gejagt

- man kann sich an den jahreszeitlichen Aktivitätszyklen orientieren
der erfahrene Jäger kennt das u.a. aus dem Brunftverhalten, aber auch Geißen werden unverträglich

- Waldinnenränder, Bachläufe und Windwurfflächen sind absolute Hotspots im Sommer
Dann aber tun sich Reviere, wo das fehlt, echt schwer

- Brombeeren und Südhänge sind Hotspots im Winter
aha - und wo gibt es in Flachrevieren überhaupt Hänge?

- Wildkonzentrationen kann es bei bestimmter Äsung geben (Raps, Klee, auflaufende Saat von Feldfrüchten etc.) oder an windstillen Ecken bei stärkerem Wind - kann man nutzen
Was du nicht sagst und das in reinen Waldrevieren

Ich finde Aufwand und Ertrag steht bei dem ganzen Lockfutter gemache in keinem Verhältnis.
Wen man damit anfängt, kann man das nicht weit genug fassen, wenn ich probiere, ob es außer dem klassischen Kirren auch mit was anderem ginge und auch geht, dann ist kein "Aufwand", auch wenn ich das in zwei Jahren je 1x rein interessehalber mache

Der Aufwand mit klarem bzw. wachem Geist und gübtem Auge durchs Revier zu gehen ist viel geringer.
Da ist was dran, vor allem wenn man gerne jagt und den ganzen "Aufwand" das Jahr über großzügig ausblendet

Je länger ich jage desto weniger arbeite ich mit Lockfutter und werde trotzdem effektiver.
Wenn man davon absieht, dass eine Kirrung kein "Lockfutter" ist, dann setze ich mich jetzt nicht an einer dürren Buchenverjüngung an, sondern dort wo z.B. kleine Tannen stehen oder ein Salzlecke ist.
Es gibt Reviere, die sind allein deshalb Hotspots, weil Wild drin steht und das sieht man im Wald entschieden weniger als außerhalb des Waldes. Effektiv zu jagen, heißt die Gelegenheiten nützen, wenn sie sich schon bieten



Ausnahmen :
(Na schau mal)

- Wenn ich weiß wo die Sauen laufen, gibts ein paar Hände breitwürfig auf den Wechsel um sie dort vor der Leiter/ Bodensitz zum Halten zu bringen.
an wie vielen Wechseln sitzt du denn gleichzeitig an? Oder wirfst du breitwürfig vor dem Bodensitz hin, auf dem du danach ansitzt?? Machst du das vorher, ist es Aufwand, auch wenn du das mit geübtem Auge machst

- Zur SW Lenkung haben wir einen Wühlacker wo nicht gejagt wird.
Muss wohl mal mit dem Forstbetrieb darüber reden

- Und für das Rotwild überlege ich nächsten Herbst eine Heuraufe zu bauen
na dann überlege mal den Aufwand, denn sie steht ja länger umsonst rum

und zu beschicken in der Hoffnung das weniger geschält wird ...
Da sind wir uns einig, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.




Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem
Neid zerfrisst die Seele wie Rost das Eisen.
Mit durchreißen des Abzugs wird die Kugel nicht schneller
Jede Schussweite beginnt an der Laufmündung.
Forumsformel Nr.1: 1 Bild = 1000 Worte
3S=schnell-sicher-sauber.
A³ die Formel für den präzisen Büchsenschuss: Auflage-Anschlag-Abziehen.

0
 
@ SirHenry #
Eigentlich nerven mich ja so Zerpflückungs- und Aus-dem-Zusammenhang-Gezerre Posts - aber weil Weihnachten war :

"Warum und für wen werden dann die Rehwildbücher geschrieben? Ich habe noch keines gelesen ..."
Tipp :
Hättest Du Hespeler gelesen (inzwsichen zwar etwas überholt) dann würdest Du wissen was ich mit Aktivitätszyklen meine.

"aha - und wo gibt es in Flachrevieren überhaupt Hänge?"
Tipp :
Geh im Mai mal morgens dein Revier ausgiebig zu Fuß ab und notiere Dir die 4 - 5 Stellen im Revier wo morgens als erstes (!) die ersten Sonnenstrahlen auf den Boden fallen. Diese Ecken sind quasi deine "Südhänge" in deinem Flachland Revier.

"Es gibt Reviere, die sind allein deshalb Hotspots, weil Wild drin steht und das sieht man im Wald entschieden weniger als außerhalb des Waldes. Effektiv zu jagen, heißt die Gelegenheiten nützen, wenn sie sich schon bieten[/b]"
Tipp :
Auch im Wald wechseln die hotspots im Jahresverlauf ab. Hier heißt es mit dem Jahreslauf jagen. Im Mai zB. dort wo das erste junge Grün sprießt. Da sind die Buchenrauschen noch braun. Dann wenn an den Stellen wo Licht auf den Waldboden kommt schon die ersten Stücke geschossen wurden und Jagddruck spürbar wird, muss man dem Wild an die Buchenrauschen folgen. Dort reichen ihnen die jungen Buchenblätter, sie stehen auf machen 10 Schritt und tun sich wieder nieder. Dann kommt interessante Vegetation an den Grenzlinien, Waldränder, Schneisen, Böschungen an Waldwegen usw. dann Jagdruhe bis Blattzeit (hier muss man sein Revier kennen )
Und dann im September beherzt beim weibl. zugreifen auch wieder da wo die beste Äsung steht oder mal zwischen 10 und 12 Uhr mit einem Buch im etwas dichteren Bestand sitzen.


"- Wenn ich weiß wo die Sauen laufen, gibts ein paar Hände breitwürfig auf den Wechsel um sie dort vor der Leiter/ Bodensitz zum Halten zu bringen.
an wie vielen Wechseln sitzt du denn gleichzeitig an? Oder würfst du breitwürfig vor dem Bodensitz hin, auf dem du danach ansitzt?? Machst du das vorher, ist es Aufwand, auch wenn du das mit geübtem Auge machst"
Tipp :
Ich gehe zu jeder Jahreszeit 1-2 mal die Woche als Spaziergänger diesselben Wege ab wie beim Kreisen bei Schnee. Dabei prüfe ich Böschungen, laubfreien Erdboden oder ich schaue auf "gewendetes" Laub das beim Laufen von schwerem Wild umgedreht wird. Hab ich den Wechsel als frisch bestätigt, folge ich ihm bis zu einer Stelle wo ein Ansitz und der aktuelle Wind passt. Dann lege ich hier und da den Boden frei und streu etwas Mais.
Dann schau ich am nächsten Tag nach Fährten. Wenn es keinen Wetterwechsel gab, setz ich mich Abends an.
Wenn ich mir unsicher bin, häng ich ne Kamera hin wegen der Uhrzeit. Aber kenne ich den Einstand zu dem Wechsel brauche ich das nicht. Fernwechsel sind nur 1 mal alle paar tage belaufen, die kenne ich und da sitze ich selten, Es sei denn da steht ne Fahrbare und es ist Regen und Wetterwechsel angesagt.

- Und für das Rotwild überlege ich nächsten Herbst eine Heuraufe zu bauen
na dann überlege mal den Aufwand, denn sie steht ja länger umsonst rum
Tipp :
Vergleiche bitte nicht Rotwild mit Rehwild. Wenn ich "Ertrag" in Kilos oder Erlös bemesse, lohnt sich sich ein Aufwand beim Rotwild viel mehr als beim Rehwild. Rotwildjagd und Rotwildlenkung sind viel schwieriger als beim Rehwild. Wie gesagt Rehwildjagd ist keine Raktenwissenschaft. Richtige Rotwildjagd dagegen schon !

Ich hoffe das war erhellend.
Gruß und WMH

Game AND Predator friendly




4
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 29.12.18 um 22:48 Uhr.
#
Also was du alles so weißt - echt stark.
Was ich aber aus alledem lese, dass du doch entschieden mehr im Feld als (nur) im Wald jagst.
Und wenn du das nur machst, dann bestimmt keine 20 Jahre. Macht aber nix, jeder glaubt das Patentrezept zu haben und anderen sagen zu müssen, wie man was auf jagen soll wenn mans richtig machen will.
Kannst du aus meinen Ausführungen irgendwas anderes herauslesen, als das was ich mache?
Dass es funktioniert, dazu habe ich noch keinen Hespeler gebraucht, der jedes Jahr neue Erkenntnisse unter die Leute bringt. Von mir aus jagt doch jeder wie er will, was er breitwürfig ausstreut oder auch nicht.
Muss mir doch glatt mal so einen der echten Jäger antun, was die für Zauberkirrungen anlegen. Ich habe weiter nix zum besten gegeben, als dass man mit Sauerkraut kirren kann. Schreib doch einfach dazu, dass du es nicht glaubst, was schon reichen würde aber mir echt wo vorbeigeht.
Wer wegen traditionellem Kirrgut (soweit er nicht füttert) ewig weit Zentnerweise was rauskarrt, könnten es auch bei ihm 4 Beutel Sauerkraut tun, auch wenn er nicht unbedingt damit rechnen darf, dass "seine Rehe" dann auf ihn an der Kirrung warten. So einfach geht die Jagd nun doch nicht, das brauche ich dir als firmer, erfahrener und wachen Augen durchs Revier laufender Jäger zwar nicht sagen, könnte aber manchem helfen, der weder deine noch meine Erfahrung hat.
Dass man mit der simplen Feststellung mit Sauerkraut kirren zu können, einen derartigen Shitstorm lostritt, geht wohl nur in einem Jägerforum.
Wenn es ohne Kirren geht, warum wird dann auf was auch immer gekirrt?
Weil alle vom (richtig) Kirren keine Ahnung haben?
Wenn ein Wald naturwürfig voller Eicheln liegt, kann man sich kirren mit Mais ersparen.
Mit Sauerkraut, Trester, Rüben, Heu aber auch.
Bis nächsten Herbst ist (bei mir) ausgekirrt. Ob das bei anderen Jägern auch so sein wird??
Wenn sie von der Jagd keine Ahnung haben, kann man sich doch nicht ganz sicher sein.
Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem
Neid zerfrisst die Seele wie Rost das Eisen.
Mit durchreißen des Abzugs wird die Kugel nicht schneller
Jede Schussweite beginnt an der Laufmündung.
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A³ die Formel für den präzisen Büchsenschuss: Auflage-Anschlag-Abziehen.

0
 
@ SirHenry #
hallo sir,
seid wann mus man Rehwild kirren ?
ist in deinem pirschbezirk sonst schon alles ausgerottet?

mfg
michael
2
 
@ SirHenry #
hallo,
nicht vergessen kirren mit sauerkraut bis der (Arzt ) dar reh kommt!
mfg
michael
0
 
Beitrag vom Moderationsteam bearbeitet am 30.12.18 um 18:47 Uhr.
@ holzbockjager #
holzbockjager schrieb:

hallo sir,
seid wann mus man Rehwild kirren ?
ist in deinem pirschbezirk sonst schon alles ausgerottet?

mfg
michael


xxx
Es ging lediglich darum, ob sich mangels traditionellem Kirrgut Sauerkraut anbieten könnte.
Die Ausrottung des Rehwildes steht nach über 20 Jahren "Betreuung" meines PB noch aus.

Anmerkung Mod: xxx (Netiquette)

Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem
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Mit durchreißen des Abzugs wird die Kugel nicht schneller
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0
 
#
Mal eine Frage an die Juristen: Im Prinzip "kirrt" der SirHenry ja mit Küchenabfällen. Ist denn sowas im Freistaat statthaft? Ist da nicht eigentlich auch nur Getreide, Mais und Baumfrüchte?
Ob man vorbeigeschossen hat, entscheidet der Hund, nicht der Schütze.

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Hatte einen in der Krone: Betrunkener Holzfäller bemerkt Umweltaktivisten nicht.
3
 
@ SirHenry #
Sauerkraut....
SirHenry schrieb:
.....
Es ging lediglich darum, ob sich mangels traditionellem Kirrgut Sauerkraut anbieten könnte.

......



wer für sich das Ausbringen von mit diversen Zusatzstoffen versehenem Sauerkraut als Ersatzvorlage artgerechter Äsung für Reh- oder sonstiges Wild versteht, könnte bzw. wird auch sonst keine Probleme mehr haben.......

Ich persönlich lehne es ab.
Waidmonns Gruaß

Meine niglnoglneien Schua sein von Fuxleda gmoxcht, sie schlofn bei Tog und gehn aus bei da Nocht....

Alles im Leben hat seinen tieferen Sinn!





1
 
Beitrag vom Moderationsteam bearbeitet am 30.12.18 um 18:45 Uhr.
@ 7x65R #
7x65R schrieb:

Mal eine Frage an die Juristen: Im Prinzip "kirrt" der SirHenry ja mit Küchenabfällen. Ist denn sowas im Freistaat statthaft? Ist da nicht eigentlich auch nur Getreide, Mais und Baumfrüchte?


Im Prinzip kommt ein Küchenabfall aus der Küche.
Sauerkraut, das aus einem Weißkraut verarbeitendem Betrieb kommt,
ist nix anderes als Apfeltrester aus einer Kelterei.

xxx

Anmerkung Mod: xxx (Netiquette)
Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem
Neid zerfrisst die Seele wie Rost das Eisen.
Mit durchreißen des Abzugs wird die Kugel nicht schneller
Jede Schussweite beginnt an der Laufmündung.
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3S=schnell-sicher-sauber.
A³ die Formel für den präzisen Büchsenschuss: Auflage-Anschlag-Abziehen.

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@ SirHenry #
SirHenry schrieb:

Im Prinzip kommt ein Küchenabfall aus der Küche.

Sauerkraut, das aus einem Weißkraut verarbeitendem Betrieb kommt,
ist nix anderes als Apfeltrester aus einer Kelterei.


xxx:


Apfeltrester, die frischen nahezu saftlosen Rückstände aus der Obstpresse, gefallen, beinhaltet keinerlei Zusatzstoffe wie sie zur Haltbarmachung von Sauerkraut beigemengt werden!

Sauerkraut als Äsungsvorlage für Reh- oder sonstiges Schalenwild ist so unnötig wie ein Kropf.
Waidmonns Gruaß

Meine niglnoglneien Schua sein von Fuxleda gmoxcht, sie schlofn bei Tog und gehn aus bei da Nocht....

Alles im Leben hat seinen tieferen Sinn!





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Thema wurde vom Moderationsteam geschlossen: Im Thema ausreichend, eine sachliche Diskussion ist hier nicht mehr zu erwarten.
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