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Erschreckende Zahlen vom DJV! Stirbt das Rebhuhn aus?

Beitrag vom Autor bearbeitet am 23.12.18 um 20:39 Uhr.
@ Collathdrilling #
Collathdrilling schrieb:
Allerdings sind die meisten Jäger gar nicht erpischt auf einen artenreichen Wildbestand (da gehört das NW nunmal in unserer Kulturlandschaft auch dazu), sind sie mit "den Sauen" doch viel zu viel und viel zu gerne beschäftigt. "Wenn die .30-06 knallt liegen 50kg, bei der 16/70 halt nur 500g!!!"

In dieser Hinsicht gebe ich Dir aber recht. Die "Lust" auf Niederwild ist nicht sehr weit verbreitet, die Jagd mit Flinte und Hund allgemein im Rückgang begriffen. Gibt sogar etliche Jäger, die "können" gar nicht mehr mit der Flinte… Und wer's nicht mehr kann, hat eben auch kein Interesse daran.
geprüfter Muffelkuschler vom Dienst
0
 
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Hallo,

welches Rotwild bitteschön???
Das, das mal da war, BEVOR man auf die gloreiche Idee kam, in dessen Einstand SW-Kirrungen anzulegen...

Grüße
Manolito
Sind Tannennadeln trocken,
dann fallen sie vom Baum herab;
drum Mädchen laßt euch locken,
auch eure Zeit ist knapp.

-Ingo Insterburg-
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 23.12.18 um 20:54 Uhr.
@ Collathdrilling #
Collathdrilling schrieb:

Hallo,

welches Rotwild bitteschön???
Das, das mal da war, BEVOR man auf die gloreiche Idee kam, in dessen Einstand SW-Kirrungen anzulegen...

Grüße
Manolito

Nein, das, was mal da war, bevor man auf die glorreiche Idee kam, zu Marderhund, Fuchs, Waschbär, Iltis, Stein- und Baummarder, Maus- und Großem Wiesel, Mink, Dachs und Otter, Rabenvögeln und Hakenschnäbeln jetzt auch in dessen Einständen noch den Wolf und den Luchs willkommen zu heißen.
geprüfter Muffelkuschler vom Dienst
1
 
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Ja alles richtig was so erwähnt wird , vom Lebensraum , Ernährung, Landwirtschaft . Bei uns im Osten gibt es dieselbe Situation . Ich hbe viele Jahre versucht dem Rebhuhn zu helfen ( Raubwild, Raubzeug alles schleichende, fliegende so kurz wie möglich zu halten . Leider hat die Bearbeitung der Felder sich geändert . Gibt nur mehr ganz wenig kleine nicht bewirtschaftete Brachen,zu klein für Brutgebiet. Durch Änderung von Jagdgesetz ging es mit dem Rebhuhn steil bergab. Kurz man konnte den ( Fressfeinden ) nicht mehr so einfach nachstellen. Die fliegenden und schleichenden Feinde schon in überzahl. Fazit ich sah im abgelaufenen Jahr nur mehr eine Handvoll Feldlerchen, Wachtel selten zu hören , Kibize keine mehr .Auch die Insekten als Futter sind bei weiten weniger Der Mensch in seiner Gier und Profitwahn schafft sich selber ab , wichtig der Ertrag stimmt . Wir wissen und könnten teilweise helfen aber das Gesetz lässt das nicht zu .

Allen schöne ruhige Weihnachten , Gesundheit und Wohlergehen für das neue Jahr , verbunden mit guten Anblick und Weidmannsheil 1
5
 
@ Dackelfan #
Dackelfan schrieb:

Ich rede NUR von meinem Revier, bei den letzten Ansitznächten - zumeist 3 Jäger mit je ca. 4-6 Std. kam lediglich 1 Fuchs in Anblick.
In der Aufzuchtzeit von Bussard und Rotmilan habe ich mit Aufbrüchen usw. die Vögel mit gutem Erfolg gefüttert. Ich hoffe es hat meinem Niederwild und den andern kleinen Vierfüßlern geholfen!


Naja, das mit den Störchen wird noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Die Westzieherstörche steigen im Besatz tatsächlich enorm an. Die Ostzieher aber brechen seit Mitte der 1990er Jahre massiv ein. Die Gründe sind schnell erklärt. Die Westzieher haben ihre Zugwege sehr deutlich verkürzt, überwintern zunehmend in Spanien, Frankreich und eben auch in Südwestdeutschland. Sie finden gerade in Spanien auf den offenen Müllkippen mehr als genug Nahrung. Verluste halten sich in sehr engen Grenzen. Das sieht bei den Ostziehern ganz anders aus. Verluste ohne Ende, schon in Südosteuropa. Vom weiteren Zugweg über Kleinasien bis nach Zentral- und Südafrika mal ganz abgesehen.
Ob und inwieweit dieses Populationswachstum der Westzieherstörche anhält, ist ausgesprochen fraglich. Die Müllkippen in Spanien werden nicht ewig offen bleiben - EU halt. Und damit verschwinden die Garanten für das Populationswachstum...

Ansonsten kann ich nur sagen, dass zu Zeiten, als in Ostdeutschland der Weißstorchbestand Größenordnungen hatte, von denen die westlichen Bundesländer nur träumen konnten (etwa doppelt so hoch wie heute) es sowohl den Rebhühnern als auch Feldhasen, schasfstelzen, Braunkehlchen usw. deutlich besser ging. Was mögen da wohl die Gründe für sein...? Zu den Zeiten hatten wir auch noch andere Bestände an Rotmilanen als heute...
im früheren LL-Leben als anser unterwegs...
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@ Etz #
Etz schrieb:

In dieser Hinsicht gebe ich Dir aber recht. Die "Lust" auf Niederwild ist nicht sehr weit verbreitet, die Jagd mit Flinte und Hund allgemein im Rückgang begriffen. Gibt sogar etliche Jäger, die "können" gar nicht mehr mit der Flinte… Und wer's nicht mehr kann, hat eben auch kein Interesse daran.


Falsch. Ich weiß nicht, wann ich den letzten Hasen gestreckt habe. Das hat nichts damit zu tun, dass ich kein Interesse am Niederwild hätte. Aber ich habe mit Sauen und Prädatoren genug zu tun- nicht zuletzt im Interesse des Niederwildes. Und es ist mir Schade um jeden Hasen, den ich in dieser so manches Mal auswegslos scheinenden Situation strecken würde...
im früheren LL-Leben als anser unterwegs...
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 24.12.18 um 02:44 Uhr.
@ Rapsjaeger #
Rapsjaeger schrieb:

Naja, das mit den Störchen wird noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Die Westzieherstörche steigen im Besatz tatsächlich enorm an. Die Ostzieher aber brechen seit Mitte der 1990er Jahre massiv ein. Die Gründe sind schnell erklärt. Die Westzieher haben ihre Zugwege sehr deutlich verkürzt, überwintern zunehmend in Spanien, Frankreich und eben auch in Südwestdeutschland. Sie finden gerade in Spanien auf den offenen Müllkippen mehr als genug Nahrung. Verluste halten sich in sehr engen Grenzen. Das sieht bei den Ostziehern ganz anders aus. Verluste ohne Ende, schon in Südosteuropa. Vom weiteren Zugweg über Kleinasien bis nach Zentral- und Südafrika mal ganz abgesehen.
Ob und inwieweit dieses Populationswachstum der Westzieherstörche anhält, ist ausgesprochen fraglich. Die Müllkippen in Spanien werden nicht ewig offen bleiben - EU halt. Und damit verschwinden die Garanten für das Populationswachstum...

Ansonsten kann ich nur sagen, dass zu Zeiten, als in Ostdeutschland der Weißstorchbestand Größenordnungen hatte, von denen die westlichen Bundesländer nur träumen konnten (etwa doppelt so hoch wie heute) es sowohl den Rebhühnern als auch Feldhasen, schasfstelzen, Braunkehlchen usw. deutlich besser ging. Was mögen da wohl die Gründe für sein...? Zu den Zeiten hatten wir auch noch andere Bestände an Rotmilanen als heute...


Ein Grund war, dass zu DDR-Zeiten die Jäger anders "motiviert" wurden, Raubwild zu bejagen. Einerseits gab es noch die Tollwut als Regulativ, andererseits auch "Raubwildkollektive", die regelrechte Fallenstrecken (heute würde man sagen: Traplines) betrieben haben. Damals war Raubwild Geld – Raubwildbejagung lohnte sich. Und die besten Raubwildjäger wurden gesellschaftlich anerkannt und ausgezeichnet. Einer, der zu DDR-Zeiten mal "Bester Raubwildfänger des Bezirkes Schwerin" wurde und darüber eine Urkunde an der Wand hat, ist auch hier im Forum. Der streckt zwar immer noch mit der Schusswaffe jedes Stück Raubwild, was schussgerecht in Anblick kommt, aber die Fangjagd betreibt er kaum noch und ist stattdessen mit Wildschadensverhinderung bei den Steckdosen beschäftigt.
geprüfter Muffelkuschler vom Dienst
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@ Rapsjaeger #
Rapsjaeger schrieb:

Falsch. Ich weiß nicht, wann ich den letzten Hasen gestreckt habe. Das hat nichts damit zu tun, dass ich kein Interesse am Niederwild hätte. Aber ich habe mit Sauen und Prädatoren genug zu tun- nicht zuletzt im Interesse des Niederwildes. Und es ist mir Schade um jeden Hasen, den ich in dieser so manches Mal auswegslos scheinenden Situation strecken würde...


Ich erlege keine Hasen, wenn ich zum Nachtansitz in`s Revier fahre, sehe ich jeweils immer 3-4 Stück auf den Saaten.
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@ Etz #
Etz schrieb:

Ein Grund war, dass zu DDR-Zeiten die Jäger anders "motiviert" wurden, Raubwild zu bejagen. Einerseits gab es noch die Tollwut als Regulativ, andererseits auch "Riubwildkollektive", die regelrechte Fallenstrecken (heute würde man sagen: Traplines) betrieben haben. Damals war Raubwild Geld – Raubwildbejagung lohnte sich. Und die besten Raubwildjäger wurden gesellschaftlich anerkannt und ausgezeichnet. Einer, der zu DDR-Zeiten mal "Bester Raubwidlfänger des Bezirkes Schwerin" wurde und darüber eine Urkunde an der Wand hat, ist auch hier im Forum. Der streckt zwar immer noch mit der Schusswaffe jedes Stück Raubwild, was schussgerecht in Anblick kommt, aber die Fangjagd betreibt er kaum noch und ist stattdessen mit Wildschadensverhinderung bei den Steckdosen beschäfitgt.



Ich kenne das, wir hatten auch eine dreistellige Zahl an Fallen in Betrieb. Das war Arbeit pur, trotz Tollwut...
im früheren LL-Leben als anser unterwegs...
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@ Rapsjaeger #
Rapsjaeger schrieb:

Naja, das mit den Störchen wird noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Die Westzieherstörche steigen im Besatz tatsächlich enorm an. Die Ostzieher aber brechen seit Mitte der 1990er Jahre massiv ein. Die Gründe sind schnell erklärt. Die Westzieher haben ihre Zugwege sehr deutlich verkürzt, überwintern zunehmend in Spanien, Frankreich und eben auch in Südwestdeutschland. Sie finden gerade in Spanien auf den offenen Müllkippen mehr als genug Nahrung. Verluste halten sich in sehr engen Grenzen. Das sieht bei den Ostziehern ganz anders aus. Verluste ohne Ende, schon in Südosteuropa. Vom weiteren Zugweg über Kleinasien bis nach Zentral- und Südafrika mal ganz abgesehen.
Ob und inwieweit dieses Populationswachstum der Westzieherstörche anhält, ist ausgesprochen fraglich. Die Müllkippen in Spanien werden nicht ewig offen bleiben - EU halt. Und damit verschwinden die Garanten für das Populationswachstum...

Ansonsten kann ich nur sagen, dass zu Zeiten, als in Ostdeutschland der Weißstorchbestand Größenordnungen hatte, von denen die westlichen Bundesländer nur träumen konnten (etwa doppelt so hoch wie heute) es sowohl den Rebhühnern als auch Feldhasen, schasfstelzen, Braunkehlchen usw. deutlich besser ging. Was mögen da wohl die Gründe für sein...? Zu den Zeiten hatten wir auch noch andere Bestände an Rotmilanen als heute...

Habe es schon an anderer Stelle beschrieben, immer wenn der Schutz zu einseitig wird, ist es um die Schutzlosen schlecht bestellt!
Ein Beispiel, früher war bei uns der Silberreiher ein rarer Anblick, heute hockt der Reptilien- und Fischräuber an fast jedem Wasserloch oder revidiert die Äcker ab!
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