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Erschreckende Zahlen vom DJV! Stirbt das Rebhuhn aus?

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Zumindest bei uns in der Rheinebene dürfte die Hauptursache das Verschwinden von der "alten Landwirtschaft" sein.
Fasane und Rebhühner gab es bis Mitte der 70er Jahre wirklich viele,
dann erfolgte überall in der Gegend die erste Flurbereinigung.
Seither bauen die Landwirte großflächig Getreide und Mais an.
Seit ca. 15 Jahren wird der Mais auch großflächig für ihre Biogasanlagen angebaut.
Hirse und Soja ist zwischenzeitlich auch sehr stark im kommen.
Des einen Freud, des anderen Leid.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 23.12.18 um 14:15 Uhr.
@ Watzmann #
In den 70zigern war aber auch die Raubwilddichte noch minimal und zwar weil dort die Fuchsbaubegasung erst Anfang Mitte der 70ziger eingestellt wurde. Dadurch war die Prädatorendichte damals relativ gering! Es dauerte bis Anfang der 90ziger bis wieder eine Prädatorendichte wie vor der Begasung erreicht wurde.
Heute allerdings haben wir eine dermaßen überhöhte Prädatorendichte erreicht dass kaum ein Gelege durchkommt. Füchse gegenüber den 90zigern fast verdreifacht (auch durch die erfolgreiche „künstliche“ Ausrottung der Tollwut. Damit wurde bezogen auf den Fuchs das natürliche Korrektiv beseitigt, was wie gesagt aus anderen Gründen sinnvoll war, aber wer A sagt müsste halt auch B sagen und den Fuchsbestand entsprechend jagdlich im Zaum halten) . Dazu immer mehr Neubürger wieWaschbären, Marderhunde etc. etc. etc. Schätzungsweise haben wir heutzutage eine fast fünffach überhöhte Prädatorendichte.
Wenn natürlich die letzten Rückzugsorte verschwinden ist das auch alles andere als gut, aber ohne Prädatorenjagd nützten die aller besten Lebensraumverbesserungen rein gar nix.
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@ Volker13 #
Volker13 schrieb:

In den 70zigern war aber auch die Raubwilddichte noch minimal und zwar weil dort die Fuchsbaubegasung erst Anfang Mitte der 70ziger eingestellt wurde. Dadurch war die Prädatorendichte damals relativ gering! Es dauerte bis Anfang der 90ziger bis wieder eine Prädatorendichte wie vor der Begasung erreicht wurde.
Heute allerdings haben wir eine dermaßen überhöhte Prädatorendichte erreicht dass kaum ein Gelege durchkommt.

Wird wohl auch auf die Gegend selbst ankommen.
Bis Mitte der 80er wohnte ich in der Rebgegend bei Offenburg in der sogenannten Vorgebirgszone.
Die Rheinebene begann 5Km weiter.
Während ich an der Flurbereinigung der Rebflächen als Kind wegen den großen Maschinen arg begeistert war, machte ich mir dann, als ich so 15 war, doch schon meine Gedanken, wo die ganzen Hasen, Rebhühner und Fasane, die ich als Kind doch recht viel in den Hecken und Grashängen bei den alten Rebflächen sehen konnte, geblieben sind.
Wenn z.B. aus ehemals vielen kleinen, terrassenförmig angelegten Rebflächen mit wilden Hecken- und Buschrändern, eine über 100 ha große, mehr oder weniger einzige, eingeebnete, gras- und heckenlosen Rebfläche wird, die auch noch regelmäßig mit Schädlingsbekämpfungsmittel bespritzt wird, muss man nicht studiert haben, um die Zusammenhänge für das Verschwinden der Tiere zu erkennen.
Füchse hat es da seither auch zwischenzeitlich so gut wie nicht mehr, die haben in den intensiv bewirtschafteten Flächen gar keine Chance, einen Bau anzulegen. Vor der Flurbereinigung hatten sie immerhin noch die Chance, an einem versteckten Zipfel der kleinen Hänge den Bau anzulegen.
Im Grunde hat es jetzt eine recht tote Fläche, in der zwar guter Wein wächst aber die Natur selbst auf der Strecke geblieben ist!
Schade drum!
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@ Etz #
Etz schrieb:

Weiterer dramatischer Niedergang beim Rebhuhn. Das Verbreitungsgebiet ist in Deutschland innerhalb von acht Jahren um ein Drittel geschrumpft. Bundesweit gab es 2017 nur noch in einem Viertel aller Reviere überhaupt Rebhühner, der Brutpaar-Bestand ist auf etwa 64.000 abgesackt.

Einfach mal lesen. [www.jagdverband.de]

Und danach bitte weiter den Wolf feiern, Füchse als Mäusefresser schonen und Marderhund und Waschbär für harmlos erklären. Frohe Weihnachten…


Möchte das Thema nicht zerpflücken aber etwas ausweiten.
Nicht nur das Rebhuhn befindet sich auf der Verliererstraße, nein es gibt einige Vogelarten die auch in meiner Umgebung nur noch sporadische vorkommen.
Das sind im einzelnen: Dompfaff, Gartenrotschwanz, Buchfink, Fliegenschnäpper, Schafstelze, Neuntöter, div. Meisenarten usw.
Kürzlich wird in der TV Hessenschau fröhlich erwähnt, das der Besatz der Weißstörche sich um einige hundert Jungstörche in diesem Jahr vergrößert.
Wenn ich mir vorstelle, wieviel Nützlinge, geschützte Arten durch die Schlünder der Störche in der sehr trockenen Aufzuchtzeit gewandert sind, wird mir einfach nur schlecht!
Und das ist die Problematik im Natur-und Artenschutz, sobald Dogmen und Ideologien zum beherrschenden Thema und Vorsatz werden, ist es sehr schlecht für die Natur bestellt.
Allen die daran beteiligt sind wünsche ich keine schöne Weihnacht!
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@ Volker13 #
Volker13 schrieb:

Das Rebhuhn ließe sich nur schützen, wenn neben Lebensraumverbesserungen wo auch die Landwirtschaft mitmachen müsste eben eine umfassende scharfe Prädatorenjagd stattfinden kann!
Wir haben nicht nur einen durch die aus anderen Gründen sinnvolle Ausrottung der Tollwut bzw. nicht gleichzeitig intensivierte Fuchsjagd einen überbordenden Fuchsbestand (ungefähr dreimal so hohe Fuchsdichte wie in den 90ern), sondern dazu kommen Neozoen wie Waschbär, Marderhund etc.. Alle werden nur unzureichend im Bestand kontrolliert bejagd auch aufgrund von gesetzlichen ideologischen Einschrenkungen. Dazu kommt dann noch ein einseitiger Greifvogelschutz (ohne gleichzeitig für ausreichend Beutetiere zu sorgen. Da spielt indirekt natürlich auch der Rückgang der Insekten eine Rolle). Die heutige Landwirtschaft bietet auch immer weniger Raum für Rebhühner. Da baucht einem der dramatische Rückgang nun mal gar nicht wundern.


Ich rede NUR von meinem Revier, bei den letzten Ansitznächten - zumeist 3 Jäger mit je ca. 4-6 Std. kam lediglich 1 Fuchs in Anblick.
In der Aufzuchtzeit von Bussard und Rotmilan habe ich mit Aufbrüchen usw. die Vögel mit gutem Erfolg gefüttert. Ich hoffe es hat meinem Niederwild und den andern kleinen Vierfüßlern geholfen!
1
 
#
Wenn ich schaue seh ich nur
umgepflügte, braune Flur
Kein Halm im Wind - kein Stoppel mehr
Das Niederwild - es leidet sehr!

Krumme Schnäbel, krumme Zähne
Krumme Fänge ich erwähne
Die falschen Schützer sind versessen-
Has´und Rebhuhn - aufgefressen!

Alles geopfert dem Kommerz
es blutet mir das Jägerherz
Geiz ist Geil und macht die Preise
es leiden auch die Wildbretpreise!

Egoismus und Bespassung
geben Aktienkursen Schwung
Die Gesellschaft schreit nach mehr
vegan und online - bittesehr.

Es kann unserem Planeten nur mehr nützen
wenn wir die Menschheit nicht mehr schützen
Wenn von 7 Milliarden Vier vergehn
Wirds der Erde besser gehn!

Vegan ist hip und nicht das Leder
dafür trägt Polyester jeder
Und ist dies nicht mehr en vougue
ab ins Meer - da ist Platz genug

Durch schaurig finstere Gedanken
kommt manches Weltbild stark ins wanken!
Behandelt ALLE Lebewesen sacht´
So wünsche ich euch "Frohe Weihnacht"

Die Qualität einer Idee hängt von ihrem Einfallswinkel ab.

Erst wenn der letzte Hase geschlagen, das letzte Rebhuhn gefressen, das letzte Reh gerissen ist, werdet ihr erkennen, dass man Prädatoren keinesfalls schützen kann.“

Eins bist Du dem Leben schuldig:
Kämpfe oder duld in Ruh,
bist Du Amboss - sei geduldig,
bist Du Hammer - schlage zu!

μολών λαβέ
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@ vierfuessler #
vierfuessler schrieb:

Wenn ich schaue seh ich nur
umgepflügte, braune Flur
Kein Halm im Wind - kein Stoppel mehr
Das Niederwild - es leidet sehr!

Krumme Schnäbel, krumme Zähne
Krumme Fänge ich erwähne
Die falschen Schützer sind versessen-
Has´und Rebhuhn - aufgefressen!

Alles geopfert dem Kommerz
es blutet mir das Jägerherz
Geiz ist Geil und macht die Preise
es leiden auch die Wildbretpreise!

Egoismus und Bespassung
geben Aktienkursen Schwung
Die Gesellschaft schreit nach mehr
vegan und online - bittesehr.

Es kann unserem Planeten nur mehr nützen
wenn wir die Menschheit nicht mehr schützen
Wenn von 7 Milliarden Vier vergehn
Wirds der Erde besser gehn!

Vegan ist hip und nicht das Leder
dafür trägt Polyester jeder
Und ist dies nicht mehr en vougue
ab ins Meer - da ist Platz genug

Durch schaurig finstere Gedanken
kommt manches Weltbild stark ins wanken!
Behandelt ALLE Lebewesen sacht´
So wünsche ich euch "Frohe Weihnacht"


Danke für das einstellen, hat mich zum Nachdenken angeregt. Aber leider ist mein Einfluß sehr gering um etwas nachhaltig zu verbessern.
Das Thema......7 Milliarden......., ist sehr zutreffend genannt, die Überbevölkerung der Erde, speziell die Erdteile Afrika und Asien werden den Planeten mit ihrer Bevölkerung zudecken.
Schreibe doch mal an eine großen Zeitung einen kritischen Leserbrief zum vorgenannten Thema, der wird nie abgedruckt. Für das andere Thema Asylbewerber gilt das gleiche.

Aber Weihnachten steht vor der Tür, ich wünsche Dir zum Fest nur das allerbeste!
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 23.12.18 um 19:37 Uhr.
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Hallo,

Schuld der Jäger:

und nicht zu vergessen, den "Prädatoren Nummero 1", das Schwarzwild, des "kleinen Mannes Hochwild", das so "liebvoll" an sog. Kirrungen mit Unmengen an Mais gemästet wird, obwohl die milden Winter der letzten 20 Jahre eine starke Eichel/Bucheckernmast nach der anderen erbrachten.
Ist aber auch toll mit dem vielen SW. Die können sich in klima- und futtergünstigen (v.a. wenn bei letzterem noch ordentl. nachgeholfen wird) Jahren ja auch bis zu 3x reproduzieren.
Man muß als Pächter nur vor jede Kanzel brav eine Kirrung anlegen, sich ein oder zwei "Kirrdödel" suchen, die die Kirrungen dann brav jeden Tag bestücken.
Die übrigen Reviernachbarn im Hegering machen´s auch so und das läßt die SW-Bestände dann explodieren, ebenso wie die inflationär im Spätherbst/Frühwinter abgehaltenen, sog. "Drückjagden" in denen das das SW entweder gar nicht getroffen und gescheucht wird, oder zu Klump zusammengeschossen. Da v.a. am liebsten auf die stärkeren Stücke, könnte ja der ersehnet 70 oder 80kg "Lebenskeiler" sein. Meist stellt der sich aber als Bache herraus und durch ihr fehlen werden die jungen ÜL-Bachen früher rauschig und die Spirale dreht sich weiter und immer weiter.
Nun möchte das SW, v.a. die nun 30-50köpfige ÜL/Frili-Rotte, sich ja nicht nur von Liebe, Sex und trockenem Raiffeisen-Futtermais ernähren, sondern von Natur aus Allesfresser, auch mal gerne eiweißreiche, tierische Nahrung zu sich nehmen. Das sind sowohl sich noch duckende Kitze und Kälber, als auch die Gelege bodenbrütender Vögel, zu denen neben Fasan, Schnepfe, Kibitz, Wachtel, Haselhuhn, Gr. und Kl. Hahn, Lerche, Weihe nun auch mal das Rebhuhn zählt.
Allerdings sind die meisten Jäger gar nicht erpischt auf einen artenreichen Wildbestand (da gehört das NW nunmal in unserer Kulturlandschaft auch dazu), sind sie mit "den Sauen" doch viel zu viel und viel zu gerne beschäftigt. "Wenn die .30-06 knallt liegen 50kg, bei der 16/70 halt nur 500g!!!"


Schuld der Landwirte:

Teilweise schon keine Hektar, sondern schon Qudratkilometer an Futter-/Energiemais-Monokulturen. Wird ja auch alles von Land, Bund und EU dicke subventioniert. Gut daß man Landwirt in einer für sie extra geschaffenen, pseudosozialist. Wirtschafstordung ist.
"Wir Landwirte sind Unternehmer" wird immer mit breiter Brust kundgetan. Nur als "Unternehmer" hat man, im Rahmen der Gesetzgebung, dafür zu sorgen, daß man "break even" ist. Ist man das nicht, wird man vom Markt berreinigt. So ging´s dem Schlecker, aber der hatte auch keine Drogeristen-Lobby in Berlin und Brüssel...
Wird das Korn im Juli geerntet, wird der Acker spätestens schon im August wieder umgepflügt. Gerade die körnerfressenden Hühnervögel sind aber in den Herbstmonaten auf energiereiche Körnernahrung angewießen. Das waren früher die Stoppelfelder mit den nicht mit aufgenommenen Ähren und Körner die bei der Ernte abfielen. Stoppelfelder wurden erst gegen Ende November gepflügt.
Korn, Hackfrucht, Brache ist die 3-Felder-Wirtschaft. d.h. auf den Bännen sind jedes Jahr Felder mit Getreide, Hackfrüchte und Brachen. Die liegengebliebenen Stoppelfelder bieten den erwachsenen Vöglen Körnernahrung, die Brachen den Jungvögel die wichtige tiereische Eiweißnahrung in Form von Insekten und Spinnen. Bei den Hackfrüchten wurde das übriggebliebene Kraut nach der Ernte im Oktober/November auf den Feldern verbrannt und als Düngung mit untergepflügt.


Schuld der Politik:

Erstmal die oben genannte falsche Subventionspolitik und dann das "Politikum" Wolf, Luchs, Rabenvögel.
Warum nicht Rebhuhn, Auer-, Birk- und Haselwild, sowie die Waldschnepfe und den Feldhasen als "Politikum"? Alles Tiere, die sich in unserer Kulturlandschaft bestens zurechtfinden, ja sogar zu dieser kategorisch dazugehören.
Mit so was "außergewöhnlichem" wie Wolf oder Luchs, den man seit 4 oder 5 Generationen nicht mehr kennt, läßt sich halt viel besser Aufmerksamkeit erregen, dh. sich selber besser polit. profilieren.
DAS ist reiner POPULISSMUS, liebe Grüne, SPD, CDU, FDP etc...!!!


Grüße
Manolito
Sind Tannennadeln trocken,
dann fallen sie vom Baum herab;
drum Mädchen laßt euch locken,
auch eure Zeit ist knapp.

-Ingo Insterburg-
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@ Collathdrilling #
Collathdrilling schrieb:

Hallo,

Schuld der Jäger:

und nicht zu vergessen, den "Prädatoren Nummero 1", das Schwarzwild, des "kleinen Mannes Hochwild", das so "liebvoll" an sog. Kirrungen mit Unmengen an Mais gemästet wird, obwohl die milden Winter der letzten 20 Jahre eine starke Eichel/Bucheckernmast nach der anderen erbrachten.
Ist aber auch toll mit dem vielen SW. Die können sich in klima- und futtergünstigen (v.a. wenn bei letzterem noch ordentl. nachgeholfen wird) Jahren ja auch bis zu 3x reproduzieren.
Man muß als Pächter nur vor jede Kanzel brav eine Kirrung anlegen, sich ein oder zwei "Kirrdödel" suchen, die die Kirrungen dann brav jeden Tag bestücken.
Die übrigen Reviernachbarn im Hegering machen´s auch so und das läßt die SW-Bestände dann explodieren, ebenso wie die inflationär im Spätherbst/Frühwinter abgehaltenen, sog. "Drückjagden" in denen das das SW entweder gar nicht getroffen und gescheucht wird, oder zu Klump zusammengeschossen. Da v.a. am liebsten auf die stärkeren Stücke, könnte ja der ersehnet 70 oder 80kg "Lebenskeiler" sein. Meist stellt der sich aber als Bache herraus und durch ihr fehlen werden die jungen ÜL-Bachen früher rauschig und die Spirale dreht sich weiter und immer weiter.
Nun möchte das SW, v.a. die nun 30-50köpfige ÜL/Frili-Rotte, sich ja nicht nur von Liebe, Sex und trockenem Raiffeisen-Futtermais ernähren, sondern von Natur aus Allesfresser, auch mal gerne eiweißreiche, tierische Nahrung zu sich nehmen. Das sind sowohl sich noch duckende Kitze und Kälber, als auch die Gelege bodenbrütender Vögel, zu denen neben Fasan, Schnepfe, Kibitz, Wachtel, Haselhuhn, Gr. und Kl. Hahn, Lerche, Weihe nun auch mal das Rebhuhn zählt.
Allerdings sind die meisten Jäger gar nicht erpischt auf einen artenreichen Wildbestand (da gehört das NW nunmal in unserer Kulturlandschaft auch dazu), sind sie mit "den Sauen" doch viel zu viel und viel zu gerne beschäftigt. "Wenn die .30-06 knallt liegen 50kg, bei der 16/70 halt nur 500g!!!"


Schuld der Landwirte:

Teilweise schon keine Hektar, sondern schon Qudratkilometer an Futter-/Energiemais-Monokulturen. Wird ja auch alles von Land, Bund und EU dicke subventioniert. Gut daß man Landwirt in einer für sie extra geschaffenen, pseudosozialist. Wirtschafstordung ist.
"Wir Landwirte sind Unternehmer" wird immer mit breiter Brust kundgetan. Nur als "Unternehmer" hat man, im Rahmen der Gesetzgebung, dafür zu sorgen, daß man "break even" ist. Ist man das nicht, wird man vom Markt berreinigt. So ging´s dem Schlecker, aber der hatte auch keine Drogeristen-Lobby in Berlin und Brüssel...
Wird das Korn im Juli geerntet, wird der Acker spätestens schon im August wieder umgepflügt. Gerade die körnerfressenden Hühnervögel sind aber in den Herbstmonaten auf energiereiche Körnernahrung angewießen. Das waren früher die Stoppelfelder mit den nicht mit aufgenommenen Ähren und Körner die bei der Ernte abfielen. Stoppelfelder wurden erst gegen Ende November gepflügt.
Korn, Hackfrucht, Brache ist die 3-Felder-Wirtschaft. d.h. auf den Bännen sind jedes Jahr Felder mit Getreide, Hackfrüchte und Brachen. Die liegengebliebenen Stoppelfelder bieten den erwachsenen Vöglen Körnernahrung, die Brachen den Jungvögel die wichtige tiereische Eiweißnahrung in Form von Insekten und Spinnen. Bei den Hackfrüchten wurde das übriggebliebene Kraut nach der Ernte im Oktober/November auf den Feldern verbrannt und als Düngung mit untergepflügt.


Schuld der Politik:

Erstmal die oben genannte falsche Subventionspolitik und dann das "Politikum" Wolf, Luchs, Rabenvögel.
Warum nicht Rebhuhn, Auer-, Birk- und Haselwild, sowie die Waldschnepfe und den Feldhasen als "Politikum"? Alles Tiere, die sich in unserer Kulturlandschaft bestens zurechtfinden, ja sogar zu dieser kategorisch dazugehören.
Mit so was "außergewöhnlichem" wie Wolf oder Luchs, den man seit 4 oder 5 Generationen nicht mehr kennt, läßt sich halt viel besser Aufmerksamkeit erregen, dh. sich selber besser polit. profilieren.
DAS ist reiner POPULISSMUS, liebe Grüne, SPD, CDU, FDP etc...!!!


Grüße
Manolito

Umfangreicher Schriftsatz, gilt aber auch für Deine Pauschalierungen.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 23.12.18 um 20:33 Uhr.
@ Collathdrilling #
Collathdrilling schrieb:
und nicht zu vergessen, den "Prädatoren Nummero 1", das Schwarzwild, des "kleinen Mannes Hochwild",



wenn Selbstgeißelung, dann aber bitte vollständig. Die "hirschgerechten" reißen auch keinen Funken auf Fuchs, Waschbär und Co. weil sich da das liebevoll mit Zuckerrüben verwöhnte Alttierrudel erschrecken und das eigene Geviert verlassen könnte. Habe ich aktuell 2018 selbst live erlebt - mit den bekannten Begleiterscheinungen: Hasen, null, Fasanen null, Rebhühner null, Brutversuch Graugans - nach wenigen Tagen null, Blessralle ebenfalls nach wenigen Tagen null. Eine Stockente hatte immerhin neun Junge - nach wenigen Tage nur noch zwei. Die Waschbären sind im Schilf allnächtlich Samba und Polonaise getanzt, der Fuchs wechselte mich mehrfach am hellen Tage vertraut bis auf zehn Meter an, um sich dann verwundert vor mir auf die Hinterkeulen zu setzen und zu staunen, und der Dachs trödelte mehrfach mittags um 12 Uhr an mir vorbei und ich war "Luft" für ihn. Antwort des örtlichen Hochwildrevierjägers ob dieser Zustände: Nein, Raubwild schießen wir hier nicht.
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