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Erschreckende Zahlen vom DJV! Stirbt das Rebhuhn aus?

@ Ohm #
hallo Ohm,

der Zweck dieser Streifen ist extrem gute Flintenjagden veranstalten zu können.
Hatte das Glück an einigen als eingeladener Gast teilnehmen zu können, dort wurden mit
5 Flinten in 4 stunden 1500 stück Flugwild gestreckt. das die nicht alle natürlich aufgewachsen sind
und ein Revier von 500 ha nur für die Jagd gestalltes ist wird dann nicht erwähnt. Solche Reviere
leisten sich Leute aus Passion für die Flintenjagd . Der Aufwand Räuber zu bekämpfen wird in genanntem
Revier von 10 Leuten betrieben die dafür entlohnt werden!

Da gibt's Landwirtschaft nur für die Jagd .


Waidmannsheil
michael
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@ Etz #
Etz schrieb:

wenn Selbstgeißelung, dann aber bitte vollständig. Die "hirschgerechten" reißen auch keinen Funken auf Fuchs, Waschbär und Co. weil sich da das liebevoll mit Zuckerrüben verwöhnte Alttierrudel erschrecken und das eigene Geviert verlassen könnte. Habe ich aktuell 2018 selbst live erlebt - mit den bekannten Begleiterscheinungen: Hasen, null, Fasanen null, Rebhühner null, Brutversuch Graugans - nach wenigen Tagen null, Blessralle ebenfalls nach wenigen Tagen null. Eine Stockente hatte immerhin neun Junge - nach wenigen Tage nur noch zwei. Die Waschbären sind im Schilf allnächtlich Samba und Polonaise getanzt, der Fuchs wechselte mich mehrfach am hellen Tage vertraut bis auf zehn Meter an, um sich dann verwundert vor mir auf die Hinterkeulen zu setzen und zu staunen, und der Dachs trödelte mehrfach mittags um 12 Uhr an mir vorbei und ich war "Luft" für ihn. Antwort des örtlichen Hochwildrevierjägers ob dieser Zustände: Nein, Raubwild schießen wir hier nicht.


Als Hirschverrückter, ich aber sehr wohl!
2
 
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Käferbank1 Käferbank2 Käferbank3
Auf den Bildern sind Beispiele von solchen Grasstreifen zwischen zwei Feldkulturen aus Rebhuhnrevieren in NRW.

Bestenfalls sind diese Grasstreifen ca. 5-6 Meter breit. Auf einer Seite befindet sich Winterfrucht und auf der anderen Seite des Streifens eine Sommerfrucht.
Winterfrucht, wie Winterraps,Winterweizen usw. ,wird schon im Spätsommer/Herbst des Vorjahres gesät.

Die Sommerfrucht, wie Mais, Bohnen , Rüben usw. , erst im Frühjahr.

Der Grasstreifen und die Winterfrucht bieten Brutdeckung im Frühjahr. Die angrenzende Sommerfrucht bietet eine offene Grenzlinie. In der lückigen Sommerfrucht können die Gesperre gut laufen. Im Grasstreifen entwickeln sich Insekten und Spinnen.



Die Winterfrucht sollte bestenfalls Winterweizen, Roggen oder Wintertriticale sein. Denn diese Feldfrüchte werden je nach Sorte erst gegen Ende Juli /Anfang August gedroschen.

Nach Spittler liegt die Hauptschlupfzeit des Fasans von Mitte Mai bis Mitte Juni . Beim Rebhuhn liegt die Hauptschlupfzeit zwischen Mitte Juni und Mitte Juli.

Da Wintergerste schon Anfang Juli und Winterraps schon gegen Mitte Juli gedroschen werden, sind diese beiden Feldfrüchte für Rebhuhnbruten eher suboptimal. Gelege sind gefährdet.

Grds. lässt sich das System für Landwirte gut integrieren. Denn nach Wintergetreide werden regelmäßig Sommerfrüchte auf der Fläche angebaut. So kann immer im Wechsel auf einer Seite des Streifens eine Sommerfrucht und auf der anderen Seite Wintergetreide stehen.



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@ perdixfreund #
perdixfreund schrieb:

Auf den Bildern sind Beispiele von solchen Grasstreifen zwischen zwei Feldkulturen aus Rebhuhnrevieren in NRW.

Bestenfalls sind diese Grasstreifen ca. 5-6 Meter breit. Auf einer Seite befindet sich Winterfrucht und auf der anderen Seite des Streifens eine Sommerfrucht.
Winterfrucht, wie Winterraps,Winterweizen usw. ,wird schon im Spätsommer/Herbst des Vorjahres gesät.

Die Sommerfrucht, wie Mais, Bohnen , Rüben usw. , erst im Frühjahr.

Der Grasstreifen und die Winterfrucht bieten Brutdeckung im Frühjahr. Die angrenzende Sommerfrucht bietet eine offene Grenzlinie. In der lückigen Sommerfrucht können die Gesperre gut laufen. Im Grasstreifen entwickeln sich Insekten und Spinnen.



Die Winterfrucht sollte bestenfalls Winterweizen, Roggen oder Wintertriticale sein. Denn diese Feldfrüchte werden je nach Sorte erst gegen Ende Juli /Anfang August gedroschen.

Nach Spittler liegt die Hauptschlupfzeit des Fasans von Mitte Mai bis Mitte Juni . Beim Rebhuhn liegt die Hauptschlupfzeit zwischen Mitte Juni und Mitte Juli.

Da Wintergerste schon Anfang Juli und Winterraps schon gegen Mitte Juli gedroschen werden, sind diese beiden Feldfrüchte für Rebhuhnbruten eher suboptimal. Gelege sind gefährdet.

Grds. lässt sich das System für Landwirte gut integrieren. Denn nach Wintergetreide werden regelmäßig Sommerfrüchte auf der Fläche angebaut. So kann immer im Wechsel auf einer Seite des Streifens eine Sommerfrucht und auf der anderen Seite Wintergetreide stehen.


Gefällt mir sehr! Entweder hast Du jagende Landwirte oder Landwirte die wissen was der Natur gut tut.
Von solchen Zuständen kann ich nur träumen, wenn ich nicht aufpassen, roden sie mir die Hecken weg.
Die Feldwege leiden unter Schwindsucht und werden jedes Jahr dünner.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.01.19 um 01:18 Uhr.
@ Dackelfan #
Dackelfan schrieb:

Gefällt mir sehr! Entweder hast Du jagende Landwirte oder Landwirte die wissen was der Natur gut tut.
Von solchen Zuständen kann ich nur träumen, wenn ich nicht aufpassen, roden sie mir die Hecken weg.
Die Feldwege leiden unter Schwindsucht und werden jedes Jahr dünner.

Leider hat so ein Bio -Hühnerbaron seit 2 Jahren auch einige Ha im Revier- vorher befahrbare Wege sind nur noch
begehbar, Wiesen sind jetzt geackert - abwarten was da im Frühjahr geplanzt wird
www.RS-Waffen.de
ÖJV - nein Danke

Manche Menschen sind der lebende Beweis dafür, dass Gehirnversagen nicht zwangsläufig zum Tod führt
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.01.19 um 15:18 Uhr.
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Feldrand überackert
Feld- und Ackerränder sind auch sehr wichtige Lebensraumelemente für das Rebhuhn in der Agrarlandschaft.

Auf dem Foto sieht man ganz deutlich, wo sich jemand nicht an die Grenze gehalten hat. Der Grenzstein ist sichtbar. Der Weg hat seinen Rand verloren.

In der Zeitung "Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen Lippe" vom Dezember 2014 (jetzt heißt die Zeitung Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben) stand ein sehr interessanter Artikel mit der Überschrift:

Zitat:
"Feldraine leiden an "Schwindsucht" Was können Landwirte und Kommunen tun, damit Feld- und Wegraine sowie Straßenränder wichtige Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere bleiben ? Bauern, Naturschützer und Behördenvertreter diskutieren am runden Tisch in Lüdinghausen"

Im Artikel heisst es unter anderem:

Zitat:

" In den Kreisen Soest und Düren haben die Landschaftsbehörden kürzlich Aktionen zur Rückführung von überackerten Flächen durchgeführt. Schäpers: "Im Kreis Soest konnten so 200 ha Feld- und Ackerraine der Natur wieder zugeführt werden."


200 ha Fläche im Kreis Soest , die überackert waren !

Das ist eine Hausnummer.

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Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.01.19 um 15:57 Uhr.
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Grasweg 1 Grasweg 2
Sehr wichtige Elemente im Rebhuhnrevier sind auch unbefestigte Feldwege, wie auf den Bildern zu sehen. Auf solchen Graswegen finden die Althühner Äsung und auch die Küken finden Insekten und Spinnen.

Die Graswege sollten von April bis Mitte /Ende August nicht gemäht werden. Und wenn sie gemäht werden , dann jährlich nur teilweise. Ein Teil der Vegetation sollte ungemäht stehenbleiben. Rebhühner finden im Altsgras Deckung und viele Insekten und Spinnen überwintern als erwachsene Tiere, Puppen, Larven oder als Eier an den trockenen Pflanzenstängeln.


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Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.01.19 um 16:07 Uhr.
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Ameisenhaufen 1 Ameisenhügel 2
Im Boden der unbeackerten Feldränder , Graswege und Grasstreifen siedeln sich z.B. verschiedene Wegameisenarten an.

Wird der Boden nicht bearbeitet , können die Ameisenkolonien mehr als 10 Jahre alt werden. Im Labor konnte eine Königin der schwarzen Wegameise ca. 30 Jahre alt werden. Die Ameisennester bieten also jedes Jahr aufs Neue Kükennahrung.

Je nach Art können die Wegameisen sehr dicht siedeln. So kann sich im Sommer alle 2 Meter Abstand ein Erdhügel voll mit Ameisenpuppen und Ameisenlarven befinden - Wichtige Kükennahrung -




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Das schöne an all diesen Aktivitäten ist:

Es wird ein Ziel gesetzt
Gemeinsam wird nach besten Lösungen gesucht
Andere werden mit ins Boot geholt
Ein Zeitungsartikel macht die Sache bekannt frei nach dem Motto tue Gutes und sprich darüber
Es wird etwas erreicht

Mehr oder weniger machen es alle Naturschutzorganisationen, ich mache da auch immer mal mit.

Was nicht passiert ist:

Wann soll das Ziel erreicht sein, eine Festlegung erfolgt nicht.

Wer kontrolliert das? Doch keinesfalls der Organisator!

Wird das Ergebnis veröffentlicht? Werden die Konsequenzen daraus gezogen?



Mal aus meiner Umgebung:

15000 DM werden für Aussetzen von Rebhühnern und Biotopverbesserungen vom Rebhuhn ausgegeben,
nach 8 Jahren war kein Rebhuhn mehr da das Projekt tot.(Kreisjägerschaft)

60000 € werden ausgegeben ( Landkreis ) Gewässer umleiten Verbesserung der Wasserqualität.
Nach 5 Jahren keine Messbare Veränderung, Beginn groß veröffentlicht, Ergebnis nicht.

Nabu legt vor 20 Jahre Streuobstwiesen an. Bis jetzt ist da kaum ein Apfel dran, Besitzer die Flächen zur Verfügung stellten enttäuscht.



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Abstand Wildacker zu Bäumen
Wildäcker, Blühflächen und Brachen für Rebhühner sollten weit draußen im offenen Feld liegen.


Wenn möglich, dann sollten sie einen Abstand von mindestens 200 Metern zu Bäumen, Waldrändern und hohen Hecken aufweisen.

Sonst hätten Greifvögel optimale Ansitze zum Anjagen der Rebhühner.

Nach Untersuchungen des game and wildlife trust in England an besenderten Rebhühnern werden sogar ausgewachsene Rebhühner von Sperbern geschlagen - Besonders zur Frühjahrszeit, wenn sich die Ketten auflösen und die Rebhuhnpaare Brutplätze an Randstrukturen suchen -



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