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Jagdkonzepte + Jagd allgemein
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Forum: Jagdkonzepte + Jagd allgemein

Selbstvermarktung und Veredelung gegen den Preisverfall

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Beitrag vom Autor bearbeitet am 09.12.18 um 16:14 Uhr.
#
Damhirsch vor der Brunft
Selbstvermarktung und Veredelung gegen den Preisverfall
Das Forstamt Ebrach hat dank des "kleinen Vetters des Habichts" und seiner Mannschaft die längste Drückjagdtradition in Bayern.
Wie viele andere Forstbetriebe auch, setzt der Betrieb nicht nur auf den Verkauf von portioniertem Wild sondern bemüht sich um ein eStärkung des Absatzes von veredelten Produkten.
Das ist in Eigenregie quasi rechtlich nicht möglich, geht über zertifizierte Metzgereibetriebe aber problemlos.
Problem ist in der Regel, daß die Nachfrage beim Endverbraucher anfangs in der Regel gering ist. Man braucht schon einen langen Atem, bis sich ein Kundenstamm etabliert, der auch wieder weitere Neukunden animiert.
In einem irrt der Kommentar des BR: Auch private Jäger können sich eines Metzgereibetriebes bedienen um Wildpret veredeln zu lassen und über den Handel abzusetzen.
[www.youtube.com]
"Lebensraum ist nicht Alles, aber ohne Lebensraum ist alles nix"
Dr. R. Suchant
------------------------------------------------------------------------------
Sehenswerte Koexistenz in den Abruzzen:
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1
 
@ Biberist #
Biberist schrieb:

Das Forstamt Ebrach hat dank des "kleinen Vetters des Habichts" und seiner Mannschaft die längste Drückjagdtradition in Bayern. Dementsprechend professionell ist der Ablauf.
Wie viele andere Forstbetriebe auch, setzt der Betrieb nicht nur auf den Verkauf von portioniertem Wild sondern bemüht sich um ein eStärkung des Absatzes von veredelten Produkten.
Das ist in Eigenregie quasi rechtlich nicht möglich, geht über zertifizierte Metzgereibetriebe aber problemlos.
Problem ist in der Regel, daß die Nachfrage beim Endverbraucher anfangs in der Regel gering ist. Man braucht schon einen langen Atem, bis sich ein Kundenstamm etabliert, der auch wieder weitere Neukunden animiert.
In einem irrt der Kommentar des BR: Auch private Jäger können sich eines Metzgereibetriebes bedienen um Wildpret veredeln zu lassen und über den Handel abzusetzen.
[www.youtube.com]


Durch eine berufliche Station in Erlangen und Wohnort Burgebrach habe ich ein paar Jahre im Steigerwald jagen und Kontakte knüpfen können.
Auch Dr. Sperber habe ich kurz kennen gelernt. Er mag ein versierter Fachmann sein, aber ich teile nicht alle Ansichten, nur ist das ein anderes Thema.

Das Problem was ich habe :
Die hiesigen Forstämter hatten fast alle Abnahmeverträge mit großen Wildhändlern. Dies hat den Regionalmarkt wenig beeinflusst, das Wildbret ging sonstwohin.
Jetzt ist es so, dass immer mehr Forstämter diese Verträge gekündigt haben und plötzlich die kleinen regionalen Wildhändler mit Wildbret überschwemmen, der dadurch die EK Preise bei den Privaten Pächtern senken kann.
Ich konnte zB. Rotwild immer gut absetzen zwischen 3,50 - 4,50 kg je nach Situation.
Vor 4 Wochen hat bei meinen Wild Händler das FA Melsungen angerufen "Wir haben 80 Stück Rotwild, wollen sie das kaufen ?" Das macht regionale Preise kaputt.
Auch der "neue" Trend dass die FÄ direkt Vermarkten bringt mehr regionales Angebot.

Wir verbrauchen jetzt selbst unser Wild und ich sammel in der Tiefkühltruhe und bringe 4 mal im Jahr einen Kofferraum von Rehwild bis SW nach Frankfurt, weil regional die Preise nicht mehr stimmen.

Man muss flexibel bleiben, netzwerken usw.
Für ein Restaurant sollte ich schon regelmässig meine Bratwürste liefern, leider musste ich dort genau erklären warum das nicht geht, an ihm hätte es nicht gelegen.
Sehr Schade, dass wir immer solche Hürden in den Weg gelegt bekommen.


Political Correctness is our enemy. Speak truth and talk facts !

"Sozialstaat und offene Genzen schliessen sich aus"
Zitat Milton Friedman Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften


[www.youtube.com]



6
 
#
Hat jetzt nicht mit der Veredelung von Wild zu tun, deswegen etwas offtopic, Tschuldigung an den Fadenstarter:

Der FoA Leiter sagt, dass er von "Privaten" 3,-/3,50 Euro für Sw in der Schwarte bekommt. Minute 1:50 in dem Video.
Der Wildhändler zahlt jedoch nur ca. 0,50.

Die Jäger sollten viel mehr Anreiz bekommen, das erlegte Stück zu übernehmen. Bei den Berliner Forsten zahlen die Inhaber eines BGS derzeit für Schwarzwild in der Schwarte 1,00 Euro, für Stücke unter 30kg zahlen sie gar nichts.

So kommt weniger bei den Händlern an. Sie müssten ggf. mehr bezahlen, um Wild zu bekommen.

Gruß, montero

"man jagt nicht, um zu töten, sondern umgekehrt, man tötet, um gejagt zu haben" ORTEGA Y GASSET
5
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 09.12.18 um 20:28 Uhr.
@ montero #
Ist aber im Prinzip das selbe Problem, dass der Wastel anspricht: das Wild wird durch die Begeher sehr günstig eingekauft und dann überschwemmen diese mit dem Forstamtswild den Markt der Privaten.

Ist ja eigentlich ok, denn es bleibt regional ABER

- da sind einige Krauter dabei, die ihr " Quälitätsfleisch" besser selber essen sollten (kaum/keiner hat einen Zerlegeraum)

- es eigentlich nicht sein kann, dass Privatkunden beim Forst quasi nichtmehr bedient werden, weil einige Begeher sich die Taschen voll machen

- muss es wirklich nur 1 € sein? Oder wie andernorts alles unter 20kg geschenkt?
Die Forstämter haben als Großproduzenten schon eine rigionale Marktmacht und zerschiessen teilweise arg die Preise indem solche " Sonderaktionen" zur Daueraktion werden.

Da finde ich die Veredelung schon besser, den das ist eine andere Stufe und preislich nicht so sensibel (keiner wird seine Bratwurst für 10 cent das Stück verramschen)
Ob man vorbeigeschossen hat, entscheidet der Hund, nicht der Schütze.

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Hatte einen in der Krone: Betrunkener Holzfäller bemerkt Umweltaktivisten nicht.
2
 
@ 7x65R #
7x65R schrieb:

Ist aber im Prinzip das selbe Problem, dass der Wastel anspricht: das Wild wird durch die Begeher sehr günstig eingekauft und dann überschwemmen diese mit dem Forstamtswild den Markt der Privaten.

Ist ja eigentlich ok, denn es bleibt regional ABER

- da sind einige Krauter dabei, die ihr " Quälitätsfleisch" besser selber essen sollten (kaum/keiner hat einen Zerlegeraum)

- es eigentlich nicht sein kann, dass Privatkunden beim Forst quasi nichtmehr bedient werden, weil einige Begeher sich die Taschen voll machen

- muss es wirklich nur 1 € sein? Oder wie andernorts alles unter 20kg geschenkt?
Die Forstämter haben als Großproduzenten schon eine rigionale Marktmacht und zerschiessen teilweise arg die Preise indem solche " Sonderaktionen" zur Daueraktion werden.

Da finde ich die Veredelung schon besser, den das ist eine andere Stufe und preislich nicht so sensibel (keiner wird seine Bratwurst für 10 cent das Stück verramschen)

oh je!
So klingt ideenlos
Wenn durch menschliches Verschulden ein Geschöpf geriet in Not. Ein qualvoll Leiden einem wunden Wilde droht! Wenn des Geistes hohe Stufe und des Menschen Kunst nicht reicht, folgte der Hund dem bangen Rufe, seine Nase schaffte es leicht.

Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner.
1
 
@ 7x65R #



Im Prinzip gebe ich dir Recht.
In meiner ehemaligen LWObf. kann das erlegte Wild für den Eigenbedarf erworben werden.
Ein Weiterverkauf ist eigentlich nicht gestattet. Wird man erwischt, dann ist Essig mit weiterer Jagdausübung im LW. Sicher hat niemand etwas dagegen, wenn einmal ein Stück Fleisch verschenkt wird, Handel ist damit wie gesagt nicht gestattet.
Als der Wildhändler vor einiger Zeit kein SW abgenommen hat, da durften die Erleger die Stücke zum Kilopreis von 0,50€ erwerben.
Jetzt wird wieder abgenommen, sicher ist der Preis jetzt wieder höher.
Meine Frau konnte meinen PB übernehmen, was sie erlegt verwerten wir selbst.
Hier auf dem Land wird unser Revierförster allerdings auch nicht von " zivilen " Käufern überrannt. Das hält sich in Grenzen. Es gibt ja noch die Pachtreviere, dort kommt auch viel Wild zur Strecke.
Für einen großen Forstbetrieb kann es sich durchaus lohnen, das angefallene Wild zu veredeln.
Hier will sich nur niemand damit belasten.
Ehrlichkeit währt am längsten!
1
 
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Wir vermarkten von der Jahresstrecke, 350 Rehe, 50 Sauen, 15 Dam, 6 RW nichts über Wildbrethändler.
Alles geht zum Metzger, der zerlegt, vakuumverpackt und verdedelt, Vermarktung dann zu 85 % über uns direkt, der kleine Rest zwei Metzger + 1-2 Gastrobetriebe.
Über die im (guten) Film aufgerufenen Preise kann ich lachen.
6
 
@ KeilerHeinrich #
KeilerHeinrich schrieb:

Im Prinzip gebe ich dir Recht.
In meiner ehemaligen LWObf. kann das erlegte Wild für den Eigenbedarf erworben werden.
Ein Weiterverkauf ist eigentlich nicht gestattet. Wird man erwischt, dann ist Essig mit weiterer Jagdausübung im LW. Sicher hat niemand etwas dagegen, wenn einmal ein Stück Fleisch verschenkt wird, Handel ist damit wie gesagt nicht gestattet.
Als der Wildhändler vor einiger Zeit kein SW abgenommen hat, da durften die Erleger die Stücke zum Kilopreis von 0,50€ erwerben.
Jetzt wird wieder abgenommen, sicher ist der Preis jetzt wieder höher.
Meine Frau konnte meinen PB übernehmen, was sie erlegt verwerten wir selbst.
Hier auf dem Land wird unser Revierförster allerdings auch nicht von " zivilen " Käufern überrannt. Das hält sich in Grenzen. Es gibt ja noch die Pachtreviere, dort kommt auch viel Wild zur Strecke.
Für einen großen Forstbetrieb kann es sich durchaus lohnen, das angefallene Wild zu veredeln.
Hier will sich nur niemand damit belasten.

das ist hier anders. Die FoB wie der hiesige verkaufen kein Gramm an Händler!
Im Gegenteil da können die JEN noch an den FoB verkaufen wenn Bedarf ist.
Ich werde meine 15 Stücken Rehwild mit Kusshand los!
Zerlegt, küchenfertig, vakuumverpackt - picobello!
Wir geben auch Rezepte und Zubereitungstips.
Da ist die Nachfrage grösser als mein Angebot.
Da ist mir das was der Forst macht völlig Banane!

Wenn durch menschliches Verschulden ein Geschöpf geriet in Not. Ein qualvoll Leiden einem wunden Wilde droht! Wenn des Geistes hohe Stufe und des Menschen Kunst nicht reicht, folgte der Hund dem bangen Rufe, seine Nase schaffte es leicht.

Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner.
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@ OberfoersterVS #
Das schlimme ist ja, im Einzugsbereich der jetzigen LWObf. gab es früher schon mal so etwas.
Man hätte sicher etwas investieren müssen, aber die Voraussetzungen zur Verarbeitung/Zerlegung waren da.
Die zweite schlimme Sache, hier in der Gegend ist es äußerst schwer, einen vernünftigen Metzger zu finden.
Ist OT, aber mit Bäckern ist es auch nicht besser.
An meinem jetzigen Wohnort in Sachsen, da sieht die Sache schon wesentlich besser aus
Ehrlichkeit währt am längsten!
0
 
@ 7x65R #
7x65R schrieb:

Ist ja eigentlich ok, denn es bleibt regional ABER

- da sind einige Krauter dabei, die ihr " Quälitätsfleisch" besser selber essen sollten (kaum/keiner hat einen Zerlegeraum)

- es eigentlich nicht sein kann, dass Privatkunden beim Forst quasi nichtmehr bedient werden, weil einige Begeher sich die Taschen voll machen

Nein, die Begeher sollen sich nicht die Taschen voll machen. Sie müssen sich an alle Vorschriften halten und sind eigenverantwortlich. Sie haben für den Eigenverbrauch ordentlich Wildbret. Ich finde es gerecht, wenn der aktive Jäger solche Vorteile hat.
"man jagt nicht, um zu töten, sondern umgekehrt, man tötet, um gejagt zu haben" ORTEGA Y GASSET
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