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Heideterrier - großes Fragezeichen

@ Tobi_Nambur #
ein DJT Drückjagdterrier Der liebe Max Max 13 im Dienst
Tobi_Nambur schrieb:

Horrido,

vor 2 Wochen auf einer Staatsjagd fielen mir ein paar übergroße Jagdterrier mit heller Maske auf. Eine Hundeführerin aus dem Ruhrgebiet erklärte mir stolz dass es sich um Heideterrier handele. Aus diversen Gründen besser als alles bisher da gewesene an deutschen Stöberhunden.
Da ich interessiert schien bekam ich sofort Kontaktadressen zu passenden Welpen für mich. Und klar interessieren mich diese Hunde, die der Forst speziell für die Sauenstrecke engagiert hatte. Da ich auch meine Nummer weitergegeben hatte bekam ich kürzlich sogar Anrufe von Führern die mir bereits ältere , 2,3 und 4- jährige Hunde verkaufen wollten.
Und genau da wurde ich stutzig. Wenn die Hunde doch alle so super sind, wieso gebe ich dann Hunde in dieser Altersspanne ab ?
Wenn diese Hunde aus SW erprobten und selektierten Eltern als F1 Welpen nur für ein kleines besonderes Hundeführer Klientel enstehen, warum werden sie dann an jeder Ecke Deutschlands feilgeboten ?
Wer kann mich hier aufklären ? Die F1 Generation einer Outcross Verpaarung bringt laut Lehrbuch etwa 1/3 Welpen mit der gewünschten Kombination der Eigenschaften beider Elterntiere, 1/3 Welpen mit nur 50% der gewünschten Eigenschaftskombination und 1/3 Welpen wo isch genau die ungewünschten Eigenschaften der Elterntiere kombiniert haben.
Was passiert also mit diesem relativ großen Ausfall ?
Woran erkennen die "Züchter" früh (oder bis offensichtlich zum 3. Lebensjahr) dass es sich um einen der 1/3 Kracher Hunde handelt, also die Hunde in denen sich Ruhe, Führigkeit und Verträglichkeit vom Airdale ideal mit der der Passion, der Nase und dem Beutewillen des DJT verbunden hat ?
Dass es diese 1/3 Saujagd "Kracher" gibt ist mir inzwischen glaubhaft bestätigt worden. Aber: wie lebt es sich mit einem Hund aus dem restliche Wurf mit den genetisch weniger talentierten Hunden ?



Also ich habe einen Heidetrrier von der Löhnsmeute,
Und ichn glaube sagen zu können das einem Hund einiges angewölft sein kann , aber letztendlich sind es alles Individuen.
Ich habe 3 DJT ( alles unterschiedliche Charaktere ) 1 DK, ebenso eine unverwechselbare Persönlichkeit ( leider verstorben)
Und den Heideterrier Max .
Selbst innerhalb eines Wurfes sind die Hunde zum Teil Grundverschieden weil meiner Meinung nach 80 % Prägung und Ausbildung ist.

Momentan ist es so das der DJT Alf tatsächlich das mit Jagd in seinen Rassenamen sehr ernst nimmt.
Aber Max ist leichtsinniger, verläßt sich auf seine Schnelligkeit und sein Reaktionsvermögen. Und kann es nicht leiden wenn angeflickte Sauen flüchten wollen. Er holt sie immer wieder zurück und geht diese dann voll an. Was ich in der Ausdauer bisher kaum bei anderen Hunden gesehen habe.
Aber ich bin sicher das man die Eignung eines Hundes nicht an seiner Rasse festmachen kann , höchstens die Untauglichkeit ist rassebedingt.
Merke: Im Wald da bist du nie alleine wenn du das falsche tust, nur wenn du in Not bist.
Wer auf einen Tiger jagt muß auch damit rechnen auf einen Tiger zu treffen

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@ esau #
esau schrieb:

Dann kann man das in Papieren auch dokumentieren /verbriefen.
Warum fehlen die dann?

Gut Frage. Vllt., weil man anfangs nur ne Gebrauchskreuzung vorhatte, und bis man merkte, daß es mehr wird, war man so uneins, daß es nicht mehr möglich war. Gehört sehr viel Disziplin und Überzeugung dazu, sowas durchzuziehen.....
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@ Teckelschreck #
Teckelschreck schrieb:

Das ist doch aber nur die Theorie! Der Plan ist richtig und gut aber der Faktor Mensch ist nicht eingeplant.

Beispiel:
Aufgrund von einem fehlenden Zahn wird ein wirklich guter Hund von der Zucht ausgeschlossen. Dafür aber eine Hündin zugelassen die bescheiden jagt und im Grunde zu klein ist. Von ruhigem ausgeglichenen Wesen mal ganz zu schweigen...

Rein zufällig sind der Besitzer und der Richter bekannt miteinander... schon nimmt das Elend seinen Lauf.

Wenn ich mir anschaue was aus dem Wachtelhund gemacht wurde ist mir alles klar. Ich wäre rein optisch ein absoluter Fan dieser Hunde. Aber was soll ich mit nem Hund der Sonntags auf dem Sportplatz spurlaut jagd..?

Sicher ist eine ordentliche Zuchtbuchführung gut und richtig. Aber etwas mehr Freiheit und vor Allem den Blick für die Praxis würde ich mir trotzdem wünschen.


Ich führe einen Hund mit Papieren, und die nächsten werden auch welche haben. Trotzdem breche ich nicht den Stab über Leute, die mit Hunden ohne Papiere jagen.

Teckelschreck spricht das wesentliche an. In den Vereinen und Verbänden menschelt es, dass es nur so kracht. VDW hatte/hat seine Skandale (Waidlaut, div. Krankheiten), VDD ebenfalls (OCD), die DJT hatten ihre Probleme (Augen) usw. Alles nur, weil der an sich gute Plan (transparente, nachvollziehbare Leistungszucht mit den besten verfügbaren Hunden) an der ganzen Menschelei gescheitert ist. Weil Leute nicht eingesehen haben, dass mit IHREM Hund nicht gezüchtet werden kann/sollte. Weil dann operiert wurde, weil man Prüfungszeugnisse, Härtenachweise und Saujagernachweise geschenkt bekam. Weil beim Wesen keiner hingeschaut hat. Und so weiter.

Die meisten Mitglieder der Zuchtvereine engagieren sich nicht ernsthaft. Sie wollen nur einen Hund, eine super Prüfung, eine super Formbewertung, möglichst mal irgendwie einen Wurf machen oder den Rüden decken lassen. Rest: egal. Erst wenn jemand einen kranken Hund bekommt oder einen wesensschwachen oder oder sieht die Welt ganz anders aus.

Wer mal auf ein paar Prüfungen war, wer weiß, mit wie wenig Wissen/Erfahrung man JGHV-Verbandsrichter werden kann, wenn man weiß, wie die Leute zu ihren Richteranwartschaften kommen, wenn man in dem einen oder anderen Verein mal hinter die Kulissen schaut: bleibt einem schlicht die Spucke weg.

Wir alle sind aufgefordert, daran mitzuwirken, dass dieses an sich gute System seinen Dienst tut und gesunde, leistungsfähige Hunde produziert. De facto arbeiten sich die allerwenigsten daran auf. Sich völlig von den Vereinen/Verbänden loszusagen ist sicher keine Lösung, dennoch habe ich für jeden Verständnis, der diesen Weg gewählt hat.

6
 
#
wow, ganz schön pauschal was hier teilweise über die Zuchtverbände abgelassen wird.

Ich frage mich tatsächlich, ob das alles so belegt werden kann, was man hier behauptet und wenn, warum wendet man sich mit diesen angeblich zuhauf vorkommenden Missständen nicht an den VDH oder besser noch JGHV?

Der Aufforderung, daran mitzuwirken, dass sich etwas ändert, ist doch mit gutem Beispiel vorangehend sicher damit getan, die Beweise für geschenkte Prüfungszeugnisse, Härtenachweise und Saujagernachweise dem JGHV vorzulegen und die unwissenden unerfahrenen Richter zu benennen, oder?

Ansonsten ist es viel Hörensagen, viel schmutzige Wäsche, viel unbewiesene Anschuldigung! Unbestritten wird gemenschelt, unbestritten werden auch Fehler gemacht, sich allerdings als Gebrauchshundeobmann wirklich für die Sache jagende Hunde einzusetzen, sich als Gebrauchsrichter an so ziemlich jedem Wochenende der Sache jagende Hunde anzunehmen hat meines Erachtens etwas mehr Respekt als Pauschalurteile verdient!
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 12.11.18 um 09:42 Uhr.
@ katja #
pauschal isses hoffentlich nicht zutreffend - aber viele haben leider den Einzelfall erlebt.

Meine Dackels hatten/haben alle Papiere, sind von erfolgreichen Jägern und Züchtern.
Auf einer Prüfung vorgestellt habe ich genau einen, den ersten.

An diesem Tag war ein bekannter Züchter/Jäger/Ausbilder mit vier Dackeln am Start, drei waren so richtig gut (wesentlich besser als meiner!), der vierte war eine Lusche.

Am Ende des Tages hatte der Vierte auch ein deutlich bessere Bewertung als meiner, Prüfer und Ausbilder langjährige Freunde...


Ab diesem Tag war mir klar, daß meine Hunde für die Jagd ausgebildet werden und nicht mehr für Prüfungen.
Züchten wollte ich eh nie. Hat mir viel Zeit erspart und den Hunden und mir deutlich mehr Spaß gebracht.

Ich habe daraus beim Kauf des nächsten Dackels auch nie einen Hehl gemacht, nur ein einziges Mal wurde ich als Käufer abgewiesen - sprich die Züchter wissen also auch Bescheid...
* wer anderen eine Grube gräbt ist selber schuld
* Kaiser Barbarossa sagte vor kurzem: Die meisten Zitate im Internet sind frei erfunden
* Hinterher ist man gar nicht immer klüger - manchmal ist man hinterher einfach nur ärmer oder überfressen oder betrunken oder schwanger...
*Coruptissimae republicae, plurimae leges.
*G.B.Shaw: Die Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol entsteht
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@ katja #
katja schrieb:

wow, ganz schön pauschal was hier teilweise über die Zuchtverbände abgelassen wird.

Ich frage mich tatsächlich, ob das alles so belegt werden kann, was man hier behauptet und wenn, warum wendet man sich mit diesen angeblich zuhauf vorkommenden Missständen nicht an den VDH oder besser noch JGHV?



Weil es da genauso menschelt?
Wie groß meinst Du ist der Bedarf des JGHV oder des VDH an Leuten, die ihnen nachweisen, dass ihr System stellenweise nicht funktioniert, und sie mit der Aufforderung konfrontiert, vorkommende Missstände zu beseitigen?

nullkommanull
2
 
@ Heide_Unterfranken #
Die "nullkommanull" kann ich so nicht stehen lassen,
es gibt durchaus engagierte Hundeleute in den Zuchtverbänden (für den JGHV kann ich jetzt explizit nicht sprechen, da fehlen mir nähere Einblicke), die die Augen vor Missständen nicht verschließen und zum Wohle gesunder und leistungsfähiger Hunde auf deren Beseitigung hinwirken!
2
 
@ forstgarten #
habe ich nicht bestritten, es sind nur zu wenige - und in dem von Dir zitierten Post sprach ich ausdrücklich von den Verbänden

forstgarten schrieb:

Die "nullkommanull" kann ich so nicht stehen lassen,
es gibt durchaus engagierte Hundeleute in den Zuchtverbänden (für den JGHV kann ich jetzt explizit nicht sprechen, da fehlen mir nähere Einblicke), die die Augen vor Missständen nicht verschließen und zum Wohle gesunder und leistungsfähiger Hunde auf deren Beseitigung hinwirken!

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@ Heide_Unterfranken #
Heide_Unterfranken schrieb:

habe ich nicht bestritten, es sind nur zu wenige - und in dem von Dir zitierten Post sprach ich ausdrücklich von den Verbänden


Und die Verbände bestehen aus ihren Mitgliedern
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@ Heide_Unterfranken #
Heide_Unterfranken schrieb:

Weil es da genauso menschelt?
Wie groß meinst Du ist der Bedarf des JGHV oder des VDH an Leuten, die ihnen nachweisen, dass ihr System stellenweise nicht funktioniert, und sie mit der Aufforderung konfrontiert, vorkommende Missstände zu beseitigen?

nullkommanull


Richtest Du Dich bei der Frage einen Missstand aufzudecken oder nicht nach dem Bedarf des Beschwerdeempfängers?
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