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Heideterrier - großes Fragezeichen

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HT1 HT2 HT3
Heideterrier - großes Fragezeichen
Horrido,

vor 2 Wochen auf einer Staatsjagd fielen mir ein paar übergroße Jagdterrier mit heller Maske auf. Eine Hundeführerin aus dem Ruhrgebiet erklärte mir stolz dass es sich um Heideterrier handele. Aus diversen Gründen besser als alles bisher da gewesene an deutschen Stöberhunden.
Da ich interessiert schien bekam ich sofort Kontaktadressen zu passenden Welpen für mich. Und klar interessieren mich diese Hunde, die der Forst speziell für die Sauenstrecke engagiert hatte. Da ich auch meine Nummer weitergegeben hatte bekam ich kürzlich sogar Anrufe von Führern die mir bereits ältere , 2,3 und 4- jährige Hunde verkaufen wollten.
Und genau da wurde ich stutzig. Wenn die Hunde doch alle so super sind, wieso gebe ich dann Hunde in dieser Altersspanne ab ?
Wenn diese Hunde aus SW erprobten und selektierten Eltern als F1 Welpen nur für ein kleines besonderes Hundeführer Klientel enstehen, warum werden sie dann an jeder Ecke Deutschlands feilgeboten ?
Wer kann mich hier aufklären ? Die F1 Generation einer Outcross Verpaarung bringt laut Lehrbuch etwa 1/3 Welpen mit der gewünschten Kombination der Eigenschaften beider Elterntiere, 1/3 Welpen mit nur 50% der gewünschten Eigenschaftskombination und 1/3 Welpen wo isch genau die ungewünschten Eigenschaften der Elterntiere kombiniert haben.
Was passiert also mit diesem relativ großen Ausfall ?
Woran erkennen die "Züchter" früh (oder bis offensichtlich zum 3. Lebensjahr) dass es sich um einen der 1/3 Kracher Hunde handelt, also die Hunde in denen sich Ruhe, Führigkeit und Verträglichkeit vom Airdale ideal mit der der Passion, der Nase und dem Beutewillen des DJT verbunden hat ?
Dass es diese 1/3 Saujagd "Kracher" gibt ist mir inzwischen glaubhaft bestätigt worden. Aber: wie lebt es sich mit einem Hund aus dem restliche Wurf mit den genetisch weniger talentierten Hunden ?






Wildfleisch : Mehr BIO geht nicht !

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@ Tobi_Nambur #


Ich bin ähnlich gespannt auf die qualifizierten Antworten der "Heideterrier-Enthusiasten" wie Du!

Interessante Fragestellungen
Denn wir ziehen unsere Freude bei dieser Arbeit nicht aus Schüsseltreiben und Gläserklingeln, sondern aus Hundegeläut und dem Wegbrechen der gesprengten Rotte.


Kotflügel sind brutaler als Kugeln!

Ein Stock im Hintern ist noch lange kein Rückgrat...!
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@ Tobi_Nambur #
Also erstmal musst du wissen, dass inzwischen jede Sofakissenstuhlbeinmischung als Heideterrier bezeichnet wird. Eigentlich gibt es sowas wie den Heideterrier nicht, denn selbst die Leute, die HT vermehren sind sich untereinander nicht grün. Die einen wollen Airdale mit DJT, die anderen kreuzen Bullterrier oder ähnliches mit ein, wieder andere experimentieren mit Vorstehhunden.

2. Wie die Welpenpreise fälschlicherweise suggerieren (da ist man dann wieder gerne bei den bösen, bösen Verbänden) steht keine Zucht dahinter.
Daher ist deine Frage auch nicht zu beantworten, da die Hunde selten bis garnicht bei Prüfungen gesichtet werden (die werden einfach schon fertig und leistungsstark geboren ) und es auch keine Zuchtuntersuchung (nichtmal unterste Standards wie HD geschweige denn Jagdterrier spezifisches Erbkrankheitsscreening) gibt. Über die Leistung (ein Lieblingsschlagwort selbsternannter "HT Züchter") wirst du also nie wirklich was erfahren, außer, dass wenn sie mal vom Zwinger in den Kofferraum gelangen und im Revier freigesetzt werden, arbeiten wie toll.

Z.B. eine Leistungsnachverfolgung über verschiedene Generationen oder eine angeordnete Vererbersuche bei erblichen Krankheiten ist also quasi unmöglich .

Ob man vorbeigeschossen hat, entscheidet der Hund, nicht der Schütze.

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Hatte einen in der Krone: Betrunkener Holzfäller bemerkt Umweltaktivisten nicht.
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Wos is a Heideterrier?
Die Freiheit der Wölfe bedeutet den Tod der Lämmer.

Eine Zensur findet nicht statt nicht statt nicht sta ni
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@ Varminter #
In der Schweiz heißt der Heiditerrier.
Dass gewisse Dinge nicht gesagt werden sollten, gehört zu den Dingen, die nicht gesagt werden sollten.
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@ Varminter #
Varminter schrieb:

Wos is a Heideterrier?


ein Hund, wo etwas Jagdterrier und viel sonstwas drinn ist
Gruß MlK
... sollte meine Antwort, nicht politisch korrekt sein (wie auch immer man dieses interpretiert) so bitte ich doch darum, diese Tatsache umgehend einem Moderator kundzutun
4
 
@ Varminter #
Varminter schrieb:

Wos is a Heideterrier?


A Mischling
3
 
@ Varminter #
Hmmmm....
Das is sowas, was z. B. mit uns hier in Europa passieren wird, wenn der UN-Migrationspakt unterschreiben wird und die Wölfe (Sozialnutznießer und Mittelalterfreaks) in die Schafherde (Europa) einfallen... Eine Bereicherung soll dann stattfinden... Merkel/Dobrintische Hybriden sollen entstehen... eben Heideterrier, nur, das die richtigen Heideterrier wenigstens ansatzweise zu was zu gebrauchen sind, nämlich zum Jagen

Ironie aus!!! Hab es nur versucht zu erklären, wie bei der "Maus"!
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@ Varminter #
Der Heideterrier.

Ich kenne zufällig die Ursprünge der Rasse ganz gut. Ich kannte sowohl Karl Heinz Markhoff als auch die ersten Initiatoren des Heideterriers. Zum einen wurden Airdale und Jagdterrier hier in Deutschland gekreuzt, zum anderen haben deutsche Jagdgäste die auch Sauhunde führten in der Osttschechei Loshunde vor 25 Jahren erleben dürfen, die speziell eingesetzt wurden um krankes Wild zu binden. Diese Hunde waren entweder Bullis oder DJT x Bullterrier.
Aus den Komponenten Airdale und Bullterrier sollte dann der DJT in Form und Wesen der SW Jagd noch mehr zum Packer verändert werden. Wird eine Sau gepackt und quickt, wird die renitenteste Rotte gesprengt und meist schön in alle Himmelsrichtungen.
Das Problem war die "Zucht". Das Zuchtmaterial war so inhomogen, dass tatsächlich neben 1-2 super Hunden recht viel Ausfall da war. Allerdings waren diese Superhunde auch wirklich das Optimum für die Saujagd. Deshalb nahm man den Ausschuss in Kauf. Die Ausfälle mit Null Jagdinteresse oder hoher Unruhe landeten auf Bauernhöfen oder in Privathänden, wenn sie keine Unfallopfer wurden.
Züchtet man mit der F1 Generation weiter verschlimmert sich das Überraschungsei Momentum dramatisvh, deshalb ist man auvh wieder davon abgekommen. Von Zucht bzw. "Leistungszucht" kann da keine Rede sein.
Dazu muss man wissen, Heideterrier sind meist Meutehunde und in der Meute laufen auch Hunde mit die gesprengtes Wild mit auf den Läufen halten oder auch mal als 5. Hund an den Bail gehen. Da fällt den Aussenstehenden die Qualität nicht auf. Prüfungen können das auch nicht aufdecken.
Die erfahrenen Meuteführer wissen dagegen ganz genau welcher Hund die Schlacht entscheidet und welcher auch mal abgeben werden kann.
Ein Heideterrier kann ein super Sauhund sein, wenn man den Richtigen hat.
Inzwischen sind aber ein paar Heideterrier Männer der ersten Stunde abgesprungen. Ein weiterer Grund neben den nicht erwünschten Einflüssen von nicht jagdlichem Blut war auch die Zahl der geschlagenen Hunde. Das geht auf Dauer ans Geld und an die Nerven. Diese Rüdemänner sind weitergezogen und sind inzwischen bei neuen "Gebrauchskreuzungen" was es aber auch nicht besser macht.
Übrig geblieben sind Jagdneulinge, begeistert von der Jagd im Busch mit kalter Waffe und heißem Hund. Die Wollnys oder Geissens der Stöberhundszene. Es gibt aber auch erfahrene Heideterrier Rüdemänner die am HT hängengeblieben sind. Diese inserieren aber ihre Hunde nicht in Markt.de oder ebay Kleinanzeigen, die erkennen im Wurf schon die Granate und dieser Hund bleibt im inneren Kreis und sorgt weiter dafür dass es weiter Heldengeschichten um diese Rasse gibt.
Dann gibt es noch Meuteführer die 1-2 HT ihrer Brackenmeute beimischen um dann mit Rottensprenggarantie zu werben. Naja.
Wie beende ich das Thema ?
Braucht es den Heideterrier ? Fragt man den jägermeistergegerbten Durchgeh-Söldner dann ja und zwar den den die Genetik gut bedacht hat: Führigkeit mit kompromissloser Konsequenz am SW bei gleichzeitigem Desinteresse für widerkäuendes Schaldenwild. Diese Söldner haben aber auch kein Problem den genetischen Ausfall in die vermeintlich besseren Jagdgründe zu überführen.
Fragt man mich ist die Antwort : Nein.
Nach 30 Jahren Zuchtversuche mit dem DJT und Airdale und Bulli muss man feststellen : In dieser Zeit hat der reine DJT wesentlich mehr züchterische Fortschritte gemacht.
Gut der DJT hat keine 50cm Schulterhöhe und keine 25 kg. Aber dafür kann ich ir einen ZÜCHTER aussuchen, der mir einen mehr führigen Terrier bietet oder oder einen mehr rabiaten oder beides.
Auf jeden Fall hab ich damit kein Welpenlotto, bekomme mit hoher Sicherheit einen Hund der meinen Erwartungen entspricht.
Allein beim Exterieur : Aus ein und demselben HT Wurf gibt es Hunde mit kurzen Läufen, langem Rücken und 35kg, sowie Hunde mit hohen Läufen, kurzem Rücken und 18 kg.
Augen auf beim Welpenkauf
Nüchtern betrachtet war es besoffen besser !

Jagdblog : [www.jagdrechtsblog.com]



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@ Traditionsjaeger #
Traditionsjaeger schrieb:


Nach 30 Jahren Zuchtversuche mit dem DJT und Airdale und Bulli muss man feststellen : In dieser Zeit hat der reine DJT wesentlich mehr züchterische Fortschritte gemacht.
Gut der DJT hat keine 50cm Schulterhöhe und keine 25 kg. Aber dafür kann ich ir einen ZÜCHTER aussuchen, der mir einen mehr führigen Terrier bietet oder oder einen mehr rabiaten oder beides.
Auf jeden Fall hab ich damit kein Welpenlotto, bekomme mit hoher Sicherheit einen Hund der meinen Erwartungen entspricht.
Allein beim Exterieur : Aus ein und demselben HT Wurf gibt es Hunde mit kurzen Läufen, langem Rücken und 35kg, sowie Hunde mit hohen Läufen, kurzem Rücken und 18 kg.
Augen auf beim Welpenkauf


Ich kann mich noch erinnern, da hieß es der Heideterrier sei der bessere Jagdterrier für die Saujagd.
Heute heisst es, der Jagdterrier ist der bessere Heideterrier. Der real deal quasi.

Um eine Rasse voran zu bringen bedarf es Hundeführer die ihren Teil dazu beitragen. D.h. den Hund ausbilden und seine Anlagen bewerten lassen, um dann mit die Entwicklung der Rasse zu fördern. Außerdem müssen sie selbstbewusst sein und damit leben können, dass der Züchter Erwartungen an die Führer seiner Welpen hat.

Die HT Führer die ich kenne haben beides nicht. im Gegenteil, sie weichen aus und zeigen Meideverhalten mit Kommentaren wie "Papiere jagen nicht" oder "ein guter Hund hat keine Farbe".

Dabei zeigt sich dass sie die beiden Sätze garnicht verstanden haben. Beide Aussagen beziehen sich nämlich auf Zuchthunde aus der Reinzucht.
"Papiere jagen nicht", kam von Lackner der damit sagte, dass neben dem Fundament der genetisch fixierten Anlagen, Jagdhunde auch entsprechend eingejagt werden müssen. Also "Praxis macht den Hund" ist das Haus auf dem Fundament der Reinzucht.

"ein guter Hund hat keine Farbe" kam von Rudolf Friess, den es ärgerte, dass ein weißer Fleck auf der Brust der Brandlbracke Einfluss auf die Verpaarung hatte.

Und falls jetzt noch kommt auch ein DJT ist aus einer Kreuzung enstanden : Ja ist er aber mit einem klaren Ziel einer neuen Rasse dass man systematisch verfolgt und erreicht hat : Vorhersehbare Anlagen, die den Jäger befähigen sicher einen brauchbaren Jagdhelfer für seine Bedürfnisse zu bekommen.



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