Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Welches Minimum erwartet ihr von einem Jagdherrn bei einer Drückjagdeinladung?

1 2 3 ... 12 weiter »
Beitrag vom Autor bearbeitet am 09.11.18 um 07:55 Uhr.
#
Welches Minimum erwartet ihr von einem Jagdherrn bei einer Drückjagdeinladung?
Liebe Hundeführer, aber auch Revierbesitzer.

Seit zwei Jahren stelle ich eine Entwicklung fest, die ich so früher nicht kannte.
Im Prinzip geht es um die Gegenleistung/minimale Anerkennung durch die Jagdherren/Jagdleiter.

Wie jedes jahr trudeln die "Jagdeinladungen" aud Nord- und Ostdeutschland ein.
In den letzten zwei jahren scheint sich unter den Hundeführern die Einstellung zu verbreiten, dass nicht mehr jede Jagdeinladung angenommen werden muss. Hunde und deren Führer sind knapp, die Wege oftmals weit und die Zeit unter der Woche oftmal nicht da.

Bei Gesprächen mit anderen Hundeführern zeigte sich, dass ein Minimum an Anerkennung durch die Einladenden erwartet wird.

So scheint es oftmal so, dass weite Anfahrten gar nicht mehr gemacht werden. Ich selber fahre nur noch maximal eine Stunde um meine Hunde einzusetzen.

Erstaunt war ich, als ich nun schon mehrfach erfuhr, das die Hundeführer eine OP-Versicherung vom Einladenden erwarten.
Da es in der Vergangenheit immer wieder zu verletzten Hunden gekommen ist, und die Moral der teilnehmenden Jäger etwas in den Hut zu legen sehr mäßig bis schäbig ist um einen Teil der Tierarztkosten bestreiten zu können, wird von manchen Hundeführern vorab eine OP Versicherung vom Einladenden verlangt. Es gibt Tagesversicherungen die das Risiko einer teuren OP für den Hundeführer minimieren (wusste ich auch nicht).

Ferner sprachen wir drüber, dass als Anerkennung für die Bemühungen der Hundeführer (die ja letztlich nur bessere Treiber sind) und deren Hunde, diesen, ein Stück von der Strecke zusteht.
Die Wildbretpreise sind eh am Boden, und warum sollten die Hundeführer, nicht mit Wildbret "entlohnt" werden?

Das nach den Treiben eine kräftige Mahlzeit gereicht wird, ist ja eigentlich selbstverständlich, aber wohl nicht immer der Fall.

Darüberhinaus scheint die Wolfsproblematik in bestimmten Gegenden zu einem gewissen "Hundemangel" zu führen.

Ich selber sage bereits im April sämtliche Einladungen in Brandenburg ab, wegen der Wolfsproblematik, aber auch wegen der weiten Wege.

Mich interessiert nun, ob ihr Einladungen annehmt, bei denen

kurze Anfahrt

überlassen von Wildbret

keine OP-Tagesversicherung

Wolfsfreiheit

nicht gewährleistet ist.

Ich gebe zu bedenken, dass die Hunde, die Ausbildung, die Ausrüstung und die oftmals weiten Anfahrten teuer sind.
Als Durchgehschützen wir eigentlich gar nicht jagen, sondern mit hohem Risiko behaftete Treiber sind.

Über die Antworten der Hundeführer würde ich mich freuen,

Gerd
Warnung: Wie in einem Diskussionsforum üblich, gibt der Autor hier vor allem seine persönliche Meinung wieder, Ironie und Sarkasmus sind dabei gern genutzte, prägende Stilmittel!
Gerd,
27,00





aus Steinen die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen.

Schlagwörter dieses Themas: hinzufügen »

2
 
@ HH318 #
Waidmannsheil, bin leider kein Hundeführer, aber sehr gern auch mal in anderen Revieren unterwegs. Gerade zu Zeiten der Drückjagden. In der Woche kein Problem auch mal weitere Strecken zu fahren, so 200 Kilometer würde ich schon in Kauf nehmen. Die Samstage sind schon ausgebucht. Zur Versicherung der Hunde, geht in einigen Revieren der Hut rum, wo jeder Schuetze dann 10,00 Euro gern reinlegt. Schuesseltreiben gehört zur Tradition und es wird das erlebte gern ausgetauscht. Allen viel Anblick und natürlich auch Waidmannsheil. Gruß Taube
3
 
#
Als Hundeführer:
Ich jage mittlerweile nur noch bei Freunden und da sind mir die KM egal. Die meisten Jagden sind im Umkreis von 30km. Die Hunde sind OP versichert und der LJV hat die Hunde versichert zusätzlich gibt es im Kreis eine hundekasse.
Ich hab es noch nie erlebt das den Hundeführer keine Wertschätzung entgegen gebracht wurde. Zur Zeit fahr ich auch auf 4 mir fremde Jagden auf die bitte einer berfreundete Hundeführerin.
Befindet Strecke helfe ich maximal beim vermarkten sprich bei unerwartet großen Strecken kaufe ich Stücke.
Als Beständer:
Ich beteilige mich an der Hundekasse, Verpflegung ist geregelt, ich lade nur noch befreundete Hundeführer ein, Ich bezahle keinen HF und ich habe auch kein Interesse daran IM VORFELD Zugeständnisse an der Strecke zu machen. Jeder Jäger der keinen Hund führt zählt 10€ die gehen dann auvh in die Hundekasse.
Ich hab weder als Beständer noch als Gast und Hundeführer Lust mich mit Deppen zu ärgern. Jagden beim Forst meide ich mit ganz wenigen Ausnahmen
23
 
@ Harras #
Harras schrieb:

Als Hundeführer:
Ich jage mittlerweile nur noch bei Freunden und da sind mir die KM egal. Die meisten Jagden sind im Umkreis von 30km. Die Hunde sind OP versichert und der LJV hat die Hunde versichert zusätzlich gibt es im Kreis eine hundekasse.
Ich hab es noch nie erlebt das den Hundeführer keine Wertschätzung entgegen gebracht wurde. Zur Zeit fahr ich auch auf 4 mir fremde Jagden auf die bitte einer berfreundete Hundeführerin.
Befindet Strecke helfe ich maximal beim vermarkten sprich bei unerwartet großen Strecken kaufe ich Stücke.
Als Beständer:
Ich beteilige mich an der Hundekasse, Verpflegung ist geregelt, ich lade nur noch befreundete Hundeführer ein, Ich bezahle keinen HF und ich habe auch kein Interesse daran IM VORFELD Zugeständnisse an der Strecke zu machen. Jeder Jäger der keinen Hund führt zählt 10€ die gehen dann auvh in die Hundekasse.
Ich hab weder als Beständer noch als Gast und Hundeführer Lust mich mit Deppen zu ärgern. Jagden beim Forst meide ich mit ganz wenigen Ausnahmen


hast du gut gelöst wieich finde.

Ich hab allerdings gerade wieder vom Gegenteil gehört, Hund schwer geschlagen, 30 Schützen, und als der Hut rum war lagen etwas über 50 Euro drin.

Und das soll wohl nicht ungewöhnlich sein.
Warnung: Wie in einem Diskussionsforum üblich, gibt der Autor hier vor allem seine persönliche Meinung wieder, Ironie und Sarkasmus sind dabei gern genutzte, prägende Stilmittel!
Gerd,
27,00





aus Steinen die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen.
0
 
@ taube54 #
Fürs Flicken dürfte der besagte 10er vielleicht ausreichen, bei einer richtigen OP muss die Jagdgesellschaft aber arg gross sein.
5
 
@ HH318 #
Wir(meine Frau und ich) halten das ähnlich. Bei weiteren Anfahrten, ist es so, dass wir nur kommen wenn einer einen Stand bekommt, der andere Führt die Hunde. Und das im Wechsel. Vorab klären wir das Thema Versicherung und ob der Jeweilige Standschütze seinen Stand im falle eines Falles seinen Stand verlassen darf. (alle Hunde sind mit GPS verbunden so sehen wir wo was los ist. Zudem stehen wir ständig in Funk Kontakt) Wir sind beide mit Erste Hilfe Paketen für die Hunde ausgerüstet. Und haben auch beide einen Erste Hilfe Kurs Jagdhund absolviert. Gebiete mit Wolf haben wir hier noch nicht wirklich im Umkreis von 200 km, aber ich würde es ablehnen dort zu Jagen. Das verköstigen im Anschluss sehe ich als obligatorisch. Die Entlohnung mit Wild ist schon nicht ohne, aber aus der Praxis weiß ich, dass man uns Hundeführern gerne das schlecht geschossene Wild gibt. Hab das einmal gemacht, bei der Arbeit beim Zerwirken, stand fest das machen wir so nicht wieder. Wir haben auf einer Super organisierten DJ, mal für jeden Hund einen 50 € Gutschein für den Fressnapf bekommen. Was ich sehr gut fand. Die Sahne Jagden picken wir uns Trotzdem raus. Dieses Jahr hatten wir 61 Einladungen. Können aber aus Beruflichen und privaten Gründen nur auf 35 gehen. Da können wir uns schon mal aussuchen wo wir hin gehen.
Wobei ich immer wieder sage, Freunde lassen wir nicht hängen. Aber auf ne Jagd, wo wir behandelt werden wie Dreck und die Hunde an Gattersauen(1500ha Jagd Gatter) aus Russland verheizt werden, verzichten wir gerne.
Gruß und Waidmannsheil
Wo Licht ist, ist auch Schatten und und wo Schatten ist, bin ich.
6
 
#
Moin,
ich führe zwei Stlberhunde und bin zur Zeit fast täglich unterwegs. Wenn die Anreise mal weiter ist freue ich mich über etwas Spritgeld. Aber im Grunde ist das nicht der Antrieb. Am Wildbret bin ich auch nicht interessiert.

Das die Leistung der Durchgeher nicht wertgeschätzt wird kann ich nicht bestätigen. Glücklicher Weise hat ja die lj eine Versicherung für die Hunde. Ein gewisses Restrisiko bleibt natürlich aber das ist halt so.

Geboren um zu jagen.

Ich habe gerade vor zwei Tagen wieder Kofferraum Hunde erlebt. Natürlich nur am Streckenplatz...
Warum hält sich jemand den Hund wenn er es nicht mal schafft ne 200m Totsuche zu erledigen ?
Ich werde das nie verstehen...
4
 
@ Jagdbueffel #
Jagdbueffel schrieb:

Wir(meine Frau und ich) halten das ähnlich. Bei weiteren Anfahrten, ist es so, dass wir nur kommen wenn einer einen Stand bekommt, der andere Führt die Hunde. Und das im Wechsel. Vorab klären wir das Thema Versicherung und ob der Jeweilige Standschütze seinen Stand im falle eines Falles seinen Stand verlassen darf. (alle Hunde sind mit GPS verbunden so sehen wir wo was los ist. Zudem stehen wir ständig in Funk Kontakt) Wir sind beide mit Erste Hilfe Paketen für die Hunde ausgerüstet. Und haben auch beide einen Erste Hilfe Kurs Jagdhund absolviert. Gebiete mit Wolf haben wir hier noch nicht wirklich im Umkreis von 200 km, aber ich würde es ablehnen dort zu Jagen. Das verköstigen im Anschluss sehe ich als obligatorisch. Die Entlohnung mit Wild ist schon nicht ohne, aber aus der Praxis weiß ich, dass man uns Hundeführern gerne das schlecht geschossene Wild gibt. Hab das einmal gemacht, bei der Arbeit beim Zerwirken, stand fest das machen wir so nicht wieder. Wir haben auf einer Super organisierten DJ, mal für jeden Hund einen 50 € Gutschein für den Fressnapf bekommen. Was ich sehr gut fand. Die Sahne Jagden picken wir uns Trotzdem raus. Dieses Jahr hatten wir 61 Einladungen. Können aber aus Beruflichen und privaten Gründen nur auf 35 gehen. Da können wir uns schon mal aussuchen wo wir hin gehen.
Wobei ich immer wieder sage, Freunde lassen wir nicht hängen. Aber auf ne Jagd, wo wir behandelt werden wie Dreck und die Hunde an Gattersauen(1500ha Jagd Gatter) aus Russland verheizt werden, verzichten wir gerne.
Gruß und Waidmannsheil


Das hört sich gut an.

Meine Einstellung und auch die vieler Hundeführer scheint ähnlich, und ich handhabe es auch ähnlich.

Das Thema aufbrechen scheint ein ganz besonderes zu sein.
Ich erlebe es immer wieder, dass vorab nicht geregelt ist wer aufbricht.

Dann stehen plötzlich die Ganzen Jäger weiter ab, und unheimlich wichtiges zu besprechen.

Als dann von mir erwartet wurde, dass ich noch das Wild aufbreche hab ich dem Jagdleiter ganz klar gesagt, dass all die Schützen einen Jagdschein haben und sich bitteschön am Aufbrechen beteiligen mögen. Ich werde zuerst meine Hunde versorgen, dann mich, und nach drei Stunden Durchgehen mit Sicherheit nicht das Wild aufbrechen.

Die Sahnejagden zu laufen, oder auch anzusitzen finde ich gut und richtig.

Danke für dein Feedback.
Warnung: Wie in einem Diskussionsforum üblich, gibt der Autor hier vor allem seine persönliche Meinung wieder, Ironie und Sarkasmus sind dabei gern genutzte, prägende Stilmittel!
Gerd,
27,00





aus Steinen die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen.
2
 
@ Teckelschreck #
Teckelschreck schrieb:

Moin,
ich führe zwei Stlberhunde und bin zur Zeit fast täglich unterwegs. Wenn die Anreise mal weiter ist freue ich mich über etwas Spritgeld. Aber im Grunde ist das nicht der Antrieb. Am Wildbret bin ich auch nicht interessiert.

Das die Leistung der Durchgeher nicht wertgeschätzt wird kann ich nicht bestätigen. Glücklicher Weise hat ja die lj eine Versicherung für die Hunde. Ein gewisses Restrisiko bleibt natürlich aber das ist halt so.

Geboren um zu jagen.

Ich habe gerade vor zwei Tagen wieder Kofferraum Hunde erlebt. Natürlich nur am Streckenplatz...
Warum hält sich jemand den Hund wenn er es nicht mal schafft ne 200m Totsuche zu erledigen ?
Ich werde das nie verstehen...


Okay, dann bekommst du jedenfalls eine Anerkennung deiner Leistungen.
Spritgeld erwarte ich nicht, aber unser Vorschreiber hat ja schon gesagt wie es auch geht.

Die Kofferraumhunde kennen wir alle, Vorsteher, Welpen und andere Hunde die nicht laufen.

Nach dem Treiben sind sie alle wieder da, im Treiben hab ich keinen gesehen.

Auch beim Aufbrechen hab ich keinen Führer eines solchen Hundes gesehen.

Scheinen so eine Art Jagdtouristen (Gaffer) zu sein, ist schon komisch.
Warnung: Wie in einem Diskussionsforum üblich, gibt der Autor hier vor allem seine persönliche Meinung wieder, Ironie und Sarkasmus sind dabei gern genutzte, prägende Stilmittel!
Gerd,
27,00





aus Steinen die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen.
0
 
@ Harras #
Harras schrieb:

Als Hundeführer:
Ich jage mittlerweile nur noch bei Freunden und da sind mir die KM egal. Die meisten Jagden sind im Umkreis von 30km. Die Hunde sind OP versichert und der LJV hat die Hunde versichert zusätzlich gibt es im Kreis eine hundekasse.
Ich hab es noch nie erlebt das den Hundeführer keine Wertschätzung entgegen gebracht wurde. Zur Zeit fahr ich auch auf 4 mir fremde Jagden auf die bitte einer berfreundete Hundeführerin.
Befindet Strecke helfe ich maximal beim vermarkten sprich bei unerwartet großen Strecken kaufe ich Stücke.
Als Beständer:
Ich beteilige mich an der Hundekasse, Verpflegung ist geregelt, ich lade nur noch befreundete Hundeführer ein, Ich bezahle keinen HF und ich habe auch kein Interesse daran IM VORFELD Zugeständnisse an der Strecke zu machen. Jeder Jäger der keinen Hund führt zählt 10€ die gehen dann auvh in die Hundekasse.
Ich hab weder als Beständer noch als Gast und Hundeführer Lust mich mit Deppen zu ärgern. Jagden beim Forst meide ich mit ganz wenigen Ausnahmen



" Jagd kann man nicht erklären,............sondern nur erleben !
Gott beschütze dieses Land, den Wald, das Wild.......den Jägerstand."

„Wer will zu den Jägern zählen,

läßt kein Wild zu Tode sich quälen,

jagt allein nicht durch die Weite,

führt den guten Hund zur Seite!“

[www.ndr.de]







0
 
1 2 3 ... 12 weiter »
Werde Mitglied der Community Jagd, um an dieser Diskussion teilzunehmen!
Zum Seitenanfang