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Jagdkonzepte + Jagd allgemein
465 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator, nagus2
Forum: Jagdkonzepte + Jagd allgemein

Seltsamstes Jagderlebnis

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Dieser Beitrag wurde am 27.10.18 um 08:16 vom Autor gelöscht.
@ Eifelgold #
Waidmannsheil, eine tolle Geschichte.
Dir noch viel Anblick,

Gerd
Warnung: Wie in einem Diskussionsforum üblich, gibt der Autor hier vor allem seine persönliche Meinung wieder, Ironie und Sarkasmus sind dabei gern genutzte, prägende Stilmittel!
Gerd,
27,00





aus Steinen die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen.
1
 
@ HH318 #
HH318 schrieb:

Waidmannsheil, eine tolle Geschichte.
Dir noch viel Anblick,

Gerd

Waidmannsdank Gerd!
Ja das war ein Erlebnis
0
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 27.10.18 um 15:17 Uhr.
#
Hallo,

ich hab auch eine



Eines Abends klingelt mein Handy , ein Jagdkollege " Komm schnell wir haben ein Känguru gefangen !!!! los schnell" Ich : Jo jo trink net soviel. Aufgelegt
1 Minute später klingelt es nochmal : Wieder komm schnell - Ich wollte gerade auflegen weil ich dachte der verarscht mich und wenn ich da hin fahr lachen die sich schlapp - als hinten drann ein anderer ruft : " Ich kann das Vieh nicht mehr halten , der soll eine Kiste oder ein Netz mitbringen " mmmmm OK was nun dachte ich ich fahr mal hin und schau vorsichtig von weitem ob das stimmt oder die mich wirklich verarschen .


Ich eine Kiste aus dem Garten und den großen Karpfenkescher geholt und ab , Glas raus und tatsächlich sehe ich die 3 Kollegen wie sie gemeinsam ein Känguru am Schwanz in die höhe halten - was n Anblick. Ich also hin und wir vier haben versucht dieses Vieh vorsichtig in die Kiste zu bekommen , Problem war nur das es sich mit allem was ging zur wehr setzte , es hat gekratzt , getreten , gespuckt , geschissen und gepisst , immer wenn die Hinterbeine Kontakt hatten ging`s ab , Ihr könnt euch vorstellen was diese Viecher eine Kraft haben. Wir brauchten eine Weile um es unverletzt in die Kiste zu bringen. Mitten in diesem Akt hält ein Auto an der Straße an , eine ältere Dame schaut raus und sagt : " Gott sei Dank ich bin doch nicht bescheuert, ich habe heute Morgen das Känguru schon hier gesehen, habe mich aber nicht getraut dies irgendjemand zu erzählen (-: " und fuhr dann einfach weiter.
Wir haben das Känguru dann zu einem befreundeten Tierarzt gebracht , er kannte den Besitzer . Das kleine graue Felsenkänguru war ca 35 km von uns entfernt aus einem privat Zoo entlaufen .
Bilder machen haben wir vor lauter lauter und vor lachen vergessen.


MFG
Zinni
6
 
#
jf
Knurrhase
Ansitz am uralten Fuchsbau am Fuße eines Jurafelsens. Zwei Jungfüchse spielen auf dem Sandhaufen vor der einzigen Röhre. Als um den Felsen ein ca 5kg schwerer Waldrammler zum Bau läuft, stehen sich potentielle Beute und potentielle Feinde Auge in Auge gegenüber. Als der Hase deutlich hörbar brummig-knurrt, sausen die beiden Jungfüchse zu Bau.
Das Knurren habe ich vorher schon mal bei einem Hasen gehört, der meinen am Fuß der Leiter abgelegten Hund anbrummte.
(Aus meinem Buch "Alles im Grünen Bereich")
Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem
Neid zerfrisst die Seele wie Rost das Eisen.
Mit durchreißen des Abzugs wird die Kugel nicht schneller
Jede Schussweite beginnt an der Laufmündung.
Forumsformel Nr.1: 1 Bild = 1000 Worte
3S=schnell-sicher-sauber.
A³ die Formel für den präzisen Büchsenschuss: Auflage-Anschlag-Abziehen.

3
 
#
Ein hab ich noch, ein hab ich noch

hätte aber auch in den Faden "Glatthaarfoxl abzugeben" gepasst

Jeder kennt die Momente bei der Jagd, wo sich Sekunden zu Minuten dehnen, wo man denkt man ist im falschen Film oder in einem Traum,wo man jederzeit schreiend aufwachen darf, aber dann doch in der realen Welt ist:
z.B. wenn man auf allen vieren durch eine Weidenverjüngung auf den Sauenwechseln kriecht und man hat auf ein Mal eine einem ins Gesicht klappernde Sau vor sich, an deren anderen Ende ein tobender Foxl hängt....
Aber das ist eine andere Geschichte ....

Diesmal in unseren Lieblingsrevier, ein kleines Drückerchen , vier Hunde, zwei Treiber und vier Schützen, eigentlich wie immer.
Da es diesmal durch Schilf und Weidenverjüngung ging, die Foxeline bei mir, Chilli (DD) , Akim (Foxl) und Junkalin (DD - Hündin) als Fernaufklärer.
Chilli hat recht schnell ne warme Sauenfährte aufgenommen und die drei machten mit lauten Geläut los und sprengten recht schnell auch ne Rotte.
Auf dem GARMIN war zu entdecken, dass sie wohl einen Wutz gestellt hatten und dort auch verweilten. Also los mit der Foxeline am meinen Allerwertesten zum Bail aufgemacht. War ein hartes Stück Arbeit und nach ca. ner halben Stunde kam ich an, das wütende Geheul von Akim und Chilli war schon ne ganze Weile zu hören und bewegte sich nicht weiter.
Völlig ausgepumpt, klitschnaß geschwitzt komme ich an, sondiere kurz die Lage, die Sau hatte sich unter einer umgestürzten Weide verschanzt, war von hinten wohl nicht zu packen und vorne tanzten die drei Hunde mit lauten Gebell, keine Chance einen Schuss anzutragen.
Und dann kam der Moment, wo man denkt man ist im falschen Film, die Foxeline betrachte die Szene auch kurz und dann stürmte sie los, aber nicht auf die Sau, sondern auf die DD Hündin und es begann ne wilde Keilerei.
Das ist der Moment, wo sich in der Nachbetrachtung die Sekunden sich so unendlich dehnen, ich sehen die Foxeline an mir vorbeifliegen in Richtung Sau, dann der Haken zur DD Hündin, der Versuch ihr an die Gurgel zu gehen, die zwei Rüden, die das Schauspiel sich anschauen, die Sau ebenso, ich wie ich die zwei Streithähne mit einem Fusstritt zu trennen suche, im niedergetretenen Schilf hängenbleibe, mich damit selber in Richtung Sau katapultiere, die Welt die sich dreht, ein dunkler Schatten an mir vorbeifliegt, der Maggi-Geruch, das wütende Gekläffe, die zwei Rüden, die der Sau folgen, die zwei Damen, die es mittlerweile sehr ernst miteinander meinen.....
Ich komme auf die Knie, kann die Foxeline am Genick packen, komme hoch und kann die DD Hündin abwehren.
Die zögert kurz und macht dann den Rüden nach...

Ich mache die Foxeline an der Leine fest, muss mich erst einmal setzen, den rasenden Puls runterbringen.
Nach ner Weile der Blick auf's GARMIN, Verbindungsabbruch nach ca 2 km, suche meine Sachen zusammen und folge der Meute, immer wieder Rückkehrpfiff,
Nach ner Weile bekomme ich Kontakt zu den Rüden, die sind am Ufer eines Flusses stehen geblieben, die Hündin hatte ihn aber angenommen und ist der Sau wohl weiter gefolgt.
Über Funk versuche ich Kontakt aufzunehmen, bin total vom geplanten Treiben abgekommen.
Langsam geht es wieder zurück, die Rüden laufen bei Fuss, die Foxeline bleibt zur Sicherheit an der Leine. Nach ner Weile kriege ich Kontakt zum anderen HF der mit mir getrieben hat und erkläre ihm die Lage. Der hat zusätzlich zum Garmin noch einen GPS Tracker und hat aber auch kein Kontakt zur Hündin.

Naja, es dann noch recht lange gedauert, eh wir die Hündin hatten, aber zum Schluss ist es für alle, wenn auch mit kleineren Blessuren, noch recht glimpflich ausgegangen.
Wer verliert und kann entrinnen, kann ein ander's Mal gewinnen
3
 
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Dieser Trööd ist definitiv einer der unterhaltsamsten überhaupt. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl ich muss weit in den Osten...

Gute Nacht
1
 
@ Gesch #
Gesch schrieb:Ich saß an der Pferdekoppel, eigentlich auf Sauen, die dort regelmäßig gebrochen hatten.
Weil ich frühzeitig dran war, hab ich einen Fuchs beschossen, der des Weges kam. Kaum lag der Fuchs kam von irgendwoher ein kräftiger Bock und hat den toten Fuchs derart geforkelt, daß da kaum was übrigblieb.
Fast wie im Blutrausch...

gestern Abend ähnliches, nur nicht so dramatisch... - Ort des Geschehens, ca. 400m entfernt. Der Bock kann aber nicht der gleiche sein, der obige ist inzwischen sicher längst geschossen oder an Altersschwäche gestorben?!

Ich sitze auf Sauen an einem Acker, der lang und schmal den Hang hochzieht, drei Seiten vom Wald eingerahmt. Als erstes kommt ein Fuchs unten am Weg, der ist lange beschäftigt, in dem gestreuten Pferdemist nach Fressbarem zu suchen. Eine halbe Stunde später kommt ganz oben am Waldrand ein einzelnes Reh raus (das ich später als guten jungen Gabler ansprechen kann), das Reh kommt nicht zum Äsen, fixiert die ganze Zeit den Waldrand.
Ich sehe dort gaaaar nix, zum Hören bin ich zu weit weg, außerdem bringt der Wind ständig Geräusche von Bundestraße und Eisenbahn.

Plötzllich taucht oben am Waldrand ein Fuchs auf, zieht auf den Acker... und wird sofort von dem Bock attakiert. Der Fuchs schlägt Haken wie ein Hase und verschwindet wieder im Wald.
Unterdessen hat der Bock den Fuchs am unteren Ende vom Acker realisiert, der im Höllentempo diagonal über den Acker und auch den zweiten Fuchs attakiert - nur der ist cooler, der geht immer nur ein Stück, läßt den Bock ins Leere laufen und wartet dann ab. Der Bock setzt nach, noch drei mal - der Fuchs läßt sich nicht auf das Spiel ein, hält Abstand, geht aber seiner Nahrungssuche nach. Der Bock verschwindet schließlich auf eine nahe Wiese.
Bin gesessen bis 2.15Uhr, Sauen sind übrigends keine gekommen...
* wer anderen eine Grube gräbt ist selber schuld
* Kaiser Barbarossa sagte vor kurzem: Die meisten Zitate im Internet sind frei erfunden
* Hinterher ist man gar nicht immer klüger - manchmal ist man hinterher einfach nur ärmer oder überfressen oder betrunken oder schwanger...
*Coruptissimae republicae, plurimae leges.
*G.B.Shaw: Die Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol entsteht
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Hi,

fällt mir noch so ne olle Kamelle ein,

sitze des Abends auf Böcke an einem Wildacker, die Langseite war zur linken mit Wilkräutern/Hafer usw. bewachsen, vorn und zur rechten Seite Grasbewachsen.
Wie gewünscht kommt nach einiger Zeit ein Bock aus der Dickung und zieht auf mich zu.
Kurz ansprechen "Jau passt" Büchse an den Kopp, Bock stellt sich breit, Kugel ist raus und........

es passiert nichts !! rein gar nichts, kein zusammenbrechen, kein Schusszeichen, kein Abspringen, einfach NICHTS !
hmmmmm, große Verblüffung, noch größeres Rätselraten, ganz viel Kopfkratzen und Stirn in Runzeln legen, dumm aus der Wäsche gucken war auch dabei, sollste nochmal schießen,oder nicht !!!??

Nach dem Schuss zieht der Bock ganz seelenruhig auf mich zu und dreht dann in den Kräuterschlag ab, legt sich nieder, wackelt mit den Lauschern, schlegelt ganz kurz und..... ist mausetot.

Es gibt ja den Film mit Sharon Stone "schneller als der Tod",
"Kopfnicken" Ja, das war genau so eine Situation.
Der Bock hat tatsächlich nicht gemerkt das er sich schon auf dem langen Weg in den Rehhimmel befindet

Wie lange diese Geschichte gedauert hatte kann ich real nicht benennen, würde aber mal vorsichtig auf zwischen 2-3 Minuten schätzen.
Gefühlt war es natürlich eine Ewigkeit und obwohl diese Geschichte schon so mehr als 20 Jahre her ist, erinnere ich mich immer wieder daran.
Das sind einfach so Jagderlebnisse die sich fürs ganze Leben einbrennen
„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ Voltaire
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