Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Wolf
201 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator, nagus2
Forum: Wolf
Die Fülle der Threads zum Thema erforderten ein eigenes Forum neben dem Forum "Raubwild und Beutegreifer"

Interessantes zur Wolfjagd in Frankreich

@ Dackelfan #
Dackelfan schrieb:

Der Wolf muß in das Jagdrecht überführt werden, auf Dauer geht daran kein Weg vorbei!

Dann muß aber dem Jagdrecht auch eine andere Stellung zugesprochen werden!
Es muß zwingende JEDE wildlebende Tierart ins Jagdrecht, ob diese dann jagbar oder nicht jagbar ist kann aus dem Jagdrecht heraus entschieden werden. Diese Rosinenpickerei mit diese oder jene Wildart kommt ins Naturschutzrecht (am besten die mit denen Geld zu scheffeln ist), läuft es aber mit bestimmten Tierarten aus dem Ruder (Biber, Kormoran), dann kann man die unliebsamen Tätigkeiten elegant an die abschieben, die man vorher munter madig geredet hat!
Ich gehe sogar noch viel weiter, denn das Naturschutzrecht muß dem Jagdrecht als Werkzeug untergestellt werden und keinesfalls, wie zur Zeit, als die allmächtige Instanz um die alle herumtanzen wie ums goldene Kalb!

Laut Grundgesetz ist Eigentum ein hohes , schützenswertes Gut, das angeblich einen rechtliches Schutzstatus hat. Deshalb ist das Recht zu Jagen untrennbar mit dem Eigentumsrecht verbunden!

Warum hat dann augenscheinlich nur der Eigentümer Pflichten, der Nichteigentümer dagegen die Rechte?
Und obendrein das Sagen was der Eigentümer mit seinem Eigentum zu tun und zu lassen hat? Grundsteuer, Baurecht, Berufsgenossenschaft, freies Betretungsrecht, Naturschutz, ...
Das ist real praktizierter Kommunismus!!!
Die Qualität einer Idee hängt von ihrem Einfallswinkel ab.

Erst wenn der letzte Hase geschlagen, das letzte Rebhuhn gefressen, das letzte Reh gerissen ist, werdet ihr erkennen, dass man Prädatoren keinesfalls schützen kann.“

Eins bist Du dem Leben schuldig:
Kämpfe oder duld in Ruh,
bist Du Amboss - sei geduldig,
bist Du Hammer - schlage zu!

μολών λαβέ
5
 
@ IGOR82 #
In Frankreich, wo der Wolf wie bei uns im Anhang IV steht, wurden 2016 genau 52 Stück erlegt. 2017 waren es 40 und für das laufende Jahr sind wieder 40 frei gegeben. Rechtlicher Hintergrund ist in Artikel 16 der FFH-R zu finden. Unter besonderen Umständen können danach auch dort Wölfe entnommen werden, wo sie im Anhang IV gelistet sind. Von dieser Ausnahme macht auch Schweden Gebrauch.
In den EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien, Finnland, Italien, Kroatien, Portugal, Rumänien und Slovakei wird der Wolf ebenfalls bejagt. In einigen Staaten wird die Wolfsjagd sogar vermarktet.
Wenn man endlich akzeptiert, dass die Wölfe in Europa eine Population im Sinne der FFH-R darstellen, gibt es weder stichhaltige juristische noch wildbiologische oder populationsökologische Gründe, weswegen der Wolf nicht auch in Deutschland heute planmäßig bejagt werden könnte.
Die Wolfsmanagementpläne der Bundesländer haben nichts aber auch gar nichts mit dem Wildtiermanagement, also dem Management von Wolfspopulationen, zu tun. Sie lassen völlig außer Acht, dass weder die Wölfe in einem Bundesland, noch diejenigen in ganz Deutschland eigene Populationen darstellen. Sie regeln doch allein die Maßnahmen zur Vorbeugung und Verhütung von Wolfsschäden und die Entschädigung für gerissene Nutztiere.
Regulierende Eingriffe in die sich ausbreitenden Wolfsbestände sind nicht vorgesehen. Ausnahmen sind die extrem bürokratischen Einzelmaßnahmen beim Erkennen eines Problemwolfes.
Die reguläre Bejagung des Wolfes, wie in unseren Nachbarländern skizziert, wird in keinem Plan auch nur ansatzweise thematisiert.
5
 
#
Die größte jährliche Wolfsstrecke wird in Spanien erlegt.
>>Niemand von uns Bürgerlichen käme etwa auf die Idee, Firmen zum Anzeigenboykott von Augsteins Freitag aufzufordern, weil dieser aus unserer Sicht eine falsche Meinung vertritt. Niemand würde Wirte bedrohen und einschüchtern, weil sie der Linkspartei oder irgendeiner kommunistischen Splittergruppe Räume vermieten. Niemand würde bei Banken vorstellig werden, damit Andersmeinenden die Konten gesperrt werden.

Aber Linke tun das.<<
1
 
@ duk #
duk schrieb:

Die größte jährliche Wolfsstrecke wird in Spanien erlegt.


Gibt es Statistiken dazu?
0
 
@ Tannschuetz #
Es gibt Schätzungen: 500 bis 650 im Jahr 2017. Legale Jagd und illegale Tötungen.
Manche Jäger zahlen zum Teil hohe Beträge (4500 Euro), um einen Wolf zu erlegen.

[elpais.com]
"man jagt nicht, um zu töten, sondern umgekehrt, man tötet, um gejagt zu haben" ORTEGA Y GASSET
0
 
@ IGOR82 #
ich finde das immer toll ..hab den Artikel grad gelesen Wolf gestern überfahren....da rückt die Polizei aus macht eine Nachsuche dann wird der Kreisveterinär verständigt der dann entscheidet..Wolf wird erlöst...
alles 100 % rechtskonform...bei solchen Dingen funktionierts und wehe man hält sich nicht dran...aber wo bleibt die Staatsmacht bei den wirklich wichtigen Dingen..ich sag nur..gestern Beerdigung eines Mitglieds eines arabischen Großclans in Berlin.....was hab ich da gelesen es ist eine Ehre für ein Clanmitglied im Gefängnis zu sitzen....
3
 
@ Gangloff #
populationsökologisch.....schönes Wort....
0
 
@ Dackelfan #
Dackelfan schrieb:

Probleme sind dazu da, das sie gelöst werden und nicht hin und her geschoben werden!

Ob ich in Sachen Wildschadenverhütung die zu Schaden gehende Sau erlege oder aber den Wolf der in Schalenwildbeständen oder dem Weidevieh erhebliche Schäden verursacht, wo ist da der Unterschied?

Genau so beim Waschbär und Marderhund, den habe ich auch nicht in`s Land geholt und erlege ihn im Rahmen von Jagdzeiten kompromißlos und das soll dem Jäger beim Wolf nicht möglich sein?
Vielleicht sollten hier mal Schreiber sich der Mühe unterziehen und nachdenken was sie schreiben!



Genau das möchte ich dir auch empfehlen, nachzudenken!
0
 
@ Tannschuetz #
Es gibt eine Menge Fachliteratur zum spanischen Wolf und seinem Management. Leider interessiert die deutschen NGO und die Politik nicht, welche jahrzehntelange Erfahrung man dort mit dem Management von Großprädatoren in menschlich besiedelten und landwirtschaftlich genützten Gebieten hat.

Die träumen lieber, Deutschland wäre wie Yellowstone oder Alaska. Die Medien plappern diesen Müll dann munter nach. Aber das ist ja nicht nur beim Thema Wolf so.
>>Niemand von uns Bürgerlichen käme etwa auf die Idee, Firmen zum Anzeigenboykott von Augsteins Freitag aufzufordern, weil dieser aus unserer Sicht eine falsche Meinung vertritt. Niemand würde Wirte bedrohen und einschüchtern, weil sie der Linkspartei oder irgendeiner kommunistischen Splittergruppe Räume vermieten. Niemand würde bei Banken vorstellig werden, damit Andersmeinenden die Konten gesperrt werden.

Aber Linke tun das.<<
3
 
@ Dackelfan #
Dackelfan schrieb:

Na also geht doch!


Moment.
Was in Frankreich geht, muss in Deutschland noch lange nicht gehen.
Es ist wirklich illusorisch Deutschland immer wieder mit Frankreich oder England zu vergleichen. Dort gibt es ein anderes Selbstbewusstsein und einen realen Pragmatismus. Wenn die was zu klären haben, lassen die das ihre Fremdenlegion machen oder holen sich eben mal ganz allein Falkland zurück, ohne EU, NATO und großes Geheule. Und wenn die französischen Bauern betroffen sind, dann hört man denen zu und handelt. Wenn es bei den Franzosen drauf ankommt, stehen sie zusammen, grande nation.
Deutschland ist dagegen ein schwächliches Land mit einer normopathischen Gesellschaft (noch) als Mehrheit und hält sich dabei noch für intellektuell.
Von Außen betrachtet ist Deutschlands Umgang mit dem Wolf peinlich und auch irgendwie symptomatisch.
Sollte sich daran tatsächlich was ändern, wäre ich freudig überrascht.



Political Correctness is our enemy. Speak truth and talk facts !

"Sozialstaat und offene Genzen schliessen sich aus"
Zitat Milton Friedman Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften


[www.youtube.com]



11
 
Werde Mitglied der Community Jagd, um an dieser Diskussion teilzunehmen!
Zum Seitenanfang