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Zäunung oder das Los vieler Rehe in der Hallertau

@ Gesch #
Gesch schrieb:

Deine angeführten Gründe werden wohl die häufigsten sein, aber es gibt auch Zufälle.

Meiner Frau sind vor Jahren zwei Rehe ins Auto gelaufen (hatte fast keine Geschwindigkeit mehr, weil sie auf eine rote Ampel zurollen ließ) und haben erheblichen Schaden verursacht.
Da war eine ganze Schlange Autos, ein großer Sprung Rehe (über 20) stand dort auf dem Feld, die waren die Autos gewöhnt, allerdings nicht die Verpuffung in einem ca. 3km entfernten Industriegebiet.
Die Rehe sind völlig panisch über die Bundesstraße, die meisten haben es zw. den Autos durch geschafft, zwei sogar über eine Motorhaube, vier davon haben Schaden verursacht - wobei die Rehe deutliche schneller waren als die Autos. Unser Doblo ist knapp an einem Totalschaden vorbei.


Das kenn ich auch so aus früheren Beobachtungen. Weit und breit kein Mensch, kein Hund, kein wirklich gar nichts. Auf einmal fangen die Reh das rennen an - vielleicht nicht panisch, aber doch so, dass man hoch flüchtig sagen kann.
Bei euch war es allerdings klar. Lieber tot als nochmal so ein greisliges Auto sehen müssen, haben sich die zwei Reh gesagt und haben den Doblo gerammt.
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@ Hulzfux #
Hulzfux schrieb:

Interessant wird, wie das Verfahren ausgeht. Denn ganzjährige Zäunungen sind im eigentlichen Sinn eine Sperre nach BayNatschG und können nicht das Ziel sein.


Wird tatsächlich interessant. Hopfen ist, wie schon erwähnt wurde, nicht wildschadensersatzpflichtig:

§ 32 Abs. 2 BJagdG: Der Wildschaden, der an Weinbergen, Gärten, Obstgärten, Baumschulen, Alleen, einzelstehenden Bäumen, Forstkulturen, die durch Einbringen anderer als der im Jagdbezirk vorkommenden Hauptholzarten einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt sind, oder Freilandpflanzungen von Garten- oder hochwertigen Handelsgewächsen entsteht, wird, soweit die Länder nicht anders bestimmen, nicht ersetzt, wenn die Herstellung von üblichen Schutzvorrichtungen unterblieben ist, die unter gewöhnlichen Umständen zur Abwendung des Schadens ausreichen. Die Länder können bestimmen, welche Schutzvorrichtungen als üblich anzusehen sind.

Andererseits gilt auch § 25 BJagdG: Der Jagdausübungsberechtigte sowie der Eigentümer oder Nutzungsberechtigte eines Grundstückes sind berechtigt, zur Verhütung von Wildschäden das Wild von den Grundstücken abzuhalten oder zu verscheuchen. Der Jagdausübungsberechtigte darf dabei das Grundstück nicht beschädigen, der Eigentümer oder Nutzungsberechtigte darf das Wild weder gefährden noch verletzen.


Art. 33 BayNatSchG erlaubt Sperren, wenn andernfalls die zulässige Nutzung des Grundstücks nicht unerheblich behindert oder eingeschränkt würde. Das gilt insbesondere, wenn die Beschädigung von Forstkulturen, Sonderkulturen oder sonstigen Nutzpflanzen zu erwarten ist,

Die Fragen werden sein: Gibt es eine (vermeidbare) Gefährdung des Wildes, ist die zulässige Nutzung des Grundstücks ohne Zaun nicht möglich, ist es zumutbar, den Zaun unterm Jahr auf- und abzubauen.

[ich habe jetzt wie üblich für Bayern geguggt]
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 10.08.18 um 11:22 Uhr.
#
Das mit der Zumutbarkeit dürfte kaum zu bestreiten sein, wenn alle anderen Hopfenbauern das auch schaffen.

Soweit ich weiß, ist das Auf- und Abbauen der schutzzäune gängige Praxis. Die Behörden werden einen teufel tun, da nen Präzedenzfall zu schaffen. Dann ist die Landschaft dort nämlich zugezäunt. Gern macht sich so ne Arbeit schließlich keiner.
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@ tschortwosmij #
tschortwosmij schrieb:

Das mit der Zumutbarkeit dürfte kaum zu bestreiten sein, wenn alle anderen Hopfenbauern das auch schaffen.

Soweit ich weiß, ist das Auf- und Abbauen der schutzzäune gängige Praxis. Die Behörden werden einen teufel tun, da nen Präzedenzfall zu schaffen. Dann ist die Landschaft dort nämlich zugezäunt. Gern macht sich so ne Arbeit schließlich keiner.

Ist schon ein Unterschied, ob ein paar ha, oder 60 ha.....das sind nicht ein paar hundert m Zaun, sondern, unter Umständen mehrere km.
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@ tschortwosmij #
tschortwosmij schrieb:
Soweit ich weiß, ist das Auf- und Abbauen der schutzzäune gängige Praxis.


Kann ich nicht sagen. Aber wenn man die Z-Profile verwendet, dann kann man die stecken lassen und hängt nur das Geflecht ein- und wieder aus. Das dürfte den Arbeitsaufwand enorm verringern.
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@ murmelbaer #
murmelbaer schrieb: ...greisliges Auto ...Doblo...

laß das bloß meine Frau nicht lesen...
* wer anderen eine Grube gräbt ist selber schuld
* Kaiser Barbarossa sagte vor kurzem: Die meisten Zitate im Internet sind frei erfunden
* Hinterher ist man gar nicht immer klüger - manchmal ist man hinterher einfach nur ärmer oder überfressen oder betrunken oder schwanger...
*Coruptissimae republicae, plurimae leges.
*G.B.Shaw: Die Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol entsteht
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@ ran1 #
ran1 schrieb:

Ist schon ein Unterschied, ob ein paar ha, oder 60 ha.....das sind nicht ein paar hundert m Zaun, sondern, unter Umständen mehrere km.


Ja und? Wenn er soviel mehr Fläche hat als andere, wird er auch soviel mehr Arbeitskräfte haben und soviel mehr Kohle mit seinem Hopfen machen. Warum also ne Extrawurst?
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@ tschortwosmij #
tschortwosmij schrieb:

Ja und? Wenn er soviel mehr Fläche hat als andere, wird er auch soviel mehr Arbeitskräfte haben und soviel mehr Kohle mit seinem Hopfen machen. Warum also ne Extrawurst?

Hab nix anderes von dir erwartet als die üblichen Floskeln.....
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@ ran1 #
ran1 schrieb:

Hab nix anderes von dir erwartet als die üblichen Floskeln.....


Ist aber doch nicht so falsch. Ganz im Gegenteil, die Kosten pro ha sind bei
einer großen Fläche doch geringer als bei einer Kleinen!?
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@ Alter_Hase #
Alter_Hase schrieb:

Ist aber doch nicht so falsch. Ganz im Gegenteil, die Kosten pro ha sind bei
einer großen Fläche doch geringer als bei einer Kleinen!?

Und wenn die "große Fläche" 30 kleine Parzellen, und die "kleine Fläche" ein oder zwei Stücke sind?
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