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Zäunung oder das Los vieler Rehe in der Hallertau

@ gipflzipfla #
gipflzipfla schrieb:

Wildschadenschutz, präventiv.

Inwiefern das erlaubt ist, das dürfte Gegensztand deranhängigen Verwaltungsgerichtklage sein (?).

Genehmigungspflicht für Zäune usw. usf. .

Feste Umzäunungen sind hier in BY genehmigungspflichtig. Alle anderen müssen nach Saisonende abgebaut werden.
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@ vonfleming #
vonfleming schrieb:

Warum wird denn überhaupt gezäunt?
Oder hab ichs überlesen? Verbeißen die Rehe denn Hopfen?Wenn ein Vefahren zum Abbau läuft,dann doch offenbar nicht ! Warum wird dann gezäunt ? Wenn sie doch verbeißen,dann müßte der Landwirt seinen Zaun wirksam halten und so erstellen,daß Rehe nicht verunfallen.Irgendwie nicht schlüssig.


Wenn der Hopfen so Ende März Anfangs April austreibt vom Boden wird er gerne von den Rehen abgefressen.Da muß man besondere Lagen, wie Waldrand schon schützen. Versteht auch jeder.Früher wurden nur solche lagen eingezäunt. Mitte April sind jetzt in dem Revier vom 470 ha ca 250 eingezäunt.
Im heurigen jahr und das sagen alle Hopfenpflanzer hier,hätte man sich die Zäunung wegen des schnellen Wachstums des Hopfn sparen können.

Hopfen ist eine Sonderkultur und daher nicht Schadenspflichtig bei einem Verbiss.

Ich bin auch kein Jäger sondern der Jagdvorstand und ich sehe es schon auch als meine Aufgabe an meine Reviere zu erhalten. Wir bekommen auch einen vernünftigen Pachtschilling mit ca 7 Euro/Ha. Durchschnitt in unserem Hegering ist 5,5 Euro/Ha
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@ Natur43 #
Natur43 schrieb:

Wenn der Hopfen so Ende März Anfangs April austreibt vom Boden wird er gerne von den Rehen abgefressen.Da muß man besondere Lagen, wie Waldrand schon schützen. Versteht auch jeder.Früher wurden nur solche lagen eingezäunt. Mitte April sind jetzt in dem Revier vom 470 ha ca 250 eingezäunt.
Im heurigen jahr und das sagen alle Hopfenpflanzer hier,hätte man sich die Zäunung wegen des schnellen Wachstums des Hopfn sparen können.

Hopfen ist eine Sonderkultur und daher nicht Schadenspflichtig bei einem Verbiss.

Ich bin auch kein Jäger sondern der Jagdvorstand und ich sehe es schon auch als meine Aufgabe an meine Reviere zu erhalten. Wir bekommen auch einen vernünftigen Pachtschilling mit ca 7 Euro/Ha. Durchschnitt in unserem Hegering ist 5,5 Euro/Ha

Das sind Feinschmecker.....die lieben den Hopfenspargel auch.
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Leg die Tote Geiß vors Gerichtgebäude stell ein paar Bilder wie ihr sie geborgen habt dazu bei den Temperaturen solltest du bald was hören von den Herren! Noch ein schlaues Spruchband dazu " Ihr habt mir meine Mutter genommen" oder so nen scheiß.
Nicht das, was einer Niederlegt
nur was dabei dein Herz bewegt,
nur was er fühlt bei jedem Stück,
das ist das wahre Jägerglück.
WEIDMANNSHEIL!!!!!!!
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@ hemingway60 #
hemingway60 schrieb:

Leg die Tote Geiß vors Gerichtgebäude stell ein paar Bilder wie ihr sie geborgen habt dazu bei den Temperaturen solltest du bald was hören von den Herren! Noch ein schlaues Spruchband dazu " Ihr habt mir meine Mutter genommen" oder so nen scheiß.


Ach Ernest!?!?
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 09.08.18 um 19:49 Uhr.
@ murmelbaer #
murmelbaer schrieb:

Frage eins dazu: Warum werden die Hopfengärten gezäunt?
Daraus ergibt sich Frage zwei: Warum wird nicht dem Jagdpächter von Seiten der Jagdgenossenschaft Dampf gemacht?
Antwort auf den Aufschrei: In der Hallertau gibt es flächendeckend Rehe zum Abwinken.


Das ist eine sehr einseitige Sicht der Dinge, ich vermute Du hast nie länger in einem Hopfenrevier gejagt?

Andere Frage: Warum sind Hopfenreviere bei Jägern so wenig beliebt?

Nur ein paar Impressionen:

Finanzschwache Betriebe: Früher war der Hopfenpreis schlecht, die Bank drückte -> der kleinste Schaden führte zu Schlafstörungen. Heute ist der Hopfenpreis richtig gut -> Jede kaputte Pflanze ist richtig teuer (meint der Landwirt), also noch schlimmer

Kleinst strukturierte Landwirtschaft. Ich meine, der durchschnittliche Hopfenbetrieb hat 17 ha zu bewirtschaften. Ab Attenkirchen bis zur A93 ist alles so wie es immer war und soll auch so bleiben. Ein freier Bauer auf seiner Scholle macht also was er für richtig befindet (z.B. zäunen) und läßt sich da nicht reinreden.

Landwirte mit wenig Verständnis für wildlebende Tiere: Hasen fressen die Hopfentriebe -> sofort erschießen! Rehböcke verfegen den angedrehten Hopfen -> sofort erschießen (und bitte zahlen)! Das andere Ungeziefer (Wachtel, Fasan, Rebhuhn, Kiebitz) pelzt sich auf den verbleibenden kleinen Stillegungsflächen. Wird aber weniger, weil nämlich vor 2 oder 3 Jahren praktisch alle Stillegungen und Blühflächen umgebrochen worden sind, da ist irgendein Programm ausgelaufen.

Fichtensterben durch Käfer und Trockenheit. Die Gegend ist überwiegend durch Feldkulturen und Hopfen geprägt, beides bietet im Winter keinen Lebensraum für das Rehwild, dieses zieht sich in die kleinen Waldstücke zurück und verbeißt dort -> sofort erschießen!

Wenn sich ein Sprung Rehe im Winter im Feld einstellt, ist das eine Rehherde -> sofort erschießen!

etc. pp.

Es sind ganz sicher nicht alle so, aber manchmal kommt man da draußen schon ins Grübeln. Hopfen ist eine schwierige Sache, da er für den Landwirt eben mit so viel Handarbeit verbunden ist. Man muß manchmal schon beherzt schießen, um (positiv) im Gespräch zu bleiben.
Hier lag Argos der Hund, von Ungeziefer zerfressen.
Dieser, da er nun endlich den nahen Odysseus erkannte,
Wedelte zwar mit dem Schwanz, und senkte die Ohren herunter;
Aber er war zu schwach, sich seinem Herren zu nähern.
Und Odysseus sah es, und trocknete heimlich die Träne (...)
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@ kammerjaeger #
kammerjaeger schrieb:

Das ist eine sehr einseitige Sicht der Dinge, ich vermute Du hast nie länger in einem Hopfenrevier gejagt?

Andere Frage: Warum sind Hopfenreviere bei Jägern so wenig beliebt?

Nur ein paar Impressionen:

Finanzschwache Betriebe: Früher war der Hopfenpreis schlecht, die Bank drückte -> der kleinste Schaden führte zu Schlafstörungen. Heute ist der Hopfenpreis richtig gut -> Jede kaputte Pflanze ist richtig teuer (meint der Landwirt), also noch schlimmer

Kleinst strukturierte Landwirtschaft. Ich meine, der durchschnittliche Hopfenbetrieb hat 17 ha zu bewirtschaften. Ab Attenkirchen bis zur A93 ist alles so wie es immer war und soll auch so bleiben. Ein freier Bauer auf seiner Scholle macht also was er für richtig befindet (z.B. zäunen) und läßt sich da nicht reinreden.

Landwirte mit wenig Verständnis für wildlebende Tiere: Hasen fressen die Hopfentriebe -> sofort erschießen! Rehböcke verfegen den angedrehten Hopfen -> sofort erschießen (und bitte zahlen)! Das andere Ungeziefer (Wachtel, Fasan, Rebhuhn, Kiebitz) pelzt sich auf den verbleibenden kleinen Stillegungsflächen. Wird aber weniger, weil nämlich vor 2 oder 3 Jahren praktisch alle Stillegungen und Blühflächen umgebrochen worden sind, da ist irgendein Programm ausgelaufen.

Fichtensterben durch Käfer und Trockenheit. Die Gegend ist überwiegend durch Feldkulturen und Hopfen geprägt, beides bietet im Winter keinen Lebensraum für das Rehwild, dieses zieht sich in die kleinen Waldstücke zurück und verbeißt dort -> sofort erschießen!

Wenn sich ein Sprung Rehe im Winter im Feld einstellt, ist das eine Rehherde -> sofort erschießen!

etc. pp.

Es sind ganz sicher nicht alle so, aber manchmal kommt man da draußen schon ins Grübeln. Hopfen ist eine schwierige Sache, da er für den Landwirt eben mit so viel Handarbeit verbunden ist. Man muß manchmal schon beherzt schießen, um (positiv) im Gespräch zu bleiben.


Auch wenn du da eine Zeit lang gejagt hast, so ganz richtig sind deine Betrachtungen nicht. Es ist noch nicht lange her (wie es momentan ist weiß ich nicht), da waren die Hopfenbauern diejenigen, die auf die anderen runter g'schaut haben (ich hätt mir vielleicht doch die Freundin aus Wolnzach halten sollen).
Reh in der Hallertau gibt es nun wirklich in Hülle und Fülle - ist ja die Gegend dort durch die eher klein strukturierte Landwirtschaft und die zwar kleinen aber sehr häufigen Waldinseln gerade zu prädestiniert für Rehwild.
Eine Abschußhöhe von durchschnittlich 6/100ha. ist lächerlich und kann sicher, ohne auch nur den Zuwachs ab zu schöpfen um 50, wenn nicht sogar 100% erhöht werden.
Du bist ja deinen Ausführungen nach, der selben Meinung.
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@ murmelbaer #
Es ist eben auch nicht so leicht, nur in einem Revier den Rehbestand langfristig runterzufahren, wenn die umliegenden Jagdpächter nicht mitziehen.

Die Jagdpächter werden für ihre durchschnittlichen 5,5€/ha auch Rehwild sehen wollen, Schmalrehe bringen in der Brunft den Bock, wer Geißen schiesst hat bald keine Rehe mehr usw....

Interessant wird, wie das Verfahren ausgeht. Denn ganzjährige Zäunungen sind im eigentlichen Sinn eine Sperre nach BayNatschG und können nicht das Ziel sein.
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@ murmelbaer #
murmelbaer schrieb:

Die Frage die sich mir stellt ist, warum rennen die Reh in den/die Zäune. So grundlos werden sich die Rehe ja nicht im Zaun verfangen. Irgendeinen Auslöser muß es, wird es dafür geben.


Ein normaler Kulturzaun mit 1,5m Höhe ist für ein Reh eigentlich kein Problem. Da springen die aus dem Stand drüber wenn sie es wissen, dass es geht (selbst gesehen). Wenn der Versuch nicht gelingt, dann hängen sie eben fest...
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 10.08.18 um 09:34 Uhr.
@ murmelbaer #
murmelbaer schrieb: ...Die Frage die sich mir stellt ist, warum rennen die Reh in den/die Zäune. So grundlos werden sich die Rehe ja nicht im Zaun verfangen. Irgendeinen Auslöser muß es, wird es dafür geben.
Mir fallen da Hunde, jugendliche, auch alte querfeldein Quadfahrer, Mopedrocker ein. Wegen einem Jogger, Wanderer oder Spaziergänger wird kein Reh in panischer Flucht in den Zaun rennen...

Deine angeführten Gründe werden wohl die häufigsten sein, aber es gibt auch Zufälle.

Meiner Frau sind vor Jahren zwei Rehe ins Auto gelaufen (hatte fast keine Geschwindigkeit mehr, weil sie auf eine rote Ampel zurollen ließ) und haben erheblichen Schaden verursacht.
Da war eine ganze Schlange Autos, ein großer Sprung Rehe (über 20) stand dort auf dem Feld, die waren die Autos gewöhnt, allerdings nicht die Verpuffung in einem ca. 3km entfernten Industriegebiet.
Die Rehe sind völlig panisch über die Bundesstraße, die meisten haben es zw. den Autos durch geschafft, zwei sogar über eine Motorhaube, vier davon haben Schaden verursacht - wobei die Rehe deutliche schneller waren als die Autos. Unser Doblo ist knapp an einem Totalschaden vorbei.
* wer anderen eine Grube gräbt ist selber schuld
* Kaiser Barbarossa sagte vor kurzem: Die meisten Zitate im Internet sind frei erfunden
* Hinterher ist man gar nicht immer klüger - manchmal ist man hinterher einfach nur ärmer oder überfressen oder betrunken oder schwanger...
*Coruptissimae republicae, plurimae leges.
*G.B.Shaw: Die Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol entsteht
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