Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Streitgespräch: Nachtzieltechnik

#
Ach Gott ach Gott. Jetzt wird es wieder spannend.

Es sind schon wieder so viele undifferenzierte Behauptungen im Raum. Lassen wir mal das böse Wort mit P... weg. Was ist denn an Behauptungen überhaupt belegt hier? Warum sind die Zahlen von Max plausibel?

Plausibel ist etwas dann, wenn ich es nachprüfen kann und nicht irgendwem glauben muss. Wer sind denn alle diese Experten, die sich für NZG aussprechen? Namen, Namen und Namen?

Wer ist denn ein "Sauenexperte"? Jemand der 50 Sauen im Jahr ohne oder mit NZG schießt?

Wenn mir einer hier erzählt, von vier Sauen hätten drei nicht ohne NZG erlegt werden können, dann muss ich das glauben. Wenn der DJV erklärt, wir brauchen das nicht, muss ich das auch glauben bzw. anders formuliert, ich darf es glauben, wenn ich will.

Viel Wind also um Meinungen, Meinungen, Meinungen,....

Ich bin in keinem Verband, werde niemals beitreten, habe zwar ein WBG jedoch würde ich kein NZG beantragen müssen, weil es ganz gut ohne NZG geht. Eine andere Meinung ist o.k., allerdings muss man sich schon auch fragen, wie sinnvoll die Nachtjagd auf Sauen mit Jägern ist, die von Sauen weniger verstehen. Kaufen aber alles können.....

1
 
@ Schurly #
Schurly schrieb:
Es sind schon wieder so viele undifferenzierte Behauptungen im Raum. Lassen wir mal das böse Wort mit P... weg. Was ist denn an Behauptungen überhaupt belegt hier? Warum sind die Zahlen von Max plausibel?

.... Wer sind denn alle diese Experten, die sich für NZG aussprechen? Namen, Namen und Namen?

... Wer ist denn ein "Sauenexperte"? Jemand der 50 Sauen im Jahr ohne oder mit NZG schießt?

...habe zwar ein WBG jedoch würde ich kein NZG beantragen müssen, weil es ganz gut ohne NZG geht. ...wie sinnvoll die Nachtjagd auf Sauen mit Jägern ist, die von Sauen weniger verstehen. Kaufen aber alles können.....


- Die Zahlen sind schon plausibel, siehe Erklärung im anderen Post. Taschenlampen sind unzählbar, 40.000 Geräte nach Ansicht vieler Insider eine durchaus realistische Zahl. Und weder die noch die Taschenlampen wurden "zur Beobachtung" gekauft, das glaubst Du doch sicher auch nicht?

- Tausche doch "Experten" gegen "Erfahrene" aus. Und da kann alleine ich Dir zig Leute aus ganz Deutschland nennen, die sich seit Jahren und Jahrzehnten hauptächlich den Sauen widmen, alles mögliche ausprobiert haben und aus den Erfahrungen von jährlichen Strecken irgendwo zwischen 50 und 200, in einem Fall auch darüber sprechen. Deren mir gegenüber persönlich geäußertes Wort hat für mich Gewicht.

- wer 50 oder mehr jährlich erlegt, hat meiner Meinung nach zwangsweise Erfahrung, ja.

- Du MUSST ja auch keines beantragen, es zwingt Dich keiner. Aber viele würden gerne.
9
 
@ 7x65R #
7x65R schrieb:

Ich glaube was der Heuraffler sehr unpasdend ausdrücken wollte: braucht wirklich jeder Jäger ein Nachtzielgerät? Auch die, die im Jahr vlt einmal als Gast rauskommen? Wäre es vlt sinnvoll erstmal die wildschadenspflichtigen Revierpächter und ggf deren Begeher damit auszurüsten und dann nach und nach evt den Kreis aufzuweiten falls nötig?


Zweiteilige Meinungsäußerung dazu meinerseits:
Ich denke jeder Jäger der ernsthaft Schwarzwild bejagen will braucht eine Nachtsichtlösung. Ja.
....und hat die ja vielfach auch schon ....
(ausgenommen womöglich derjenige, der nur auf Drückjagd ernstaft Sauen bejagen möchte, was ja auch dazugehört und gut ist)
Mir persönlich wäre es aber lieber ein Jagdgast bei mir, dürfte diese Technik beim Sauansitz legal nutzen - warum auch nicht - die Vorteile sind ja unabhängig vom Status der Jagdausübungsberechtigung.
Und ich bin sicher, die ehrliche Freude eines jagdgastes über die sauber angesprochene und erlegte Sau würde durch die Technik nicht getrübt - war bei mir jedenfalls überhaupt nicht der Fall.
Zudem ließen sich Sammelansitze auf Sauen wesentlich zielführender organisieren.
Man dürfte mit breiterer Freigabe auch beim Nachbarn aushelfen wenn er akut zu Schaden gehende Sauen hat, selbst womöglich verhindert ist und müsste nicht mit den Acheln zuckend an der eigenen Reviergrenze verharren.
Dies alles ist derzeit mit meiner Genehmigung so leider nicht möglich.
Wäre aber bei funktionierendem Miteinander mit den Nachbarrevieren bei uns durchaus machbar.

Dennoch halte ich deinen Vorschlag für genau die Lösung die als Kompromiss von den Verbänden kommen sollte.
Zunächst die Revierverantwortlichen befähigen, sauber zu jagen.
Aufgrund der dann entstehenden Datenbasis könnten Entscheider und Verbände objektiver neu bewerten.
Als objektives Ergebnis wäre dann eine weitere Liberalisierung MIT Zustimmung der Verbände meines Erachtens durchaus denkbar.

So ein Vorgehen hielte ich für sehr seriös.
Veränderung mitgestalten, zunächst auch ein bisserl auf der Bremse stehen aber Erfahrungen und eine breitere Datenbasis nicht verhindern - das wäre Verbandarbeit wie ich sie mir wünschte.

Stattdessen Unterstellungen, Schwarzmalerei, beständiges Ignorieren der Revierrealitäten und nachbeten längst wiederlegter Vorurteile - leider....
Teile meiner Antwort könnten Sie verunsichern .....
6
 
@ Heuraffler72 #
Heuraffler72 schrieb:

Woher kommt die Schätzung von 40.000 Zielhilfen?

Vielleicht sind die Verbände dagegen, weil eben gerade NICHT unzweifelhaft die Notwendigkeit besteht, dass JEDER Jagdscheininhaber nachts mit NZG herumballern muss.

Unzweifelhaft scheint lediglich die MEINUNG darüber, dass wir derartige Technik jedem jagenden Pöbel mit drei jagenden Sauen im Jahr zugänglich machen sollten.


Das ist also ein meilenweiter Unterschied und genau deshalb haben hier seriöse Verbände auch eine gesonderte Verantwortung zu kommunizieren. Die Betonung liegt explizit auf "seriöse" Verbände!

Lieber Heuraffler,
Du gehst zu weit! In jedem was Dir so nicht passt gehst Du zu weit! Mit Deiner Ausdrucksweise, mit Deiner Art!
Du bezeichnest mich pauschal als jagenden Pöbel nur weil ich die behördliche Beauftragung der Verwendung eines Nachtzielvorsatzgerätes habe und bislang eine Sauenstrecke habe, die nicht Deiner Vorstellung entspricht.
Du hast keine Ahnung vom Revier, Du hast keine Ahnung von den Revierspezifischen Problemen, Du hast keine Ahnung ob die Sauen bei mir stecken und beim Nachbarn zu Schaden gehen, Du hast ebenso keine Ahnung wie das Verhältnis zu den Jagdgenossen ist, aber Du hast Ahnung welcher Schicht jemand zuzuordnen ist!
Nein ich habe kein Rotwild - ich hab Charakter!

Herzlichst
Dein jagender Pöbel
VF
Die Qualität einer Idee hängt von ihrem Einfallswinkel ab.

Erst wenn der letzte Hase geschlagen, das letzte Rebhuhn gefressen, das letzte Reh gerissen ist, werdet ihr erkennen, dass man Prädatoren keinesfalls schützen kann.“

Eins bist Du dem Leben schuldig:
Kämpfe oder duld in Ruh,
bist Du Amboss - sei geduldig,
bist Du Hammer - schlage zu!

μολών λαβέ
18
 
@ 7x65R #
7x65R schrieb:

Ich glaube was der Heuraffler sehr unpasdend ausdrücken wollte: braucht wirklich jeder Jäger ein Nachtzielgerät? Auch die, die im Jahr vlt einmal als Gast rauskommen? Wäre es vlt sinnvoll erstmal die wildschadenspflichtigen Revierpächter und ggf deren Begeher damit auszurüsten und dann nach und nach evt den Kreis aufzuweiten falls nötig?

Wenn man schon die Ausrüstung davon abhängig machen will,wieviel Sauen am Ende des Jagdjahres auf der Strecke liegen,liegt was mächtig gewaltig schief !!! Wer keins möchte,wird auch nicht dazu gezwungen !
Andererseits kann man ja mal die Frage stellen,ob diese Technik letztendlich geeignet ist,ausufernde Bestände irgendwie einzudämmen.Modellversuche bestätigen meine These da alle,daß dies nicht der Fall ist,auch wenn regional kurzzeitig erfolge zu verzeichnen sind ! Solange nicht,und das ist schon immer meine Rede,Sauenbestände nicht einheitlich BEWIRTSCHAFTET werden,über die es zu diskutieren gilt und was nicht Planerfüllung beim Abschuß bedeutet, werden die Bestände bestenfalls kurzzeitig regional eingedämmt,aber nicht reguliert. Ich hab bezüglich der NZT meine Sichtweise von einst auch verändert. Diese Gerätschaften ermöglichen prinzipiell verantwortlich eine hervorragende Hilfe zur waidgerechten Regulierung !
4
 
@ Maxgoetzfried #
Max ich suche da denn Mittelweg.

Auf der einen Seite gibt es die Verbände mit ihren Ängsten und manchmal etwas "langsam" wechselnden Ansichten und dann gibt es die uneingeschränkten Befürworter, die teilweise auch ihre Verdienstmöglichkeiten sehen. Und das darfst du mir jetzt bitte nicht übel nehmen, aber objektiv bist du als jemand, der das Zeug deutschlandweit in Größenordnungen vertickt nicht! Und solche Threads hier mit maßgeblicher Befürwortung, werden doch gleich in die Ministerien weitergeleitet oder?
Man kann doch den Gegenüber mitnehmen und wenns klappt schrieb ich ja, kann man es ausweiten.

Auch die Aussage , dass ja eh schon ein Grossteil der Strecke "illegal" erlegt wird und dies als PRO Argument zu nehmen....naja aus der Tastatur eines Anwalts finde ich das schon nicht sehr seriös bzw im Hinblick auf unser Rechtssystem moralisch sehr flexibel. Eine strafbarer Umstand kann also irgendwann legalisiert werden, wenn das Recht nur oft genug gebrochen wird?

Und ob der Jungjäger so ein Teil braicht um Fehler zu vermeiden? Ich glaube selbst mit der tollsten Technik werden Leute mit dem falschen Gemüt Fehler machen, weil sie es einfach drauf anlegen. Warum muss man denn dafür ein Zielgerät haben und warum reicht nicht nur ein Beobachtungsgerät?
Wichtiger wäre es, dass bei der heutzutage recht oberflächlichen und auch manchmal aus dem Durchlauferhitzer kommenden Jungjägerausbildung erstmal die "Basics" gelernt werden.
Wobei es vlt nicht nur an der Ausbildung sondern an dem ganzen auf Knopfdruck verfügbaren Wissen liegt....keiner möchte sich sowas mehr erarbeiten alle sind nach 5 min googeln Profis....merkt man ganz besonders bei der Studentengeneration....Fast- Food- Wissen.

Und weil du es gefragt hadt: nein ich glaube nicht, dass jeder für sich selber weiß, ob er so ein Ding braucht, denn wenn ich sehe, was für ein teurer Scheiss den Jungjägern heutzutage durch gewieftes Marketing aufgequatscht wird....eieiei
Ob man vorbeigeschossen hat, entscheidet der Hund, nicht der Schütze.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hatte einen in der Krone: Betrunkener Holzfäller bemerkt Umweltaktivisten nicht.
1
 
@ Maxgoetzfried #
Maxgoetzfried schrieb:

- Die Zahlen sind schon plausibel, siehe Erklärung im anderen Post. Taschenlampen sind unzählbar, 40.000 Geräte nach Ansicht vieler Insider eine durchaus realistische Zahl. Und weder die noch die Taschenlampen wurden "zur Beobachtung" gekauft, das glaubst Du doch sicher auch nicht?

- Tausche doch "Experten" gegen "Erfahrene" aus. Und da kann alleine ich Dir zig Leute aus ganz Deutschland nennen, die sich seit Jahren und Jahrzehnten hauptächlich den Sauen widmen, alles mögliche ausprobiert haben und aus den Erfahrungen von jährlichen Strecken irgendwo zwischen 50 und 200, in einem Fall auch darüber sprechen. Deren mir gegenüber persönlich geäußertes Wort hat für mich Gewicht.

- wer 50 oder mehr jährlich erlegt, hat meiner Meinung nach zwangsweise Erfahrung, ja.

- Du MUSST ja auch keines beantragen, es zwingt Dich keiner. Aber viele würden gerne.


Max über alles läßt sich trefflich streiten aber grundsätzlich hast Du recht.

Allerdings muß im Ansatz einiges berücksichtigt werden. Wer eine hohe Dichte an Schwarzwild hat, dem fällt es leichter eine entsprechende Strecke vorzulegen. Der kann sich hin und wieder auch mal einen Fehler leisten und sei es auch nur den Wind nicht zubeachten oder ähnliches.

Wer KEIN hohes Schwarzwildaufkommen hat, sich praktisch jede Sau ersitzen muß, sich überhaupt keinen Fehler leisten darf, hat evtl. mindestens die gleiche Erfahrung wie der angeführte Sauenschützenkönig.





8
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 23.07.18 um 21:23 Uhr.
#
WBK und Taschenlampe bringt mir z.Z. schon jede Nacht ne Sau. Mit Legalisierung der Taschenlampenhalterung wäre die Verwendung von Laserlampen möglich (Vermeidung Gegenlichtblenden) - damit hätte ich mir manche Stunde Rumgezirkel oder Nahpirschen erspart. Die Beauftragung wäre dann die Krönung. Da sich aber die Behörden hier nicht so richtig klar werden wollen mit dem Handling, müssen wir halt noch improvisieren. Ich bin davon überzeugt, dass wir noch was "retten" können, wenn wir Vorbehalte gg. moderner Technik über Bord werfen und der Gesetzgeber uns dabei hilft.
8
 
@ Schurly #
Schurly schrieb:

Plausibel ist etwas dann, wenn ich es nachprüfen kann und nicht irgendwem glauben muss. Wer sind denn alle diese Experten, die sich für NZG aussprechen? Namen, Namen und Namen?

Nun hast du aber hier ein öffentliches Forum gewählt in dem jeder zunächst alles schreiben und behaupten kann - JEDER - ALLES - ich - du - jeder. Das ist nunmal so, das ist bekannt das kann ich so auch akzeptieren.
Max Götzfried scheint der zu sein den er in seinem Nick nennt. Ich mache meinen Namen hier nicht öffentlich und du wohl auch nicht. Ist O.K. so. Persönliche Entscheidung - ist zu akzeptieren.
Also wenn wir erstmal alles nicht glauben was hier so geschrieben wird, dann würde ich mir für meinen Teil weiteres Engagement hier schenken. Ich unterstelle also es überwiegend mit vernünftigen, an der Sache interessierten Leuten zu tun zu haben und glaube erstmal (fast) alles. Zumindest kann ich aber beurteilen ob manches erzählte plausibel scheint - wenn womöglich auch nicht selbst erlebt.
So gestatte mir die Gegenfrage zu deiner - Wer sind denn alle die Experten die sich gegen NZG aussprechen. Auch die sind hier überwiegend namenlos.

Wer ist denn ein "Sauenexperte"? Jemand der 50 Sauen im Jahr ohne oder mit NZG schießt?

Das Expertentum ausschließlich an der Zahl erlegter Kreaturen zu messen hielte ich für unangemessen. Zu unterschiedlich sind die Reviere und die örtlichen Gegebenheiten. Ich werde womöglich bei mir kaum eine hohe zweistellige Jahresstrecke erreichen - hoffe dies auch nicht. Zeigt eine hohe Strecke doch zuallererst das massiv Schwarzwild da sein muss. Nun kann die Erbeutung von 10 Sauen aber in einem Revier den ganzen Jäger fordern, der wissen muss wo sie laufen, wann sie kommen und welche Gewohnheiten die eine oder andere Rotte so hat. Dies rauszufinden, an den eigenen Fähigkeiten zu arbeiten, die Sinne zu trainieren auf sich ändernde Situationen flexibel zu reagieren, und die womöglich seltenen Chancen zu verwandeln zeigt den "Experen" eher als die schiere Zahl. Denn wo in anderen Revieren womöglich mit 50 Sauen geprahlt wird, vermag ein "Experte" womöglich 60 oder 70 zu bekommen während sogar die Unfähigen 30 schießen, weil sie schlicht völlig entgleiste Bestände haben. Die Chancen erhöht die Nachtsichttechnik für beide gleichermaßen - wahre Experten können daraus sicher mehr Nutzen ziehen.
Mein messbarer Maßstab für mein jagen auf Schwarzwild ist also nicht die schiere Zahl - sondern Höhe und das Ausmaß von Wildschäden. Steht dies im Verhältnis hab ich wohl ned alles falsch gemacht - sind die Schäden zu hoch bis untragbar habe ich versagt bzw. wurde überrannt. Egal ob mit oder ohne Technik - meine Vermögen wird geschmälert und die Jagdgenossen werden über meine jagdliche Zukunft in dem Revier entscheiden - so einfach und so grausam ist das.
Wie es wird zeigt sich in der Zukunft - die Möglichkeit legal den Sauen nachzustellen, wenn sie im Revier sind, unabhängig von Schnee und Mond lässt mich aber zuversichtlich sein.

Wenn mir einer hier erzählt, von vier Sauen hätten drei nicht ohne NZG erlegt werden können, dann muss ich das glauben. Wenn der DJV erklärt, wir brauchen das nicht, muss ich das auch glauben bzw. anders formuliert, ich darf es glauben, wenn ich will.

Da hast du sicher Recht - aber oben hab ich ja bereits ausgeführt wie meine herangehensweise im Forum ist - ich lege einfach mal ein naives Grundvertrauen vor ....
Wenn ich dir berichte, das ich meine letzten beiden Sauen bei Neumond nach Mitternacht schoss so musst du das glauben - aber es klingt doch zumindest plausibel, wenn ich behaupte, daß diese Sauen ohne Technik noch leben würden, oder ?

Ich bin in keinem Verband, werde niemals beitreten, habe zwar ein WBG jedoch würde ich kein NZG beantragen müssen, weil es ganz gut ohne NZG geht.

Ich verstehe zwar nicht den Zusammenhang in deiner Aussage, pflichte dir aber insofern bei, das ich zwar im BJV bin aber oft sehr damit hadere und mehr als einmal davor war auszutreten.
Warum ich noch dabei bin mag ich mal so umschreiben: Besser eine nicht ganz so gute organisierte Interessenvertretung als gar keine. Viel schlechter sollten sie aber nimmer werden.
Das du ein WBG nutzt ist interessant - zeigt es doch, das du Technik durchaus zu nutzen verstehst.
Na, und das es bisher auch ohne NZG klappt klingt einigermaßen plausibel und somit muss ich dir das auch einfach glauben.
Plausibel, weil auch ich Reviere kenne in denen es dank z.B. "Industriemond, überstrahlender Großstadtbeleuchtung etc. kaum Nachtsichttechnik zum Schuss bedarf.
Obs bei dir auch so ist vermag ich natürlich nicht zu beurteilen - plausibel eben....

Eine andere Meinung ist o.k., allerdings muss man sich schon auch fragen, wie sinnvoll die Nachtjagd auf Sauen mit Jägern ist, die von Sauen weniger verstehen. Kaufen aber alles können.....

Selbstverständlich ist eine andere Meinung O.K. zumal ohne Zorn vorgetragen ...
Wenn aber aber schon keinem auch noch so unfähigem Jäger grundsätzlich weder die Nachtjagd auf Sauen, noch das "alles kaufen" wirklich verboten werden kann, dann kann man das beklagen - muss es aber wohl leider zähneknirschend als gegeben hinnehmen.
Ich vertrete dazu mittlerweile die Auffassung, das mit Technik der Experte noch mehr bewirkt, die jagdliche Pfeife aber bei seinem unfähigen Tun seine ohnehin seltenen Gelegenheiten dann aber wenigstens zu einem brauchbaren Ende bringen könnte.
Wie geschrieben - nur meine Meinung ... sollte aber auch O.K. sein...

Aus meiner Ausbildung ist mir dazu noch ein Merksatz erinnerlich den ich hier gern zitieren möchte:
"Taktik ohne Technik ist hilflos, Technik ohne Taktik ist sinnlos."
Teile meiner Antwort könnten Sie verunsichern .....
6
 
#
Dazu kommt noch der Umstand, dass die Schweine verdammt clever sind!
Die merken sehr bald wann sie wo ungefährdet hantieren können und wo nicht.
Ich hab ja nun die Entwicklung von DDR Zeiten, über die " Wendezeit" der neunziger Jahre bis zum späteren auftreten der damals achsounweidmännischen Leuchtpunktabsehen bis in die heutigen Zeiten von WBG und IR Aufheller alles mitverfolgen können.
Während man mitte bis Ende der neunziger noch mit nem halbwegs nachttauglichem ZF bei halb oder dreiviertel Mond und/oder idealerweise geschlossener Schneedecke relativ sicher Beute machen konnte, bleibt man bei Vollmond und Neuschnee heute am besten zu hause.
Anfangs sind die Sauen auch bei gutem Licht noch ausgetreten, später blieben sie im Mondschatten der Dickungen und heut sind sie vorzugsweise bei Neumond und widrigsten Sichtbedingungen aktiv.
Mal weitergedacht, wenns jetzt, dank WBG oder IR auch im Dunkeln noch knallt und plötzlich ein Verwandter abhängig ist, werden die Schwarzen auch sehr bald die Ecken gefunden haben, wo sie unbehelligt bleiben. Unabhängig von Sicht und Witterungsverhältnissen. Das werden dann die Reviere vom "jagdlichen Pöbel" sein, um mich des Jargons einiger Subjekte zu bedienen, in denen sie dann die "Sau rauslassen"!
3
 
Thema wurde vom Moderationsteam geöffnet: Einige Off-topic Beiträge wurden abgetrennt
Werde Mitglied der Community Jagd, um an dieser Diskussion teilzunehmen!
Zum Seitenanfang