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Rotwild Erzgebirge: Staat jagt falsch

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Rotwild Erzgebirge: Staat jagt falsch
Im Streit um das Rotwild im Erzgebirge hat sich erfahrener Wildökologe zu Wort gemeldet.

Er kritisiert insbesondere den Jagddruck durch den Staat

Hintergrund: Der Konflikt um das dortige Rotwild führte schon vor Jahren zu einem Hilferuf an die Landesregierung

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Beitrag vom Autor bearbeitet am 11.07.18 um 18:50 Uhr.
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Der Staatsforst ist zunehmend mit der Jagd überfordert. Das hat der Forstamtleiter Dr. Klein in der aktuellen JÄGER selbst zugegeben.
Die notwendigen Schwarzwildstrecken werden nicht gebracht.
Rotwildjagd und -management erfordert viel Erfahrung und Kompetenz. Bei ist eigentlich nur noch bei wenigen Bundesforstämtern gegeben.
Die aktuelle Rehwildbejagung kommt einer Bankrotterklärung gleich. Angepasste und gleichzeitig vitale Rehwildbestände werden nicht erreicht. Wie auch ? Jagd bekommt im täglichen Aufgabenspektrum einen immer kleiner werdenden Stellenwert.
Auch bei Zahl vor Wahl kann man noch selektiv in Hinblick auf gesunde Altersstruktur jagen.
Aber immer mehr Beamte tun sich schwer mit dem schnellen richtigen Ansprechen. Ein Hinweis auf die Freigaben Rehwild bei Drückjagden ein weiterer Beleg dafür. Drückjagden auf Rehwild im Januar sind die ultimative Insignie für mangelnde Kenntnisse in wildbiologisch - ökoligischen Zusammenhängen.

Dem gegenüber steht eine neue junge und teilweise hochkompentete Pächtergeneration mit effektiver Jagdmethoden, die ganzjährig saubere SW Strecken bringen ohne den Verbiss im Revier aus den Augen zu verlieren.
Für Waldbesitzer und Jagdgenossen bieten sich hier gute und lukrative Alternativen, die sowohl der Wildschadenssituation als auch der Dividende dienen.

Wie werden hier noch viel Veränderung sehen, insbesondere vor dem Hintergrund der ASP und der nächsten Welle der Forstreformen und Umstrukturierungen.

Horrido


Wildfleisch : Mehr BIO geht nicht !
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 11.07.18 um 19:01 Uhr.
@ jagderleben_de #
Da jagderleben.de ja aus der Untersuchung des Prof. Frauenarztes zitiert: Jagd an Wildwiesen..
Sicherlich nicht schön und eher kontroproduktiv aber wurden in der Untersuchung auch mal die vielen Nachtjagdsondergenehmigungen, deren Mißbrauch (war hier im Forum Thema) und die Bejagung des Rotwildes auf Dauergrünland/Gründüngerflächen in den privaten Revieren untersucht?

Vlt könnten alle Beteiligten einfach mal ehrlich sein und miteinander offen reden. Wenn jeder Abstriche macht sollte da doch was gehen...ist ja inzwischen ein leidiges Dauerthema.
Ob man vorbeigeschossen hat, entscheidet der Hund, nicht der Schütze.

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Hatte einen in der Krone: Betrunkener Holzfäller bemerkt Umweltaktivisten nicht.
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Interessant wäre zu wissen, warum der Staatsforst so intensiv jagt. Vielleicht war man ja mit den Leistungen der Private so unzufrieden?
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 11.07.18 um 19:18 Uhr.
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Da ich genau dort groß geworden bin (in Persona und auch jagdlich) und dort unser Revier übernommen habe, habe ich die Probleme vor Ort und könnte jetzt ne Menge dazu schreiben. Insbesondere, dass Hegegemeinschaften quasi an der "Brust" des Staatsbetriebes festgewachsen zu sein scheinen... Tu ich aber nicht.

Doch, etwas muss ich dazu schreiben: kritisiert nicht die armen Feldjägerleins, die mittels Nachtjagd (genehmigt) ungeheure Wildschäden zu vermeiden haben. Die tun das nämlich nicht gerade gern. Wenn man im Winter jede Nacht auf jedem Rapsschlag Rudel von bis zu 200 Stück stehen hat, ist das nicht mehr lustig!
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Da ich zwei sehr gute Freunde in diesem Landstrich habe, kann ich mir gut vorstellen woran es da hapert.
Jagdlich alles kompetente und fleissige Jäger.
Im privaten Bereich als auch im Forst...Allerdings bei den Hirschen kommt es immer wieder zu Streitigkeiten.
Die eine Seite schiesst nur Hirsche. Die anderen nur weiblich...
Hier sollte man vermitteln. Dies ist wohl durch die schwierigen Charaktere und die unterschiedlichen Meinungen alles festgefahren.
Streit gehen die auch keinem aus dem Weg. Schwierig...
Aber ich denke @Hasan etc. können da noch genaueres sagen!
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@ OberfoersterVS #
OberfoersterVS schrieb:

Interessant wäre zu wissen, warum der Staatsforst so intensiv jagt. Vielleicht war man ja mit den Leistungen der Private so unzufrieden?


Sehr gute Frage :

1. ökonomischer Druck
- wildbiologische und selektive Jagd mit dem Ziel angepasster Bestände ist sehr Personalintensiv. Das können sich die Privaten leisten weil sie Eigenleistung aufwenden. Im Forstbetrieb ist aber der Persinaleinsatz der größte Kostenfaktor. Intensive Jagd = Höchste Effizienz auf Kosten der Selektion, Waudgerehtigkeit etc.
- immer mehr Forstämter werden durch Unterschutzstellung Flächen aus der Nutzung genommen, dies verschärft den Druck auf schwarze Zahlen.
- Auflösung der Zwangsbeförsterung. Waldbesitzer habe die freie Wahl. Viele Waldbesitzer sind die Streits ihrer Pächter mit den Staatsförstern Leid. Der Spagat zwischen hohe Pachteinnahme und Waldbauzielen ist schwierig, hat sich hier der Staatsforst immer clever verhalten ?
- der Fisch stinkt immer vom Kopf. Die teils gute Arbeit vor Ort wird von den Ministerien und deren Erlässen kanibalisiert. Der Druck wird einfach weitergegeben an Pächter und Wild.
2. ökonomischer Druck
3. ökonomischer Druck

Es gab immer Zeiten in der Geschichte, wo das was Richtig ist, nicht immer legal war. Und es gibt Zeiten, da muss man um das Richtige zu tun ein Gesetz brechen.
- Edward Snowden -
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@ Hasan #
Hasan schrieb:

Da ich genau dort groß geworden bin (in Persona und auch jagdlich) und dort unser Revier übernommen habe, habe ich die Probleme vor Ort und könnte jetzt ne Menge dazu schreiben. Insbesondere, dass Hegegemeinschaften quasi an der "Brust" des Staatsbetriebes festgewachsen zu sein scheinen... Tu ich aber nicht.



Sehr schade...Dann kämen die Infos direkt und unverblühmt!
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@ maguhl #
Das will nur keiner hören!

Kaum noch Kahlwild da, 75% Hirsche, davon 80% "Gurkenhälse", Altersklassen- und Geschlechterverhältnis für die Tonne und eine VO Rotwildabschussplanung von 2003! Das sagt doch alles! ...Ich rege mich bloß wieder auf...
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@ OberfoersterVS #
OberfoersterVS schrieb:

Interessant wäre zu wissen, warum der Staatsforst so intensiv jagt. Vielleicht war man ja mit den Leistungen der Private so unzufrieden?


a) Weißtanne
b) nachrückendes Rotwild aus guten Beständen der Tschechei, kann man ber der privaten Jägerschaft nicht anlasten
c) mit den Leistungen der Privaten hat das nichts zu tun.

.. bin nicht von da, hatte aber mal einen Arbeitseinsatz in den Tannenwäldern an der tschechischen Grenze.

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