Zur mobilen Version wechseln »
Jagd-VideosCommunityMediadatenNewsletterFormulare & Vordruckejagderlebenlandlive.deANVISIERTPRAXISSERVICEMARKTJAGD-WETTERAPPSPirschunsere JagdNiedersächsischer JägerDer Jagdgebrauchshund
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Wildbrethygiene, Verwertung und Vermarktung
384 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator, nagus2
Forum: Wildbrethygiene, Verwertung und Vermarktung

Trichinenprobe ...egal wo?

#
Wir haben mit dem Fleischbeschauer eine Vereinbarung das er im Falle eines Falles die Probe bei uns mitnimmt.
So einfach kann es sein wenn der Verantwortliche Beschauer selbst Jäger ist. 12,60 Euro müssen wir pro Probe zahlen.
Nicht das, was einer Niederlegt
nur was dabei dein Herz bewegt,
nur was er fühlt bei jedem Stück,
das ist das wahre Jägerglück.
WEIDMANNSHEIL!!!!!!!
0
 
@ Tannschuetz #
Tannschuetz schrieb:

ist es egal wo ich die SW Trichinenprobe machen lasse.... auch in einem anderen Bundesland als in dem wo ich es erlegt habe?



Nein, wir leben in Deutschland, hier ist nichts egal.

Ich wohne im Kreis Borken, jage in Hessen und in Bayern. Normalerweise geben wir die Trichinenproben unserem Jagdherrn mit, der lässt sie untersuchen. Im letzten Jahr kam es aber vor das besagter JH im Urlaub war und ich trotzdem eine Sau geschoßen habe. Die Trichinenprobe wollte ich in Borken untersuchen lassen und habe - in meiner Unwissenheit - fast einen Behördenkollaps ausgelöst.

Ich musste nachweisen das ich "kundige Person" bin. Soweit, so gut. Also Zeugnis geholt, der Behörde - Veterenäramt - vorgelegt, 25,-€ bezahlt und gut is ????

Falsch. Diese "amtliche Bestätigung der Fähigkeit Proben zu entnehmen" gilt NUR für den Kreis Borken.
Entnehme ich in anderen Kreisen Proben, muss ich erst 25,- € zahlen und darf dann die Probe ziehen

Man sagte mir "durch die Blume" das ich eigentlich auch in Bayern als "kundige Person" registriert sein müsste, man aber diesen kleinen Fauxpax behördlicherseits übersehen würde.

Nun zurück zu der Trichinenprobe aus Bayern. Die durfte ich hier (NRW) NICHT machen lassen, weil ich keine amtliche Bestätigung der bayrischen Behörden hatte (Wildursprungsschein), das die Sau auch in Bayern geschossen wurde.

Den Nachweis hatte ich nicht, weil die Sau am WE geschossen und "abtransportiert" wurde, weil auch bayrische Behörden am WE nur in Notfällen tätig sind - von Arbeiten rede ich nicht. Aus Sicht der Behörde war die ganze Sache ziemlich illegal.

Also habe ich die "bayrische Probe" zu einem bekannten Tierarzt gebracht der mit einem Hegering zusammenarbeitet und sie sozusagen Illegal durch führen lassen.

So lange dieser Behördenblödsinn nicht entrümpelt wird, sehe ich schwarz für eine geordnete Trichinenschau.


Mich würde ja interessieren wie andere Jäger das machen und welche Erfahrungen ihr im laufe der Zeit so gemacht habt.


WH

Wilddieb
2
 
@ Tannschuetz #
Servus,
kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen das das egal ist bzw. sein soll wo die Untersuchung stattfindet;
egal wie das Ergebnis auch ausschaut, damit würde die Statistik und die Befallsrate werden !

Gruß
Dohle
Vom Gamsbock die Krucken, vom Hirsch das Geweih.
Vom Spielhahn die Hackl, vom Diandl die Treu !
.
.
Bischt a Tiroler, bischt a Mensch;
bischt koan Tiroler, bischt am Arsch !
(frei nach Andreas Hofer, Tiroler Freiheitskämpfer)
.
.
0
 
#
Also du darfst die Proben als kundige Person überall entnehmen. Abgeben darfst du sie (als Pächter) aber nur in dem Landkreis, wo dein Revier liegt (als Pächter musst du dich registrieren) oder bei dir am WOhnort (wenn du dort registriert bist).

Die Paragraphen dazu habe ich nicht im Kopf, aber so habe ich es gelernt. Bist du kein Pächter, dann kannst du die Probe auch nirgendwo anders als an deinem Wohnort abgeben. In den meisten Fällen ist es aber doch so, dass man die Proben im Beutel irgendwo abgibt mit Namen des Pächters und Revier drauf (zumindest war das bisher in allen meinen Fällen so) und dann nehmen die Dinge ihren Lauf.
0
 
@ Birkenschock #
das Thema "kundige Person" hat mit dem Thema Trichinenprobenentnahme nichts, aber absolut nichts zu tun; solltest Du das so gelernt haben (und nicht nur falsch erinnern), dann hast Du was falsches gelernt
1
 
@ Heide_Unterfranken #
Die kundige Person ist ein Teil der Jägerausbildung oder ein Kurs zum Thema Wildbrethygiene, der unter anderem auch die Regeln zur Entnahme der Trichinenprobe mit behandelt. Nämlich auch das wo, wie und was entnommen werden soll und wo es dann hinkommt und wo man sich registrieren muss. Zumindest war das bei mir so.

Zitat: Voraussetzungen für die Übertragung sind die Zuverlässigkeit des Antragstellers
sowie eine Schulung zur Entnahme und Kennzeichnung
der Trichinenproben. Bei einem Jagdscheininhaber kann von der notwendigen
Zuverlässigkeit ausgegangen werden, sofern keine Anhaltspunkte
vorliegen, die daran Zweifel aufkommen lassen. Die notwendige
Schulung für die Entnahme von Trichinenproben und die Kennzeichnung
ist in die vom Landesjagdverband und seinen örtlichen Vertretungen
durchgeführten Schulungen der Jäger zur „kundigen Person“ (s.
Nr. 1) integriert und braucht somit nicht von den zuständigen Behörden
einzeln durchgeführt zu werden.

[www.ljv-nrw.de]
0
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 13.06.18 um 11:44 Uhr.
#
Da in unserem Landkreis kein Schlachthof mit akkreditierter Beschaustelle existiert haben wir verschiedene Modi Operandi:
1. Dem Tierarzt die Probe entnehmen lassen und zur nächsten akkreditierten Beschaustelle zu verbringen > 25,40€
2. als Kundige Person mit Schulungsnachweis für die Probenentnahme die Probe selbst zu nehmen und zum nächsten Schlachthof bringen > dort 6,80 € zzgl. Fahrtkosten und eigenen Zeitaufwand, in jedem Fall min 35 km.
3. als Kundige Person mit Schulungsnachweis für die Probenentnahme die Probe selbst zu nehmen und per Post an ein klinisches Labor (das liegt ausserhalb des Regierungsbezirks) schicken > 8,- € zzgl. 1,45 Porto + Versandtasche.

Befundmitteilung:
zu 1. zweimal wöchentlich per Post, außer bei positivem Befund, da wird telephonisch mitgeteilt.
zu 2. am gleichen Tag abholen oder postalisch zustellen lassen
zu 3. am nächsten Tag per E-Mail

Edit meint: nicht geschriebene Wörter entstellen ganze Sätze!
Die Qualität einer Idee hängt von ihrem Einfallswinkel ab.

Erst wenn der letzte Hase geschlagen, das letzte Rebhuhn gefressen, das letzte Reh gerissen ist, werdet ihr erkennen, dass man Prädatoren keinesfalls schützen kann.“

Eins bist Du dem Leben schuldig:
Kämpfe oder duld in Ruh,
bist Du Amboss - sei geduldig,
bist Du Hammer - schlage zu!

μολών λαβέ
0
 
@ Birkenschock #
Birkenschock schrieb:

Die kundige Person ist ein Teil der Jägerausbildung oder ein Kurs zum Thema Wildbrethygiene, der unter anderem auch die Regeln zur Entnahme der Trichinenprobe mit behandelt. Nämlich auch das wo, wie und was entnommen werden soll und wo es dann hinkommt und wo man sich registrieren muss. Zumindest war das bei mir so.

Zitat: Voraussetzungen für die Übertragung sind die Zuverlässigkeit des Antragstellers
sowie eine Schulung zur Entnahme und Kennzeichnung
der Trichinenproben. Bei einem Jagdscheininhaber kann von der notwendigen
Zuverlässigkeit ausgegangen werden, sofern keine Anhaltspunkte
vorliegen, die daran Zweifel aufkommen lassen. Die notwendige
Schulung für die Entnahme von Trichinenproben und die Kennzeichnung
ist in die vom Landesjagdverband und seinen örtlichen Vertretungen
durchgeführten Schulungen der Jäger zur „kundigen Person“ (s.
Nr. 1) integriert und braucht somit nicht von den zuständigen Behörden
einzeln durchgeführt zu werden.

[www.ljv-nrw.de]


Ok, dann hattest Du aber einfach einen Kombi-Kurs, indem beides abgefrühstückt wurde.
0
 
#
Scheint so

Und können und dürfen ist ja leider auch ein unterschied. Gemacht habe ich das seit Jahren und hat sich nie ein Veterinär über die Proben beschwert. Und in Hygiene habe ich auch damals schon gut aufgepasst, war mir nämlich auch damals schon wichtig. Also eigentlich eher die Krankheiten und die Merkmale. Bei der Hygiene wird heute eine Hysterie gemacht, die ich nicht ganz nachvollziehen kann, zumindest wenn man es selber essen will. Früher mussten Hasen blau sein am Bauch, heute, kann man Fleisch ja nur noch höchst kontrolliert abhängen etc. Bald muss man noch ein Studium nachweisen oder mindestens ein 1 jähriges Praktikum im Schlachthof o.Ä.
0
 
#
Strafrechtlich wichtig wird wohl nur sein, DASS man die Sau beprobt(beproben lässt), bevor man sie in Verkehr bringt.
0
 
Werde Mitglied der Community Jagd, um an dieser Diskussion teilzunehmen!
Zum Seitenanfang