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Wildbrethygiene, Verwertung und Vermarktung
389 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Wildbrethygiene, Verwertung und Vermarktung

Wildbret Online-Marktplatz

@ esau #
esau schrieb:

Das tue ich.
Darum bekommt (besser bekam)der Händler vom mir kein Wildbret zum Polenpreis bei "Deutschlandauflagen und - Kosten".
... jedenfalls nicht solange ich es verarbeiten konnte.
(Und wenn,dann hatte ich meinen Aufkäufer ,der direkt die Gastronomie seines Sohnes belieferte,wo ich meinen festen Preis bekam)
Auch wenn ich mir zu Zeiten hohen Aufkommens einige Gedanken mehr machen musste.
Aber Wildbret lässt sich mit etwas Grips so gut in den Alltag einbauen,dass man oft nix verramschen muss.
Und für jedes Stück Wildbret im Speiseplan oder als Geschenk/Mitbringsel muss kein Haustier gehalten und geschlachtet werden.
Seit ich auch in Schwagers Pacht jage ,brauche ich im Forst meine Beute auch nicht mehr(teurer als der Wildhändler) abkaufen.
(Sollte mal ein mageres Jahr sein ,kann man das ja durchaus mal wieder tun.)

Dennoch vergieße ich mal noch eine Träne über die am Hungertuch nagenden Händler ,die sich das billige Zeug aus dem Osten lieber reinziehen ,als das von vor Ort,und es womöglich noch als regionales Produkt bewerben.


Damit hast du, für deine persönliche Situation, sicher recht. aber eben nur für diese!
Wenn du jetzt noch gerichtsverwertbare für die Behauptung im deinem letzten Absatz auf den Tisch legen könntest!?!
Zum vorrechnen: Bis der Händler auch nur ein Gramm Fleisch von der 50kg Sau für 0.7€ das Kg zum Verkauf auf dem Tisch liegen hat, hat er ohne auch nur einen Cent daran verdient zu haben bereits ca. 70 - 80.-Euronen vorgestreckt. Er hat nämlich nicht unerhebliche Kosten wie Personal, Veterinär, Trichinenbeschau, Entsorgung, Strom, Wasser, Schlachthaus, Fahrtkosten, Steuern und sicher noch so einiges mehr. Kosten, die Otto Normaljäger zwar teilweise auch hat, dort aber nicht zum tragen kommen.
Deswegen ist der Vergleich privat und gewerblich unzulässig.
0
 
#
Tatsache ist das die großen Drückjagden nicht nur eitler Sonnenschein sind sondern auch ihre Schattenseiten haben! in bezug auf Wildvermarktung . Bei uns in der Gegend geht dieses Wild für ca. 50 cent je kg an den Wildhändler und ganz extrem Strecken wurden schon für Lau an die Beteiligten abgegeben. Leider Hauptsache Tot und macht kein schaden mehr. Schädlingsbekämpfung in Reinkultur pfui Deiwel.
Nicht das, was einer Niederlegt
nur was dabei dein Herz bewegt,
nur was er fühlt bei jedem Stück,
das ist das wahre Jägerglück.
WEIDMANNSHEIL!!!!!!!
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@ murmelbaer #
murmelbaer schrieb: ...Kosten, die Otto Normaljäger zwar teilweise auch hat, dort aber nicht zum tragen kommen.
Deswegen ist der Vergleich privat und gewerblich unzulässig...

Nennt sich Selbstausbeutung, zu Ungunsten der Jäger zu Gunsten des Käufers.
Deshalb verkaufen wir zu einem reellen Preis oder gar nicht - wenn ich die Arbeit für mich privat mache - ok.
Aber sonst nicht!
* wer anderen eine Grube gräbt ist selber schuld
* Kaiser Barbarossa sagte vor kurzem: Die meisten Zitate im Internet sind frei erfunden
* Hinterher ist man gar nicht immer klüger - manchmal ist man hinterher einfach nur ärmer oder überfressen oder betrunken oder schwanger...
*Coruptissimae republicae, plurimae leges.
*G.B.Shaw: Die Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol entsteht
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Dieser Beitrag wurde am 29.09.18 um 21:18 vom Autor gelöscht.
Beitrag vom Autor bearbeitet am 16.05.18 um 11:46 Uhr.
@ Gesch #
Gesch schrieb:

Nennt sich Selbstausbeutung, zu Ungunsten der Jäger zu Gunsten des Käufers.
Deshalb verkaufen wir zu einem reellen Preis oder gar nicht - wenn ich die Arbeit für mich privat mache - ok.
Aber sonst nicht!


Was ist denn ein "reeller" Preis bei dir?
Auch du berücksichtigst nicht einfachste kaufmännische Regeln.
Der Wildhändler kauft den Rohstoff= die 50 kg Sau mit Kopf Läufen und Schwarte.
Er veredelt diesen Rohstoff mit nicht unerheblichem Kostenaufwand und will dann nach dem Verkauf des Edelproduktes auch noch ein paar Kreuzer für sein Sparkonto auf die Seite legen können.
Ich bin kein Wildhändler und es bestehen auch keine verpflichtende Verbindungen, aber ich weiß aus langjähriger Erfahrung welchen nicht unerheblicher Aufwand nötig ist,aus einem Stück Wild verkaufsfertige Produkte her zu stellen und in monetären Erfolg umwandeln läßt. Das gestehe ich einem Wildhändler auch zu (der noch dazu einem erheblichen Kostendruck unterliegt.
Wenn du deine Stücke zu einem für dich reellen Preis veräussern kannst, so freut mich das. Genau so, wie ich mich gefreut hab, wenn der Metzger mir ein ganzes Stück Rotwild zu einem deutlich höheren Preis als mein Einkaufspreis war, abgenommen hat.
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@ murmelbaer #
na ja, ich zwing ja niemand, Wildhändler zu werden. Wenn er seine Kosten nur decken kann, wenn er "billig" einkauft, dann paßt halt im Gesamtsystem irgedwas nicht zusammen.

Unter anderm die "Geiz ist Geil-Mentalität" der Käufer, besonders bei Lebensmittel.


Du wirst aber kein Argument finden, das mich befriedigt, warum ausgerechnet der Jäger als Erzeuger die Kosten tragen soll für die nachfolgende Verwertung.


Wir hier haben nach wie vor kein Problem, ca. 50 Rehe und 80 Sauen pro Jahr zu einem "reellen" Preis zu verkaufen (Sau 4,50/kg, Reh 7/kg in der Schwarte/Decke).
Wir haben im Team zwei pensionierte Metzger, die richten auch küchenfertig her - aber auch zu einem angemessenen Preis - zusätzlich.
* wer anderen eine Grube gräbt ist selber schuld
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@ murmelbaer #
murmelbaer schrieb:

Was ist denn ein "reeller" Preis bei dir?
Auch du berücksichtigst nicht einfachste kaufmännische Regeln.
Der Wildhändler kauft den Rohstoff= die 50 kg Sau mit Kopf Läufen und Schwarte.
Er veredelt diesen Rohstoff mit nicht unerheblichem Kostenaufwand und will dann nach dem Verkauf des Edelproduktes auch noch ein paar Kreuzer für sein Sparkonto auf die Seite legen können.
Ich bin kein Wildhändler und es bestehen auch keine verpflichtende Verbindungen, aber ich weiß aus langjähriger Erfahrung welchen nicht unerheblicher Aufwand nötig ist,aus einem Stück Wild verkaufsfertige Produkte her zu stellen und in monetären Erfolg umwandeln läßt. Das gestehe ich einem Wildhändler auch zu (der noch dazu einem erheblichen Kostendruck unterliegt.
Wenn du deine Stücke zu einem für dich reellen Preis veräussern kannst, so freut mich das. Genau so, wie ich mich gefreut hab, wenn der Metzger mir ein ganzes Stück Rotwild zu einem deutlich höheren Preis als mein Einkaufspreis war, abgenommen hat.


Ich kenne auch Wildhändler die Zahlen für eine Sau in der Schwarte bei gutem Schuss zwischen 3 und 4,00 Euro. Du kannst mir glauben, auch die verdienen noch was ;D Wenn ich natürlich als Händler das Wildbret zu Dumping Preisen verkaufen möchte, kann ich dem Jäger auch nur 0,70€ pro kg zahlen. Außerdem kenn ich auch Wildhändler die für ein sauber geschossenes Reh, 5,00 bis 6,00 Euro in der Decke zahlen. Auch bei diesem Preisen ist noch was verdient, aber nicht wenn ich als Händler zu Großmarktpreisen verkaufe.
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Lynx94 schrieb:

(...)

Zu dem System insgesamt:
Ich würde das eher nicht nutzen. Erstens ist es mir zu umständlich jedes Stück zu fotografieren und in eine Internetseite einzugeben. Zweitens ist es mir zu riskant, dass da einer per Internet bestellt, ich das Wild reserviere und der dann nicht abholt. Drittens verwerte ich im Ganzen, das mögen viele Endverbraucher nicht.


Dort, wo der Absatz jetzt schon reibungslos läuft, müsste die Nutzung mit Vorteilen verbunden sein, die über den bloßen Absatz hinausgehen: höhere Preise, einfachere Abwicklung, weniger Lagerhaltungskosten etc. Bietet das die Plattform nicht, wird sie von denjenigen, die schon jetzt gut verkaufen, nicht genutzt werden.
Aber so entspannt läuft es ja nicht überall, ob große Drückjagdstrecken oder Jagden im ländlichen Raum fernab von zahlungswilliger Kundschaft, dort gibt es sicher den Bedarf nach einer besseren Vermarktung. das wird nicht auf Anhieb flächendeckend gelingen können, alleine von den Marketingkosten her. Deshalb würde ich klein beginnen und mir in einer Großstadt eine Eventform suchen, die mir Kunden zuführt, einen VHS-Kurs "Wildgrillen" bspw. oder mit einem gehobenen Lokal eine Wildwoche, noch den passenden Winzer dazu, Ideen gibt es viele, man benötigt Partner und einen langen Atem. Bei uns ist die Mund zu Mund Propaganda, heute vielleicht auch per Guerlliamarketing in Facebook Stadtgeflüstern u.ä. ein relevanter Faktor.
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Dieser Beitrag wurde am 29.09.18 um 21:17 vom Autor gelöscht.
Dieser Beitrag wurde am 29.09.18 um 21:17 vom Autor gelöscht.
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