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Wildbrethygiene, Verwertung und Vermarktung
384 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator, nagus2
Forum: Wildbrethygiene, Verwertung und Vermarktung

Wildbret Online-Marktplatz

@ Grauefote #
„wenn du zu viel Geld hast!“
Ich habe nicht zu viel Geld. Aber wer hat das schon? ;)
Um ein ausreichendes Werbebudget für den Marktstart zusammen zu bekommen, nehme ich an unterschiedlichen Ideen-/Startup-Wettbewerben teil. Je nachdem wie erfolgreich ich hier bin, desto mehr Geld wird auch für die Bekanntmachung des Marktplatzes zur Verfügung stehen.

„las erstmal eine Marktanalyse erstellen.“
Die habe ich selbstverständlich selbst erstellt und lasse ich nicht erstellen. Die Teilnahme an oben genannten Wettbewerben bietet mir übrigens die Unterstützung zahlreicher Experten in verschiedenen Gebieten. Auch bei der realistischen Bewertung des Marktes.

„Eine neue Platform alle Ebay am Markt für Wildbret zu platzieren, bedarf mehr als einen 5stelligen Betrag“

eBay ist nicht mit einem Wildbret-Marktplatz vergleichbar was das benötigte Werbebudget angeht. Ich habe eBay nur als Beispiel für einen mehrseitigen Marktplatz erwähnt. Das war vielleicht etwas missverständlich.
Mit einem mittleren 5-stelligen Betrag, kann man im ersten Jahr mit der richtigen Vorgehensweise mehr als genug Kunden auf den Marktplatz bringen. Du kannst mir glauben, dass ich diesen Betrag nicht aus dem Hut gezaubert habe und dass ich auch bezüglich des Marketings aufgrund der Teilnahme an den Startup-Wettbewerben von Experten beraten werde.
„Es wird dich ernüchtern, Wildfleisch ist ein Nischenprodukt und das wird sich auch, durch eine wie auch immer gelagerte Online Plattform nicht ändern.“
Ich weiß nicht was mich daran ernüchtern soll. Eben weil Wildfleisch ein Nischenprodukt ist, gibt es noch keinen funktionierenden Online-Marktplatz. Lass mich doch versuchen das mit deiner und der Hilfe weiterer Jäger zu ändern. Es gibt nichts Wichtigeres als kritische Projekt-Begleiter und nichts Schöneres als anfängliche Skeptiker schließlich doch zu überzeugen ;) Ich bin davon überzeugt, dass eine übersichtliche Präsentation der vorhandenen Wildfleisch-Produkte und eine komfortable Möglichkeit eine Wildbret-Kaufanfrage an einen Jäger aus der Region zu senden, viele neue Wildfleisch-Kunden hervorbringen wird.
Ich kann dir gerne mal 3 Fakten über den Nischenmarkt Wildbret nennen, die mich zuversichtlich stimmen, dass ein zentraler Online-Marktplatz sehr wohl eine reale Chance auf Erfolg hat:
1. Der Wildbret-Primärwert der Jagdstrecke in Deutschland lag im Jagdjahr 2016/2017 bei ca. 200 Millionen Euro. Zerwirkt/Veredelt natürlich noch deutlich höher.
2. 90% der 2017 befragten Deutschen sind bereit für mehr Tierwohl auch mehr zu bezahlen. 78% achten auf Regionalität. Bei tierischen Produkten wünschen sich die Befragten Angaben zu den Haltungsbedingungen (85%) und ob das Produkt fair (84%) und umweltverträglich (82%) erzeugt wurde.
3. Es gibt nicht nur Regionen, in denen die Nachfrage nach Wildfleisch das Angebot übersteigt, sondern auch viele Regionen, in denen es andersherum ist. Es gibt Jäger, denen ihr Schwarzwild nicht mal mehr von Wildhändlern zu einem halbwegs fairen Preis abgenommen wird.


„Mir ist in unserem Hegering nicht eins, von über 15 Revieren bekannt das Probleme hätte Wildbret zu vermarkten.
Im Gegenteil wir könnten alle mehr verkaufen als wir haben.“
Wie unter 3. bereits beschrieben, ist das nicht die Realität in ganz Deutschland. Ich möchte den Marktplatz ja nicht nur für euren Hegering erstellen – allerdings auch für euren Hegering. Der Marktplatz soll auch Jägern Vorteile bieten, die bereits ausreichend Abnehmer für ihr Wildfleisch haben. Z.B. indem die App es dem Jäger ermöglichen soll, nach einmaliger Einrichtung der regelmäßig benötigten Daten (kg-Preise, Abhol-Ort, in der Regel angebotene Fleisch-Produkte, …) mit Hilfe prozentualer Berechnungen aus der Angabe von Wildart und Gesamtgewicht ein fertiges übersichtliches Angebot zu erstellen, dass man dann an seine Stammkunden senden kann. Auch das ist natürlich nicht für jeden etwas. Vielleicht hast du ja auch eigene Ideen, was ein solcher Marktplatz können müsste, um dir einen Mehrwert zu bieten. Vielleicht möchtest du, oder andere Jäger in deinem Hegering aber auch gerade aufgrund der Schwierigkeit in eurer Region an Wildfleisch zu kommen, auch mal anderen Leuten die Möglichkeit bieten an das hochwertige Fleisch zu kommen?
Wie auch immer. Wenn du das alles für Zeitverschwendung hältst, kann ich dich nicht zwingen das ganze weiter aktiv oder passiv zu verfolgen. Ich fände es schade. Ich persönlich investiere die Zeit gerne, da ich von der Idee überzeugt bin.
Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.
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Dieser Beitrag wurde am 13.05.18 um 21:41 vom Autor gelöscht.
@ NOL #
Vielen Dank für deine Schilderung. Es freut mich auch mal optimistisches Feedback zu bekommen ;)
Ja die Situation sieht für jeden Jäger wohl anders aus. Daher finde ich es auch wichtig von möglichst vielen unterschiedlichen Jägern aus unterschiedlichen Regionen Berichte zu bekommen.

Der Marktplatz soll z.B. auswerten, in welchen Regionen das Angebot die Nachfrage übersteigt und in diesen Regionen gezielt dieses Wildbret bewerben. Es gibt derzeit viele ungenutzte Möglichkeiten. Auch für ein Nischenprodukt wie Wildbret kann man selbstverständlich die Nachfrage erhöhen, wenn man die richtigen Mittel zur Verfügung hat.
Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.
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Hallo Bremen82,

ein solcher Marktplatz funktioniert nur wenn sowohl Anbieter als auch Käufer einen Nutzen davon haben. Heute kauft Privat fast nur noch küchenfertiges Wildbret. Mancher Jäger kann und will das nicht leisten. Wenn er es kann und will hat er meist seine Abnehmer und wird nichts investieren, sein Angebot auf einem online Markplatz noch zusätzlich einzustellen. Wenn er einen Metzger hat wird dieser ggfs. auch die Vermarktung vor Ort übernehmen. Oder er liefert an Gastwirte ganze Stücke.

Weitere Hürden: Regionalität, Versand, Individualität des Wildbrets, Haltbarkeit und Verfügbarkeit. Du musst zudem bestehende Vertriebsstrukturen für Dich gewinnen, und das wird schwierig werden wg. der genannten Punkte. Du bist Softwareentwickler und wirst vermutlich eine technisch gute Lösung entwickeln können. Die nutzt Dir aber nichts wenn Du den Markt nicht erschliessen kannst. Mein Vorschlag: Versucht mal einen Feldversuch mit einer techn. vielleicht nicht ganz so ausgereiften Lösung begrenzt aud eine bestimmte Region.

Gruss,

Zoll
"Es besteht kein Vergnügen darin, nichts zu tun zu haben, das Vergnügen besteht darin, viel zu tun zu haben und es nicht zu tun." A. Jackson
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Dieser Beitrag wurde am 13.05.18 um 22:19 vom Autor gelöscht.
Dieser Beitrag wurde am 13.05.18 um 22:14 vom Autor gelöscht.
@ Zoll #
Hallo Zoll,

vielen Dank für die vielen Hinweise!
Ich sehe die Hürden im Großen und Ganzen ebenfalls in den von dir genannten Bereichen.

Die meisten Wildbret-Käufer, suchen natürlich nach küchenfertigen Produkten. Gerade neue Abnehmer werden am ehesten in diesem Bereich suchen. Das ist richtig. In einem Grill-Forum, in dem ich die App vorgestellt habe, gab es aber auch andere Stimmen. Das Anbieten auf dem Marktplatz soll für den „gewöhnlichen“ Jäger dauerhaft kostenlos sein. Zahlen werden nur Händler müssen. Jäger können allerdings freiwillig eine kostenpflichtige Premiummitgliedschaft abschließen und erhalten dadurch mehr Funktionen.

Ob durch den Marktplatz mehr Jäger ihr Wildbret küchenfertig zerwirken, da sie mehr Abnehmer haben, wird sich zeigen. Ich kann schlecht abschätzen wie viel Jäger ganze Stücke abgeben, weil sie nicht genügend Abnehmer für küchenfertig zerwirktes Wild haben und sich die nötigen Investitionen da einfach nicht lohnen und wie viele es aus Zeitgründen einfach nicht wollen bzw. es sich einfach nicht für sie lohnt.

Ich möchte lokale Wild-Händler und Wild-Versandhändler nicht von dem Marktplatz ausschließen, sondern sie als Partner gewinnen, die ebenfalls von dem Marktplatz profitieren. Sowohl als Käufer, als auch als Verkäufer. Die Angebote von Versandhändlern sollen z.B. in Regionen angezeigt werden, in denen gerade keine Angebote von lokalen Händlern und Jägern verfügbar sind. So stehen potentielle Wildbret-Kunden möglichst nie vor „leeren Regalen“. Wenn es gelingt die Nachfrage nach Wildfleisch durch einen komfortablen Marktplatz und ausreichend Werbung zu erhöhen, wird es keine Verlierer geben. Profitieren Wildhändler, profitieren auch automatisch wieder Jäger die ihr Wild in ganzen Stücken abgeben wollen. Wildhändler müssen allerdings ihr Wild aus Deutschland und nicht aus Gatterwild beziehen. So der aktuelle Plan. Wie alles andere auch, ist nichts in Stein gemeißelt und sprechen überzeugende Gründe gegen irgendwelche Planungen, bin ich selbstverständlich bereit sie zu überdenken. Dafür bin ich ja hier:)
Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.
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Ich stelle mir die Frage was an diesem Portal so anders sein soll als an denen die es bereits gibt oder gab. Ich selbst war längere Zeit als Anbieter in 2 Wildbret Plattformen. Ich habe nicht ein Stück Fleisch verkauft. Es gab ganze 2 Anfragen welche ich nicht bedienen konnte. (Versand) Aber ja: es kann funktionieren; jedoch denke ich dass es sehr großer Investitionen bedarf bis die Site oder gar die App genügend Klicks bekommt aus denen sich dann auch Geschäftsabschlüsse generieren. Da wird es nach meiner Meinung mit 50.000€ nicht getan sein. Dann folgendes Problem: An meinem Hauptwohnsitz in NRW braucht kein normaler Jäger eine Vermarktungsplattform... er kann gar nicht die Nachfrage befriedigen. Hier gibt es auch keine Pächter oder Jäger welche (wie zuvor beigetragen) 300 Stück Schalenwild zu vermarkten haben! An meinem 2.-Wohnsitz in Mecklenburg sieht das schon anders aus....da aber war letzte Drückjagd Saison die Situation dass das Wildbret teils verschenkt oder teils für 0,50€/Kg verschachert wurde. Es gibt hier zu wenig Nachfrage aus der Bevölkerung im Vergleich zum Wildangebot. ...und den "Billigmarkt" ...also die Geiz-Geil-Käufer kaufen ihr (osteuropäisches) Wild im Supermarkt oder beim Discounter.
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ich seh das wie die Kritiker, das wird nix - der Markt ist erstens fast nicht vorhanden, wenn überhaupt, dann spielt sich das im persönlichen Bereich ab, zweitens der "Markt" überregional ist dermaßen inhomgen, daß eine Plattform schwer suboptimal ist, drittens, wenn gleichzeitig Jäger UND Wildbrethändler anbieten sollen - wer zieht dann den kürzeren??

An und für sich würde ich die Idee gut finden, wenn der Jäger in Umgehung vom Wildbrethandel reelle Ware zu einem reellen Preis an den Kunden bringen kann.
Aber erstens haben viele Jäger nicht die Möglichkeiten (Zulassung, Zeit, Möglichkeit), zweitens werden sich die Händler nicht scheuen den gleichen Mist aus dem Ausland anzubieten, wie jetzt auch schon.
Es wird keine Kontrolle möglich sein - zumal die "Profis" sicherlich die Plattform finanzieren sollen und damit auch bestimmen, wie der Hase läuft.

Altes Problem: Gut gemeint ist nicht gleich gut...!!
* wer anderen eine Grube gräbt ist selber schuld
* Kaiser Barbarossa sagte vor kurzem: Die meisten Zitate im Internet sind frei erfunden
* Hinterher ist man gar nicht immer klüger - manchmal ist man hinterher einfach nur ärmer oder überfressen oder betrunken oder schwanger...
*Coruptissimae republicae, plurimae leges.
*G.B.Shaw: Die Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol entsteht
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Gleiche Diskussion hier vor Jahren mit einem anderen mit der selben "zündenden Idee". Wollte alles besser machen. Hat auf keine skeptischen Hinweise hier gehört. Ich glaube, auch damals wurde richtig viel Geld versenkt. Die eigens dafür gegründete GmbH gibt's glaube ich auch nicht mehr. Na dann mal zu!
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