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Gruppe Bergjagd

Besitzer: Redaktion_landlive
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Kinofilm °Auf der Jagd°, wem gehört die Natur

@ vierfuessler #
vierfuessler schrieb:

Oh! Das Interview ist wohl nicht in die Richtung gelaufen, wie es der TAZ gerne gefallen hätte!


das wird dann in den Kommentaren aber straff nachgeholt.
Eine schöne Sammlung sinnfreier Fakten die das widerspiegeln, was die Verfasser sich in Ihrer sorgsam gepflegten Informationsabschottung immer wieder vorbeten.
Was nicht dem eigenen Standpunkt entspricht wird in rüdester Weise niedergeblubbert.
Wenn durch menschliches Verschulden ein Geschöpf geriet in Not. Ein qualvoll Leiden einem wunden Wilde droht! Wenn des Geistes hohe Stufe und des Menschen Kunst nicht reicht, folgte der Hund dem bangen Rufe, seine Nase schaffte es leicht.

Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner.
3
 
@ Watzmann #
Hallo Watzmann,also bei uns waren schon auch Menschen da, welche mit der Jagd nichts zu tun hatten. Nach dem Film gab es mit der Regieseurin noch einen Gedankenaustausch und ein Gesprächsrunde, welche auch vom Fernsehen aufgezeichnet wurde.

Dabei wurde durchaus sehr deutlich, dass auch die nicht jagende Gesellschaft der zügellosen Naturnutzung durch Freizeitsportler alle Richtungen, gerade zur Unzeit, sehr kritisch gegenüberstehen. Auch was die hohen Abschusszahlen, welche meist ja nicht mehr zu erreichen sind, ausser beim Staat, waren die Besucher durchaus sehr kritisch.

TH
2
 
Dieser Beitrag wurde am 11.05.18 um 11:21 vom Autor gelöscht.
#
Nachdem ich vor einigen Jahren den hoch angepriesenen Film "Grenzbock - die Welt der Jäger" im Kino gemeinsam mit einem überwiegend jaglichen Publikum gesehen habe und mich danach, insbesondere nach dem Auftritt von Pfannenstiel, außerordentlich fremdgeschämt habe, bin ich am Mittwoch mit sehr gemischten Gefühlen in die örtlich Preview des Film gegangen.

Gerade die Lobhuldigungen des DJV bezüglich des Films erfüllten mich mit Skepsis, im Hinterkopf hatte ich noch diesen Mummenschanz vom LJV NRW...

Und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden leider erfüllt.

Zu Beginn fand ich die Gegenüberstellung der Jagdszene Jäger/Sau vs. Wolf/Reh noch ansprechend, als dann aber im Laufe des Films der Schuss eines Jägers auf einen Wolf suggeriert wurde, wurde es für meinen Geschmack schon grenzwertig.
Wirklich erschreckend fand ich Madame Miller mit ihrem weinerlichen Geschwurbel inklusive der diletantischen Zurschaustellung ihres jagdpraktischen Unvermögens - Hauptsache, man redet sich besser als "die anderen", flaniert mit seinem Schweißhundfiffi und jammert vom Aussterben des Gamswildes.

Garniert mit dem karnevalsähnlich anmutenden Bildern von süddeutsch-überzogener Brauchtumsfatzkerei und Knochenschau mit wehleidiger Prophezeiung des Untergangs der deutschen Waidheiligkeit wurde das jagdliche Kasperletheater gekrönt mit dem Auftritt eines FoA-Leiters der BLF mit gelben Krokodil-Poloshirt, der sich bemüht unjagdlich wie unforstlich gab ....traurig kann ich nur sagen, wenn nicht sogar vielleicht verstörend in der Wahrnehmung eines Nichtjägers.

Dürftig bis jämmerlich auch immer wieder der Versuch der Erklärung, warum wir jagen...es traut sich nicht wirklich jemand offen zu sagen, weill es uns Freude bereitet und wir damit unser Art entsprechen...nein, immer wieder das skizzierte Bild von Jagd um des Selbstzweckes willen.

Der Wolf vermiest die Pachtpreise, da kann der Großstädter garnichtmal mehr fix aus Berlin/Hamburg und Co. in die Wallachei in sein teuer erpachtetes Jagderlebnisland fahren und fix einen Hirsch umknacken - tolle Botschaft, die da rüber kommt.

Erfrischend ehrlich dagegen der kurze Einspieler eines Landwirtes im Haupterwerb und schön ausgearbeitetes Kontrastprogramm bezüglich der "Lebensmittelproduktion" im Bereich Wildbret zu konventionellem Fleisch.

Wirklich gelungen hingegen waren die Einstellungen mit den kanadischen Indianer-Muttis und ihre Elchjagd....im Film scheinbar auch die einzigen Darsteller, die mit Spaß und Freude jagen gehen, zumindestens mutet es im Film so an. Die Damen-Truppe in der kanadischen Wildnis hatten einen gesunde Einstellung zur Jagd und definitiv eine Menge Freunde an eben solcher.

Zusammenfassend war der Drang zum Fremdschämen bei mir persönlich danach wieder ähnlich wie beim "Grenzbock" - ein Aushängeschild für die Jagd nur bedingt, besonders für jagdliche Laien.

Eine Erfahrung allemal, ein netter Versuch die Facetten der Jagd darzustellen...reichlich Knochenzinnober und "Lodenjockelei"...und in weiten Teilen so garnicht das, was ich seit etlichen Jahren tagtäglich als Jagd in meinem weiteren Umfeld erlebe und selber leben....
Denn wir ziehen unsere Freude bei dieser Arbeit nicht aus Schüsseltreiben und Gläserklingeln, sondern aus Hundegeläut und dem Wegbrechen der gesprengten Rotte.


Kotflügel sind brutaler als Kugeln!

Ein Stock im Hintern ist noch lange kein Rückgrat...!
2
 
@ kong #
kong schrieb:

Nachdem ich vor einigen Jahren den hoch angepriesenen Film "Grenzbock - die Welt der Jäger" im Kino gemeinsam mit einem überwiegend jaglichen Publikum gesehen habe und mich danach, insbesondere nach dem Auftritt von Pfannenstiel, außerordentlich fremdgeschämt habe, bin ich am Mittwoch mit sehr gemischten Gefühlen in die örtlich Preview des Film gegangen.

Gerade die Lobhuldigungen des DJV bezüglich des Films erfüllten mich mit Skepsis, im Hinterkopf hatte ich noch diesen Mummenschanz vom LJV NRW...

Und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden leider erfüllt.

Zu Beginn fand ich die Gegenüberstellung der Jagdszene Jäger/Sau vs. Wolf/Reh noch ansprechend, als dann aber im Laufe des Films der Schuss eines Jägers auf einen Wolf suggeriert wurde, wurde es für meinen Geschmack schon grenzwertig.
Wirklich erschreckend fand ich Madame Miller mit ihrem weinerlichen Geschwurbel inklusive der diletantischen Zurschaustellung ihres jagdpraktischen Unvermögens - Hauptsache, man redet sich besser als "die anderen", flaniert mit seinem Schweißhundfiffi und jammert vom Aussterben des Gamswildes.

Garniert mit dem karnevalsähnlich anmutenden Bildern von süddeutsch-überzogener Brauchtumsfatzkerei und Knochenschau mit wehleidiger Prophezeiung des Untergangs der deutschen Waidheiligkeit wurde das jagdliche Kasperletheater gekrönt mit dem Auftritt eines FoA-Leiters der BLF mit gelben Krokodil-Poloshirt, der sich bemüht unjagdlich wie unforstlich gab ....traurig kann ich nur sagen, wenn nicht sogar vielleicht verstörend in der Wahrnehmung eines Nichtjägers.

Dürftig bis jämmerlich auch immer wieder der Versuch der Erklärung, warum wir jagen...es traut sich nicht wirklich jemand offen zu sagen, weill es uns Freude bereitet und wir damit unser Art entsprechen...nein, immer wieder das skizzierte Bild von Jagd um des Selbstzweckes willen.

Der Wolf vermiest die Pachtpreise, da kann der Großstädter garnichtmal mehr fix aus Berlin/Hamburg und Co. in die Wallachei in sein teuer erpachtetes Jagderlebnisland fahren und fix einen Hirsch umknacken - tolle Botschaft, die da rüber kommt.

Erfrischend ehrlich dagegen der kurze Einspieler eines Landwirtes im Haupterwerb und schön ausgearbeitetes Kontrastprogramm bezüglich der "Lebensmittelproduktion" im Bereich Wildbret zu konventionellem Fleisch.

Wirklich gelungen hingegen waren die Einstellungen mit den kanadischen Indianer-Muttis und ihre Elchjagd....im Film scheinbar auch die einzigen Darsteller, die mit Spaß und Freude jagen gehen, zumindestens mutet es im Film so an. Die Damen-Truppe in der kanadischen Wildnis hatten einen gesunde Einstellung zur Jagd und definitiv eine Menge Freunde an eben solcher.

Zusammenfassend war der Drang zum Fremdschämen bei mir persönlich danach wieder ähnlich wie beim "Grenzbock" - ein Aushängeschild für die Jagd nur bedingt, besonders für jagdliche Laien.

Eine Erfahrung allemal, ein netter Versuch die Facetten der Jagd darzustellen...reichlich Knochenzinnober und "Lodenjockelei"...und in weiten Teilen so garnicht das, was ich seit etlichen Jahren tagtäglich als Jagd in meinem weiteren Umfeld erlebe und selber leben....


Das mit dem Fremdschämen ist immer so, wenn man sich einer Gruppe meint zugehörig zu fühlen und man dann merkt dass es da doch Diskrepanzen gibt mit dem eigenen Selbstbild.
Mal ganz allgemein gesagt : Anders als in den alten Bundesländern gibt es in den neuen Bundesländern 2 Typen von Jägern :
Die Einen haben schon immer gejagt und deren Väter und Großväter (die Politik lassen wir mal aussen vor)
Und dann gibt es dort die nach der Wende Jäger, die völlig ohne dieses Wurzelwerk versuchen im Thema Jagd sich einzuordnen. Für die ist es schwierig, weil Ihnen Traditionen fehlen und wenig bedeuten. Sie suchen ihre Wurzeln im vermeintlich Bodenständigem was die Jagd meist auf Spaß, Abenteuer, Natur, Wildnis und Fleisch-machen reduziert. Dass da noch mehr ist beim Thema Jagd ist Ihnen unheimlich und deshalb versuchen sie diesen Teil auszugrenzen. Daher kommt das Fremdschämen bei der Konfrontation mit der "Lodenjockelei".
Loden ist für sie das Symbol der klassischen, überlieferten und konventionellen Jagd. Ganz anders als der jüngere Gore-Tex - Outdoor Zeitstil.
Das rituell-zeremonielle der Jagd wie bei den Indianern oder das volksbräuchliche Verblasen etc. ist den Outdoor-Jägern dagegen fremd.
Und so kommt es, dass verschiedene Jäger mit verschieden Herkünften diesen Film so unterschiedlich wahrnehmen und interpretieren.
Ich habe jetzt 3 Leute gehört die den Film kennen und jeder gibt den Film völlig unterschiedlich wieder.
In die Interpretation von Kunst fließt immer auch die eigene Vergangenheit mit ein, ob man will oder nicht.
Horrido
17
 
@ kong #
[Hast Du was gegen süddeutsches (bayerisches) Brauchtum? Bei uns ist die Jagd gewachsen aus der bäuerlichen Jagd und da gehört halt auch Brauchtum mit dazu. Und wenn Du um die Bestände der Gams, die wirklich strak rückläufig sind, da der Staatsforst hier rigoros eingreift, gerade in der Jugendklasse, ein Gams wird erst mit 4 Jahren geschlechtsreif, hat also keine Chance sich weiter zu vererben, keine Ahnung hast dann sollest Du mit Deiner Meinung etwas vorsichtiger sein. Ich finde Deine Bemerkung " karnevalsählicher, süddeutsch-überzogener Brauchtumsfatzkerei als Beleidigung.
quote]kong schrieb:

Nachdem ich vor einigen Jahren den hoch angepriesenen Film "Grenzbock - die Welt der Jäger" im Kino gemeinsam mit einem überwiegend jaglichen Publikum gesehen habe und mich danach, insbesondere nach dem Auftritt von Pfannenstiel, außerordentlich fremdgeschämt habe, bin ich am Mittwoch mit sehr gemischten Gefühlen in die örtlich Preview des Film gegangen.

Gerade die Lobhuldigungen des DJV bezüglich des Films erfüllten mich mit Skepsis, im Hinterkopf hatte ich noch diesen Mummenschanz vom LJV NRW...

Und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden leider erfüllt.

Zu Beginn fand ich die Gegenüberstellung der Jagdszene Jäger/Sau vs. Wolf/Reh noch ansprechend, als dann aber im Laufe des Films der Schuss eines Jägers auf einen Wolf suggeriert wurde, wurde es für meinen Geschmack schon grenzwertig.
Wirklich erschreckend fand ich Madame Miller mit ihrem weinerlichen Geschwurbel inklusive der diletantischen Zurschaustellung ihres jagdpraktischen Unvermögens - Hauptsache, man redet sich besser als "die anderen", flaniert mit seinem Schweißhundfiffi und jammert vom Aussterben des Gamswildes.

Garniert mit dem karnevalsähnlich anmutenden Bildern von süddeutsch-überzogener Brauchtumsfatzkerei und Knochenschau mit wehleidiger Prophezeiung des Untergangs der deutschen Waidheiligkeit wurde das jagdliche Kasperletheater gekrönt mit dem Auftritt eines FoA-Leiters der BLF mit gelben Krokodil-Poloshirt, der sich bemüht unjagdlich wie unforstlich gab ....traurig kann ich nur sagen, wenn nicht sogar vielleicht verstörend in der Wahrnehmung eines Nichtjägers.

Dürftig bis jämmerlich auch immer wieder der Versuch der Erklärung, warum wir jagen...es traut sich nicht wirklich jemand offen zu sagen, weill es uns Freude bereitet und wir damit unser Art entsprechen...nein, immer wieder das skizzierte Bild von Jagd um des Selbstzweckes willen.

Der Wolf vermiest die Pachtpreise, da kann der Großstädter garnichtmal mehr fix aus Berlin/Hamburg und Co. in die Wallachei in sein teuer erpachtetes Jagderlebnisland fahren und fix einen Hirsch umknacken - tolle Botschaft, die da rüber kommt.

Erfrischend ehrlich dagegen der kurze Einspieler eines Landwirtes im Haupterwerb und schön ausgearbeitetes Kontrastprogramm bezüglich der "Lebensmittelproduktion" im Bereich Wildbret zu konventionellem Fleisch.

Wirklich gelungen hingegen waren die Einstellungen mit den kanadischen Indianer-Muttis und ihre Elchjagd....im Film scheinbar auch die einzigen Darsteller, die mit Spaß und Freude jagen gehen, zumindestens mutet es im Film so an. Die Damen-Truppe in der kanadischen Wildnis hatten einen gesunde Einstellung zur Jagd und definitiv eine Menge Freunde an eben solcher.

Zusammenfassend war der Drang zum Fremdschämen bei mir persönlich danach wieder ähnlich wie beim "Grenzbock" - ein Aushängeschild für die Jagd nur bedingt, besonders für jagdliche Laien.

Eine Erfahrung allemal, ein netter Versuch die Facetten der Jagd darzustellen...reichlich Knochenzinnober und "Lodenjockelei"...und in weiten Teilen so garnicht das, was ich seit etlichen Jahren tagtäglich als Jagd in meinem weiteren Umfeld erlebe und selber leben....[/quote]
TH
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@ kong #
kong schrieb:

Nachdem ich vor einigen Jahren den hoch angepriesenen Film "Grenzbock - die Welt der Jäger" im Kino gemeinsam mit einem überwiegend jaglichen Publikum gesehen habe und mich danach, insbesondere nach dem Auftritt von Pfannenstiel, außerordentlich fremdgeschämt habe, bin ich am Mittwoch mit sehr gemischten Gefühlen in die örtlich Preview des Film gegangen.

Gerade die Lobhuldigungen des DJV bezüglich des Films erfüllten mich mit Skepsis, im Hinterkopf hatte ich noch diesen Mummenschanz vom LJV NRW...

Und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden leider erfüllt.

Zu Beginn fand ich die Gegenüberstellung der Jagdszene Jäger/Sau vs. Wolf/Reh noch ansprechend, als dann aber im Laufe des Films der Schuss eines Jägers auf einen Wolf suggeriert wurde, wurde es für meinen Geschmack schon grenzwertig.
Wirklich erschreckend fand ich Madame Miller mit ihrem weinerlichen Geschwurbel inklusive der diletantischen Zurschaustellung ihres jagdpraktischen Unvermögens - Hauptsache, man redet sich besser als "die anderen", flaniert mit seinem Schweißhundfiffi und jammert vom Aussterben des Gamswildes.

Garniert mit dem karnevalsähnlich anmutenden Bildern von süddeutsch-überzogener Brauchtumsfatzkerei und Knochenschau mit wehleidiger Prophezeiung des Untergangs der deutschen Waidheiligkeit wurde das jagdliche Kasperletheater gekrönt mit dem Auftritt eines FoA-Leiters der BLF mit gelben Krokodil-Poloshirt, der sich bemüht unjagdlich wie unforstlich gab ....traurig kann ich nur sagen, wenn nicht sogar vielleicht verstörend in der Wahrnehmung eines Nichtjägers.

Dürftig bis jämmerlich auch immer wieder der Versuch der Erklärung, warum wir jagen...es traut sich nicht wirklich jemand offen zu sagen, weill es uns Freude bereitet und wir damit unser Art entsprechen...nein, immer wieder das skizzierte Bild von Jagd um des Selbstzweckes willen.

Der Wolf vermiest die Pachtpreise, da kann der Großstädter garnichtmal mehr fix aus Berlin/Hamburg und Co. in die Wallachei in sein teuer erpachtetes Jagderlebnisland fahren und fix einen Hirsch umknacken - tolle Botschaft, die da rüber kommt.

Erfrischend ehrlich dagegen der kurze Einspieler eines Landwirtes im Haupterwerb und schön ausgearbeitetes Kontrastprogramm bezüglich der "Lebensmittelproduktion" im Bereich Wildbret zu konventionellem Fleisch.

Wirklich gelungen hingegen waren die Einstellungen mit den kanadischen Indianer-Muttis und ihre Elchjagd....im Film scheinbar auch die einzigen Darsteller, die mit Spaß und Freude jagen gehen, zumindestens mutet es im Film so an. Die Damen-Truppe in der kanadischen Wildnis hatten einen gesunde Einstellung zur Jagd und definitiv eine Menge Freunde an eben solcher.

Zusammenfassend war der Drang zum Fremdschämen bei mir persönlich danach wieder ähnlich wie beim "Grenzbock" - ein Aushängeschild für die Jagd nur bedingt, besonders für jagdliche Laien.

Eine Erfahrung allemal, ein netter Versuch die Facetten der Jagd darzustellen...reichlich Knochenzinnober und "Lodenjockelei"...und in weiten Teilen so garnicht das, was ich seit etlichen Jahren tagtäglich als Jagd in meinem weiteren Umfeld erlebe und selber leben....



So manche reduzieren die Jagd halt auf die Abschusszahlen >>> um so mehr desto besser >>> ist auch nicht jedermanns Sache !


Sämtliche Fotos sind Urheberrechtlich geschützt , gegen missbräuchliche Verwendung wird Rechtlich vorgegangen
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@ Jagatoni #
Jagatoni schrieb:

AD1 Hast Du was gegen süddeutsches (bayerisches) Brauchtum?

Ad2 Bei uns ist die Jagd gewachsen aus der bäuerlichen Jagd und da gehört halt auch Brauchtum mit dazu.

Ad3 Und wenn Du um die Bestände der Gams, die wirklich strak rückläufig sind, da der Staatsforst hier rigoros eingreift, gerade in der Jugendklasse, ein Gams wird erst mit 4 Jahren geschlechtsreif, hat also keine Chance sich weiter zu vererben, keine Ahnung hast dann sollest Du mit Deiner Meinung etwas vorsichtiger sein.

Ad4 Ich finde Deine Bemerkung " karnevalsählicher, süddeutsch-überzogener Brauchtumsfatzkerei als Beleidigung.



zu Ad 1
Nö, ich habe generell nichts gegen Brauchtum, aber es war mir durchaus bewusst, dass auf meine Formulierung sicherlich irgend ein pseudo-lokalpatriotisches Geschwurbel folgen wird...und wie gewohnt kommt das aus der bajuwarischen Ecke
Süddeutschland ist auch ein wenig umfassender als Bayern, auch wenn sich (auch hier im Forum) wiederkehrend immer gerne diverse Eingeborene anders sehen (Wischmeyer skizziert es kurz )

zu Ad 2
Ach...? Und anderswo nicht?

zu Ad 3
....das hört sich ganz nach Fräulein Miller an

zu Ad 4
Das sei Dir unbenommen - denn erfahrungsgemäß kann nicht jeder mit Sarkasmus umgehen
Denn wir ziehen unsere Freude bei dieser Arbeit nicht aus Schüsseltreiben und Gläserklingeln, sondern aus Hundegeläut und dem Wegbrechen der gesprengten Rotte.


Kotflügel sind brutaler als Kugeln!

Ein Stock im Hintern ist noch lange kein Rückgrat...!
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@ WiednerDerSteirer #
WiednerDerSteirer schrieb:

So manche reduzieren die Jagd halt auf die Abschusszahlen >>> um so mehr desto besser >>> ist auch nicht jedermanns Sache !



Und wie genau passt das in den Kontext zu meinem Post zum Film?
Denn wir ziehen unsere Freude bei dieser Arbeit nicht aus Schüsseltreiben und Gläserklingeln, sondern aus Hundegeläut und dem Wegbrechen der gesprengten Rotte.


Kotflügel sind brutaler als Kugeln!

Ein Stock im Hintern ist noch lange kein Rückgrat...!
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 11.05.18 um 13:40 Uhr.
@ Muffel007 #
Muffel007 schrieb:

Das mit dem Fremdschämen ist immer so, wenn man sich einer Gruppe meint zugehörig zu fühlen und man dann merkt dass es da doch Diskrepanzen gibt mit dem eigenen Selbstbild.
Mal ganz allgemein gesagt : Anders als in den alten Bundesländern gibt es in den neuen Bundesländern 2 Typen von Jägern :
Die Einen haben schon immer gejagt und deren Väter und Großväter (die Politik lassen wir mal aussen vor)
Und dann gibt es dort die nach der Wende Jäger, die völlig ohne dieses Wurzelwerk versuchen im Thema Jagd sich einzuordnen. Für die ist es schwierig, weil Ihnen Traditionen fehlen und wenig bedeuten. Sie suchen ihre Wurzeln im vermeintlich Bodenständigem was die Jagd meist auf Spaß, Abenteuer, Natur, Wildnis und Fleisch-machen reduziert. Dass da noch mehr ist beim Thema Jagd ist Ihnen unheimlich und deshalb versuchen sie diesen Teil auszugrenzen. Daher kommt das Fremdschämen bei der Konfrontation mit der "Lodenjockelei".
Loden ist für sie das Symbol der klassischen, überlieferten und konventionellen Jagd. Ganz anders als der jüngere Gore-Tex - Outdoor Zeitstil.
Das rituell-zeremonielle der Jagd wie bei den Indianern oder das volksbräuchliche Verblasen etc. ist den Outdoor-Jägern dagegen fremd.
Und so kommt es, dass verschiedene Jäger mit verschieden Herkünften diesen Film so unterschiedlich wahrnehmen und interpretieren.
Ich habe jetzt 3 Leute gehört die den Film kennen und jeder gibt den Film völlig unterschiedlich wieder.
In die Interpretation von Kunst fließt immer auch die eigene Vergangenheit mit ein, ob man will oder nicht.
Horrido



Interessanter Ansatz...aber ich persönlich schäme mich nicht fremd, weil ich mich irgend einer jagdlichen Gruppe meine zugehörig zu fühlen, sondern weil die Summe der Jagdscheininhaber (und einen solchen habe ich tatsächlich auch) von unserer Gesellschaft in einen Topf geworfen wird - und somit zwangsläufig die Knaller in unseren Reihen ebenso wie Du und ich als DIE Jäger verallgemeinert werden...


Und mal ganz allgemein gesagt: da ich das Glück habe, sowohl die alten wie die neuen Bundesländer zu kennen, weiß ich, das es hier wie dort deutlich mehr als die von Dir skizzierten Typen von Jägern gibt...
Denn wir ziehen unsere Freude bei dieser Arbeit nicht aus Schüsseltreiben und Gläserklingeln, sondern aus Hundegeläut und dem Wegbrechen der gesprengten Rotte.


Kotflügel sind brutaler als Kugeln!

Ein Stock im Hintern ist noch lange kein Rückgrat...!
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