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Wolf
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Forum: Wolf
Die Fülle der Threads zum Thema erforderten ein eigenes Forum neben dem Forum "Raubwild und Beutegreifer"

Abstimmung "Wolf ins Jagdrecht": ja oder nein?

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@ Jarlshof #
Jarlshof schrieb:

Ich sehe, wie der Diskussion um den Wolf - ähnlich wie bei dem Massenzustrom illegaler Einwanderer – immer mehr von der grundsätzlichen Frage: „Wollen wir das überhaupt?“ abgelenkt wird und stattdessen sinnlose Diskussionen um Detailfragen angeheizt werden.

Die übliche Taktik, um die Leute abzulenken und zu beschäftigen!

Dabei geht es beim Wolf um „Managmentpläne“, Naurschutz- oder Jagdrecht, Schadensersatz für Tierhalter etc.

Die grundsätzliche Frage „Wollen wir das überhaupt?“ stand ja auch nie zur Diskussion und wurde längst von „oben“ entschieden!

Es geht hier aber nicht um bloße Nahrungskonkurrenten oder Viehräuber, die für den Menschen harmlos sind wie Luchs oder Adler.

Wolf und Braunbär sind nun mal auch für Menschen gefährliche Großraubtiere und wurden nicht ohne Grund im dicht besiedelten Deutschland (232 Menschen pro km² !) ausgerottet (zum Vergleich: In Kanada leben 3,6 Menschen pro km²).

Nicht nur die Weideviehhaltung, auch die intensive Nutzung unserer Naturräume durch allgegenwärtige Wanderer, Pilzsammler, Spaziergänger mit ihren Hunden, Jogger, Mountainbiker, Quadfahrer und andere „Naturfreunde“ lässt nicht genügend Spielraum für Wölfe.

Wir haben in Deutschland 170 Jahre gut ohne Wolf gelebt und brauchen ihn nicht!

Er wird – völlig unabhängig von gesetzlichen Regelungen und Managmentplänen – dauerhaft Probleme machen und früher oder später auch Opfer fordern.


Und nicht zu vergessen! Selbst viele Opfer bringen.Das hat er sich wahrlich auch nicht selbst aussuchen dürfen.
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@ maguhl #
So sehr mir das nicht gefällt sehe ich jedoch keine Alternative. Der Nabu bzw. der Herr. Bathen werden sich nicht die Flinte unter den Arm klemme und Aushelfen.

Wer soll es denn sonst tun? Eine staatliche Truppe von Scharfschützen der Polizei? Die dann zur Unzeit auch noch durchs Revier stolpern? Eventl. dann unsere Ansitzeinrichtungen auch noch beschlagnahmen für eigene Zwecke? Man schaue nur die Entwicklung bei der ASP an wie schnell es da mit Rechten vorbei sein kann, wenn der Verwaltung die Sache nicht schnell genug geht.

Dann lieber selber machen. Voraussetzung ist natürlich das die Sicherheit meiner Familie und natürlich meine eigene vor so genanten Tier- und Wolfsfreunden gewährleistet wird.
Sprich das es ein gesellschaftliche Akzeptanz dafür gibt.
Ich Verweise nur auf die leidenschaftlichen Versuche den Namen des Schützen in Niedersachen zu erfahren der, glaube ich es war 2015 den auffälligen Wolf in der Heide entnahm.

wh
ohmeyer
1
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 11.07.18 um 21:40 Uhr.
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Bei den staatlichen Eingriffen anlässlich der ASP geht es um Tilgungspläne im Umfeld (Radius 15 Kilometer) um einen Ausbruch. Ansonsten wird das Jagdausübungsrecht nicht angetastet. Wird der Tilgungsplan konsequent und ohne Amateurgehabe umgesetzt, gibt es, siehe Tschechien, die Chance, die ASP einzugrenzen.

Die Frage, ob man Dritte einen Wolf bejagen lassen wollte, ist nicht einfach. Ich vermute, dass sich die Stimmung insgesamt gegen den Wolf entwickeln wird und dadurch die Erlegung von Probemwölfen und Überpopulation Akzeptanz finden wird.
Ich tendiere dazu, dass der JAB es sich aussuchen können sollte, ob er selber aktiv wird oder ob er das einer Behörde überlässt.
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@OFVS:

Schauen wir uns doch einfach einmal an, wie eine benachbarte Rechtsordnung das (landesweit) regelt:

Art. 4bis Regulierung von Wölfen

1 Ein Abschuss von Wölfen nach Artikel 4 Absatz 1 ist nur zulässig aus einem Wolfsrudel, das sich im Jahr, in dem die Regulierung erfolgt, erfolgreich fortgepflanzt hat. Dabei darf eine Anzahl Wölfe, welche die Hälfte der im betreffenden Jahr geborenen Jungtiere nicht übersteigt, abgeschossen werden. Die Elterntiere sind zu schonen.

2 Eine Regulierung bei Schäden an Nutztierbeständen ist zulässig, wenn im Streifgebiet eines Wolfsrudels, das sich erfolgreich fortgepflanzt hat, innerhalb von vier Monaten mindestens 15 Nutztiere getötet worden sind. Bei der Beurteilung der Schäden sind Artikel 9bis Absätze 3 und 4 sinngemäss anwendbar.

3 Eine Regulierung infolge erheblicher Gefährdung von Menschen ist zulässig, wenn sich Wölfe aus einem Rudel aus eigenem Antrieb regelmässig innerhalb oder in unmittelbarer Nähe von Siedlungen aufhalten und sich dabei gegenüber Menschen zu wenig scheu oder aggressiv zeigen.

4 Abschussbewilligungen sind auf das Streifgebiet des betreffenden Wolfsrudels zu beschränken. Sie sind bis spätestens am 31. Dezember des betreffenden Jahres zu erteilen und bis längstens am 31. März des nachfolgenden Jahres zu befristen.
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@ Carcano #
Carcano schrieb:

@OFVS:

Schauen wir uns doch einfach einmal an, wie eine benachbarte Rechtsordnung das (landesweit) regelt:

Art. 4bis Regulierung von Wölfen

1 Ein Abschuss von Wölfen nach Artikel 4 Absatz 1 ist nur zulässig aus einem Wolfsrudel, das sich im Jahr, in dem die Regulierung erfolgt, erfolgreich fortgepflanzt hat. Dabei darf eine Anzahl Wölfe, welche die Hälfte der im betreffenden Jahr geborenen Jungtiere nicht übersteigt, abgeschossen werden. Die Elterntiere sind zu schonen.

2 Eine Regulierung bei Schäden an Nutztierbeständen ist zulässig, wenn im Streifgebiet eines Wolfsrudels, das sich erfolgreich fortgepflanzt hat, innerhalb von vier Monaten mindestens 15 Nutztiere getötet worden sind. Bei der Beurteilung der Schäden sind Artikel 9bis Absätze 3 und 4 sinngemäss anwendbar.

3 Eine Regulierung infolge erheblicher Gefährdung von Menschen ist zulässig, wenn sich Wölfe aus einem Rudel aus eigenem Antrieb regelmässig innerhalb oder in unmittelbarer Nähe von Siedlungen aufhalten und sich dabei gegenüber Menschen zu wenig scheu oder aggressiv zeigen.

4 Abschussbewilligungen sind auf das Streifgebiet des betreffenden Wolfsrudels zu beschränken. Sie sind bis spätestens am 31. Dezember des betreffenden Jahres zu erteilen und bis längstens am 31. März des nachfolgenden Jahres zu befristen.



Was ist das für eiin Nachbarland?

Ich hab oben was fett markiert. Darüber hab ich herzhaft gelacht, weil da quasi nie ein Wolf erlegt wird. Wenn in einem Streifgebiet in so kurzer Zeit so viel Nutztiere dem Wolf zum Opfer fallen, ist eh Land unter. Wenn ich nur verlieren kann, ist für mich Wolfsmanagement out.

Ein ganzes Wolfsrudel hat ein Streifgebiet von so ca. 200 bis 250 km², wenn ich nicht irre. Wenn da neben den gerissenen Wildtieren innert 16 Wochen noch 15 Nutztiere getötet werden, bevor man schiießen darf, da hast einen Wulfspuff, wo die betroffenen Jäger nur noch Wölfen nachstellen müssten und selbst dann wäre es wahrscheinlich ein hoffnungsloses Untefangen. Da richtest mit ethisch vertretbarer Jagd nicht mehr viiel aus.

Die Reproduktionsraten werden wesentlich höher sein, als die Erlegungszahlen bei sauberen Jagdmethoden. So weit darf es in Gebieten mit Nutztierhaltung auf Weiden doch überhaupt nicht erst kommen.
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