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Wolf
183 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator, nagus2
Forum: Wolf
Die Fülle der Threads zum Thema erforderten ein eigenes Forum neben dem Forum "Raubwild und Beutegreifer"

Abstimmung "Wolf ins Jagdrecht": ja oder nein?

@ Heuraffler72 #
Heuraffler72 schrieb:

Fanatiker und Jagdhasser gibt es überall und nicht nur wg. des Wolfes. Wenn Du zur falschen Zeit am falschen Ort bist und Dein Auto als Jägerauto erkennbar ist, kann es teuer für Dich werden. Wenn in Deiner Gemeinde fanatische Tierschützer wohnen oder zuziehen, kann aus einem eigentlich jägerfreundlichen Fleck Erde dank der sozialen Medien eine Hochburg von Jagdfeinden werden. Wenn der Staat so denkt wie Du, müsste er mit dem IS über die Freilassung von Terroristen verhandeln, weil der IS irgendwo vor laufender Kamera einem "Ungläubigen" den Kopf abschneidet. So geht das aber nicht. Wir können nicht vor dem Diktat millitanter Gesetzesbrecher kuschen.
Abgesehen davon kann sowieso jeder einzelne Jäger für sich selbst entscheiden, ob er es macht oder nicht.


Dein Denkfehler ist, dass die Jagdgegner dann bei den Jägern auf der Matte stehen, wenn er offiziell einen Wolf "gemanaged" hat.
Gento hat vollkommen Recht, für uns Jäger würde mehr Handlungsfreiheit beim Selbstschutz gegen einen Großprädator ausreichen.
Solange kein Konzept, erlaubte definierte Jagdarten und Umsetzungsmodelle vorliegen, macht es garkeinen Sinn den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen.
Eine Zustimmung dazu kann nur wie eine positive Abstimmung zu Bejagungsform, Abschusszahl, Verwertung usw. ablaufen.
Jeder der "managed" sollte wissen, dass man zuerst Ziele definiert, Meilensteine definiert, Wege, Maßnahmen festlegt. Wird es ein Berichtswesen geben ? Wie wird nachgehalten usw. usw.

Jetzt einfach so den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen ist hemdsärmelig, chaotisch und für Wolf und Jagd schädlich.

Übrigens was mir auffällt : Deine Bezeichnung "Salzneger" und "Dreck" für deine Jagdkollegen ist seltsamerweise genau derselbe Terminolgie die man auf Jagdgegnerseiten findet.
Auch wenn du aus vermeintlicher Jäger Perspektive schreibst,
deine Inhalte kommen nicht aus dieser Perspektive!

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@ Fasshahn #
Fasshahn schrieb:

Traurig ist das.Und wahr auch...
Allerdings muss man klar differenzieren.Es sind nicht die Jäger die eine Bedrohung darstellen, die ihr Handwerk gelernt haben.
Eher die ,die durch die leichten Möglichkeiten der heutigen Zeit den Jagdschein lösen können.
Die Jagd an sich ist einfach brutal stark unterwandert worden.Durch eine zu offene Gesellschaft...
Das Problem der Jägerschaft liegt einfach daran,das es Jahdscheininhaber gibt,die einfach gegen die Jagd sind.
Das muss man sich leider vorwerfen....


Das ist genauso so.
Ein Mitarbeiter von Frankonia hat mir gesagt, sie haben seit vielen Jahren eine Veranstaltungen für angehende Jäger gemeinsam mit Jagdschulen in ihrer Niederlassung.
In Gesprächen mit einem Großteil dieser JS Anwärter würde klar, dass die garkein richtiges Interesse an der Jagd hatten. Ein guter Teil von denen sind Schützen, die nach Winnenden nun per Jagdschein wieder Großkailber und freieren Munitionszugang haben wollen.
Sie erleben regelmässig, dass deklarierte Jagdgegner, Katzenfanatiker und Wolfsbefürworte unten denen sind.

Und offen gesagt, haben wir solche Kandidaten auch nicht wenig hier im Forum.

2
 
@ Rauschzeit #
Rauschzeit schrieb:

Das ist genauso so.
Ein Mitarbeiter von Frankonia hat mir gesagt, sie haben seit vielen Jahren eine Veranstaltungen für angehende Jäger gemeinsam mit Jagdschulen in ihrer Niederlassung.
In Gesprächen mit einem Großteil dieser JS Anwärter würde klar, dass die garkein richtiges Interesse an der Jagd hatten. Ein guter Teil von denen sind Schützen, die nach Winnenden nun per Jagdschein wieder Großkailber und freieren Munitionszugang haben wollen.
Sie erleben regelmässig, dass deklarierte Jagdgegner, Katzenfanatiker und Wolfsbefürworte unten denen sind.

Und offen gesagt, haben wir solche Kandidaten auch nicht wenig hier im Forum.



Ja..so sind auch meine Erfahrungen durch Gespräche mit Jagdschulen oder ähnlichem.
Grundsätzlich offen und transparent zu sein ist sicherlich gut und von Vorteil.
Allerdings sollte es in Zukunft nicht so einfach sein, Menschen auf unsere Natur loszulassen deren Sinn ein völlig anderer ist, als derer die etwas für sie tun wollen.
Bei all den Debatten um die Jagd wird zu wenig getan, qualifizierte Jäger zu finden und auszubilden.
Das alles gab es ja und funktionierte über viele Jahre bestens.
!some lead some follow!
1
 
@ Rauschzeit #
Rauschzeit schrieb:

Dein Denkfehler ist, dass die Jagdgegner dann bei den Jägern auf der Matte stehen, wenn er offiziell einen Wolf "gemanaged" hat.
Gento hat vollkommen Recht, für uns Jäger würde mehr Handlungsfreiheit beim Selbstschutz gegen einen Großprädator ausreichen.
Solange kein Konzept, erlaubte definierte Jagdarten und Umsetzungsmodelle vorliegen, macht es garkeinen Sinn den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen.
Eine Zustimmung dazu kann nur wie eine positive Abstimmung zu Bejagungsform, Abschusszahl, Verwertung usw. ablaufen.
Jeder der "managed" sollte wissen, dass man zuerst Ziele definiert, Meilensteine definiert, Wege, Maßnahmen festlegt. Wird es ein Berichtswesen geben ? Wie wird nachgehalten usw. usw.

Jetzt einfach so den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen ist hemdsärmelig, chaotisch und für Wolf und Jagd schädlich.

Übrigens was mir auffällt : Deine Bezeichnung "Salzneger" und "Dreck" für deine Jagdkollegen ist seltsamerweise genau derselbe Terminolgie die man auf Jagdgegnerseiten findet.
Auch wenn du aus vermeintlicher Jäger Perspektive schreibst,
deine Inhalte kommen nicht aus dieser Perspektive!


Blödsinn! Jeder halbwegs intelligente Leser erkennt im Zusammenhang mit meinen verwendeten Begrifflichkeiten die von mir beabsichtigte "Trefferlage". Das hat mit Jagdgegnerschaft rein gar nix zu tun. Und für die Vollidioten, die in meine Postings einen Jagdgegner "hinein interpretieren" wollen, schreibe ich nicht.

Vielmehr gehen mir die Herrschaften am A.. vorbei. Diese Leute liefern sich mit mir gelegentliche Scharmützel, sodass es der Moderation nicht langweilig und ein reales Bild von der Jägerschaft gezeichnet wird. Das ist aber auch schon alles.

So und jetzt zu Deinen Sachthesen.

Selbstverständlich kann man über die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht unterschiedliche Auffassungen vertreten. Den Denkfehler begehst aber Du und zwar nicht deshalb, weil Du anderer Meinung bist, sondern weil Du nicht zu erkennen vermagst, dass diese Maßnahme formaljuristisch im Grunde ohne jegliche Bedeutung ist, da der Schutzstatus des Wolfes in übergeordnetem Recht geregelt wird, d. h. der Wolf im JagdR mit nichten dazu führt, dass wir ihn putzmunter nach Lust und Laune bejagen könnten.

Ich vertrete die Auffassung, dass eine solche Maßnahme deutlich macht, WER hier die Kompetenzführerschaft zu haben hat. Und das ist bzw. muss m. E. die Jagd sein, nicht jedoch die ideologisierten, urban vertrottelten Wolfskuschler und Spendeneintreiber. Wildtiermanagement außerhalb von Zoos, Gattern, etc. ist Sache der Jagd. Diese muss führend die Kompetenz vorhalten, um Lösungen zu entwickeln, welche die Politik im gesellschaftlichen Kontext bzw. des Interessenausgleiches umsetzen kann. Dazu haben hier bereits sehr respektable Leute äußerst intelligente Dinge geschrieben. Ich erinnere nur an die konstruktiven Beiträge von Carcano oder Gangloff, die mir in Erinnerung geblieben sind.

Die Jägerschaft war und ist es nachwievor, die hinsichtlich des Wolfes am Lautesten heult. Wer aber heult und den Schwanz einzieht, wenn es darauf ankommt, macht sich in der Gesellschaft unglaubwürdig. Wir müssen dafür eintreten, dass möglichst bald getan wird, was getan werden muss. Dabei ist "Symbolpolitik" der Weiser, wohin künftig der Wind zu blasen hat und zwar quer über alle Widerstände hinweg. Ist der Wolf im Jagdrecht, wird klar, wo es lang geht. Zögern, zaudern und hadern wir mit dieser Forderung, werden wir in 100 Jahren noch Debatten führen und uns kleingeistig unqualifiziert darüber auslassen, dass der böse Wolf unsere Kinder frisst, den Jäger im finsteren Walde wohin beißt und den Almbauern ruiniert.

Warum glaubst Du wohl, ist der Slogan "Bananen ins Jagdrecht" entstanden? Weil die urban vertrottelten Wolfskuschler sehr genau wissen, welche Macht Sympbole haben können. Der ein oder andere LJV hingegen nicht....


Als Jaga eines stets bedenk´, ein Tag im Wald ist ein Geschenk! Mit leerem Rucksack heimwärts geh´n, ist wahrlich keine Schand, denn das wär kein rechter Jagasmann, der nicht beständig dächte dran, dass ihm das Schicksal viele Leben zum Hüten in die Hand gegeben. Das wär kein Jaga, dem der Schuss wär der alleinige Genuss, das wär kein Jaga, der vergisst, dass er der Schöpfung Arm nur ist. Das wär kein Jaga, der vermessen, sich könnt auf kurz nur zu vergessen, dass er trotz aller Allmacht nur ein kleines Stück ist der Natur.

(Autor unbekannt)





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Dem stimme ich zu!
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Wenn den Politikern die Felle anfangen weg zu schwimmen wird der Wolf in' Jagdrecht kommen und dann wir es ein Problem der Jäger. Mal schauen, wie falsch ich damit liegen werde.
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@ GIsM #
GIsM schrieb:

Wenn den Politikern die Felle anfangen weg zu schwimmen wird der Wolf in' Jagdrecht kommen und dann wir es ein Problem der Jäger. Mal schauen, wie falsch ich damit liegen werde.


In Sachsen ist er seit geraumer Zeit im JR. Von Problemen ist nichts zu spüren!
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@ maguhl #
maguhl schrieb:

In Sachsen ist er seit geraumer Zeit im JR. Von Problemen ist nichts zu spüren!


Ok, dann liege ich eben erst mal in Sachsen falsch.
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@ Blattli #
Blattli schrieb:

wieder ein sehr erfreulicher und erfrischender Beitrag aus der Ewiggestrigen Jagdgruppe, gratuliere
Bisher wurde noch kein Wolf angesiedelt, angesiedelt werden Jäger und da stellt sich immer öfter die Frage, wie man diese Auswüchse in den Griff bekommt. Das Abschöpfen vom Zuwachs, oder das Ernten einer nachwachsenden Ressource, wie die Niederwildjäger aus dem letzten Jahrhundert ja immer gerne sagen, hat wohl nichts mit dem Wolf zu tun und sollte eigentlich völlig aus dem Jägerwortschatz verschwinden. Sachlich hast Du nichts gebracht und deine Wohngemeinschaft scheint auch ein lustiger Haufen zu sein



....oft hier gefordert, leider nie erfüllt....der "Daumen runter Button"....du hättest ihn sogar farblich in rot gestaltet verdient...
Ein Weidmannsheil spare ich mir mal hier, das bekommen nur richtige Jäger von mir
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Ich sehe, wie der Diskussion um den Wolf - ähnlich wie bei dem Massenzustrom illegaler Einwanderer – immer mehr von der grundsätzlichen Frage: „Wollen wir das überhaupt?“ abgelenkt wird und stattdessen sinnlose Diskussionen um Detailfragen angeheizt werden.

Die übliche Taktik, um die Leute abzulenken und zu beschäftigen!

Dabei geht es beim Wolf um „Managmentpläne“, Naurschutz- oder Jagdrecht, Schadensersatz für Tierhalter etc.

Die grundsätzliche Frage „Wollen wir das überhaupt?“ stand ja auch nie zur Diskussion und wurde längst von „oben“ entschieden!

Es geht hier aber nicht um bloße Nahrungskonkurrenten oder Viehräuber, die für den Menschen harmlos sind wie Luchs oder Adler.

Wolf und Braunbär sind nun mal auch für Menschen gefährliche Großraubtiere und wurden nicht ohne Grund im dicht besiedelten Deutschland (232 Menschen pro km² !) ausgerottet (zum Vergleich: In Kanada leben 3,6 Menschen pro km²).

Nicht nur die Weideviehhaltung, auch die intensive Nutzung unserer Naturräume durch allgegenwärtige Wanderer, Pilzsammler, Spaziergänger mit ihren Hunden, Jogger, Mountainbiker, Quadfahrer und andere „Naturfreunde“ lässt nicht genügend Spielraum für Wölfe.

Wir haben in Deutschland 170 Jahre gut ohne Wolf gelebt und brauchen ihn nicht!

Er wird – völlig unabhängig von gesetzlichen Regelungen und Managmentplänen – dauerhaft Probleme machen und früher oder später auch Opfer fordern.
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