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Vom Standschnaller zum Durchgeher

@ mcmilan #
Wenn sich ein 70-kg-Keiler in der Dickung stellt und auf Krawall gebürstet ist, ist jedes Mittel recht, Schaden von den Hunden und dem Hundeführer abzuwenden. Ich würde da gar nichts unterstellen.

Ich werde hier ansonsten nicht kundtun, welche Meuten ich wo in Aktion gesehen oder die Meuteführer am Feuer das große Wort habe schwingen hören.

Ja, ich schnalle die meiste Zeit vom Stand. Ist richtig. Aber ich gehe auf sehr viele Jagden in mehreren Bundesländern, ich sehe viel und höre viel. Daneben besteht mein Freundes- und Bekanntenkreis beinahe ausschließlich aus Jägern, die allermeisten davon führen Hunde. Alle möglichen Rassen. Davon wiederum gehen mehr durch als dass sie die Hunde vom Stand schnallen würden.

Es wäre nett, nicht so zu tun, als säße ich nur auf meinem Bock und kennte Situationen zu ebener Erde gar nicht. Ab und an gehe ich durch, und hin und wieder suche ich angeflickte Sauen nach.

Ein 70-kg-Keiler war allerdings noch nicht dabei. D.h: neulich schon, aber da kam ich beim Aufbruch raus. Wusste ich allerdings erst, als ich davor stand.

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@ tschortwosmij #
Moin!
Genau so kann ich das bestätigen. Der Dackel wird von einem Bekannten vom Stand geschnallt. Trotzdem finden sich die Hunde relativ schnell. Ich verfluche es jedesmal...
Es ist erstaunlich wie die Hunde sich am Laut erkennen und auch deuten können was da gerade los ist.

Weil ich sonst ständig ohne Hund im Treiben bin bleibt der Fernaufklärer ab und an einfach zu Hause. Ich hätte es nicht war haben wollen aber es gibt Reviere die sind zu klein für nen Dackel!




tschortwosmij schrieb:

Weil das nicht funktioniert. Die Hunde finden sich früher oder später im Treiben, und dann zieht der Weitjager den anderen mit, weil er die bessere Nase hat. Terrier sind nicht dumm, die merken schnell, wo der Vorteil liegt, und es sind Meutehunde, die gern beischlagen. Und ein Artgenosse zieht immer besser als ein Mensch.

Siehe Teckelschrecks Erfahrungen. Kann ich 1:1 bestätigen. Dagegen hilft nur, den Weitjager auch für diese Situation an den Führer zu binden.

Du führst einen ausgesprochenen Solojäger, die Erfahrungen, die Du mit Deiner Bracke machst, treffen für Dich und Deine Bracke zu, aber beileibe nicht für alle Bracken, nicht mal für alle Tiroler, wenn auch vllt überwiegend. Goncy und Kopov werden in ihren Heimatländern überwiegend kurz geführt und gern in Mehrzahl, die werden einen Teufel tun, und Hunde züchten, die sich dafür nicht eignen. Daß die trotzdem auch weitjagen können schließt sich ja nicht aus. Können und tun sind zwei paar Stiefel.

Ich kenn mittlerweile etliche Bracken (Brandl, Olper, Kopov, Dackel), die sowohl vom Stand geschnallt werden als auch beim Durchgehen assistieren, und beides nicht schlecht.

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@ Heide_Unterfranken #
Heide_Unterfranken schrieb:
Du schrobst, und zwar als Reaktion auf mein Wolfram-Martin-Zitat, "Warum soll eine Sau erst aus der Dickung geschmissen werden, wenn sie auch gleich vom Leben zum Tode befördert werden kann?"

Das ist der gewaltige Unterschied. mcmilan hat sich von diesem Zitat distanziert, indem er sagte, bei ihm müsse man "reihenweise", "systematisch" und "gesunde" aus dem Text rausnehmen. Dann würde das auf ihn zutreffen. Da bin ich bei ihm! Du schrobst zu dem Zitat: Wer diese Art zu jagen verteufele, sei ein Neidhammel, und wer seinen Arsch nicht ins Dichte bekäme, solle die Klappe halten (sinngemäß).

Da liegt der Unterschied.


Wie darf ich dann Deinen folgenden Post interpretieren, in dem Du meine "pragmatischen" Ansatz auch als solchen verstanden zu haben schienst?
tschortwosmij schrieb:

Diese Art des zur Strecke bringens zu verteufeln führt die Jagd als solche ad absurdum. Warum soll eine Sau erst aus der Dickung geschmissen werden, wenn sie auch gleich vom Leben zum Tode befördert werden kann? Es stecken noch genug andere drin, die sich das zu Herzen nehmen werden. Für mich spricht aus solchen Äußerungen vor allem Neid und Mißgunst. Wer nicht den Axxx in der Hose hat, ins Dicke zu gehen, soll auf anderes Wild jagen oder stille schweigen.



Ja, das ist der pragmatische Ansatz.
Wenn ich manche Meuten arbeiten sehe (vielmehr höre), dann sieht das eben mitunter so aus, dass da ein, zwei Finder sind, und wenn die ihren Job gemacht haben, hängen zig Hunde an einer gesunden Sau. Und die wird dann vom Hundeführer "erlöst". Aha.

Ich hatte es in meinem 2. Post doch nur noch mal näher beschreiben, was ich meine. Die von mcmilan als auszusortierend bemängelten Begriffe sehe ich vor allem als polemische Beifügungen von eben Leuten, die mit dieser Art zu jagen nichts anfangen können, und sich darum an unvermeidlichen Begleiterscheinungen aufhängen. Es handelt sich doch bei des Rückens unwilligen Sauen in der Regel um selbstgemachte Problemfälle. Sei es, daß die Sau krank ist, sei es, daß sie gelernt hat, daß es draußen gefährlicher ist als drinnen. Wie bitte soll man damit umgehen, ohne ihr eine Borste zu krümmen?

Und ganz ehrlich, am Ende geht es um die Gesamtstrecke. Auf der einen Seite zu jammern, daß nicht genug Sauen erlegt werden, und auf der anderen auf der Einhaltung von Regelungen zu beharren, die aus Zeiten bzw. Umständen kommen, wo es im wesentlichen um Vergnügen gegen Geld ging/geht, widersrpicht sich massiv. So will und werde ich nicht jagen.
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@ tschortwosmij #
tschortwosmij schrieb:

Ich hatte es in meinem 2. Post doch nur noch mal näher beschreiben, was ich meine. Die von mcmilan als auszusortierend bemängelten Begriffe sehe ich vor allem als polemische Beifügungen von eben Leuten, die mit dieser Art zu jagen nichts anfangen können, und sich darum an unvermeidlichen Begleiterscheinungen aufhängen. Es handelt sich doch bei des Rückens unwilligen Sauen in der Regel um selbstgemachte Problemfälle. Sei es, daß die Sau krank ist, sei es, daß sie gelernt hat, daß es draußen gefährlicher ist als drinnen. Wie bitte soll man damit umgehen, ohne ihr eine Borste zu krümmen?

Und ganz ehrlich, am Ende geht es um die Gesamtstrecke. Auf der einen Seite zu jammern, daß nicht genug Sauen erlegt werden, und auf der anderen auf der Einhaltung von Regelungen zu beharren, die aus Zeiten bzw. Umständen kommen, wo es im wesentlichen um Vergnügen gegen Geld ging/geht, widersrpicht sich massiv. So will und werde ich nicht jagen.

und .... Jetzt gehst du Angeln oder spielst Schach?
Polemik!
Wenn durch menschliches Verschulden ein Geschöpf geriet in Not. Ein qualvoll Leiden einem wunden Wilde droht! Wenn des Geistes hohe Stufe und des Menschen Kunst nicht reicht, folgte der Hund dem bangen Rufe, seine Nase schaffte es leicht.

Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner.
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@ Valsorey #
Valsorey schrieb:

und .... Jetzt gehst du Angeln oder spielst Schach?
Polemik!

Nö. Ich geh Schweine jagen ganz pragmatisch. Und wenn sie die Grenzwerte einhalten, werden wir sie auch essen.
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@ tschortwosmij #
Guter Vorsatz, Morgen geht es schon wieder ran.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 12.01.18 um 22:06 Uhr.
@ tschortwosmij #
tschortwosmij schrieb:

Nö. Ich geh Schweine jagen ganz pragmatisch. Und wenn sie die Grenzwerte einhalten, werden wir sie auch essen.

habe ich auch nicht anders erwartet.
Btw ich habe Anfang der Woche ein Schwein mit 2.600 Becquerel gemeldet bekommen
Wenn durch menschliches Verschulden ein Geschöpf geriet in Not. Ein qualvoll Leiden einem wunden Wilde droht! Wenn des Geistes hohe Stufe und des Menschen Kunst nicht reicht, folgte der Hund dem bangen Rufe, seine Nase schaffte es leicht.

Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner.
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@ famos88 #
famos88 schrieb:

Guter Vorsatz, Morgen geht es schon wieder ran.

und übermorgen. Und weil es nächste Woche endlich Schnee geben soll, ist das nächste WE wohl auch schon wieder verplant.
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@ tschortwosmij #
Bis Ende Januar ist glaube ich noch kein Ende in Sicht. Es wäre schon gut wenn es etwas abkühlen würde. Nicht nur für Durchgeher und Hunde ist es zu warm, auch beim Wild ist momentan Vorsicht geboten. Verhitzte geht bei den Temperaturen sehr schnell und trotz allem Beute machen ist es trotzdem eine Todsünde Wildbret zu entsorgen.
Inzwischen sind wir schon so weit im OT das der TS nichts mehr davon hat
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Ein paar Erfahrungsberichte von Durchgeher wären schon nicht schlecht.

Wie geht ihr immer vor, was ist die beste Kombi (ein Hund zwei Hunde verschiedene Rassen) usw.??
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