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Vom Standschnaller zum Durchgeher

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.........hier wollen die meisten ihre persönlichen Erfahrungen und Vorgehensweisen als ALLGEMEINGÜLTIG darstellen, deshalb ist jede Zeile für die Katz
„ Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“

Franz von Assisi
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 12.01.18 um 14:54 Uhr.
@ Heide_Unterfranken #
Heide_Unterfranken schrieb:

Mit dem Abklemmen meine ich was anderes, und das habe ich nun ausreichend erklärt.

Ich habe nie zum Ausdruck bringen wollen, dass es den Hunden selber dabei schlechter geht oder so. Ich kenne einen Großpudel, der bekommt ziemlich wenig Auslauf. Der freut sich auch wie Bolle, wenn er mal von der Leine darf. Dem geht's trotzdem gut, kennt halt nix anderes

Ich hab schon verstanden, was Du meinst. Der Hund wurde für's weitjagen gezüchtet, also soll er das auch tun, sonst wärens Perlen vor die Säue. So. Ich seh das anders. Ein Hund ist keine Maschine, die für genau einen Zweck gebaut wurde und nix anderes kann. Der hat neben weitjagen auch noch andere Interessen, z.B. die Beziehung zu seinem Führer, das Beute machen an sich (auch wenn das einigen Rassen schon fast weggezüchtet wurde), allein das Finden von Wild kann schon ein befriedigender Vorgang sein: Heureka, ich hab's gefunden, hier ist was - äh, war es grad noch!

Ich will meine Hunde nicht auf das bloße Verfolgen von Spuren reduzieren, auch aus eigenem Interesse natürlich, weil die Zusammenarbeit mit dem Hund bei Nachsuche und Durchgehen erheblich enger ist als beim Standschnallen. Beute machet man mit allen Varianten, darum werd ich keine davon verteufeln, im Gegenteil, ich weiß jede zu schätzen. Genau deshalb seh ich aber auch nicht, daß dem Hund etwas fehlen soll, wenn er nicht exakt und ausschließlich so eingesetzt wird, wie es sich ein Zuchtideal vorstellt.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 12.01.18 um 15:06 Uhr.
@ Heide_Unterfranken #
Heide_Unterfranken schrieb:

Ja, das ist der pragmatische Ansatz.
Wenn ich manche Meuten arbeiten sehe (vielmehr höre), dann sieht das eben mitunter so aus, dass da ein, zwei Finder sind, und wenn die ihren Job gemacht haben, hängen zig Hunde an einer gesunden Sau. Und die wird dann vom Hundeführer "erlöst". Aha.

Ich bin jetzt wirklich kein Waidgerechtigkeitsapostel, also in dem Sinne, dass ich da ständig was vor mir herbete. Aber wenn Hunde ein gesundes Reh fangen, ist Holland in Not, wenn Du weißt, was ich meine. Für mich ist das der Übergang von Jagd zu Abmurksen. Also nicht mehr Jagd, wie ich sie verstehe.


Da sind wir uns einig. Was Du beschreibst ist ein Methode Beute zu machen, die man aus Tierschutzgründen ablehnt. Mit Recht, und sollte deshalb auch nicht bewußt praktiziert werden. Genau deshalb empfinde ich es aber auch als gehässig, wenn durchgehenden HF's a priori unterstellt wird, es darauf anzulegen. Es ist mindestens so tierschutzwidrig, wenn sich solch eine Situation zufällig ergibt, und die Sau dann nicht wenigstens umgehend vom Leben zum Tode befördert wird. Dazu bedarf es nämlich keiner Meutenzusammensetzung, das kann sich schon allein aus der Kombination von Durchgehern und Standschnallern ergeben, daß auf einmal eine Vielzahl von Hunden an einer einzigen Sau hängt.
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@ tschortwosmij #
tschortwosmij schrieb:

Diese Art des zur Strecke bringens zu verteufeln führt die Jagd als solche ad absurdum. Warum soll eine Sau erst aus der Dickung geschmissen werden, wenn sie auch gleich vom Leben zum Tode befördert werden kann?


Sorry, tschort, aber hier sind wir nicht beieinander. In Deinem zweiten Post dazu hast Du es anders dargestellt als hier. So wie es im Zitat steht, wird es von gar nicht wenigen Durchgehern gesehen. Die Aufgabe der Durchgeher ist, wie Du woanders schrobst, das Rausschmeißen. In aller erster Linie. Anders liegt der Fall, wenn Sauen krank sind oder eben schon Hunde dranhängen. Wobei das die Ausnahme bleiben sollte, dass Hunde sich in gesunde Sauen verbeißen. Ich glaube, sonst nennt man die Packer ...

mcmilan hat das sehr schön und glasklar dargestellt, wie sich für ihn das Beutemachen darstellt. Da besteht zu Deiner Aussage ein gewaltiger Unterschied.

((übrigens schreibe ich die ganze Zeit bewusst MANCHE ... EINIGE ... NICHT WENIGE ... etc. pp. - oder ich betone, dass ich - was jedem Normaldenkenden eh klar ist - gerade meine persönliche Meinung kundtue; wer daraus unzulässige Verallgemeinerungen liest, dem kann ich auch nicht helfen <= das jetzt nicht so sehr an Dich gerichtet))
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Also Beute machen, Beute machen, Beute machen und. Zwar gemeinsam ist das Mittel der Wahl um den Hund kurz zu machen.
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@ Heide_Unterfranken #
Heide_Unterfranken schrieb:

Sorry, tschort, aber hier sind wir nicht beieinander. In Deinem zweiten Post dazu hast Du es anders dargestellt als hier. So wie es im Zitat steht, wird es von gar nicht wenigen Durchgehern gesehen. Die Aufgabe der Durchgeher ist, wie Du woanders schrobst, das Rausschmeißen. In aller erster Linie. Anders liegt der Fall, wenn Sauen krank sind oder eben schon Hunde dranhängen. Wobei das die Ausnahme bleiben sollte, dass Hunde sich in gesunde Sauen verbeißen. Ich glaube, sonst nennt man die Packer ...

mcmilan hat das sehr schön und glasklar dargestellt, wie sich für ihn das Beutemachen darstellt. Da besteht zu Deiner Aussage ein gewaltiger Unterschied.

Welches Zitat meinst Du jetzt, ich versteh grad Bahnhof? Im übrigen mein ich das genau wie mcmilan, also wo ist der "gewaltige" Unterschied?
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@ BBFbalke #
BBFbalke schrieb:

Also Beute machen, Beute machen, Beute machen und. Zwar gemeinsam ist das Mittel der Wahl um den Hund kurz zu machen.


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@ Heide_Unterfranken #
Außerdem wollen wir mal eins nicht vergessen: ob Sauen sich den Hunden stellen oder ob sie rücken hängt von ganz anderen Dingen ab als der Hundeausstattung und Intention des Hundeführers. Und ohne sich stellende Sauen kein Abfangen in der Dickung. Da kann sich so mancher Jagdleiter selber an der Nase fassen, wenn seine Sauen nicht raus wollen.
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@ Heide_Unterfranken #
Heide_Unterfranken schrieb:

Ja, das ist der pragmatische Ansatz.
Wenn ich manche Meuten arbeiten sehe (vielmehr höre), dann sieht das eben mitunter so aus, dass da ein, zwei Finder sind, und wenn die ihren Job gemacht haben, hängen zig Hunde an einer gesunden Sau. Und die wird dann vom Hundeführer "erlöst". Aha.

Ich bin jetzt wirklich kein Waidgerechtigkeitsapostel, also in dem Sinne, dass ich da ständig was vor mir herbete. Aber wenn Hunde ein gesundes Reh fangen, ist Holland in Not, wenn Du weißt, was ich meine. Für mich ist das der Übergang von Jagd zu Abmurksen. Also nicht mehr Jagd, wie ich sie verstehe.



Mhm, wir haben ja einige gemeinsame Jagden und ich komme in der Saison ziemlich viel rum, aber ich keine Meute die so agiert wie Du es beschreibst. Finder haben alle in der Mannschaft ebenso Kandidaten die neben Stöbern auch ordentlich Druck machen können. Wenn einer die Finder Standlaut gibt wird sich der Rest der Meute beischlagen um die Sauen in Bewegung zu bringen. Manchmal läuft es dann aber so wie heute, dass sich ein 70kg Keiler lieber den Hunden in der Dickung stellt anstatt vor die Schützen zu laufen und dabei die Fähigkeiten der kleinen Terrier etwas unterschätzt. Nun wäre es ein Leichtes dem HF nach dieser Aktion ein vorsätzliches Vorgehen zu unterstellen, aber solange mir keiner erklärt wie ich den Wauzis beibringen kann, dass sie einen angeflickten, annehmenden Keiler stellen und binden, dagegen vor dem gesunden annehmenden Keiler Reißaus nehmen, lebe ich mit gutem Gewissen mit solchen Kollateralschäden. Gelitten hat der Keiler heute auch nicht länger als wenn ihm einer eine Kugel verpasst hätte. Ganz im Gegenteil er hat sich gestellt und den Hunden die Stirn geboten! Die Schusswaffe konnte man somit nicht einsetzten und er hatte eine reale Chance mit ein paar Schrammen an Teller und Keulen davon zu kommen. Für wehrhaftes Wild ist das, aus meiner Sicht, ein ehrenhafter Abgang von der Bühne des Lebens.
Die Hetze mit Hunden ist in Deutschland verboten und ich halte es für müßig darüber zu diskutieren, aber als HF haben wir in unseren Hunden das lebendige Erbe unserer Ahnen und die würden sich im Grabe umdrehen wenn sie sehen würden wie mancher unseren Sauhunden heute die Eier oder wie Du es formulierst die Zylinder abklemmen möchte. Für einen firmen Stöberhund gibt es kein gutes oder falsches packen! Diese feinen Unterschiede lassen sich wohl besser von Drückjagdbock aus erkennen, denn wenn Du in solchen Situationen neben Deinem Hund stehst hast Du die gleiche Perspektive wie Dein Wauzi.

Gruß mcmilan
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 12.01.18 um 19:10 Uhr.
@ tschortwosmij #
tschortwosmij schrieb:

Welches Zitat meinst Du jetzt, ich versteh grad Bahnhof? Im übrigen mein ich das genau wie mcmilan, also wo ist der "gewaltige" Unterschied?


das oben in diesem Beitrag [jagderleben.landlive.de]

mcmilans Beitrag hier hat mir sehr gut gefallen - nur das Hoch auf die Schlumpschützen kann ich nicht unterschreiben

Du schrobst, und zwar als Reaktion auf mein Wolfram-Martin-Zitat, "Warum soll eine Sau erst aus der Dickung geschmissen werden, wenn sie auch gleich vom Leben zum Tode befördert werden kann?"

Das ist der gewaltige Unterschied. mcmilan hat sich von diesem Zitat distanziert, indem er sagte, bei ihm müsse man "reihenweise", "systematisch" und "gesunde" aus dem Text rausnehmen. Dann würde das auf ihn zutreffen. Da bin ich bei ihm! Du schrobst zu dem Zitat: Wer diese Art zu jagen verteufele, sei ein Neidhammel, und wer seinen Arsch nicht ins Dichte bekäme, solle die Klappe halten (sinngemäß).

Da liegt der Unterschied.
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