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Saufang zur Vermeidung afrikanischer Schweinepest?

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Beitrag vom Autor bearbeitet am 18.12.17 um 09:57 Uhr.
#
1. "Verstärkte Jagd" heißt zwar mehr Jagd mit mehr Mitteln, aber nicht beliebige Erlegung mit allen Mitteln.

2. Über Saufänge ist hier im Forum wie auch anderwärts schon oft und viel geschrieben worden, man könnte zu den alten Threads verlinken. In der Regel schaltet da in der Diskussion sehr schnell die Emotion das Hirn aus. Bis hin zu: "Ich WILL aber gar nicht sehen, wie das sich möglicherweise in moderner Praxis ausnimmt, ich will nicht, will nicht, WILL NICHT !!!"

3. Ein Saufang ist Wildtierexekution, keine weidmännische Heldentat. Insoweit hat er etwas mit moderner Fallenjagd gemeinsam, die ist nämlich auch nicht zwangsweise Tierquälerei mit Tellereisengeruch.

4. Im Verbandswesen ist es nicht selten - man könnte auch sagen, geradezu typisch -, dass Verbände mit Blick auf die Stimmung und die emotionale Befindlichkeit ihrer Mitglieder (oder, viel gefährlicher, mit Blick auf eine vermeintliche, scheinbare Emotion der Basis, wie man sie sich am lodengrünen Tisch vorstellt, wo man die eigenen Mitglieder nämlich oft für dümmer und reaktionärer hält, als sie vielleicht sind),
dass Verbände also Dinge vehement fordern, von denen sie insgeheim genau wissen, dass sie Unfug sind, und Dinge vehement bekämpfen und ablehnen, von denen sie insgeheim genau wissen, dass sie richtig und sinnvoll und vielleicht auch unabweisbar sind.

Leider. Ist nicht nur bei Jägern so.

Carcano
"Was man in Foren liest, stammt leider zu oft von Leuten, die besser Fragen stellen sollten, als Antworten zu geben" (Stoeberjaeger)
10
 
#
Nein! ganz gewiss nicht! Ein Saufang ist auch nur Flickschusterei an einer verfehlten Agrarpolitik!
Soll doch der Bauernverband einer Herausnahme der Schadenersatzpflicht von Gaspflanzen zustimmen, dann werden sehr schnell Alternativpflanzen angebaut, z.B. durchwachsende Silphie oder Hirse. Zumindest Pflanzen die nicht den Sauen optimale Lebens- und Fraßbedingungen liefern , bei gleichzeitigem höchstmöglichem natürlichem Schutz vor Bejagung! Dann sinkt sehr schnell die Vermehrungsrate der Sauen.
Sobald diese Vollkaskomentalität beim Anbau ausgeschlossen ist, kommt das Verhältnis Bauer/Jäger wieder eine gedeihliche Zusammenarbeit!
Vorne auf dem Feld - eine riesige Sauenmastanlage in Form von Mais und hinten im Wald eine Keulungsstation - wobei die ganze Sauerei dem Jäger zugeschoben wird?

Da fass mal lieber Deine eigene Lobby an der Nase lieber Landwirt!
Die Qualität einer Idee hängt von ihrem Einfallswinkel ab.

Erst wenn der letzte Hase geschlagen, das letzte Rebhuhn gefressen, das letzte Reh gerissen ist, werdet ihr erkennen, dass man Prädatoren keinesfalls schützen kann.“

Eins bist Du dem Leben schuldig:
Kämpfe oder duld in Ruh,
bist Du Amboss - sei geduldig,
bist Du Hammer - schlage zu!

μολών λαβέ
32
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 18.12.17 um 10:51 Uhr.
@ Lobbylandwirt #
Lobbylandwirt schrieb:

Ist der BJV hier auf dem Holzweg?

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=2071279906223390&id=1247860015232054


In Saufängen werden i.d.R. nur Frischlinge gefangen. Ältere Bachen werden damit nicht gefangen, da diese die Saufänge meiden. Es gibt genug Videos zu den Dramen, die sich beim Keulen dieser Kreaturen in Saufängen abspielen.

Hat man der führenden Bache alle Frischlinge weggefangen, wird diese sofort wieder rauschig und beschlagen. Dann geht das Drama wieder von vorne los.

Bei uns propagiert die örtliche ÖJV Kreisgruppe ein Kirrungsverbot und fordert den Einsatz von Saufängen. Das sagt eigentlich alles über deren Einstellung zum Tierschutz aus.

Man will den Jägern jegliche Möglichkeiten und Kompetenzen entziehen das Schwarzwild effektiv zu bejagen und selber mit den geforderten Saufängen als Heilsbringer da stehen.
8
 
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In diesen Ideen und den dazugehörigen Genehmigung erlischt geradezu das Waidmännischste Handeln und denken.
Es ist mir unbegreiflich wie es überhaupt so weit kommen konnte. In unseren Reihen gibt es etliche Leute die genug Geld und Einfluss haben um an bestimmten Rädern zu drehen. Sei es aus der Politik oder den Großgrundbesitzern...
Die Öffentlichkeitsarbeit unserer großen Verbände hat wieder einmal restlos versagt.

Wir zerstören und demontieren uns selbst... schade!
9
 
#
da gibts doch eine ganz einfache Sicht der Dinge - der, der den Saufang will, der MUSS ihn auch bedienen.
Mit allen Konsequenzen!

Ich möchte keinen bedienen, zur Not auch mit allen Konsequenzen.
* wer anderen eine Grube gräbt ist selber schuld
* Kaiser Barbarossa sagte vor kurzem: Die meisten Zitate im Internet sind frei erfunden
* Hinterher ist man gar nicht immer klüger - manchmal ist man hinterher einfach nur ärmer oder überfressen oder betrunken oder schwanger...
*Coruptissimae republicae, plurimae leges.
*G.B.Shaw: Die Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol entsteht
7
 
@ Teckelschreck #
Teckelschreck schrieb:

Die Öffentlichkeitsarbeit unserer großen Verbände hat wieder einmal restlos versagt.


wieder einmal???

oder...

wie immer???


1
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 18.12.17 um 14:57 Uhr.
#
Das meint der Bayerischen Bauernverband dazu:
[www.bayerischerbauernverband.de]

Das Betreiben eines Sauenfanges ist arbeitsaufwändig, zeitraubend und kostet nicht wenig.
Einem normalen Jagdpächter alleine ist er nicht zuzumuten. Das bedeutet, dass der Pächter auch beim Bau, beim Aufstellen und Betreiben von der Jagdgenossenschaft unterstützt werden muss. Und auch bezahlt!
Ansonsten macht es sich da der BBV ein wenig einfach.
Zweifellos, der Saufang ist sehr hilfreich und kann auch tierschutzgerecht betrieben werden. Er darf auch nicht mit Frischlingsfängen und vorsintflutlichen Eisenkäfigen verwechselt werden.
Tellereisen sind ja vergleichsweise auch nicht mehr erlaubt. Fallenjagd egal auf was, bleibt ein heikles Thema.
3
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 18.12.17 um 15:25 Uhr.
@ Lobbylandwirt #
servus

Lobbylandwirt schrieb:

Ist der BJV hier auf dem Holzweg?

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=2071279906223390&id=1247860015232054


die Klage kommt vom Bayrischen Bauernverband?

..ist das nicht der Verband, der auch "die Pille für die Sau" präferiert?
Irgendwo habe ich davon gelesen.. auch wenn man sich danach irgendwie davon distanziert...

Also sich dafür einsetzt und stark macht, dass waidgerecht erlegtes Schwarzwild zukünftig hormonverseucht als Sondermüll entsorgt werden müsste?

Oder, anders gesagt, der Bauernverband, der den Jagdpächtern ein besonderes Ei legen will ?

Jagdpacht bezahlen, Wildschäden bezahlen.. aber erlegtes Schwarzwild auf Grund dessen nicht mehr vermarkten können?

Ok....

Ich denke, wenn man sich bisherige Aussagen über Erfahrungen mit Saufängen anhört, dass der Bauernverband auf dem Holzweg ist.

Wenn dann die ersten Videofilme, gedreht von Jagdgegnern, auf bekannten Portalen auftauchen, wird man das auch selbst bemerken.



edit rügt meine Rechtschreibung
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