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Jagdkonzepte + Jagd allgemein
Forum: Jagdkonzepte + Jagd allgemein

Praxisberichte - sonst nix

@ WastelDW #
Keiler h.c. , Heinz Meynhardt und Werner Klotz, unerreicht und unvergessen.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 06.10.17 um 22:25 Uhr.
@ WastelDW #
WastelDW schrieb:

Kleine Erinnerung :
"Hauptschwein, auch grobes Schwein, bezeichnet einen Keiler von > 7 Jahren"

Mir geht es nicht um Besserwisserei sondern um den Verfall der Werte auf der Jagd.
Wildsauen sind ritterliches Wild, sozial, intelligent und wehrhaft.

Heute sind es für die meisten Jäger nur noch Schadwild, dass salopp und abfällig als "Schweine" bezeichnet wird.
Und eins hab ich in 20 Jahren gelernt : Du kannst deinen Allerwertesten verwetten, dass Jemand der Schwein zu einem Frischling sagt noch nichtmal das Alter am toten Stück erkennen kann. Kann ich Dir an jeder DJ vorführen.

Jeder kann machen was er will. Mir fällt es halt auf und ich denke mir meinen Teil und manchmal sage ich auch meinen Teil.

Ich freue mich wenn mir noch Jäger begegnen die, die die richtige Terminologie richtig verwenden können.
Mit denen kann ich mich auch über die Saujagd unterhalten. Echtes Interesse, Respekt und Achtung vor dem Wild drückt sich vor allem auch in der Sprache aus.
Hat auch was mit Herkunft, Stil und Integrität zu tun.

Dialekt = lame excuse


Du brauchst mich nicht "Erinnern" oder ins Englische abdriften......beides ist mir wohlbekannt/geläufig.....Du spieltest auf meine "Erfahrung" an weil ich (wie es bei uns üblich ist) "Schweine" für Schwarzwild sagte....hast Dich verrannt.... und versuchst Dich jetzt als Retter zum "Verfall der Werte auf der Jagd".

Kommt jetzt als nächstes die Erziehung wann ich mit welcher Hand den Bierkrug heben muss?
Ich sags Dir salopp...ich nehm die Hand die grade frei ist...des Kasperltheater Waidmannstheater Waidsprache ist mir nämlich völlig WURSCHD!


Grüße vom Menthos
-----------------------------------
...Scheiße muß gut schmecken...Milliarden Fliegen können sich nicht täuschen!
...wo Wissen aufhört....fängt Glauben an!
...warum ich Tiere esse? Weil mir die Veganer zu mager sind!
-!- μολὼν λαβέ -!-
Ha'DIbaH DaSop 'e' DaHechbe'chugh yIHoHQo'.
yIQeqQo’ neH. DoS yIqIp!
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alte Bachen
Nicht nur alte Keiler sind interessant, auch alte Bachen...und die "stinken" auch nicht im Winter.

Wmh, montero
"man jagt nicht, um zu töten, sondern umgekehrt, man tötet, um gejagt zu haben" ORTEGA Y GASSET
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@ Gesch #
Beleuchtete Futterstellen gab es schon lange. Der rumänische Diktator jagte an ihnen. Die Futterstelle in Estland, die wir uns im Winterhalbjahr ansehen können, ist beleuchtet. Nach der Wende stellte ein bekannter Politiker in M-V , in seinem Revier hoch kapitale Kanzeln mit weitreichenden Scheinwerfern auf und bejagte damit nicht nur die Sauen.
Ein Bekannter bejagt ein Revier, welches unmittelbar an eine Brikettfabrik angrenzt. Die Sauen ziehen nachts an der hell beleuchteten Fabrikmauer lang. Sie stören sich nicht am hellen Licht.
Bei den Sauen kommt es auf die Regelmäßigkeit an. Sie hoffen jede Nacht ihren Frass zu finden.
Wenn man dieses Angebot absichern kann, scheuen sie auch das Lampenlicht nicht.
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@gangloff
Vielen Dank für diese Info
und das alles ohne modernen Schnickschnack, wie es eine vorsichtige Dimmung von Null auf Mondlicht darstellen würde und keine Sau erschrecken dürfte.
Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem
Neid zerfrisst die Seele wie Rost das Eisen.
Mit durchreißen des Abzugs wird die Kugel nicht schneller
Jede Schussweite beginnt an der Laufmündung.
Forumsformel Nr.1: 1 Bild = 1000 Worte
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@ Gangloff #
Gangloff schrieb: Beleuchtete Futterstellen gab es schon lange. Der rumänische Diktator jagte an ihnen. Die Futterstelle in Estland, die wir uns im Winterhalbjahr ansehen können, ist beleuchtet. Nach der Wende stellte ein bekannter Politiker in M-V , in seinem Revier hoch kapitale Kanzeln mit weitreichenden Scheinwerfern auf und bejagte damit nicht nur die Sauen.
Ein Bekannter bejagt ein Revier, welches unmittelbar an eine Brikettfabrik angrenzt. Die Sauen ziehen nachts an der hell beleuchteten Fabrikmauer lang. Sie stören sich nicht am hellen Licht.
Bei den Sauen kommt es auf die Regelmäßigkeit an. Sie hoffen jede Nacht ihren Frass zu finden.
Wenn man dieses Angebot absichern kann, scheuen sie auch das Lampenlicht nicht.

Na nu... - Du vergleichst doch sonst nicht Äpfel mit Erdäpfeln?!

Ceaușescu und Konsorten jagen/jagten weder auf normale Widbestände noch unter normalen Revierbedingungen - das sind gattermäßige Auswüchse. Dort ist es Pflicht, daß die Sau um die richtige Uhrzeit zum Erschiessen erscheint.
Das Jagen mit Scheinwerfern habe ich schon beschrieben, weil in den 80igern schon erlebt - funktioniert auf Reh- und Rotwild sehr gut, auf Sauen eben nicht.

Brikettfabrik / Industriegebiet / Sportplätze / etc. funktionieren nur deshalb, weil die Saue keinen Zusammenhang herstellen zwischen Licht und Schuß.

Es ist tatsächlich die Frage: Henne oder Ei - war zuerst das Licht und dann der Schuß an einem dunklen Ort, oder war die allgegenwärtige Beleuchtung schon immer da?!


Ganz starkes Indiz, daß die beleuchtete Kirrung nicht funktioniert: die üblichen Verdächtigen (die auch sonst an keine Regeln halten) würden diese preiswert zu betreibende Jagd längst ausüben - wenn sie denn machbar wäre.

Tut mir leid, diesmal bist Du auf dem Irrweg - Jagd bei/mit Licht funktioniert in besonderen Fällen. Beleuchtete Kirrung funktioniert NICHT !!
* wer anderen eine Grube gräbt ist selber schuld
* Kaiser Barbarossa sagte vor kurzem: Die meisten Zitate im Internet sind frei erfunden
* Hinterher ist man gar nicht immer klüger - manchmal ist man hinterher einfach nur ärmer oder überfressen oder betrunken oder schwanger...
*Coruptissimae republicae, plurimae leges.
*G.B.Shaw: Die Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol entsteht
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@ WastelDW #
WastelDW schrieb:

....
Und eins hab ich in 20 Jahren gelernt : Du kannst deinen Allerwertesten verwetten, dass Jemand der Schwein zu einem Frischling sagt noch nichtmal das Alter am toten Stück erkennen kann. Kann ich Dir an jeder DJ vorführen.

.....

Ich freue mich wenn mir noch Jäger begegnen die, die die richtige Terminologie richtig verwenden können.
Mit denen kann ich mich auch über die Saujagd unterhalten. Echtes Interesse, Respekt und Achtung vor dem Wild drückt sich vor allem auch in der Sprache aus.
Hat auch was mit Herkunft, Stil und Integrität zu tun.

Dialekt = lame excuse



Na da hab ich durchaus völlig konträre Erfahrungen gemacht!
Meine persönliche Erfahrung ist eher folgende Korrelation( Ausnahmen bestätigen die Regel) :
je mehr "traditionelles Gehabe", umso weniger wildbiologisches Know How!
Ich freue mich immer wieder Jäger zu treffen, die einigermaßen auf dem aktuellen Wissenstand der Wildbiologie bezüglich des Schwarzwildes sind (zu diesen zähle ich mich arroganterweise auch ) und von denen ich neue Aspekte über diese Wildart und ihre Bejagung lernen kann!
Und dies hat recht wenig mit " Herkunft, Stil und Integrität zu tun"!
Auch "Echtes Interesse, Respekt und Achtung vor dem Wild " dokumentiert sich für mich eher in der Art und Weise diese Wildart zu bejagen und damit auch vernünftig zu regulieren; den Kompromiss zwischen Landnutzern (Land- und Forstwirtschaft) und Wilddichte so zu gestalten, das alle Parteien damit einigermaßen leben können und weniger an der perfekten oder "richtigen Terminologie".
Das alles passiert mir persönlich bei den "Traditionalisten" recht selten; ist aber sicherlich nicht repräsentativ!
Deshalb jagst du dann hoffentlich in einem anderem Umfeld als ich; ich jedenfalls suche mir meine Mitjäger anscheinend nach anderen Kriterien aus als du.

Gruß

Oecher
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.

Alexander Freiherr von Humboldt

(1769 - 1859), deutscher Naturforscher, Begründer der physischen Geographie
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 12.10.17 um 18:44 Uhr.
@ Gesch #
Der Vergleich Äpfel mit Erdäpfeln ist gut.
Ich habe aber schon beleuchtete "Futterstellen" gesehen. Das beste Beispiel ist doch die Futterstelle in Estland, die immer über den Sender geht, ich schreibe bewusst nicht Kirrstelle.
In Ungarn habe ich eine Futterschneise gesehen, die gleich hinter dem Forsthaus angelegt und täglich beschickt wurde. Sie war beleuchtet. Aus dem Forsthaus konnte man die Sauen und das Rotwild beobachten. An dem Licht haben sich die Sauen nicht gestört. Es wurde dort aber auch nicht geschossen. Gejagt wurde nur an den Wechseln zur Futterschneise.
Ich habe selbst immer gegen 11.00 Uhr gekirrt. Abends war der Mais immer weg. Als ich einmal die Zeit nicht einhalten konnte und gegen 14.30 Uhr mit meinem Kirreimer den Jeep verließ, kamen mir die Frischlinge schon entgegen. Die Bache stand noch im Unterholz.
Nun wohne ich ja am Wald und die Sauen wechseln im Herbst und Winter, bei der Suche nach Eicheln bis vor meine Gartentür. Dabei treten sie unter die Straßenbeleuchtung.
Die Stadtsauen haben auch keine Scheu vor dem Licht.
Sicherlich alles eine Frage der Gewöhnung.
Gewiss treten Sauen, die in einem Revier straff bejagt werden nicht an eine ausgeleuchtete Kirrung. Da verstehen wir uns sicher.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 12.10.17 um 18:54 Uhr.
@ Oecher #
Oecher schrieb:

Na da hab ich durchaus völlig konträre Erfahrungen gemacht!
Meine persönliche Erfahrung ist eher folgende Korrelation( Ausnahmen bestätigen die Regel) :
je mehr "traditionelles Gehabe", umso weniger wildbiologisches Know How!
Ich freue mich immer wieder Jäger zu treffen, die einigermaßen auf dem aktuellen Wissenstand der Wildbiologie bezüglich des Schwarzwildes sind (zu diesen zähle ich mich arroganterweise auch ) und von denen ich neue Aspekte über diese Wildart und ihre Bejagung lernen kann!
Und dies hat recht wenig mit " Herkunft, Stil und Integrität zu tun"!
Auch "Echtes Interesse, Respekt und Achtung vor dem Wild " dokumentiert sich für mich eher in der Art und Weise diese Wildart zu bejagen und damit auch vernünftig zu regulieren; den Kompromiss zwischen Landnutzern (Land- und Forstwirtschaft) und Wilddichte so zu gestalten, das alle Parteien damit einigermaßen leben können und weniger an der perfekten oder "richtigen Terminologie".
Das alles passiert mir persönlich bei den "Traditionalisten" recht selten; ist aber sicherlich nicht repräsentativ!
Deshalb jagst du dann hoffentlich in einem anderem Umfeld als ich; ich jedenfalls suche mir meine Mitjäger anscheinend nach anderen Kriterien aus als du.

Gruß

Oecher



Ja, ja, ja ...

aber ...

Wir haben nur auch mal ein handwerkliches "Fachchinesich".
Das möchte ich nicht missen.

Wer Begriffe wie: Drecksau, Mistvieh, Viehzeugs, etc. verwendet hat bei mir nichts verloren.
Auch wenn er wildbiologisch auf dem neuesten Stand ist.

Sprache ist auch ein Ausdruck von Respekt vor der Kreatur.
Alt ist, wer mehr Spaß an der Vergangenheit hat als an der Zukunft

... im übrigen bin ich dafür, dass die parlamentarische Diktatur in ihre Grenzen verwiesen wird
... eine Antwort resultiert im wesentlichen aus der ihr zu Grunde liegenden Frage
... Wer ein Problem erkennt und nichts zu seiner Lösung beträgt ist Teil des Problems
... Solange wie die Wurst doppelt so dick ist wie das Brot, kann das Brot so dick sein wie es will
... In manchen Berufen zählt nicht was man erreicht, es reicht wenn man etwas erzählt.
... nicht jeder den ich mag macht alles richtig und nicht alle die ich nicht mag machen alles immer falsch
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@ Gangloff #
Gangloff schrieb: ...Es wurde dort aber auch nicht geschossen...

das ist und bleibt der zentrale Satz.

Wenn die Sauen einen Zusammenhang zwischen Licht und Schuß herstellen können - isses ganz schnell vorbei.
* wer anderen eine Grube gräbt ist selber schuld
* Kaiser Barbarossa sagte vor kurzem: Die meisten Zitate im Internet sind frei erfunden
* Hinterher ist man gar nicht immer klüger - manchmal ist man hinterher einfach nur ärmer oder überfressen oder betrunken oder schwanger...
*Coruptissimae republicae, plurimae leges.
*G.B.Shaw: Die Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol entsteht
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