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DD statt Heideterrier & Laika

Beitrag vom Autor bearbeitet am 18.11.16 um 18:05 Uhr.
@ Dergerl #
Dergerl schrieb:

Sehe ich nicht so

ansonsten 100%



Ich meine es eher im Bezug auf die Zahl der DD.
Die Welpenzahl ist dafür, dass das Niederwild eigentlich seit Jahren massiv abnimmt, nicht gerade gesunken oder?
Auch hat man ja verpasst einen nicht gerade nach den Regeln züchtenden Massenproduzenten aus dem Verein zu werfen, oder?
Ob man vorbeigeschossen hat, entscheidet der Hund, nicht der Schütze.

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Hatte einen in der Krone: Betrunkener Holzfäller bemerkt Umweltaktivisten nicht.
1
 
@ WastelDW #
wie kommst du da drauf das Heideterrier nicht laut sind?
ok mein DJT ist etwas früher Laut als der Heideterrier, der ist nur auf der warmen Fährte laut, aber das finde ich nicht schlecht. Besser als die Hunde die statt Spurlaut Nurlaut sind.
Merke: Im Wald da bist du nie alleine wenn du das falsche tust, nur wenn du in Not bist.
Wer auf einen Tiger jagt muß auch damit rechnen auf einen Tiger zu treffen

3
 
@ 7x65R #
7x65R schrieb:

Ich meine es eher im Bezug auf die Zahl der DD.
Die Welpenzahl ist dafür, dass das Niederwild eigentlich seit Jahren massiv abnimmt, nicht gerade gesunken oder?
Auch hat man ja verpasst einen nicht gerade nach den Regeln züchtenden Massenproduzenten aus dem Verein zu werfen, oder?

Ja leider ist das so
0
 
@ WastelDW #
WastelDW schrieb:

Ich habe kürzlich einen bekannten deutschen Kynologen gehört (schreibt auch Hundebücher) der hat die These aufgestellt :

Wenn es der Verein Drahthaar hinbekommen hätte die Hunde auf die Einsatzbereiche die später tatsächlich auf sie zukommen (Wald & SW) zu prüfen als immernoch das Vorstehen zu prüfen, dann gäbe es heute viele stumme und sichtlaute Hunde wie Laika und Heideterrier auf Bewegungsjagden nicht.
Mit letztgenannten Hunden im Wald auf Sauen zu jagen bedeutet Hetzjagd und ist tierschutzwidrig.

Auf der Bundesstrecke liegen heute neben 1 Rebhuhn 240 Sauen !
Trotzdem prüft der Zuchtverein mit den meisten jagdlich geführten Hunden in den letzten paar Niederwildjagden das Vorstehen ?
Wer braucht im Wald das Vorstehen ?
Mit dem anlagenbreiten Hund DD hätte man alle Möglichkeiten per SW Gatter etc. den DD zur SW-Jagd so zu formen, dass er dort nicht in die Brüche geht ob seiner Größe, sondern bei gutem Abstand Sauen findet, bedrängt und in Bewegung bringt. Im Gegensatz zu Laika würde man ausschließlich spurlaute verwenden und somit gesetzeskonform jagen können. Die Wildschärfe wie ein Heideterrier bringt er mindestens mit.
Mit entsprechenden Prüfungen könnte man diese Leistungen auch züchterisch schnell verdichten und müsste nicht auf Zufallsprodukte wie Heideterrier (Stihworte F1 und Mendel) zurückgreifen.

Ich selbst bin großer Freund niedrigläufiger Hunde im Wald.
Allerdings bin ich auch schon mit Hunden durch kilometerbreiten Schilf an der Peene oder in verwilderten Weinbergen und riesen Maisschlägen unterwegs gewesen. Hier gibt es absoluten Bedarf an hochläufigen Sau-Hunden. Ich habe hier auch Heideterrier und DD erlebt, beide mit top Leistungen.

Ich finde die These jedenfalls sehr interessant.
Züchterische Verdichtung vs Zufallsprodukte ist ein berechtigter Ansatz.
Es gibt auch DD Schläge, die sind kaum höher als ein Heidetrreier bzw. niedriger als Laika.

Wir haben tolle durchgezüchtete deutsche Hunderassen und jeder ernste Jäger und Rüdemann weiß :

Jagd hat immer auch etwas mit Ästhetik zu tun
und ist weit mehr als Sauenstechen !

(Ich kenne mich bei DD nicht so aus aber ich glaube mit Stöberprüfung und SJ Prüfung geht es in die Richtung. Und ich hab den Kynologen extra nicht genannt, er bekommt schon genug Dampf von der Vorsteh Fraktion, wenn Interesse dann PN)


Moin, meiner Meinung nach sollte man die These in zwei Fragen unterteilen:
1. Ist der Verein des DD noch mit den Prüfungen an der Praxis dran oder ist er eher Praxisfern? (Hierzu sollte man die Frage aber nicht auf den DD sterilisieren sondern alle Vorstehhunde einbeziehen).
2. Hängt der erste Punkt damit zusammen, dass es andere Rassen in deutsche Jägerhände geschafft haben weil der "Markt" die Nachfrage nicht bedient?

...Natürlich können wir hier jetzt auch darüber diskutieren ob Heideterrier und Co weidmännisch sind usw. aber ich glaube nicht, dass das gefragt war.
Falls es nun aber doch einen "Glaubenskrieg" bezüglich "Vollgebrauchshund" versus "Spezialist" geben soll: Ich bin pro Spezialist :D


Grüße Peter
Mein Ziel ist es, ein genauso guter Mensch zu sein, wie mein Hund von mir glaubt, es zu sein!

- Rechtschreibfehler gehören dem PFinder ;) -
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@ vierfuessler #
vierfuessler schrieb:
Antwort: "Weil in unserem Revier kein einziges Huhn mehr vorkommt, dafür aber Sauen!"

Wenn du den Einsatzbereich des deutschen Vollgebrauchshundes rein auf die Hühnersuche reduzierst hast du sicherlich richtig entschieden aber, tut mir leid das sagen zu müssen, keine Ahnung von der Jagd als Ganzes.
Es gibt Dinge wie die Suche auf Hasen/Fuchs im Feld und Wald, die Wasserjagd, das bogenreine jagen auf Schalenwild ohne die Rechte des Nachbarn zu verletzen usw. Das ganze vor und nach dem Schuss . Auch das das Absuchen von Wiesen vor dem Mähen mit dem Vorsteher gehört zu Jagdausübung. Wie du siehst eine Aufgabenbreite die über das jährlich 4-5malige vom Strick lassen eines "Schwarzwildspezialisten" hinausgeht.
2
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 19.11.16 um 07:30 Uhr.
@ Wotan #
Wotan schrieb:

Wenn du den Einsatzbereich des deutschen Vollgebrauchshundes rein auf die Hühnersuche reduzierst hast du sicherlich richtig entschieden aber, tut mir leid das sagen zu müssen, keine Ahnung von der Jagd als Ganzes.
Es gibt Dinge wie die Suche auf Hasen/Fuchs im Feld und Wald, die Wasserjagd, das bogenreine jagen auf Schalenwild ohne die Rechte des Nachbarn zu verletzen usw. Das ganze vor und nach dem Schuss . Auch das das Absuchen von Wiesen vor dem Mähen mit dem Vorsteher gehört zu Jagdausübung. Wie du siehst eine Aufgabenbreite die über das jährlich 4-5malige vom Strick lassen eines "Schwarzwildspezialisten" hinausgeht.

Wenn Du meine Antwort losgelöst vom Kontext betrachtest, hättest Du Recht!
Es gab aber, außer der fehlenden Hühner, eine ganze Reihe anderer Gründe, die mich dazu bewogen einer anderen Rasse des Vorzug zu geben.

Wenn Du aber die Aufgabenbreite , da die auch bei meinem Hund weit über das 4-5 malige vom Strick lassen hinausgeht, alleine für den DD reklamierst, dann tut es mir leid sagen zu müssen, Du hast von mir, meinem Hund und meiner Jagdmöglichkeit keine Ahnung.
Waidmannsheil derweil
VF
Die Qualität einer Idee hängt von ihrem Einfallswinkel ab.

Erst wenn der letzte Hase geschlagen, das letzte Rebhuhn gefressen, das letzte Reh gerissen ist, werdet ihr erkennen, dass man Prädatoren keinesfalls schützen kann.“

Eins bist Du dem Leben schuldig:
Kämpfe oder duld in Ruh,
bist Du Amboss - sei geduldig,
bist Du Hammer - schlage zu!

μολών λαβέ
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@ Wotan #
Das gilt nicht nur für den DD. Im Prinzip ist das Leistungsspektrum jedes Hundes in erster Linie durch den Führer bedingt.

Einzelne Faktoren wie Wildschärfe, Spurlaut, Vorstehwilligkeit, Körpergröße oder Wassertauglichkeit können bestimmte Einsatzbereiche ausschließen, aber der Rest ist von der Einarbeitung, den Jagdmöglichkeiten und eben der Führungsqualität bestimmt.
1
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 19.11.16 um 09:25 Uhr.
@ duk #
duk schrieb:

Tobias schrieb: “Welchen Sinn macht es heute noch DJT auszumustern weil sie zu stark sind? Wieviele DJT werden noch zur Baujagd eingesetzt? Mann könnte durch die Aufhebung bzw. Anhebung des Stockmaßes laute Stöberjäger züchten, welche nicht mehr in jedes Loch passen.“

Volle, bedingungslose und 100%ige Zustimmung! Die allermeisten DJT stöbern oder suchen nach. Da schadet etwas mehr Masse sicher nicht.


... das Stockmaß ist nicht entscheidend, dass dürfte doch mittlerweile hinlänglich bekannt sein - der Brustumfang ist das Maß aller Dinge und da muß ich sagen, dass da schon einige Hunde rausfallen, weil sie schlicht und ergreifend von ihren Hundeführern so mast gefüttert worden sind, ist leider so.

Darüber hinaus mag es deine subjektive Empfindung sein, dass der DJT nicht mehr viel zur Baujagd eingesetzt wird, momentan ist die Nachfrage nach kleinen Hunden, grade für die Baujagd doch wieder steigend.
Gruß MlK
... sollte meine Antwort, nicht politisch korrekt sein (wie auch immer man dieses interpretiert) so bitte ich doch darum, diese Tatsache umgehend einem Moderator kundzutun
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@ WastelDW #
WastelDW schrieb:

Ich habe kürzlich einen bekannten deutschen Kynologen gehört (schreibt auch Hundebücher) der hat die These aufgestellt :

Wenn es der Verein Drahthaar hinbekommen hätte die Hunde auf die Einsatzbereiche die später tatsächlich auf sie zukommen (Wald & SW) zu prüfen als immernoch das Vorstehen zu prüfen, dann gäbe es heute viele stumme und sichtlaute Hunde wie Laika und Heideterrier auf Bewegungsjagden nicht.
Mit letztgenannten Hunden im Wald auf Sauen zu jagen bedeutet Hetzjagd und ist tierschutzwidrig.

Auf der Bundesstrecke liegen heute neben 1 Rebhuhn 240 Sauen !
Trotzdem prüft der Zuchtverein mit den meisten jagdlich geführten Hunden in den letzten paar Niederwildjagden das Vorstehen ?
Wer braucht im Wald das Vorstehen ?
Mit dem anlagenbreiten Hund DD hätte man alle Möglichkeiten per SW Gatter etc. den DD zur SW-Jagd so zu formen, dass er dort nicht in die Brüche geht ob seiner Größe, sondern bei gutem Abstand Sauen findet, bedrängt und in Bewegung bringt. Im Gegensatz zu Laika würde man ausschließlich spurlaute verwenden und somit gesetzeskonform jagen können. Die Wildschärfe wie ein Heideterrier bringt er mindestens mit.
Mit entsprechenden Prüfungen könnte man diese Leistungen auch züchterisch schnell verdichten und müsste nicht auf Zufallsprodukte wie Heideterrier (Stihworte F1 und Mendel) zurückgreifen.

Ich selbst bin großer Freund niedrigläufiger Hunde im Wald.
Allerdings bin ich auch schon mit Hunden durch kilometerbreiten Schilf an der Peene oder in verwilderten Weinbergen und riesen Maisschlägen unterwegs gewesen. Hier gibt es absoluten Bedarf an hochläufigen Sau-Hunden. Ich habe hier auch Heideterrier und DD erlebt, beide mit top Leistungen.

Ich finde die These jedenfalls sehr interessant.
Züchterische Verdichtung vs Zufallsprodukte ist ein berechtigter Ansatz.
Es gibt auch DD Schläge, die sind kaum höher als ein Heidetrreier bzw. niedriger als Laika.

Wir haben tolle durchgezüchtete deutsche Hunderassen und jeder ernste Jäger und Rüdemann weiß :

Jagd hat immer auch etwas mit Ästhetik zu tun
und ist weit mehr als Sauenstechen !

(Ich kenne mich bei DD nicht so aus aber ich glaube mit Stöberprüfung und SJ Prüfung geht es in die Richtung. Und ich hab den Kynologen extra nicht genannt, er bekommt schon genug Dampf von der Vorsteh Fraktion, wenn Interesse dann PN)


Ich habe bis 2014 mit 2 DJT und 1 DK gejagt. Der DK war nur sichtlaut aber konnte Sauen bis 30 Kg packen und halten. Das war in meinen Augen ausreichend. Er mußte nicht laut hinter jedem Wild hinterherjagen.
Er suchte konzentriert , stellte Wild und verbellte aggressiv und das solange bis jemand dazu kahm , egal wer von den Hundeführern dazu kahm.
Sein Nachfolger der Heideterrier ist Spurlaut auf Fährten bis ca. 5 min. das ist mir lieber als der DJT mit Spurlaut bis 20 min und mehr.
Merke: Im Wald da bist du nie alleine wenn du das falsche tust, nur wenn du in Not bist.
Wer auf einen Tiger jagt muß auch damit rechnen auf einen Tiger zu treffen

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@ Wotan #
Wotan schrieb:

Wenn du den Einsatzbereich des deutschen Vollgebrauchshundes rein auf die Hühnersuche reduzierst hast du sicherlich richtig entschieden aber, tut mir leid das sagen zu müssen, keine Ahnung von der Jagd als Ganzes.
Es gibt Dinge wie die Suche auf Hasen/Fuchs im Feld und Wald, die Wasserjagd, das bogenreine jagen auf Schalenwild ohne die Rechte des Nachbarn zu verletzen usw. Das ganze vor und nach dem Schuss . Auch das das Absuchen von Wiesen vor dem Mähen mit dem Vorsteher gehört zu Jagdausübung. Wie du siehst eine Aufgabenbreite die über das jährlich 4-5malige vom Strick lassen eines "Schwarzwildspezialisten" hinausgeht.


Das kann ich so unterschreiben es gibt eben mehr als nur Hühnerjagd. Was soll ich denn machen wenn wir Hasen im Feld; Enten und Gänse am See und Fließgewässer; Sauen und Damwild im Wald jagen?

Brauch ich jetzt einen Hund für das Feld, einen für die Wasserarbeit einen zum stöbern und einen für die Nachsuche? Kann und will ich gar nicht. Mir reicht mein WK Rüde der bis auf die Bauarbeit alles zu meiner Zufriedenheit erledigt. Ja er ist spur- und sichtlaut. Und alleine dadurch das wir alles zusammen machen ist er mit Sicherheit besser, als wenn ich mir verschiedene Rassen für die verschiedenen Einsatzbereiche halten würde. Und nein unser Revier ist nicht so groß das ich einen Stöberhund brauchen kann der 3 Stunden nicht zu sehen ist und seine eigene Jagd macht. Dann hat er mit Sicherheit schon mindestens 10 Straßen überlaufen. Will ich das? Ganz klares NEIN.

Ich möchte den DJT, Heideterrier sehen der im Winter eine dicke Gans aus dem Fließgewässer holt (nur um ein Beispiel zu nennen). Ich habe Bekannte die führen diese beiden Rassen und auch Bracken aber die jagen ganz anders und unter ganz anderen Reviervorraussetzungen.

Unter dem Strich nein die Vorstehhunde sind nicht am Bedarf vorbei gezüchtet.
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