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DD statt Heideterrier & Laika

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DD statt Heideterrier & Laika
Ich habe kürzlich einen bekannten deutschen Kynologen gehört (schreibt auch Hundebücher) der hat die These aufgestellt :

Wenn es der Verein Drahthaar hinbekommen hätte die Hunde auf die Einsatzbereiche die später tatsächlich auf sie zukommen (Wald & SW) zu prüfen als immernoch das Vorstehen zu prüfen, dann gäbe es heute viele stumme und sichtlaute Hunde wie Laika und Heideterrier auf Bewegungsjagden nicht.
Mit letztgenannten Hunden im Wald auf Sauen zu jagen bedeutet Hetzjagd und ist tierschutzwidrig.

Auf der Bundesstrecke liegen heute neben 1 Rebhuhn 240 Sauen !
Trotzdem prüft der Zuchtverein mit den meisten jagdlich geführten Hunden in den letzten paar Niederwildjagden das Vorstehen ?
Wer braucht im Wald das Vorstehen ?
Mit dem anlagenbreiten Hund DD hätte man alle Möglichkeiten per SW Gatter etc. den DD zur SW-Jagd so zu formen, dass er dort nicht in die Brüche geht ob seiner Größe, sondern bei gutem Abstand Sauen findet, bedrängt und in Bewegung bringt. Im Gegensatz zu Laika würde man ausschließlich spurlaute verwenden und somit gesetzeskonform jagen können. Die Wildschärfe wie ein Heideterrier bringt er mindestens mit.
Mit entsprechenden Prüfungen könnte man diese Leistungen auch züchterisch schnell verdichten und müsste nicht auf Zufallsprodukte wie Heideterrier (Stihworte F1 und Mendel) zurückgreifen.

Ich selbst bin großer Freund niedrigläufiger Hunde im Wald.
Allerdings bin ich auch schon mit Hunden durch kilometerbreiten Schilf an der Peene oder in verwilderten Weinbergen und riesen Maisschlägen unterwegs gewesen. Hier gibt es absoluten Bedarf an hochläufigen Sau-Hunden. Ich habe hier auch Heideterrier und DD erlebt, beide mit top Leistungen.

Ich finde die These jedenfalls sehr interessant.
Züchterische Verdichtung vs Zufallsprodukte ist ein berechtigter Ansatz.
Es gibt auch DD Schläge, die sind kaum höher als ein Heidetrreier bzw. niedriger als Laika.

Wir haben tolle durchgezüchtete deutsche Hunderassen und jeder ernste Jäger und Rüdemann weiß :

Jagd hat immer auch etwas mit Ästhetik zu tun
und ist weit mehr als Sauenstechen !

(Ich kenne mich bei DD nicht so aus aber ich glaube mit Stöberprüfung und SJ Prüfung geht es in die Richtung. Und ich hab den Kynologen extra nicht genannt, er bekommt schon genug Dampf von der Vorsteh Fraktion, wenn Interesse dann PN)
born to hunt
forced to work

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Er ist nun mal ein Vorstehhund. Wenn man sich für diese Rasse entscheidet, möchte man doch genau das haben, oder etwa nicht ? Warum sollte speziell das nicht geprüft werden ...
Nach welchen (eigenen und denen des Hundes) Möglichkeiten man dann ausbildet und weiterführt, ist doch sowieso jedem selbst überlassen.
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halt dich da besser an deinen Kynologen wir sind alle Leien kleine Jäger die DD seit Ewigkeiten einsetzen und mit ihnen Jagen.
Kynologen fragen wenn es um Canis lupus familiarise bei reifen Cervus elaphus währe meine erste Adresse der Amet Venandi.

Hier sind meist nur Praktiker da wirst wohl keine Lösung für deine Probleme finden









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@ Gento #
Gento schrieb:

Er ist nun mal ein Vorstehhund.


Du hast Recht.
Ich fand die These trotzdem interessant.
Bei 1 Rebhuhn auf 240 Sauen, reicht dafür nicht der DK ? Der hat zudem noch mehr Pointer Blut ?
Oder :
2 Schläge nebeneinander ? Eine Feld und eine Waldversion ?
Und glaubt wirklich jemand noch, dass das Niederwild wieder zurückkommt ? Stichwort Biomais Stichwort Monsanto Stichwort Prädatorenbejagung, Stichwort Ökojagd usw. ?
born to hunt
forced to work
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Naja, so ganz Unrecht hat der Kynologe nicht!
Ich kenne eine ganz hübsche Anzahl von Drahthaar-in-den-Himmel-Hebern äh Drahthaar-Fans,
die den DD als den universellst einsetzbaren Gebrauchshund preisen!
Da sollte bei veränderten Jagdbedingungen auch andere Grundlagen verändert werden.
Ich hatte mich auch GEGEN einen DD entschieden, was mir doch einige Sympathiepunkte kostete, bis mir die Frage gestellt wurde: "Warum?"
Antwort: "Weil in unserem Revier kein einziges Huhn mehr vorkommt, dafür aber Sauen!"
Die Qualität einer Idee hängt von ihrem Einfallswinkel ab.

Erst wenn der letzte Hase geschlagen, das letzte Rebhuhn gefressen, das letzte Reh gerissen ist, werdet ihr erkennen, dass man Prädatoren keinesfalls schützen kann.“

Eins bist Du dem Leben schuldig:
Kämpfe oder duld in Ruh,
bist Du Amboss - sei geduldig,
bist Du Hammer - schlage zu!

μολών λαβέ
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@ WastelDW #
Nein, das das Niederwild zurück kehrt, daran glaube ich auch nicht mehr. Trotz allem --- wo Vorstehhund dran steht, sollte auch Vorstehhund drin sein. Wenn man sich vor der Anschaffung eines solchen etwas informiert, findet man (auch beim DK) "schärfere Linien". Und zum Schultermaß: Den mittleren Schlag gab es ja schon immer (gefällt mir pers. auch viel besser) und das ist mit Sicherheit für den Hund gesünder. Man wundert sich wirklich über teils schmale, schlaksige Riesenexemplare.
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@ Dergerl #
Deutsche Kynolgen fragen sich wieso gibt es stumme Laika bei Bewegungsjagden ?
Wie konnte diese tierschutzwidrige Hetzjagd noch das Siegel des JGHV bekommen ?
Wieso gibt es Heideterrier, Westfalenterrier und Ardennenbracke etc. ?
Kynologisch eigentlich Unsinn. Haben die Zuchtvereine am Bedarf vorbeigezüchtet ?

Probleme hab ich übrigens mit dem Thema nicht.
Meine Hunde sind Wachtel & DJT - besser gehts nicht
born to hunt
forced to work
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@ Dergerl #
Dergerl schrieb:

Hier sind meist nur Praktiker


Der war gut !
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@ Muffel007 #
Diese Praktiker stehen auf der Drückjagd mit dem DD 5 Stunden im Suzuki und zum Streckelegen darf er sich dann mal lösen. Die anderen Praktiker sitzen um 9.07 bei LL vorm PC
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@ WastelDW #
Mit Verlaub, die Antwort auf das von dir geschilderte Problem ist nicht der DD. Das sind DW, DJT und die Bracken. Wie du ja schon schreibst sind die eigentlichen Einsatzgebiete der großen Vorsteher heutzutage nur noch Randnischen in der heutigen jagdlichen Praxis. Warum ist der DD trotzdem noch weit verbreitet? Doch vor allem aus optischen Gründen, er ist ein grosser athletischer Hund der eben mehr hermacht als eine Bracke. Der DD ist also vor allem Statussymbol, um davon abzulenken stilisiert man ihn zum Allrounder der er bei den heutigen Ansprüchen in der Jagdpraxis nicht mehr ist.

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