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Saxonia
23 Themen, Moderator: Sucher
Forum: Saxonia

Schwarzwild, Bejagung und Jäger

Beitrag vom Autor bearbeitet am 27.09.16 um 10:20 Uhr.
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Schwarzwild, Bejagung und Jäger
Es gab ja jetzt lokale Zeitungsartikel, die auf die rasant steigenden Populationen vor allem an SW und Waschbär abzielen und die Frage öffentlich stellen, ob die Jäger denn überhaupt noch ihren Job machen.

In Schandau wurde ja schon angesichts der Schäden das Ansinnen seitens der Kommunalpolitik gestellt, "eine Erfolgskontrolle" einzuführen, man hätte ja nicht zum Spaß der Jäger ihnen die Jagdreviere verpachtet. Und in der Landeshauptstadt wurde aktuell behauptet:

Gegen die Plage gibt es derzeit nur eine Chance: die Jagd. Doch das Personal fehlt. Von den rund 600 Jägern mit Jagdschein üben nur die wenigsten ihr Geschäft wirklich aus, so die Stadt.


Das Problem ist ganz sicher vielschichtig, genau so vielschichtig wie die Jagd.
Die Fragen wären aber, gibt es zu wenig aktive Jäger? Die Anzahl der Jagdscheininhaber steigt beständig.

Kann die Jagd überhaupt die noch Leistungen erbringen, die zunehmend öffentlich dringend eingefordert werden? Von den Verbänden und dem Sachsenforst wird das ja noch so dargestellt.

Stimmt etwas an den Bejagungsstrategien nicht? Die Strategie in den Forsten ist eine andere als im Feld. Und SW wechselt nachts aus den Forsten in urbane Bereiche und in das Feld und hinterlässt dort große Schäden.

Sollte man mehr auf Berufsjäger setzen? In einigen Städten, scheint sich ja auch mittlerweile ein neues Gewerbe abzuzeichnen. Kostenpflichtige Fallenvermietung an Privatpersonen mit anschließender Tötung des Fangs und Entsorgung durch Jäger.


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Es bleibt jeder Jagdgenossenschaft unbenommen die Jagd durch angestellte Berufsjäger ausüben zu lassen.
Alt ist, wer mehr Spaß an der Vergangenheit hat als an der Zukunft

... Facebook .. nein Danke
... wer einem Gutmenschen mit Zahlen, Daten, Fakten kommt, konfrontiert ihn mit dem Bösen
... eine Antwort resultiert im wesentlichen aus der ihr zu Grunde liegenden Frage
... Wer ein Problem erkennt und nichts zu seiner Lösung beträgt ist Teil des Problems
... In manchen Berufen zählt nicht was man erreicht, es reicht wenn man etwas erzählt.
... nicht jeder den ich mag macht alles richtig und nicht alle die ich nicht mag machen alles immer falsch
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 27.09.16 um 10:26 Uhr.
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Ja, es gibt zu wenig aktive Jäger. Die Jägerschaft überaltert. Die ehemals aktiven können nicht mehr so wie früher. Und das ist durchaus verständlich. Junge rücken immer weniger nach und die, die nachkommen haben immer weniger Zeit. Nicht, weil die nicht wollen. Es bleibt heutzutage kaum mehr Zeit neben dem Broterwerb. Gerade im ländlichen Bereich wird durch fehlende Infrastruktur viel zu viel Zeit auf den Straßen verbracht (Arbeitsweg, Einkauf, Kinder müssen von A nach B, Arztgänge etc. pp). Die paar wenigen, die es sich (wie ich) einrichten können fast JEDEN TAG zu jagen können da wenig ausrichten und tun dies zudem noch arg zu Lasten ihrer Familien (vom finanziellen Aufwand gar nicht erst zu sprechen!). Die gesamtgesellschaftliche Situation beeinflusst die Regulation mehr als der Laie glauben mag. Also soll die Gesellschaft nicht jammern, sondern die Rahmenbedingungen ändern. Das bleibt aber ein Wunschtraum. Alternativ könnte man ja z.B. in Schandau vorschlagen, dass der NP endlich Berufsjäger einstellt. Wenn´s gut bezahlt wird, finden sich sicher ein paar. Aber kosten darfs ja auch immer nix.
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Kaum vorstellbar, dass der NP Berufsjäger einstellt, damit in angrenzenden Gebieten, die nicht zum NP gehören weniger Wildschaden entsteht. Das gehört zum Problem "kleinteilige Jagd in Deutschland".
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@ baumschnitt #
baumschnitt schrieb:

Kaum vorstellbar, dass der NP Berufsjäger einstellt, damit in angrenzenden Gebieten, die nicht zum NP gehören weniger Wildschaden entsteht. Das gehört zum Problem "kleinteilige Jagd in Deutschland".



Das fällt eher unter die Überschrift:

Von dem was ich habe darfst du keinen Nutzen haben
Alt ist, wer mehr Spaß an der Vergangenheit hat als an der Zukunft

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... nicht jeder den ich mag macht alles richtig und nicht alle die ich nicht mag machen alles immer falsch
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@ R93Hunter #
Stimmt !

Allerdings sind unsere Jagdgenossen immer froh, wenn außer der jährlichen Mitgliederversammlung nichts weiter anfällt.
Am liebsten ist es ihnen, sie werden mit allem in Ruhe gelassen und streichen ihre paar Mäuse ein.
Totales Desinteresse, aber nur so lange wie es keinen Cent für irgendwas kostet.
Alleine die Zahl der Mitglieder zur Versammlung spricht Bände.
Ehrlichkeit währt am längsten!
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@ baumschnitt #
baumschnitt schrieb:

Kaum vorstellbar, dass der NP Berufsjäger einstellt, damit in angrenzenden Gebieten, die nicht zum NP gehören weniger Wildschaden entsteht. Das gehört zum Problem "kleinteilige Jagd in Deutschland".


Sehe ich genauso. Nur dann sollen die in den Kommunen nicht jammern. Das Problem ist - wie in vielen anderen Bereichen auch - ein durch den Wandel der Gesellschaft (mit-)verursachtes, ist also nicht durch Fingerzeig auf die Einzelne zu lösen.
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@ KeilerHeinrich #
KeilerHeinrich schrieb:

Stimmt !

Allerdings sind unsere Jagdgenossen immer froh, wenn außer der jährlichen Mitgliederversammlung nichts weiter anfällt.
Am liebsten ist es ihnen, sie werden mit allem in Ruhe gelassen und streichen ihre paar Mäuse ein.
Totales Desinteresse, aber nur so lange wie es keinen Cent für irgendwas kostet.
Alleine die Zahl der Mitglieder zur Versammlung spricht Bände.



Ist bei mir ähnlich, nur Mäuse gibt es keine. Wenn genug in der Kasse ist wirds für den Wegebau gespendet.
Dann dauert es schon mal 2 Stunden bis die sich auf einen Weg geeinigt haben

Da ich das letztlich finanziere könnten sie einen ruhig nach mir benennen ...
Alt ist, wer mehr Spaß an der Vergangenheit hat als an der Zukunft

... Facebook .. nein Danke
... wer einem Gutmenschen mit Zahlen, Daten, Fakten kommt, konfrontiert ihn mit dem Bösen
... eine Antwort resultiert im wesentlichen aus der ihr zu Grunde liegenden Frage
... Wer ein Problem erkennt und nichts zu seiner Lösung beträgt ist Teil des Problems
... In manchen Berufen zählt nicht was man erreicht, es reicht wenn man etwas erzählt.
... nicht jeder den ich mag macht alles richtig und nicht alle die ich nicht mag machen alles immer falsch
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@ R93Hunter #
Ich muss als Kassenwart alles auszahlen, also den Reinertrag.
Ich habe den Vorschlag unterbreitet, die Auszahlungen mal 2 Jahre auszusetzen.
Könnte ja mal der Fall eintreten, wo plötzlich was gezahlt werden muss.
Noch leben wir von den Rücklagen, die schmelzen allerdings dahin.
Alleine die laufende Aktualisierung der Datensätze vom Katasteramt kostet ein Haufen Kohle.
Die Rücklagen sind auch nur Pachteinnahmen, die nie abgeholt wurden.
Ein undankbarer Posten.
Ehrlichkeit währt am längsten!
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 27.09.16 um 21:04 Uhr.
@ Hasan #
Hasan schrieb:

Sehe ich genauso. Nur dann sollen die in den Kommunen nicht jammern. Das Problem ist - wie in vielen anderen Bereichen auch - ein durch den Wandel der Gesellschaft (mit-)verursachtes, ist also nicht durch Fingerzeig auf die Einzelne zu lösen.


Völlig richtig, nur sind die Kommunen auch nur "Einzelne" im Sinne dessen, dass sie an der Situation kaum etwas ändern können. Ihnen geht's wie den Jägern/Jagdpächtern die dann im Feuer stehen und öffentlich kritisiert werden, wenn bei ihnen die Schäden explodieren. Die Anwohner drehen am Rad und die Kommune bleibt auf den nicht ersatzpflichtigen Schäden sitzen. Die Politik und der Bürger wird nervös.

Grundsätzlich kommt es vielleicht drauf an allgemein umzusteuern, Regeln zu finden um die Jagd über mehr oder weniger kleine Reviergrenzen zwingend organisieren. Zwingend ist natürlich immer extrem schwierig. Da scheint mir kein Ausweg in Sicht. Da stehen viele Hürden und unterschiedlichste Interessen im Weg. Mit Empfehlungen und Symposien passiert jedenfalls nach meinem Eindruck wenig bis gar nichts.

Für das mehr oder weniger angeschlagene Image der Jagd ist es wenig hilfreich, wenn "die Jäger" oder "der Revierpächter" dann in den Medien zur Schnecke gemacht werden, weil sie "ihr Geschäft" angeblich nicht ausüben, wie eine große Tageszeitung schrieb. An dem Punkt wäre wohl auch der Jagdverband gefragt, der darstellt, was wirklich los ist und darauf verweist, dass es eben ganz besonders ein gesellschaftliches Problem ist, was der oder die Jäger im Klein-Klein des einzelnen Reviers überhaupt nicht lösen können.

Wenn nur einer der Dresdner Stadtjäger (es gibt 24!) in diesem Jahr nach Medienangaben schon 40 Sauen im Stadtgebiet erlegt hat, dann darf man sich schon mal fragen wo denn diese Sauen einwechseln und was in den Herkunftsrevieren, wo die Sauen ihre Einstände haben, an Strecke gemacht wird.



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