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Gruppe der Jagdteckelführer
42 Themen, Moderator: Sunyi
Forum: Gruppe der Jagdteckelführer

Teckel führen ohne Baujagd - geht das?

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Teckel führen ohne Baujagd - geht das?
Hallo allerseits - eine Frage an die erfahrenen Teckelführer: Ist es zur Zufriedenheit aller Beteiligten möglich, einen Teckel zu führen mit folgenden jagdlichen Aufgaben: 1) Schweiß (ganz überwiegend Rehwild) 2) stöbern bei gelegentlichen Treib- und Drückjagden 3) Apport (oder zumindest Finden) von Ente, Krähe? Ansonsten wären wesentliche Tätigkeitsfelder noch Familienhund, Schnarchen unter meinem Schreibtisch und Sitz wärmen im Außendienstfahrzeug.

Ich selbst habe eine Cockerdame im besten Alter (heuer sind es schon 8 Jahre ), die für mich diese Aufgaben mehr oder weniger übernimmt und werde mir akut keinen weiteren Hund anschaffen. Aber man macht sich natürlich Gedanken für die Zukunft. Die Taschenwölfe haben es mir irgendwie angetan und ein kleiner Hund ist insgesamt für mich gut zu handhaben. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, daß das so ganz das richtige Anforderungsprofil für den Dackel ist und habe auch ein bißchen Vorbehalte, was die Sache mit dem Apport von Niederwild angeht. Was die Schweißarbeit angeht, sollen sie ja gut sein. Wie sieht es mit der Schärfe aus, binden die auch ein krankes Reh, so daß ich es abfangen kann. Diese Situation hat man zum Glück selten genug, wenn man dann das Stück aber nicht erlösen kann, weil es der Hund nicht hält, ist das die unangenehmste aller jagdlichen Situationen.

Bauarbeit möchte ich nicht machen, hier sind die Füchse flächendeckend mit Fuchsbandwurm durchseucht, da graust es mir davor, außerdem haben wir kleine Kinder, die sollen nicht mit dem Erreger in Kontakt kommen, wenn es sich vermeiden läßt.
Hier lag Argos der Hund, von Ungeziefer zerfressen.
Dieser, da er nun endlich den nahen Odysseus erkannte,
Wedelte zwar mit dem Schwanz, und senkte die Ohren herunter;
Aber er war zu schwach, sich seinem Herren zu nähern.
Und Odysseus sah es, und trocknete heimlich die Träne (...)

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Genau das ging mir heute auch durch den Kopf, möchte da mal mitlesen
Das Glück der Erde liegt nicht unbedingt nur auf dem Rücken der Pferde
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 07.02.16 um 21:53 Uhr.
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in einem anderen Thread habe ich gerade von meinem früheren Nachbarn im Doppelhof geschrieben, der hatte innerhalb weniger Jahre zwei Dackel verloren bei der Baujagd (einer konnte nur noch tot ausgegraben werden, der andere wurde von einem Übereifrigen direkt hinter dem Fuchs erschossen...

...ich hatte schon immer eine große Affinität zu Dackeln und auch einige geführt, aus den Erinnerungen aus meiner Kindheit kam für mich Baujagd NIE in Frage, meine Dackel waren auf Schweiß ausgebildet und haben gestöbert, haben mich fast rund um die Uhr begleitet (außer beim Musikmachen), im Büro, bei Kunden, auf Baustellen, im Auto, Haus sowieso, bei der Jagd erst recht. Aber da war ich noch ledig.

Bis vor kurzem hatten wir drei, inzwischen die beiden Alten verstorben, beides Kurzhaar, ein recht lebhafter Rauhhaar ist uns geblieben.

Aber nicht mehr jagdlich geführt, ein Zugeständnis an meine Frau, das ich zwar mittragen kann, das mich aber zunehmend nicht befriedigt - mich juckt es wieder in den Fingern...
...aber es würde meiner Frau das Herz brechen wenn dem Hund was passiert.
* wer anderen eine Grube gräbt ist selber schuld
* Kaiser Barbarossa sagte vor kurzem: Die meisten Zitate im Internet sind frei erfunden
* Hinterher ist man gar nicht immer klüger - manchmal ist man hinterher einfach nur ärmer oder überfressen oder betrunken oder schwanger...
*Coruptissimae republicae, plurimae leges.
*G.B.Shaw: Die Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol entsteht
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@ kammerjaeger #
Saufinder
Mir war es vergönnt 8 Jahre so einen Satansbraten zu führen.
Leider musste er uns viel zu früh verlassen.

Bitte bedenke aber: Es sind Erdhunde, gezüchtet für die Jagd unter der Erde!
Sie sind sicher vielseitig jagdlich einzusetzen und machen das gerne.
Es werden immer Erdhunde bleiben, so handlich sie auch sind
Ehrlichkeit währt am längsten!
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 07.02.16 um 21:34 Uhr.
@ dehunt #
dehunt schrieb:

Genau das ging mir heute auch durch den Kopf, möchte da mal mitlesen


Jetzt doch kein Weimaraner? Oder kurz danach ein Magyar Vizsla? Oder kurz darauf ein "Geiz ist geil"- Hund ohne Papiere? Jetzt ein Dackel?.....Na hoffentlich ist der Wesensfester als du
Das Reh springt hoch, Das Reh spring weit, es macht ja nix, es hat ja Zeit.
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Ich führe einen Teckel. Er macht sehr gute Nasenarbeit und hat die Brauchbarkeit auf Schweiß.
Bei Drückjagden ist er auch immer dabei und gibt alles. Er ist spurlaut und mutig.
Unter der Erde arbeitet er nicht.

Dackel sind tolle, sehr passionierte Jagdhunde die jeden Tag auf der Jagd für Dich sterben.
Aber ein Dackel hat Grenzen!
Eine Reh mit Laufschuss mit nem Dackel nachzusuchen ist sicher nicht Waidgerecht. Wenn du dich für die Rasse entscheidest bleibt es halt auch ein kleiner Kompromiss.

Bei mir ist genau aus diesem Grund ein Foxterrier eingezogen. Die kleine ist nicht so gut mit der Nase und auch nicht so ruhig im Alltag aber sie hat durchaus Vorteile.
Bei der Jagd auf Sauen ist sie deutlich schneller und damit auch etwas sicherer. Sie ist aggressiver am Wild.
Ein Foxterrier apportiert und ist sehr Wasserfreudig.

Außerdem ist sie führiger. Der Dackel Jagd wie der Teufel aber ist nur selten in meiner Nähe. Der Terrier hält den Kontakt und ist meistens im Umkreis von 200-500m unterwegs.
Bei Nachsuchen führe ich den Terrier mit und kann so sicherstellen das eine Hetze ein Ende findet.
Zumindest ist das so der Plan. Der Terrier wird nämlich gerade ausgebildet.
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@ kammerjaeger #
kammerjaeger schrieb:

Hallo allerseits - eine Frage an die erfahrenen Teckelführer: Ist es zur Zufriedenheit aller Beteiligten möglich, einen Teckel zu führen mit folgenden jagdlichen Aufgaben: 1) Schweiß (ganz überwiegend Rehwild) 2) stöbern bei gelegentlichen Treib- und Drückjagden 3) Apport (oder zumindest Finden) von Ente, Krähe? Ansonsten wären wesentliche Tätigkeitsfelder noch Familienhund, Schnarchen unter meinem Schreibtisch und Sitz wärmen im Außendienstfahrzeug.

Ich selbst habe eine Cockerdame im besten Alter (heuer sind es schon 8 Jahre ), die für mich diese Aufgaben mehr oder weniger übernimmt und werde mir akut keinen weiteren Hund anschaffen. Aber man macht sich natürlich Gedanken für die Zukunft. Die Taschenwölfe haben es mir irgendwie angetan und ein kleiner Hund ist insgesamt für mich gut zu handhaben. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, daß das so ganz das richtige Anforderungsprofil für den Dackel ist und habe auch ein bißchen Vorbehalte, was die Sache mit dem Apport von Niederwild angeht. Was die Schweißarbeit angeht, sollen sie ja gut sein. Wie sieht es mit der Schärfe aus, binden die auch ein krankes Reh, so daß ich es abfangen kann. Diese Situation hat man zum Glück selten genug, wenn man dann das Stück aber nicht erlösen kann, weil es der Hund nicht hält, ist das die unangenehmste aller jagdlichen Situationen.

Bauarbeit möchte ich nicht machen, hier sind die Füchse flächendeckend mit Fuchsbandwurm durchseucht, da graust es mir davor, außerdem haben wir kleine Kinder, die sollen nicht mit dem Erreger in Kontakt kommen, wenn es sich vermeiden läßt.


Jap, ist es ...

... wenn Du willst, das er nicht in den Bau geht, dann stelle sicher, dass er es nicht kannte bevor(!!!) er zu Dir kommt und zeige es ihm nicht wenn Du ihn hast, unterbinde es konsequent, dann ist das absolut kein Problem.

Fördere die von Dir unter 1) bis 3) genannten Dinge, wenn seine Anlagen gut sind, erfüllt er diese Dinge hervorragend ... das Binden eines kranken Rehes wird eher schwieriger als das Binden von z.B. Wild, welches sich stellt, wenn es krank ist, wie das Schwarzwild, es soll aber Teckel (selten) geben, denen das auch mit dem ein oder anderen Reh gelingt, ist aber längst nicht die Regel ... Familienhund mit Schnarch- und Sitzwärmefunktion sind beinahe zu 100% im Anlagenprofil und damit nahezu garantiert.

Bei "kleinen" Kindern muss man (manchmal) ein wenig vorsichtig sein, gerade dem selbstbewussten und eigensinnigen Teckel kann es manchmal auf die Nerven gehen, wenn Kinder nicht verstehen (wollen), wann der Hund sprichwörtlich die "Schnautze voll hat" und seine Ruhe will ... da liegt´s an Dir das zu steuern.

"Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten."
"Ich bremse nicht für Wölfe!"
"Patronen müssen teuer sein - Zur Erinnerung daran, dass das Leben ein Reichtum ist, den man nicht allzu leichtfertig verschwenden sollte."
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@ Teckelschreck #
Teckelschreck schrieb: ...Aber ein Dackel hat Grenzen!...

ganz wichtiger Satz - der Dackel weiß das oft nicht, da ist der Führer gefragt !!

Wenn ein Anschuß entsprechend aussieht, dann ist das KEIN Einsatz für einen Dackel.
* wer anderen eine Grube gräbt ist selber schuld
* Kaiser Barbarossa sagte vor kurzem: Die meisten Zitate im Internet sind frei erfunden
* Hinterher ist man gar nicht immer klüger - manchmal ist man hinterher einfach nur ärmer oder überfressen oder betrunken oder schwanger...
*Coruptissimae republicae, plurimae leges.
*G.B.Shaw: Die Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol entsteht
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@ dehunt #
Ja natürlich geht das - und sogar sehr gut

Teckel werden nicht nur als Erdhunde gezüchtet sondern sind von ihrer Herkunft her "kurzbeinige Bracken", die sich - insbesondere Rauhhaar - auch als Baujäger bestens eignen - nur hören das die Großen nicht so gerne .
Apportieren von Krähen und Enten geht sicher auch noch gut, wenn es rechtzeitig angebahnt wird. Auf Schweiß haben Teckel schon so manchem Großen den Rang abgelaufen, da kann ein großer Loshund hilfreich sein, wenn eine Hetze notwendig wird. Und mit den Schweißhunderassen wollen sie sich natürlich nicht messen.

Die meisten meiner Welpenkäufer möchten keine Baujagd machen, sondern setzen ihre Teckel genauso ein wie Du es schreibst - und alle sind glücklich und zufrieden
Schau Dir die Zwinger an, der DTK hat eine gute Website dazu: es gibt die extremen Baujagdspezialisten wie die sehr guten Nachsuchenteckel - und ganz viele Allrounder mit unterschiedlichen Schwerpunkten dazwischen.
Wenn es soweit ist, wirst sicherlich einen guten Teckel finden.
Doch ich wünsche Deinem Spaniel und Dir noch viele schöne gemeinsame Jahre.
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@ Austriangun #
Austriangun schrieb:

Jetzt doch kein Weimaraner? Oder kurz danach ein Magyar Vizsla? Oder kurz darauf ein "Geiz ist geil"- Hund ohne Papiere? Jetzt ein Dackel?.....Na hoffentlich ist der Wesensfester als du


Nun Mr. Glock... was soll ich Dir sagen. Hast keine Ahnung (davon aber reichlich) und offensichtlich auch kein eigenes Leben (ich kann mir nicht merken wer wann was geschrieben hat). Deine Beiträge enthalten mehr Blabla als Inhalt aber Leute wie Dich muss es halt auch geben.
Das Glück der Erde liegt nicht unbedingt nur auf dem Rücken der Pferde
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