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Gruppe der Jagdteckelführer
42 Themen, Moderator: Sunyi
Forum: Gruppe der Jagdteckelführer

Raufereien mit größeren Hunden

#
Raufereien mit größeren Hunden
Mahlzeit!

Da ich mich nun auch Hundeführer nennen darf und mein Hund im richtigen Alter ist um geschallt zu werden
kommen immer mal wieder Einladungen. Ich gehe natürlich gern jagen und gönne meinem Hund jeden Spaß.
Aber... bei größeren Jagden mit vielen Hunden habe ich doch Sorgen das er von irgend nem größeren
Hund angepöbelt bzw. gebissen wird. Nen Teckel gegen nen DD ist irgendwie unfair.
Leider arbeitet mein Hund nicht in meiner Nähe sondern ist dort wo das Wild ist. Sehr passioniert und schön spurlaut.
In der Regel ist er nach ner Stunde wieder am Stand.

Letztens gab es Ärger mit nem Wachtelrüden und ich war zu weit weg um einzugreifen.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Ich höre hier von erfahrenen Leuten sehr gegensätzliche Meinungen.
Der eine meint beim jagen passiert nix und der nächste sagt es sind immer mal wieder Hunde dabei die griffig sind und
sich Artgenossen packen wenn sie kein Wild finden...
Ich selbst bin da noch nicht so erfahren aber möchte meinen Hund gern gesund wieder sehen.

Euch Waidmannsheil

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Beitrag vom Autor bearbeitet am 29.11.15 um 23:40 Uhr.
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Die Gefahr ist leider immer gegeben. Und für den Kleinen ist das Ergebnis immer gleich . Das Ganze läßt sich eigentlich nur über 2 Faktoren ein wenig minimieren:

- ein gute Sozialisation, das heißt Erziehung und eben Ausbildungskurs bei der örtlichen Jägerschaft, wo dein Hund möglichst viel Kontakt zu anderen Hunden hat in simulierten jagdlichen Situationen, wenn er sich nachher mehr ums Jagen kümmert als um andere Hunde ist er auch für einen aggressiven "anderen" Jagdhund nicht so interessant, die suchen sich meist "Gleichgesinnte".
- vielleicht hast du das Glück nachher in einem festen Kreis von Hundeführern arbeiten zu können, die Hunde kennen sich recht schnell und es wird sich aufs Jagen konzentriert und nicht darauf, dem andern mal zu zeigen wer der Chef in der Dickung ist.

Das Aggressionen unter Hunden im Keim erstickt werden auf der Jagd versteht sich von selbst, und da hilft nicht immer Kuscheltherapie.

Ganz auszuschließen ist eine Rauferei leider nie, jüngere Hunde sind da gefährdeter als ältere Hunde, die wollen meist nur Jagen. Und Kleine sind nun mal dann die Verlierer. Vielleicht solltest du die erste Zeit mit dem Hund durchgehen, er jagd dann meist kürzer und du kannst schneller eingreifen falls was passiert.


2
 
@ Jagdschuetzer #
Mmh...ja Danke! Durchgehen finde ich eh schöner aber es wäre natürlich besser den Hund dann auch in der Nähe zu haben und ihn lenken zu können.
Ich möchte ja mit dem Hund jagen und evtl auch Beute machen. Den Hund zu schnallen und ihn nach einer
Stunde wieder zu sehen macht dann wenig Sinn.
Wie er sein Verhalten ändert wird sich zeigen...

Ich habe bereits zu einigen Leuten Kontakt aufgenommen. Toll fände ich ne Stöberhundgruppe
die ausschließlich mit Teckeln und Terriern arbeitet.
0
 
@ Teckelschreck #
Ich würde erst mal klein anfangen. Gerde zum Jahresende, wenn die großen Jagden vorbei sind wird immer mal gerne die ein oder andere kleine Jagd mit wenigen Jägern und Hunden durchgeführt, da kann man gemütlich durchs Unterholz marschieren, die Hunde stöbern ein wenig auf Rehwild und Hase, alles ist stressfreier, das merken auch Hunde und man macht einen gemütlichen Samstag. Außerdem sind viele Hunde schon den ganzen Herbst unterwegs gewesen und haben sowieso keine Lust mehr noch große Taten zu vollbringen. Das wäre mein Einstieg mit einem noch jungen und unerfahrenen Hund .


3
 
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Sehe ich anders:
Lass den Hund im ersten Jahr jagen was geht. Kleine jagden große jagden alles was geht. Lass ihn lernen.
Ja es kommt schonmal vor das es raufereien auf jagden gibt das sind aber Ausnahmen und sollten hart unterbunden werden.
Achte darauf das nicht der kleine anfängt andere Hunde anzumachen!
20-30 jagden im ersten Jahr nutzen sicher mehr für den Rest seiner jagdlichen Karriere als auf dem Sofa zu liegen.
Passieren kann immer was, meins ist zur Zeit auch etwas heftiger verletzt und fällt diese Saison wohl aus
0
 
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Das größte Risiko besteht am Streckenplatz. Dort gut aufpassen, oder nach der Jagd den Hund gleich im warmen Auto lassen, gut eingepackt und gefüttert, dann sinkt das Risiko gewaltig.
Während des Jagens haben die meisten Hunde anderes zu tun, als sich in Raufereien zu ergehen.
Klar bleibt ein Restrisiko. Aber man kann seinen Hund ja nicht in Watte packen, auch wenn man das verständlicherweise gerne möchte, weil man ja an dem Kerlchen hängt...........
Mancher tut sich als Jäger kund,
als Weidmann unverdrossen,
doch gleicht der Gute ohne Hund
der Leiter ohne Sprossen!

--------------------------------------------------------------------------------------------


Ein Maulwurf sitzt in seinem Loch
und hört ein Lerchenlied erklingen
Er spricht: "Wie sinnlos ist es doch,
zu fliegen und zu singen!"

2
 
@ Harras #
Moin!

Naja auf dem Sofa soll er sein Dasein nicht fristen aber 20-30 Jagden schaffe ich nicht.
Ich werde wohl versuchen mit ihm durchzugehen und hoffe er bleibt dann in meiner Nähe
oder kommt öfter mal zurück...

Grüße
0
 
@ Teckelschreck #
Teckelschreck schrieb:

Mahlzeit!

Da ich mich nun auch Hundeführer nennen darf und mein Hund im richtigen Alter ist um geschallt zu werden
kommen immer mal wieder Einladungen. Ich gehe natürlich gern jagen und gönne meinem Hund jeden Spaß.
Aber... bei größeren Jagden mit vielen Hunden habe ich doch Sorgen das er von irgend nem größeren
Hund angepöbelt bzw. gebissen wird. Nen Teckel gegen nen DD ist irgendwie unfair.
Leider arbeitet mein Hund nicht in meiner Nähe sondern ist dort wo das Wild ist. Sehr passioniert und schön spurlaut.
In der Regel ist er nach ner Stunde wieder am Stand.

Letztens gab es Ärger mit nem Wachtelrüden und ich war zu weit weg um einzugreifen.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Ich höre hier von erfahrenen Leuten sehr gegensätzliche Meinungen.
Der eine meint beim jagen passiert nix und der nächste sagt es sind immer mal wieder Hunde dabei die griffig sind und
sich Artgenossen packen wenn sie kein Wild finden...
Ich selbst bin da noch nicht so erfahren aber möchte meinen Hund gern gesund wieder sehen.

Euch Waidmannsheil


Helikopterhundeeltern erlebe ich leider immer mehr...(nimms nicht persönlich)...
da werden halb Jahr alte Hunde in Schlagschutzwesten eingepackt....der Jagdablauf minutiös auf dem Garmin verfolgt...und am liebsten würden Herrchen und Frauchen immer in 2m Abstand hinter dem Hundchen herlaufen damit ihm auch ja kein Haar gekrümmt wird.

Nach nun ~500 Drückjagden in meiner Jägerlaufbahn....gabs (im Jagdbetrieb) wenn überhaupt mal ein kleines Löchlein im Pelz weil sich die Herren/Damen an einem toten Stück um die Beute stritten.
Schwarzwild ist um Klassen gefährlicher als der Jagdhund des Standnachbarn. Die Hunde (und auch die kleinen!) wissen sich zu verständigen und auch zu verhalten. (sofern die Helikoptereltern nicht permanent damit beschäftigt waren Ihrem "LIEBLING und BUBI" vorn und hinten Puderzucker reinzublasen ).

Am Streckenplatz ist der gefährlichste Platz und gerade da haben meiner Meinung nach keine Hunde was zu suchen....zumindestens meine ARBEITENDEN Hunde sind müde..und liegen viel lieber eingepackt im warmen Auto wo sie ihre Ruhe haben und sich erholen dürfen.

Auch hier findet man wieder die Helikopterhundeltern...da muß dem Hund mal Wild gezeigt werden ...man seinen "Schatz" Bubi... und ...Mädele.. vorgeführt werden und jedem der es nicht hören will seine Heldentaten in minutiöser Präzision vorgetragen werden...
...die von anderen (ohne rosarote Brille) beobachtete Realität siehet dann meist sehr viel anders aus...

Also für Dich...
verhätschel den Hund ned und lass ihn (außerhalb der Jagd) Erfahrung mit anderen Hunden machen...er muß lernen zu komunizieren, andere zu akzeptieren, sich SELBST durchzusetzen oder eben auch mal den Rückzug antreten! Am Streckenplatz und Wild wo andere Hunde sind hat er nix zu suchen (egal ob Teckel oder DD)
Lass ihn jagen und sein Leben selber gestalten...es passiert wesentlich mehr wenn Du ihn ständig begluggst....ihm wegen jeglicher Kleinigkeit zur Seite stehst (und damit nur lernst dass er ja die Kavalerie im Hintergrund hat). Ebenso sollte es keinen Artgenossenkontakt geben wenn die Hunde an der Leine sind....(Kavaleriesyndrom.. )

Achja...
und gewöhne Dich Familie und Kinder...schonmal an den Gedanken dass der Hund nach der Jagd verletzt heimkommen könnte...einer von meinen hat gestern auch wieder Kontakt mit nem Schwarzwild-Hauer gemacht und liegt gerade zuhause im "Wundbett".
ER...trägts wie ein RÜDE!
10
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 30.11.15 um 10:14 Uhr.
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Für den jungen Hund ,am besten schon als Welpe, organisiert man Sozialkontakte mit anderen Hunden. Ohne Leine! Die Hunde regeln das dann selbst und lernen die innerartlichen Regeln.
Dann zum Thema Jagd bezüglich Stöbern und Suchen. Das erste Jagdjahr arbeitet er diese Fächer nicht(!) mit anderen Hunden. Er muss lernen sich die Beute selbst zu suchen. In dieser Zeit organisiere ich kleine Jagden wo er alleine jagt und der Erfolg, dass vor ihm was erlegt wird, am esten von Herrchen /Frauchen, fast garantiert ist.
Das festigt das Selstbewusstsein und das gegenseitige Vertrauen. Im ersten Behang/Feld jagt er alleine. Ich will selbständig jagende und führige Hunde, die dorthin jagen wo ich es will und nicht dort hin rennen wo es knallt und andere Hunde laut jagen. Hund und Füherer sollten schon so viel Vertrauen und Selbstsicherheit entwickeln, dass man mal eine Kilometer und eine halbe Stunde voneinander entfernt ist. Zum Thema "zurück kommen" trainieren wäre ein extra Thema nötig. Da habe ich viele Fehler gemacht und Lehrgeld bezahlen und Nerven opfern müssen.
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