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Jagdkonzepte + Jagd allgemein
483 Themen, Moderator: Sunyi, Susanne1, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Jagdkonzepte + Jagd allgemein

Ansitz --- mal so und mal so

@ WildeBiene #
auch von mir eine ganz dickes WMH
1
 
@ utha #
Waidmannsdank
"Wer die Natur nicht liebt, den hat sie eigentlich vergeblich hervorgebracht" (unbek. Verfasser)

Meine Bilder unter: [www.flickr.com]
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 24.05.18 um 09:20 Uhr.
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k1 k2 k3
Gestern am "Ansitz" im vierten Stock beim Zahnarzt, vor dessen Fenster reger Flugbetrieb herrschte.
Eigentlich wollte ich nach der Behandlung Mauersegler und Schwalben fotografieren,
die sich aber mit dem kleinen Monitor der Digicam nicht "einfangen" ließen.
Eine Krähe zeigte sich kooperativer und kam aufs Locken.
Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem
Neid zerfrisst die Seele wie Rost das Eisen.
Mit durchreißen des Abzugs wird die Kugel nicht schneller
Jede Schussweite beginnt an der Laufmündung.
Forumsformel Nr.1: 1 Bild = 1000 Worte
S³ mein Anspruch: sicher-schnell-sauber.
A³ die Formel für den präzisen Büchsenschuss: Auflage-Anschlag-Abziehen.

2
 
#
Mai Bock
Gestern Aben Ansitz bei Gewitter.
Erst lies sich ein Hase blicken und dann sah es danach aus, als wäre für diesen Ansitz alles gelaufen.
Spaziergänger mit Hund kamen direkt so um 20:45 Uhr durch die Büsche.

So gegen 21:00 zog dann eine noch trächtige Gaiß auf ca. 100 Meter aus dem Wald.
Sie äste vertraut um auf einmal wie von der Tarantel gestochen in meine Richtung zu düsen.
Ich sah dann 10 Meter vor mir auch die Ursache im hohen Gras, Sie verjagte einen Hasen.

dann verzog Sie sich vor mir in die Büsche und ich harrte der Dinge die da eventuell noch kommen.

Fünf Minuten später zog ein Bock genau auf der Spur der Gaiß bis auf die 10 Meter vor den Sitz.

Nach einer gefühlten Ewigkeit stellte er sich endlich breit und lag im Feuer.

Was mich noch etwas verwundert hat ist, das der Bock richtig geflämt hat.



6
 
@ Heuberger #
Waidmannsheil, der hat hoch auf!

Bei mir im Feld läuft´s gerade nicht so gut. Zur besten Jagdzeit ist im Revier mehr los als im Ort. Überall laufen Beregnungen, die zu der Zeit umgestellt/hin und her kutschiert werden, oder es wird dran rumgeschraubt.
drei mal drei ist sechs
0
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 24.05.18 um 19:19 Uhr.
@ Heuberger #
Heuberger schrieb:

Gestern Aben Ansitz bei Gewitter.
Erst lies sich ein Hase blicken und dann sah es danach aus, als wäre für diesen Ansitz alles gelaufen.
Spaziergänger mit Hund kamen direkt so um 20:45 Uhr durch die Büsche.

So gegen 21:00 zog dann eine noch trächtige Gaiß auf ca. 100 Meter aus dem Wald.
Sie äste vertraut um auf einmal wie von der Tarantel gestochen in meine Richtung zu düsen.
Ich sah dann 10 Meter vor mir auch die Ursache im hohen Gras, Sie verjagte einen Hasen.

dann verzog Sie sich vor mir in die Büsche und ich harrte der Dinge die da eventuell noch kommen.

Fünf Minuten später zog ein Bock genau auf der Spur der Gaiß bis auf die 10 Meter vor den Sitz.

Nach einer gefühlten Ewigkeit stellte er sich endlich breit und lag im Feuer.

Was mich noch etwas verwundert hat ist, das der Bock richtig geflämt hat.


Auch mein Bock vom Sonntag war hinter einer hochbeschlagenen Ricke her
[jagderleben.landlive.de]
. Und ich kam auch nur diesem Umstand zum Dank zum Schuß. Der Bock war nämlich schon in der wilden Möhre auf 200m entschwunden und kam dann in hohen Sprüngen in meine Richtung, als die Ricke aus dem Raps kam.
Wir beobachten immer wieder, dass die hochbeschlagenen Ricken sehr anziehend wirken auf die Böcke. Der Grund ist wohl ein hormonell bedingter Duftcocktail...
Das führt auch dazu, dass die Böcke richtig treiben, was für die Ricken mit ihren dicken Bäuchen weniger schön ist.
"Wer die Natur nicht liebt, den hat sie eigentlich vergeblich hervorgebracht" (unbek. Verfasser)

Meine Bilder unter: [www.flickr.com]
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Gestern Abend packte es mich. Es war bestes Wetter, der Mond erhellt schon wieder die Ackerflächen und Wiesen, der Wind kommt aus Richtungen Osten, schwach 3-5m/s. Ich liege im Bett und glotze Fernsehen. Das Revier hat so seine tücken...es liegt an der Weser. Auf der einen Seite begrenzt die Weser das Revier und auf der anderen Seite in selbiger Länge ehmalige Kiesteiche und Naturschutzgebiete die nicht bejagd werden dürfen. Wild wechselt auf einem 400m breiten Korridor aus dem Naturschutzgebiet auf die angrenzenden Ackerflächen in zwei Richtungen. Richtung Ost und West. Auf dem selben Wege auf dem auch Spaziergänger, Fahrradfahrer und viele kleine Bellos täglich die Natur pur genießen. Sauen sind Mangelware. Glück wenn man mal eine sieht. Futter gibt es auch nicht genug...nur ein Rapsacker direkt an der Weser und der liegt so ungünstig im Wind, dass man ihn umgehen muss um Nachts an die Sauen zu kommen. Erst in Richtung Naturschutzgebiet und dann von hinten an die Fläche herantasten. Hochsitze liegen immer voll im Wind und die Sauen winden einen aus bevor man weis das sie überhaupt da sind. Tja, so lag ich da gestern Abend im Bett und malte mir die Situation aus wieviel km ich pirschend zurücklegen müsste um von hinten an die Sauen zu kommen. Auf Kameras waren die Schwarzkittel nie vor eins gesichtet worden. Meisten um drei bis vier wieder auf dem Heimweg. Ein Weibchen wäre nicht schlecht nur kann die mir bei solchen Fantasien auch nicht helfen und die letzte war davon schon genervt. Ist aber auch blöd wenn man mal Erfolg beim Pirschen hat...gegen 23 Uhr habe ich es nicht mehr ausgehalten und bin losgetobt. Die gute alte Bw Hosen in grün: rechte Beintasche 3x Schnellklebepflaster, 2x israelischer Schnellverband; linke Beintasche: Munitionetui (wie immer vorbereitet 4 Kugel 2x 3,5mm, 1xSlug) und Handi. Socken an, Neoprensocken, Bw Socken. Wolfskin Fleece und um den Hals am langen Riemen Nachtsichtgerät, kurzer Riemen Wärmebildgerät. Waffe habe ich nur einen Drilling im Schrank. Bei soviel Platz packe ich den gar nicht mehr aus dem Futteral aus sondern mache nur einen Griff in den Schrank. Ab ins Revier und gut 800m vor dem besagten Korridor ausgestiegen. Alles fertig gemacht und nochmal kurz mein Anmarschweg abgesucht. Nichts gefunden. War ja kein wunder...mein Plan war es ja erst mit dem Wind in die Schneise zu laufen und dann mich auf die andere Seite der Schneise zu verschieben und dann gegen den Wind die Suaen anzulaufen. Der Wind kam auch leicht aus Nordöstlicher Richtung was das ganze Vorhaben begünstigte. Nun gut...es soll so sein und ich gehe langsam los. Ist ja eh nichts da...stehe ja voll im Wind. Die Steine auf dem Weg merke ich deutlich durch meine Socken. Ich meine die kleinen, die großen lassen mich immer mal kurz zusammenzucken^^. Dafür hört man mich aber nicht. Nach 300m verharre ich. Verdammt du Idiot dachte ich nur. Ich habe doch extra vorher mit WBG und NSG alles abgesucht. 5m vor mir steht Rehwild und vergnügd sich an der Hecke. Ich blicke durch das NSG und sehe eine Ricke und ein Schmalreh. Was für ein Glück. Böcke nerven mich immer weil es nur mit schrecken geht wenn ich an denen vorbei will. Kurz lauter gegen den Schotter gelatscht und die beiden stehen 50m weiter auf dem Acker und ich kann vorbei. Nun kommt der Teil an dem ich an den Kiesteichen entlang schleiche. Auf einer frisch gemähten Wiese. Ich bemerke kurz vor mir einen schwarzen Fleck. Der kommt näher...ohne die technik zu nutzen weis ich was da kommt. Ja der Waschbär zieht einen Meter an mir vorbei. Guckt kurz doof und jeder geht seinen Weg. Irgendwann bin ich am NSG angekommen und nun verschiebe ich mich auf meine eigentliche Pirschstrecke. Das gute ist wenn man Bäche hat. Das Wild zieht dort entlang und es ist jedesmal wie eine Geräuschschranke. Das Wild was dort entlang zieht hört nichts kommen und hört nicht was auf der anderen Seite passiert. Ich bin jetzt noch ca 1000m vom Rapsacker entfernt und muss jetzt über eine kleine Brücke. Genau auf der Brücke kommt mir ein Fuchs entgegen. Kurze Pause und machen lassen. Ich will ja zu den Sauen...200m weiter steht noch mal eine Ricke. Ich konnte an ihr vorbei ohne das sie mich bemerkt. Ein paar Schritte weiter habe ich mich entschlossen erstmal eine Pause zu machen. Die Flossen tun eim weh von den nicht gefegten Schotterwegen^^, das Hören ändert sich und ich schwitze weil es anstrenǵéńd ist. Ich lege den Drilling auf den Pirschstock und über meine Schulter. Es ist so angenehmer und ich kann mit der linken hat das Umfeld mit NSG oder WBG absuchen. So entdeckte ich 50m rechts von mir zwei Jungfüchse die auf einem Erdhügel spielten. Das war toll mit anzusehen und so zog ich nach 10 Minuten weiter. Ich musste durch eine Hecke und hohes Gras hindurch dann waren es nur noch 300m bis zum Rapsacker. Das ist immer kritisch weil knie hohes Gras macht immer Lärm. Ich gab mir mühe und trotz knackender Äste stand ich nach 10 m direkt vor einem Fuchs. Die Wege kreuzten sich und hat sich einfach direkt vor mir hingesetzt. Ich atmete laut aus und er verschwand in der Gerste. Auf zu den Schweinen. Ich näherte mich bis auf 25m der Spitze des Rapsackers und konnte nichts sehen und nichts hören. So entschloss ich mich direkt an den Raps heranzutreten. Jetzt konnte ich sie hören. Schmatzend und...was war das...klappern. Jetzt bekam ich Jagdfieber und ich zitterte. Sie sind definitiv drinn und es war nichts kleines. Mit Respekt habe ich den Rückwärtsgang eingelegt und mich wieder 20m vom Acker entfernt. Ich verhoffte Ewigkeiten. Durch das WBG konnte ich zwei Sauen ausmachen die am Raps entlang zogen in Richtung Weser. Leider gewährten die beiden mir keinen Blick auf die Bauchlinie! So blieb der Finger gerade und es wäre auch mit Blick auf die Linie eine sehr rasante Schussabgabe geworden. Sie sind weg :/ es war jetzt halb vier und ich entschloss mich zurück zur Hecke zu gehen. Dort stand ein Hochsitz und ich wollte noch den Sonnenaufgang genießen. Es kreuzte noch ein Gabler meinen Weg der zum Glück nichts kapierte und mich ohne Lärm passieren ließ. Auf dem Hochsitz fällt dann das Adrenalin ab und ich sacke zusammen. Kurz 10 Minuten geschlafen und es war 5 Uhr Runter vom Hochsitz und den Drilling umgeladen. Eine Jungtaube später war ich dann doch noch mit Beute auf dem Weg zum Auto. Wenn ich sowas mache habe ich den ganzen Tag einen Brett vorm Kopf weil ich die Hauptschlafphase spazierend hinter mir lasse. Das ist es aber Wert! Ich schreibe deswegen so ausführlich wie ich pirsche weil es hier im Forum diskutiert wird. Man kann es anders oder besser machen und auch sein lassen...
"Wer seinen Kinderglauben sich bewahrt, in einer reinen, unbefleckten Brust - und gegen das Gelächter einer Welt zu leben wagt, - wie er als Kind geträumt - bis auf den letzten Tag: das ist ein Mann!" (Henning v. Tresckow)
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J
Waidmannsheil an alle Vorerzähler

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen ... Die Rehwildbejagung erfordert dieses Jahr eine hohe Frustrationstoleranz, wie schon erwähnt. Der Frühsommer ist drei Wochen zu früh dran, und dementsprechend sieht's mit der Aktivität beim Rehwild aus, ziemlich mau.

Vorgestern abend saß ich schon am Waldrand, wo ein Grünstreifen ist und dann ein Rapsacker. Im Tal eine Teerstraße, dann geht's wieder rauf, Rübenacker, Waldrand. Gegen 21:30 Uhr Schrecken beim Nachbarn, da seh ich, wie eben dieser gerade am Waldrand entlang geht. Oh, dachte ich mir, der ist aber echt spät dran. 21:49 und 21:53 Uhr knallte es bei dem aber schon. Kurz nach 22:00 Uhr war er dann mit dem Auto vorgefahren in fing zu bergen an. Waidmannsheil.

Bei mir war absolut nix. Sogar meine Hasen lassen mich im Stich, und vorgestern war nicht mal die Geiß da, die ich sonst auf ca. 300 m auf einer entfernteren Wiese hinterm Rapsschlag sehen kann.

Gestern bin ich da wieder hin, saß um 20:20 Uhr. Es war noch wärmer, die Sonne war noch nicht hinterm Berg verschwunden und erleuchtete "meinen" Waldrand hell. Ich richtete mich auf mindestens eine Stunde anblicklose Langeweile ein. Auch die Geiß glänzte wieder durch Abwesenheit.

Kam aber anders. 10 mins nach dem Aufbaumen wechselte ein Jährling praktisch geräuschlos genau auf meiner Ecke aus dem Wald. Der Rest ist unspektakulär, außer vielleicht wegen der kurzen Distanz: 10 m, Flucht 0 m. Aufgebrochen ohne Haupt sehr gute 16 kg.
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@ Heide_Unterfranken #
... es läuft doch, prima! Waidmannsheil !
drei mal drei ist sechs
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@ Heide_Unterfranken #
Waidmannsheil, unverhofft kommt oft
"Wer die Natur nicht liebt, den hat sie eigentlich vergeblich hervorgebracht" (unbek. Verfasser)

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